Website-Icon ichsagmal.com

Sie haben gewonnen! Eine Heizdecke, eine Kaffeemaschine oder einen schönen Kugelschreiber, wenn Sie ein Abo abschließen….

Zur Spiegel-Titelstory über Facebook, die sich allerdings nur am Rande mit Facebook beschäftigt, hat Thomas Knüwer in seinem Blog Indiskretion Ehrensache noch eine wichtige Ergänzung gebracht. Seit dem 3. Juli 2009 sind die öffentlichen Debatten über den Datenschutz nach seiner Ansicht verlogene Angelegenheiten geworden.

„An diesem Tag wurde eine Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes beschlossen, die weiterhin das Listenprivileg enthält. Die meisten Menschen in Deutschland dürften diesen Begriff noch nie gehört haben. Deshalb: Dieses Privileg erlaubt es personalisierte Daten – also inklusive Name, Adresse und Geburtstag – zu speichern und für Marketingzwecke weiterzugeben. Dabei dürfen die Daten auch an Dritte weitergereicht – oder besser: verkauft – werden. Ein Skandal, denken Sie? Warum weiß ich davon nichts? Ganz einfach: Weil die Branche, die dies betrifft die Medienbranche ist – allen voran die Zeitungs- und Zeitungsverlage. Sie gehören zu den größten Adressdatenhändlern der Republik. Deshalb auch bekommen Sie, liebe Leser, diese nervigen Anrufe von Callcentern, die behaupten, Sie hätten an Gewinnspielen teilgenommen, an die Sie sich nicht erinnern können. Deshalb auch bekommen Sie Werbebriefe von Magazinen und Zeitungen – und von anderen Unternehmen, die Datenbankkunden dieser Verlage sind“, so Knüwer. Also lag ich mit meinen Beispielen für Call Center-Terror gar nicht so falsch.

Siehe auch:
Feindbild Internet.

Geschäfte mit privaten Daten: Warum sich der “Spiegel” mit der halben Wahrheit begnügt.

Die mobile Version verlassen