🗞 #DailyBriefBonn #015 – Dienstag, 21. Oktober 2025: Zwischen Forschung, Fairplay und frostiger Fürsorge

🏥 Gesundheit | Universitätsmedizin NRW schließt Allianz für die Zukunft
Essenz: Alle Universitätskliniken in NRW – darunter das UKB – bündeln ihre Forschung und Versorgung in einer neuen Kooperationsstruktur.
Warum es zählt: Ein entscheidender Schritt für medizinische Spitzenforschung und Versorgungssicherheit im Rheinland.
🔗 https://www.ukbnewsroom.de/kooperation-zwischen-allen-universitaetsmedizinen-in-nrw/

🎮 Wirtschaft | Minecraft Movie 2 offiziell bestätigt – neue LEGO-Sets in Planung
Essenz: Warner Bros. kündigt den zweiten Minecraft-Film an, LEGO folgt mit neuen Sets.
Warum es zählt: Die Bonner LEGO-Community darf sich auf einen kreativen Hype freuen.
🔗 https://www.promobricks.de/minecraft-movie-2-bestaetigt-lego-sets

🗣 Wirtschaft | Sprachmüllverbrennung Bonn-Luke 7
Essenz: Gunnar Sohn über sprachliche Überhitzung und die neue Ökologie der Worte.
Warum es zählt: Bonn denkt über Kommunikation als Ressource nach – statt als Abfallprodukt.
🔗 https://www.ichsagmal.com/sprachmuellverbrennung-bonn-luke-7

🏙 Bonn | Bei Kälte besonders auf Obdachlose achten!
Essenz: Die Stadt ruft zur Achtsamkeit und Hilfe für Obdachlose in der kalten Jahreszeit auf.
Warum es zählt: Ein Appell an Bonns soziale Verantwortung.
🔗 https://www.bonnnet.de/auch-in-bonn-bei-kaelte-verstaerkt-auf-obdachlose-achten/

🚧 Rhein-Sieg | Straße „Am Honnefer Graben“ bleibt länger gesperrt
Essenz: Sanierungsarbeiten verzögern sich – die Sperrung sorgt für Umwege und Staus.
Warum es zählt: Lokale Infrastrukturthemen prägen Alltag und Mobilität in der Region.
🔗 https://honnef-heute.de/am-honnefer-graben-bleibt-laenger-gesperrt/

💻 Digital | Steering Committees und Advisory Boards – Macht oder Methode?
Essenz: Felix Stein erklärt, wie Entscheidungsstrukturen in Unternehmen agil, aber wirksam bleiben.
Warum es zählt: Ein Thema mit Relevanz für Bonner Start-ups und Institutionen.
🔗 https://www.lean-agility.de/2025/10/steering-committees-und-advisory-boards.html

🌿 Umwelt | BioBitte-Dialogforum: Wege für mehr Bio in öffentlichen Küchen
Essenz: Neue Ansätze sollen den Anteil von Bio-Lebensmitteln in Kantinen und Kitas erhöhen.
Warum es zählt: Bonn als Fairtrade- und Nachhaltigkeitsstadt kann hier Vorbild sein.
🔗 https://www.oekolandbau.de/aktuelles/newsletter-abonnieren/rss-feed/detailansicht/biobitte-dialogforum-wege-fuer-mehr-bio-in-oeffentlichen-kuechen/

🎸 Musik | Galahad – „Alive at Loreley“
Essenz: Progressive Rock in Bestform – Galahad liefern ein atmosphärisches Live-Album mit Kultfaktor.
Warum es zählt: Bonn bleibt eine Stadt für anspruchsvolle Musikliebhaber.
🔗 https://www.betreutesproggen.de/2025/10/galahad-alive-at-loreley/

🌸 Bonn | Grüne Glücksorte: Geh raus & blüh auf!
Essenz: BonnNet.de zeigt die schönsten Orte der Stadt für Herbstspaziergänge.
Warum es zählt: Zwischen Hofgarten und Rhein zeigt sich Bonn von seiner poetischen Seite.
🔗 https://www.bonnnet.de/gluecksorte-in-bonn/

Zitat des Tages:
„Manchmal ist Fortschritt nichts anderes als Zusammenarbeit – im Kleinen wie im Großen.“

Auf ichsgamal.com haben wir jetzt die Probephase abgeschlossen. Wir werten das aus und überlegen, wie das ab Anfang Januar weitergehen könnte. Die Auswertung werden wir hier natürlich veröffentlichen.

🗞️ #DailyBriefBonn #008 – Dienstag, 14. Oktober 2025

🧱 Wirtschaft

LEGO Icons 10366 Tropisches Aquarium erscheint im November – Alle Bilder und Infos zum Set! (PROMOBRICKS)
Essenz: LEGO bringt im November ein neues Display-Set auf den Markt, das tropische Unterwasserwelten nach Hause holt.
Warum es zählt: Bonn ist LEGO-Fan-Hochburg – kreative Freizeitkultur trifft auf Wirtschaftskraft im Detailhandel.
🔗 http://www.promobricks.de/lego-icons-10366-tropisches-aquarium-alle-bilder-und-infos

Von der Forschung zum Geschäftswert: Epi-Proteomik für Versicherer (Zurich Blog)
Essenz: Neue Epi-Proteomik-Verfahren helfen Versicherern, Gesundheitsrisiken präziser zu bewerten.
Warum es zählt: Wissenschaftliche Innovationen werden marktreif – auch Bonner Unternehmen könnten profitieren.
🔗 http://www.zurich-blog.de/epi-proteomik-fuer-versicherer

LEGO 30711 Braille Bricks Polybag jetzt erhältlich (PROMOBRICKS)
Essenz: LEGO startet eine inklusive Initiative: Braille-Steine fördern Lernprozesse von Kindern mit Sehbehinderung.
Warum es zählt: Ein globaler Konzern zeigt, dass Inklusion Innovation befeuert – Beispiel auch für Bonner Bildungseinrichtungen.
🔗 http://www.promobricks.de/lego-30711-braille-bricks-polybag-jetzt-erhaeltlich


🧬 Wissenschaft

Not just trees growing here: How the Integrate Network cultivates cooperation (Resilience Blog)
Essenz: Das europäische Integrate-Netzwerk zeigt, wie Biodiversität durch Kooperation zwischen Forst und Forschung gedeiht.
Warum es zählt: Bonn ist Schaltstelle internationaler Nachhaltigkeitsnetzwerke – auch das Integrate Secretariat sitzt hier.
🔗 http://www.resilience-blog.com/how-the-integrate-network-cultivates-cooperation

Ihr braucht doch alle Hilfe, ey! (Open History e.V.)
Essenz: Historiker Nico Nolden beschreibt, wie kollaborative Geschichtsarbeit digitale Communities belebt.
Warum es zählt: Erinnerungskultur wird partizipativ – Impulse auch für Bonns offene Geschichtsprojekte.
🔗 http://www.open-history.de/ihr-braucht-doch-alle-hilfe-ey

Der Weg ist das Ziel (Rheinische Geschichte)
Essenz: Eine Reflexion über Bewegung, Wandel und Selbstverständnis der Region.
Warum es zählt: Bonns Identität entsteht im Gehen – zwischen Geschichte und Zukunft.
🔗 http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/weg-ist-das-ziel


🪴 Umwelt

Neue Fördermaßnahme des BMELH: „Land.Heimat.Innovativ“ stärkt die ländlichen Regionen (Ökolandbau.de)
Essenz: Das Bundesministerium startet ein Programm, um Innovation und Daseinsvorsorge im ländlichen Raum zu fördern.
Warum es zählt: Der Rhein-Sieg-Kreis profitiert direkt – Digitalisierung und Nachhaltigkeit auf dem Land werden messbar.
🔗 http://www.oekolandbau.de/land-heimat-innovativ


🧠 Digital & Gesellschaft

Von Windows 10 auf Linux (Beueler Extradienst)
Essenz: Constanze Kurz spricht mit netzpolitik.org über digitale Selbstbestimmung und Open-Source-Kultur.
Warum es zählt: Bonn braucht digitale Souveränität – der Schritt zu Linux wird zum Symbol einer offenen Stadt.
🔗 http://www.beueler-extradienst.de/von-windows-10-auf-linux

Flooding the Zone (II) (On Lean and Agility)
Essenz: Felix Stein analysiert, wie Organisationen mit zu viel „Change“ den Überblick verlieren.
Warum es zählt: Auch Bonner Mittelständler stehen im Dauerwandel – Agilität braucht jetzt Struktur statt Hype.
🔗 http://www.onleanandagility.com/flooding-the-zone-ii

Kampf um den Kanon (Beueler Extradienst)
Essenz: Ein Gastbeitrag über Streitkultur, Bildung und den neuen deutschen Kulturkampf.
Warum es zählt: Die Debatte um kulturelle Deutungshoheit erreicht auch Bonns Bildungslandschaft.
🔗 http://www.beueler-extradienst.de/kampf-um-den-kanon


🗣️ #TagesgesprächinBonn

🕵️ Ermittlungen nach Leichenfund in Bonn-Lannesdorf
Essenz: Nach dem Fund eines Toten in Lannesdorf laufen Ermittlungen auf Hochtouren.
Warum es zählt: Lokale Sicherheitslage bleibt sensibel – Vertrauen in Aufklärung entscheidet über das Stadtklima.
🔗 www.radiobonn.de/artikel/ermittlungen-nach-leichenfund-in-bonn-lannesdorf-2466721.html


💬 Zitat des Tages

„Modernität ist keine Epoche – sie ist der Moment, in dem wir merken, dass wir keine mehr haben.“
frei nach Jacob Taubes


Jeden Tag neu. Keine Wiederholungen. Nur Relevanz.

#TagesgesprächinBonn

Start der #RheinlandRunde mit Wirtschaftsthemen aus Bonn, Köln, Overath und Umgebung

Den Niedergang der lokalen und regionalen Medien und die Auswirkungen auf die Wirtschaftsberichterstattung diskutieren wir übrigens am Freitag, den 15. März, um 15:30 Uhr in einem neuen Diskussionsformat: . Ort: Die Sohnsche Sendezentrale in Bonn-Duisdorf, Ettighoffer Str. 26a, 53123 Bonn. Open Space. Mit dabei: Michael Pieck (Pressesprecher der IHK Bonn Rhein-Sieg, Bernd Rützel und Norbert Q. Engelen (coworking4you in Overath). Weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind hoch willkommen.

Bitte anmelden via Facebook.

Siehe auch: Dumont-Scoop und die Totengräber des Journalismus @ulrikesimon – #RheinlandRunde diskutiert Niedergang der lokalen und regionalen Medien

Oder auch: #WirtschaftimRheinland

Balkan statt Irland: Absturz des Wirtschaftswunderlands – Attraktive Firmenstandorte in Slowenien

Kaum ein europäisches Land ist nach einem Bericht der Kölnischen Rundschau (KR) stärker von der Krise getroffen als Irland. „Nach dem EU-Beitritt wurde aus dem bitterarmen Inselstaat die Boomregion Europas; nun drohen Irland erneut schwere Zeiten“, so die KR. Der keltische Tiger sei zum kranken Kätzchen mutiert. „Ich bedauere, dass es für einige schwer wird, aber wir müssen harte Maßnahmen ergreifen“, kommentierte Premierminister Brian Cowen kürzlich den Nachtragshaushalt.

„Ausländische Investoren hatten – angelockt vom englischsprachigen Standort in der Euro-Zone mit niedrigen Steuern – dem Ex-Armenhaus Europas den Weg geebnet. Arbeitsplätze entstanden, Immigranten strömten ins einstige Auswandererland. Doch aktuell verlagert zum Beispiel der US-Computerkonzern Dell seine Produktion mit 1.900 Arbeitsplätzen aus Limerick nach Osteuropa“, schreibt die KR. Zwar planen nach einer DIHK-Umfrage 40 Prozent der Unternehmen in Deutschland ihren grenzüberschreitenden Kapitaleinsatz im Vergleich zum Vorjahr zu senken. Aber Experten sind davon überzeugt, dass attraktive Standorte beispielsweise in den Balkan-Ländern gut vermittelbar sind.

So habe ich den Hinweise auf ein attraktives Objekt in Slowenien bekommen, das an der Grenze zu Kroatien liegt. Der Ort Semic ist infrastrukturell sehr gut gelegen, die Flughäfen Zagreb und Rijka sind in einer Autostunde erreichbar, außerdem liegt Semic direkt an der Autobahn Ljubljana-Belgrad.

Das Gebäude wurde vor fünf Jahren erbaut, verfügt über 3700 qm Produktionsfläche bzw. Büroräume und wurde in hochwertiger Bauweise erstellt. Das dreigeschossige Gebäude steht auf einem 7000 qm Grundstück, weitere Anbauten sind möglich. Der Betrieb hat Kabelkonfektionen hergestellt, meist für die Automobil-Branche.
Für Produktionsbetriebe also eine nette Sache.

In Slowenien oder Kroatien beträgt der Bruttoarbeitslohn rund 680 Euro monatlich, inklusive aller Nebenkosten für den Unternehmer. Kontaktmöglichkeit für das Objekt in Slowenien: miliana.romic@web.de

Nun kommt der Aufschwung doch schon im Sommer!!!

Nach einem Bericht von WDR 2 erwartet das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung schon im Sommer mit einem spürbaren Wirtschaftsaufschwung. „Nach den Einschätzungen der Finanzmarktexperten geht die Talfahrt der Konjunktur allmählich zu Ende und die Talsohle dürfte im Sommer dieses Jahres erreicht sein“, kommentiert ZEW-Präsident Professor Wolfgang Franz. Vor allen Dingen in Deutschland wird ab dem Sommer auf Knopfdruck die Konjunkturerholung einsetzen, schließlich haben wir im Herbst Bundestagswahlen. Da ist es doch recht trickreich, wenn man den Status quo besonders negativ darstellt, um so steiler wird mental das Anziehen der Wirtschaft wahrgenommen. Noch nicht entschieden ist die Frage, was wir mit den staatlich alimentierten Konjunkturforschern machen??? Sie haben mit ihren völlig verkorksten Vorhersagen vor allen Dingen zu einer mentalen Krise beigetragen mit den bekannten massenpsychologischen Effekten, statt sich auf die Ordnungsökonomik zu konzentrieren, wie es Eucken, Röpke und andere Berater im Umkreis von Ludwig Erhard getan haben. Die so genannten Konjunkturforscher sollten sich endlich nicht mehr auf eine Stufe mit Naturwissenschaftlern stellen und mit formalisierten Modellen die Welt erklären. Sie sollten sich messen lassen an konkreten Empfehlungen für die Politik, in aller Öffentlichkeit, im offenen Diskurs. Das hat der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft gestern in der FAZ sehr eindrucksvoll beschrieben. Die Ökonomik kann nie Naturwissenschaft sein. Ihre Gesetze haben mit der Interaktion realer Menschen nichts zu tun. „Die derzeitige Krise war das Waterloo der Ökonomik“, resümiert Hüther.

Gestalter statt Verwalter: Warum auch ein CIO Managementqualitäten braucht

Andreas Rebetzky, Sprecher des cioforums, fordert ein neues Rollenverständnis der IT-Führungskräfte. „Wir sind heute mehr denn gefordert, die Geschäftsprozesse von der Produktentstehung bis zum Vertrieb und den Services intensiv mitzugestalten“, so Rebetzky. Da könne man sich nicht mehr in irgendeiner Technikecke verstecken. Ein Warnzeichen sei die aktuelle CIO-Umfrage des IT-Beratungshauses Harvey Nash. Danach habe die Bedeutung von IT-Führungskräften in den vergangenen Jahren abgenommen. Das wichtigste Schwerpunktthema, das die Geschäftsführung für die Informationstechnologie vorsieht, ist eher die Steigerung der operativen Effizienz und weniger die Entwicklung neuer Produkte oder die Erschließung neuer Märkte. In 17 Prozent der Unternehmen wird nicht einmal erwartet, dass die IT neue innovative Technologien entwickelt, um den Wettbewerbsvorteil zu verbessern. In 55 Prozent der Unternehmen, die Innovationen erwarten, hat man noch nicht einmal konkrete Ziele gesetzt. 73 Prozent der IT-Führungskräfte sind nach der Harvey Nash-Umfrage der Auffassung, dass der CIO eine größere Rolle im Unternehmen spielen sollte. Um das zu erreichen, müssten CIOs ihre Management- und Kommunikationsqualitäten verbessern.

Der Anteil derjenigen, die ihre Rolle im Unternehmen als erfüllend oder sehr erfüllend empfinden, ist im Vergleich zum Jahr 2006 stetig gefallen – von 84 auf 74 Prozent in diesem Jahr. Zugleich stieg der Anteil derjenigen, die ihre Rolle als nicht sehr erfüllend oder überhaupt nicht erfüllend empfinden, von 17 auf 25 Prozent. Entsprechend hoch fällt die Bereitschaft aus, den Arbeitsplatz zu wechseln. Nur sieben Prozent der Befragten streben keinen Job in einem anderen Unternehmen an. 72 Prozent haben bereits einen Headhunter kontaktiert oder selbständig nach einer neuen Tätigkeit Ausschau gehalten. 63 Prozent der IT-Führungskräfte gehen davon aus, in den nächsten zwei Jahren nicht mehr bei ihrem jetzigen Arbeitgeber zu sein – das sind fünf Prozent mehr als im vergangenen Jahr. „Die Abnahme des Einflusses im Unternehmen steht in direkter Beziehung zum Nachlassen der Berufszufriedenheit und letztendlich zu einem Ansteigen der Wechselbereitschaft“, kommentiert Udo Nadolski, Geschäftsführer von Harvey Nash in Düsseldorf, die Ergebnisse.

Die abnehmende Bedeutung der IT-Abteilungen unter dem strategischen Gesichtspunkt dürfte das Ergebnis vergangener Arbeitsleistungen und nachlassender Wahrnehmung sein. Über ein Viertel der Befragten ist der Meinung, dass die IT-Systeme innerhalb des Unternehmens nicht als Komponente für die Wertsteigerung des Unternehmens betrachtet werden können. Jede zweite IT-Führungskraft ist davon überzeugt, dass die IT kein wirksames Mittel ist, um die Geschäftseinnahmen zu steigern. „IT-Führungskräfte müssen kräftig an ihren Business-Kompetenzen arbeiten. Es ist offensichtlich, dass der ideale IT-Mitarbeiter beides haben muss: technologische und unternehmerische Fähigkeiten“, so die Erfahrung von Nadolski.

„Mit Scheuklappen kann ein CIO seine Position im Unternehmen nicht mehr festigen“, bestätigt Rebetzky. Eine IT-Führungskraft brauche heute Kompetenzen für die kompletten Geschäftsprozesse seiner Firma, um beispielsweise das Engineering von Produktkomponenten in Prozesskostenanalysen zu modellieren. „Ohne dezidiertes Prozesswissen wird ein CIO zum Verwalter degradiert mit wenig rosigen Zukunftsaussichten. Wir sollten in unseren Unternehmen jedoch Gestalter sein“, fordert Rebetzky, Director Global Information der Firma Bizerba.

Das cioforum vertrete die Interessen der IT nicht zum Selbstzweck, sondern indem es die Sachlage differenziert betrachtet und Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Sei es, um die Stellung der IT in den Unternehmen zu festigen oder Kosten im Unternehmen einzusparen. „Bizerba als Technologieunternehmen investiert kräftig in neue Produkte und Produktinnovationen. Die IT spielt hierbei eine wachsende Rolle. Es gibt fast keine Projekte mehr ohne IT. Umso mehr wollen wir die Wertsteigerung erhöhen – die Hebel dazu sind vorhanden“, erklärt IT-Interessenvertreter Rebetzky. Ein wichtiges Thema im Verband sei derzeit die Erhöhung der SAP-Wartungspreise: „Wir sehen enorme Belastungen auf die Unternehmen zukommen. Betroffen ist besonders der Mittelstand. Er hat häufig weitaus schlechtere Konditionen. Dadurch wirkt sich die Erhöhung der Wartungskosten negativ für innovative Investitionen aus. Wir werden als Verband den Druck auf SAP erhöhen, damit diese Belastungen gemildert werden“, kündigt Rebetzky an.

Innovatoren und das heilige Feuer der Unzufriedenheit: Fraunhofer-Präsident plädiert für mehr Erfinder- und Unternehmergeist

„Jede Schöpfung ist ein Wagnis“ – diese Erkenntnis von Christian Morgenstern gilt nicht nur für Dichter, sondern auch für Ingenieure, die technische Kunstwerke erschaffen, und für Unternehmer, die Firmengründen. „Kreative Köpfe waren es, die Deutschlands Ruf als Land der Dichter und Denker in der Welt begründeten. Erfinder, Forscher und Unternehmer in einer Person waren viele der Pioniere des

Industriezeitalters wie Otto, Benz, Siemens oder Bosch. Mit ihrem Erfinder- und Unternehmergeist bauten sie nicht nur Firmen von Weltruf auf, sondern schufen auch die Marke ‚Made in Germany’, die für technische Spitzenleistung und höchste Qualität bürgte. Um diesem Ruf auch in Zukunft gerecht zu werden, brauchen wir mehr Innovatoren, die neue Möglichkeitsräume eröffnen. Persönlichkeiten, die mit Ausdauer und Durchsetzungsvermögen neue Chancen verfolgen und konsequent nutzen“, sagte Professor Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft http://www.fraunhofer.de, auf dem Deutschen Wirtschaftsingenieurstag (DeWIT) http://www.dewit.de im Mercedes Event Center in Sindelfingen. 

Dazu gehöre auch das Risiko des Scheiterns. Nicht jeder Geistesblitz werde zur Innovation, die meisten Ideen verlaufen im Sande oder durchlaufen schwierige Veränderungsprozesse, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist. „Innovationsprozesse sind mit hohem Risiko behaftet, zäh und langwierig. Die Umsetzung von Ideen in neue Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse ist riskant. Und das Wagnis wird mit jedem Schritt größer. Innovation ist keine einfache lineare Abfolge von der Erfindung zum fertigen Produkt, sondern ein komplexes Zusammenspiel zwischen wissenschaftlichen, technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kräften“, so Bullinger. Fraunhofer habe bei einem mittelständischen Unternehmen untersucht, wie heute Innovationsprozesse verlaufen. Dabei seien von fast 2.000 Ideen nur etwa elf zu am Markt erfolgreichen Produkten geworden. Deshalb brauche man einen riesigen Speicher von unterschiedlich ausgereiften Ideen anlegen. „Man muss viele Frösche küssen, um auf einen Prinzen zu stoßen“, antwortete Arthur Frey, der Erfinder der gelben Haftzettel, auf die Frage, warum nicht mehr seiner Erfindungen so erfolgreich wurden. Der Philosoph Peter Sloterdijk spricht vom „heiligen Feuer der Unzufriedenheit“, die Wissenschaftstheoretikerin Helga Nowotny von „Unersättlicher Neugier“. 

Jeder kenne den Geistesblitz – den magischen Augenblick, wenn es funkt und Puzzlestücke sich zusammenfügen. Heureka – ich habe es gefunden. „Doch der zündende Einfall ist alles andere als Zufall, Erfindungen und Entdeckungen haben meist eine lange Vorgeschichte und basieren auf breitem Wissen. Wissen allein genügt aber nicht, man muss das Wissen organisieren, kombinieren und – vor allem – neu zusammensetzen. Grundlegend Neues entsteht meist an den Grenzbereichen der Disziplinen und – durch Zusammenarbeit im Team“, erklärte der Fraunhofer-Präsident. Kreativität sei das gezielte Suchen ebenso wie das spontane Sammeln von Ideen – ein Umherschweifen im Raum der Möglichkeiten. „Kreative Menschen warten nicht, bis sie die Muse küsst, sondern arbeiten viel und intensiv. So ist jede Idee das Ergebnis harter Arbeit und eines anregenden Umfelds. Das entscheidende Merkmal kreativer Menschen ist, sich nicht mit dem Vorhandenen zufrieden zu geben und über das Bekannte hinauszugehen. Die kreativen Köpfe sind es, die unserem Land zu neuer Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit verhelfen können“, führte Bullinger aus.

In der europäischen Benchmark-Studie IMP-Grove habe sein Institut den Vernetzungsgrad der Unternehmen analysiert und herausgefunden, dass Wachstumschampions unter den klein- und mittelständischen Unternehmen in Europa auf „offene“ Modelle der Wertschöpfung setzen. Eine enge Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern bei Kooperationen sei ein wesentlicher Hebel für die Steigerung der eigenen Innovationsfähigkeit. Mehr als 86 Prozent der Wachstumschampions binden Partner über den gesamten Innovationsprozess hinweg wesentlich enger ein. Stark vernetzte Unternehmen generieren mehr als 25 Prozent ihres Umsatzes aus Produkt- und Dienstleistungsinnovationen, die jünger als drei Jahre sind – im Vergleich zu circa 10 Prozent bei den „wenig“ vernetzten Unternehmen. Im europäischen Vergleich erzielen stark vernetzte Unternehmen Umsatzwachstumsraten von 7,1 Prozent, „wenig“ vernetze Unternehmen dagegen nur 3,2 Prozent.

„Für ein Hochlohnland wie Deutschland liegt die größte Herausforderung darin, was und wie künftig am Standort Deutschland produziert wird. Wichtig ist dabei die Innovationsbeschleunigung“, betonte Bullinger. Gemeistert werden die Herausforderungen durch Netzwerke der Kooperation. Gerade in Zeiten der Unsicherheit könne Deutschland auf seine gute realwirtschaftliche Position in der Elektrotechnik und Informationstechnik, auf seine gute Forschungslandschaft und exzellente Ingenieure und Wissenschaftler bauen, sagte Professor Josef A. Nossek, Präsident des Verbandes der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) http://www.vde.com, in seinem DeWIT-Vortrag. Allerdings müsse man sich mehr um die besten Köpfe, Innovationsstandorte, Technologien und Anwendungen kümmern: „Um die gute Position zu halten und der ‚asiatischen Herausforderung’ erfolgreich zu begegnen, muss Deutschland noch stärker in Bildung und in aussichtsreiche Forschungs- und Entwicklungs-Cluster investieren. Selbst die gegenwärtige Krise bietet Chancen, gute Technologiepositionen auszubauen, beispielsweise bei  der Energietechnik, Energieeffizienz, Ambient Assisted Living, Automotive und Future Internet“, so Nossek. Der VDE erwartet aufgrund der deutschen Stärken in den Basistechnologien, im Systems-Engineering und in der engen Verknüpfung von Hochschulen und Wirtschaft starke Impulse auch für den Export. Man werde sich allerdings im globalen Wettbewerb nur behaupten, wenn Deutschen die Exzellenz des Ingenieurnachwuchses sichert.

 

Mittelstand aus der Kreditklemme befreien

Mittelständische Unternehmen gehen durch ein Wechselbad der Gefühle. „War es im Juli noch der hohe Ölpreis, der alle schockte und die positive Entwicklung der letzten Jahre dämpfte, hält nun das Schreckgespenst der internationalen Finanzkrise die deutsche Wirtschaft in Atem. Weltweit sind die Kredit- und Finanzierungssysteme aus den Fugen geraten, weil die Banken einander nicht mehr vertrauen und gegenseitig kaum Geld leihen. Stattdessen sind die Finanzinstitute stark darauf bedacht, ihre Liquidität möglichst nicht zu schmälern. Dies hat zur Folge, dass Banken Gelder nur noch sehr zögerlich locker machen. Mittlerweile erfolgt die Kreditvergabe äußerst restriktiv und ausschließlich gegen hohe Sicherheiten sowie teure Zinssätze. Für viele Unternehmen mit geringem Eigenkapital und Bonität wird es deshalb immer schwieriger an Fremdkapital zu kommen, das sie dringend für neue Investitionen in Projekte sowie Forschung und Entwicklung benötigen. Längst ist die Hausbank nicht mehr der gewohnte Kreditgeber früherer Zeiten und müssen sich Firmen nach anderen Geldquellen umsehen“, berichtet die Computerwoche http://www.computerwoche.de.

 

Die Problematik ist allerdings nicht neu. Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmw.de hatte schon Ende vergangenen Jahres eine rigorosere Kreditpolitik der Geldhäuser gegenüber dem Mittelstand ausgemacht und diese Tatsache im Frühjahr erneut angeprangert. Schon damals attestierte er nach Umfragen im Mittelstand eine zunehmende Verknappung und Verteuerung der Firmenkredite in Folge der Bankenkrise. Um die Kreditengpässe zu überbrücken, seien Notfallpläne unabdingbar. Als Ersatz für klassische Bankkredite benennt Ohoven zum Beispiel Gesellschafterdarlehen, Lease-back-Verfahren, Factoring, Leasing, Mezzanine oder die Ausgabe von Genussscheinen. „Während der BVMW-Chef im Frühjahr fast noch wie der einsame Rufer in der Wüste erschien, und andere Institutionen die Gefahr der Banken- und Kreditkrise eher klein redeten, hat die Realität nun alle eingeholt und schlägt die Knappheit an Fremdkapital mit voller Wirkung auf deutsche Unternehmen durch. Mögliche Folgen sind Investitionszurückhaltung, Arbeitsplatzabbau sowie eine Eintrübung der wirtschaftlichen Lage durch weniger Aufträge und Umsatzschwund“, so die Computerwoche. Um volkswirtschaftlich negative Folgen abzuwenden, seien nach Auffassung von Ohoven konjunkturpolitische Maßnahmen der Bundesregierung notwendig. Konkret schlug der Mittelstandspräsident vor: Verzicht auf den Gesundheitsfonds; der einheitliche Beitragssatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung bedeutet eine Steigerung der Lohnzusatzkosten in 2009 von rund zwei Milliarden Euro – Verzicht auf die Erbschaftsteuer; dadurch würden Mittel, die Betriebe für etwaige Steuerzahlungen nach der Übergabe vorhalten müssen, für Investitionen frei – Beseitigung oder zumindest Minderung der kalten Progression; von den Steuermehreinnahmen des Staates zwischen 2004 und 2007 in Höhe von 91 Milliarden Euro sind beim Arbeitnehmer nur 18 Milliarden Euro angekommen – Absenkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung auf 2,3 Prozent; zur Finanzierung könnten entbehrliche Leistungen im Umfang von rund 6 Milliarden Euro abgebaut werden.

 

Ohoven sprach sich zugleich gegen ein klassisches Konjunkturprogramm aus. „Spätestens seit den 70-er Jahren wissen wir, dass solche Milliardenspritzen kurzfristig allenfalls Strohfeuereffekte auslösen, langfristig aber die Verschuldung des Staates nach oben treiben.“ Ein Aufschwung auf Pump nutze niemandem. Im Kontext des Finanzmarktstabilisierungsfonds der Bundesregierung warnte Ohoven vor der Annahme, Milliardenbürgschaften und -hilfen allein würden automatisch die Kreditfinanzierung des Mittelstands als Konjunkturmotor sichern. „Die Banken können jetzt zwar nominell oder tatsächlich wieder mehr Eigenkapital zur Besicherung von Krediten nach Basel II ausweisen. In Folge der Krise werden sie aber auch ihre Kredite an Großschuldner mit mehr Eigenkapital unterlegen müssen. Für den Mittelstand dürfte da wenig übrig bleiben.“ Er fordert die Bundesregierung auf, sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen, dass die restriktiven Vorschriften von Basel II für einen bestimmten Zeitraum ausgesetzt werden. „Die USA, denen wir ja Basel II und letztlich auch die weltweite Finanzkrise verdanken, messen Basel II seit längerem ohnehin kaum noch Bedeutung bei“, so das Resümee von Ohoven.

Mobiles Internet als Bindeglied zur Medienbranche: Netzinfrastruktur muss sich verbessern – Nachholbedarf auch bei Abrechnungssystemen und Datentarifen

Das mobile Internet steht für RTL Mobile-Vice President Robert Fahle als Synonym für die Verbindung zwischen Medien- und Mobilfunkbranche. Eine Analyse der Mediennutzung zeige, dass am Wochenende am wenigsten stationäre Medien wie Fernsehen oder Internet genutzt würden. Mit entsprechenden mobilen Inhalten könnte sich dies ändern. Allerdings weist er auf den notwendigen Nachholbedarf bei der Netzinfrastruktur hin:

„Wer die Fachmagazine liest, der bekommt ja wirklich den Eindruck, dass da draußen für den Kunden die gesamte Netzinfrastruktur steht und wir können jetzt eigentlich mit Mobile TV, aber auch mit Mobile Internet und Mobile Video kommen. Aber das stimmt natürlich einfach nicht. Denn über die Netze hinweg in Deutschland haben wir als Anbieter von Inhalten natürlich schon sehr starke Serviceunterschiede“, sagt Fahle.

Leider sei es Realität, dass die deutschen Mobilfunknetze längst noch nicht als Multimedianetze ausgelegt seien.Für Jens Uwe Bornemann von der UFA Film- und TV-Produktion GmbH wird es immer wichtiger, zielgruppengerechte Angebote zu etablieren. Begleitend beispielsweise zu TV-Soaps setzt er auf Brand Extension, die Programmmarkenverlängerung. Damit würden die Nutzer in anderen Communities abgeholt. Für diese wie für Mobile Gaming-Angebote sieht er nach wie vor Potenzial. Wichtig sei vor allem die Benutzerfreundlichkeit der jeweiligen Geschäftsmodelle für den Massenmarkt:

„Komplizierte Registrierungs- und Abrechnungsmodelle wirken dabei eher abschreckend“, erklärt Andreas Dippelhofer, Mitglied der acoreus-Geschäftsleitung und verantwortlich für den Vertrieb. „Die Abrechnung selbst ist keine Innovation.“

Aber eingebettet in das Geschäftsmodell beeinflusse sie den wirtschaftlichen Erfolg, so das Fazit von Dippelhofer.

Nachholbedarf sehen Experten auch bei den Datentarifen. „Studiert man das ‚Kleingedruckte’ vermeintlicher Flatrate-Angebote der Betreiber, so findet man dort in viele Fällen Limitierungen im Datenvolumen, bei deren überschreiten entweder die Kosten exponentiell ansteigen oder in anderen Fällen die Nutzungsbandbreite reduziert wird“, moniert Jens Klemann, Geschäftsführer der Bad Homburger Unternehmensberatung Strateco und Co-Autor der Studie „Mobile Marketing“. Solche Angebote dennoch als Flatrate zu titulieren sei irreführend und trage nicht zu einer stärkeren Nutzung des mobilen Internets bei. „

Gleiches gilt für Datenverbindungen im Ausland, bei denen exorbitante Kosten entstehen können, wenn man beispielsweise im Auslandsnetz vergisst, die regelmäßige Synchronisation zu deaktivieren und im Rhythmus von fünf Minuten für jede einzelnen Verbindungsaufbau kräftig zur Kasse gebeten wird. Mit einer derartigen Preispolitik werden die Wachstumsphantasien der Netzbetreiber sicherlich nicht aufgehen“, vermutet Klemann.

Auch die Endgeräte und Inhalte seien für mobile Internetanwendungen bislang nicht geeignet.

„Selbst auf dem großen iPhone-Screen ist es mühsam, schnell komplette Internetseiten zu überfliegen, die für den heutigen Mindeststandard von 1024 x 768 Punkten Auflösung aufgelegt sind. Multimediale Inhalte wie Real Audio, Flash Player oder Java-Anwendungen stellen weitere Hemmnisse für die mobile Nutzung dar. Internetseiten, die für leistungsfähige Rechner mit großen Flatscreens ausgelegt ist, werden den kleinen, mobilen Endgeräten zwangsläufig ständig davonlaufen“, so Andreas Latzel, Deutschlandchef des ITK-Unternehmens Aastra.

Es würde zudem an wertvollen Anwendungen mangeln.

„Die Situation entspricht dem mobilen TV. Für Geschäftsanwendungen sieht die Sache anders aus. In vielen Unternehmen und Branchen sind Push E-Mail-Lösungen bereits üblich, dazu auch Clients auf dem Mobiltelefon, die das Endgerät zur vollwertigen Nebenstelle der TK-Anlage machen und mobilen Zugriff etwa auf das Unternehmenstelefonbuch bieten oder den Anwesenheitsstatus des Mitarbeiters über sein Handy mit der Unternehmenszentrale abgleichen. Auch 3G-Datenkarten für den mobilen Intranetzugang sind in vielen Unternehmen Standard“, erläutert Latzel.

Generell baue die zusätzliche Wertschöpfung von modernen Unified Communications-Konzepten der Unternehmen auf der Mobilitätsintegration auf, daher nenne Aastra das Konzept „Mobile Unified Communications“:

„Für Privatkunden gibt es häufig mobile Lösungen, die isoliert vom sonstigen Nutzungsverhalten angeboten werden. Unsere Strategie sieht anders aus. Für Unternehmen bieten wir mobile Anwendungen, die in die bestehenden, nicht-mobilen Prozesse und Systeme integriert sind“, so Latzel.

Mobilfunk meets Modemarkt: Handelskette New Yorker startet Handyangebot

Fragt man den Mobilfunktrends 2008, dann kommen ganz unterschiedliche Ansichten. Sprachsteuerung und das mobile Internet werden eine gewaltige Rolle spielen, meinen die einen. Andere erwarten zur Fußball-Europameisterschaft im Sommer endlich den Durchbruch von Fernsehen über das Handy. Ästheten haben längst das Handy als Schmuckstück und Modeaccessoire entdeckt und lassen es beispielsweise mit Edelsteinmosaiken verzieren, wie es das Berliner Unternehmen Bling My Thing http://www.bling-my-thing.de anbietet. Jedes Handy, aber auch Visitenkartenhüllen, iPods, Spielekonsolen sollen so eine individuelle Note bekommen. Ein eigenes Mobilfunkangebot haben die Berliner dazu noch nicht auf den Markt gebracht, aber dafür viele andere: Kaffeeröster, Discountmarktketten, Fußballclubs – immer mehr Unternehmen haben in den letzten Jahren den Mobilfunk als Geschäftsmodell für sich entdeckt. Kundenbindung heißt das Ziel. Mit der Braunschweiger Bekleidungsmarktkette New Yorker http://www.newyorker.de kommt nun ein neues Angebot mit dem Namen New Yorker Mobile auf den umkämpften Markt. Im Monatspreis von 9,95 Euro sind bereits 100 Gesprächsminuten in alle deutschen Netze enthalten. Die brand mobile GmbH http://www.brand-mobile.de, eine Tochter der E-Plus Gruppe, realisiert im Verbund mit der Düsseldorfer acoreus AG http://www.acoreus.de das Mobilfunkangebot für das Young Fashion Unternehmen. brand mobile bietet als virtueller Mobilfunkanbieter (MVNO) die kompletten Leistungen für das Mobilfunkangebot: Tarifierung, Einkauf der Netzkapazitäten, Einkauf der Abrechnungsdienstleistungen und letztendlich die gesamte Abwicklung der Logistik für die Zulieferung der SIM-Karten. Als Markenpartner und Anbieter gegenüber den Endkunden tritt in diesem Fall New Yorker auf. Die Abrechnung erfolgt im Namen von brand mobile und wird über acoreus abgewickelt. „Mit der Gewinnung von brand mobile haben wir unsere Erfahrungen und unser Know-how im Umfeld der MVNOs erneut unter Beweis stellen können“, freute sich Omar Khorshed, Vorstandsvorsitzender von acoreus gegenüber pressetext. Sein Unternehmen übernimmt für das neue Postpaid-Angebot die gesamte Prozesskette von der Auftragsannahme über Rechnungsstellung bis hin zum Inkasso. Allerdings tritt das Unternehmen nur als Dienstleister im Hintergrund auf, im Rahmen einer so genannten White Label-Lösung.

Nach Einschätzung des Eco-Verbandes http://www.eco.de schwindet die Dominanz der klassischen Anbieter, die bislang die gesamte Wertschöpfungskette im Mobilfunk abdeckten. „Die alten Konzepte haben keine Chance mehr. Niemand glaubt mehr an die alten Portalstrategien oder dass sich mit der Finanzierung teurer Features auf dem Handy die Nutzung bestimmter Dienste schneller vorantreiben lässt“, betont Bettina Horster, Leiterin des Arbeitskreises M-Commerce bei Eco. Die Anforderungen, um im Telekommunikationsmarkt erfolgreich neue Geschäftsmodelle im Umfeld der „Mobile Virtual Network Operators“ (MVNO) zu platzieren, seien hoch und scheiterten meist an der hohen Komplexität der Lösungen, so die Erfahrung des acoreus-Chefs. Die Düsseldorfer haben ihre Dienstleistungen und Services besonders auf diese speziellen Anforderungen hin ausgerichtet. „Maßgeblich für uns und unsere Kunden ist die Reduktion der Komplexität“, so Omar Khorshed. Der Düsseldorfer Dienstleister im Bereich Kundenmanagement, Abrechnung und Zahlungsverkehr hat eine Lösung entwickelt, die es MVNOs ermöglicht, innerhalb von kurzer Zeit im Markt zu starten – auch mit einem vergleichsweise geringen Kundenstamm, im Gegensatz zu alternativen Anbietern, die wesentlich größere Kundenzahlen benötigen, damit sich Aufwand und Investition rechnen.