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#MythenDerInnovation: Über Schumpeter, das Scheitern staatlicher Projekte und die Notwendigkeit von offenen Innovationen

Wie kann der Staat zu Innovationen beitragen und was hat Schumpeter damit zu tun? Für die mit Künstlicher Intelligenz vollgepumpte Plaudermaschine ChatGPT https://chat.openai.com/ist die Sache klar: „Schumpeters Innovationstheorie geht davon aus, dass Innovationen immer von Unternehmern getrieben werden und nicht durch staatliche Planung oder Regulierung erfolgen. Der Staat spielt demnach keine aktive Rolle bei der Förderung von Innovationen. Stattdessen sieht Schumpeter die Hauptaufgabe des Staates darin, einen Rahmen zu schaffen, in dem Unternehmen ungehindert neue Ideen entwickeln und umsetzen können. Dazu gehört beispielsweise die Schaffung von günstigen Rechts- und Marktbedingungen, die es Unternehmern ermöglichen, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Insgesamt betrachtet Schumpeter den Staat also eher als passiven Teilnehmer im Innovationsprozess.“ 

Das ist ein herber Schlag für alle Protagonisten, die so viel Hoffnungen auf staatliche Ausgabenprogramme setzen. Aber mit fällt in der Tat auch nicht viel ein, was nun von der öffentlichen Hand in den vergangenen Jahrzehnten an Impulsen für Innovationen ausgegangen ist. Die Versteigerung der UMTS-Lizenzen? Ein Trauerspiel für das mobile Internet. Da musste erst Steve Jobs mit dem iPhone um die Ecke kommen, um den TK-Konzernen und den staatlichen Akteuren zu zeigen, wie man es richtig macht. Bei den Subventionen flossen in Deutschland in der Regel Milliardenbeträge in todgeweihte Branchen wie dem Steinkohlebergbau. Die Förderung von Siemens und AEG zur Brechung der Vormachtstellung von IBM bei Großrechnern war ein klägliches Unterfangen. Die Dominanz der USA im Digitalen konnte mit dem Griff in die Staatskasse nicht gebrochen werden. 

Soweit ein kleiner Einblick in meine neue Kolumne, die immer am 15. des Monats bei Haufe New Management erscheint. Start war im Dezember 2022. Bitte unterstützt mich und teilt kräftig den Beitrag im Social Web.

Am 15. Januar kommt das nächste Stück.

Über den Autor

gsohn
Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.

2 Kommentare zu "#MythenDerInnovation: Über Schumpeter, das Scheitern staatlicher Projekte und die Notwendigkeit von offenen Innovationen"

  1. Jochen Kilian | 3. Januar 2023 um 12:59 Uhr |

    „Universitäten können aus einer Reihe von Gründen wichtige Innovationszentren sein. Erstens haben Universitäten in der Regel einen starken Fokus auf Forschung und Entwicklung, was zur Entdeckung neuer Ideen und Technologien führen kann. Viele Universitäten verfügen über spezielle Forschungszentren oder -institute, die sich auf bestimmte Fachgebiete wie Ingenieurwesen, Informatik oder Biowissenschaften konzentrieren, die Brutstätten der Innovation sein können. Darüber hinaus verfügen Universitäten oft über enge Verbindungen zu Industrie und Regierung, was die Umsetzung von Forschungsergebnissen in praktische Anwendungen erleichtern kann. Und schließlich können Universitäten ein unterstützendes Umfeld für Studenten und Dozenten bieten, in dem sie ihre Ideen verfolgen und mit anderen zusammenarbeiten können, was eine Kultur der Innovation fördern kann.“
    Quelle: https://chat.openai.com/chat

    Der Staat ist also sehr wohl ein wichtiger Akteur im Innovationsgeschehen.

  2. Das ist er. Und in meiner Kolumne habe ich auch Beispiele genannt.

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