Twitch Dir einen – zur Gamescom und beim StreamCamp

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Der Streaming-Dienst Twitch, der sich in der Gaming-Szene einer hohen Populärität erfreut, ist sicherlich auch ein heißer Kandidat für mindestens eine Session auf dem StreamCamp in Köln. So bereitet wohl der Sohn vom Sohn etwas vor. Wir sammeln schon im Vorfeld unseres Barcamps interessante Themen und Vorschläge rund um Streaming für die Sessions im November ein, die dann natürlich erst am Ort des Geschehens endgültig vorgestellt werden.

Zur Gamescom werde ich mir die Twitch-Streams mal anschauen.

Etwa zu….

Infinite Crisis

Ubisoft: Splinter Cell Blacklist

World of Tanks

SMITE

Bin gespannt, was die Gaming-Experten beim StreamCamp vortragen.

Weitere Vorschläge fürs StreamCamp immer willkommen.

Bereit für die #Gamescom und für das Festival?

Gamescom

Das finale Programm des Gamescom Festivals 2013 steht: Mit 25 Music-Acts, dem Programm der Toggo-Tour, den drei Bühnenstandorten Hohenzollernring, Rudolfplatz und Neumarkt und einer weiter gestiegenen Zahl von Ausstellern lohnt sich der Besuch des Festivals. Es gibt Neuigkeiten für die Hauptbühne auf dem Hohenzollernring zu vermelden: Zu den Headlinern TOCOTRONIC (Samstag) und JOHNOSSI (Sonntag) konnten ROYAL REPUBLIC für den Freitag gewonnen werden. Und nicht nur das: 2,6 Millionen Aufrufe bei „YouTube“, 110.000 Fans auf facebook, Platz zwei in den deutschen Album-Charts – ohne Zweifel ist MC FITTI der Act der Stunde live am Freitag auf der Hauptbühne des gamescom festivals.

Nach der Absage von YASHA ist es gelungen, FLO MEGA & THE RUFFCATS für einen Auftritt zu gewinnen. Außerdem holt am Sonntag die Formation SOUND OF GAMES die alten Klassiker der Spielmusik auf die Bühne.

Auch der Rudolfplatz erweitert sein Programmangebot beim Gamescom Festival. Wenn die TOGGO-Tour an den drei Veranstaltungstagen ihr Nachmittagsprogramm beendet hat, wird die Bühne zu der Tanz- und Partyzone des gamescom festivals und vorbereitet für Yuriy Gurzhy (Russendisko / RotFront // Berlin) und Katja Kubikova (Kompott Party // Köln), die den Platz vor der Hahnentorburg dank der Unterstützung von KASPERSKY Lab vor der Hahnentorburg bespielen.

Interessant auch der Hinweis von Nerdhub:

Vom 19. bis 22 August findet in Köln, Ehrenfeld zum vierten Mal das Festival für elektronische Kunst und alternative Spielformen statt.

Die Ausstellungen und Installationen der über 20 Aussteller findet ihr hier: Artheater, Schreinerei Buchal & Krings, CBE Club Bahnhof Ehrenfeld, Showroom Concerto Köln, DQE Design Quartier Ehrenfeld, Zoo – Die Schänke.

Am 22. August wird im Zoo ab 22 Uhr der Abschlussabend begangen.

Die zweite PLATINE – Festival Compilation BACKUP 13 steht auch dieses Jahr wieder kostenlos zum Download bereit.

Ich selbst werde am Dienstag da sein.

http://www.platine-cologne.de

Hier eine Übersicht für das Festivalprogramm:

Bühne Neumarkt

Freitag, 23.08.2013:
INTERGALACTIC LOVERS 18:00 Uhr – 18:45 Uhr
KLEE 19:15 Uhr – 20:15 Uhr
KASALLA 20:45 Uhr – 21:45 Uhr

Samstag, 24.08.2013
5 VOR 12 18:00 Uhr – 18:45 Uhr
EXCLUSIVE 19:15 Uhr – 20:15 Uhr
MARTIN JONDO 20:45 Uhr – 21:45 Uhr

Sonntag, 25.08.2013
ELIAS BREIT 16:00 Uhr – 16:30 Uhr
EFFI 16:45 Uhr – 17:45 Uhr
DJ SEPALOT 18:15 Uhr – 19:15 Uhr
OK KID 19:45 Uhr – 21:00 Uhr

Bühne Rudolfplatz

Kinder und Familienprogramm mit der TOGGO-Tour von Super RTL.

Freitag: 12:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Samstag: 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Sonntag: 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr

RUSSENDISKO (powered by KASPERKY Lab)
Freitag: 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Samstag: 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Sonntag: 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Bühne Hohenzollernring:
Freitag, 23.08.2013:
CLAIRE 18:00 Uhr- 18:30 Uhr
LESLIE CLIO 18:55 Uhr – 19:30 Uhr
MC FITTI 19:55 Uhr – 20:35 Uhr
ROYAL REPUBLIC 21:05 Uhr – 22:00 Uhr

Samstag, 24.08.2013
TRÜMMER 18:00 Uhr – 18:35 Uhr
SUSANNE BLECH 19:00 Uhr – 19:40 Uhr
FLO MEGA & THE RUFFCATS 20:05 Uhr – 20:55 Uhr
TOCOTRONIC 21:25 Uhr – 22:45 Uhr

Sonntag, 25.08.2013
SOUND OF GAMES 16:00 Uhr – 16:30 Uhr
ADOLAR 16:50 Uhr – 17:35 Uhr
ABBY 18:00 Uhr – 18:50 Uhr
LAING 19.15 Uhr – 20:10 Uhr
JOHNOSSI 20:40 Uhr – 22:00 Uhr

Zudem sind wir – also Sohn und Sohn – wieder gespannt auf den……….Landwirtschaftssimulatoooooooor

Liebwerteste Gichtlinge und die antidigitale Besserwisser-Duftwolke

Auf der Suche nach politischer Kompetenz im Digitalen

Hier ein kleiner Ausblick auf meine morgige The European-Kolumne, die man so ab 9 Uhr abrufen kann. Über Kommentare und weitere Hangout-Interviews würde ich mich sehr freuen.

Man müsse jetzt sehr schnell einen Zugang zu Hochtechnologien vermitteln, fordert Gaming-Experte Christoph Deeg im ichsagmal-Interview.

Computerspiele seien dafür ein hervorragender Transmissionsriemen:

„Deutschland ist kein digitales Land und keine digitale Gesellschaft. Wir müssen endlich unsere Hausaufgaben machen. Politische Figuren wie Rösler würden in diese Thematik ständig mit einer Pseudo-Wirtschaftsförderung reingehen. Da ist nichts Neues und Modernes dabei.”

Es riecht nach volkspädagogischer Belehrung

Es fehle ein digitaler Masterplan. So sollte jede Schule Gaming in den Unterricht integrieren. Jede Schule, die Gaming nicht aktiv nutzt, ist nach Ansicht von Deeg keine gute Schule.

„Wir können Schule, Lernen, berufliche Weiterbildung und auch die Arbeitswelt durch Gamification besser machen. Das gilt auch für das Innovationsmanagement in Unternehmen. Und hier liegt der Knackpunkt in Deutschland. Wir müssen mehr über die positiven Erfahrungen aus der digitalen Welt sprechen und weniger kulturpessimistische Debatten über Technikfolgenabschätzung führen.“

Selbst aus vielen Lernspielen kriechen volkspädagogische Zeigefinger-Botschaften heraus. So wird schon Schulkindern vermittelt, was Ältere von der Digitalisierung halten: Das ist alles gefährliches Zeug und ohne Kindermädchen-Betreuung nicht zu bewältigen. Wer in Deutschland Leseförderung über das Spiel Pokémon vorschlägt, wird von verknöcherten Oberstudienräten als grenzdebiler Pausenclown geächtet.

Unsere bildungsbürgerliche Elite kann vielleicht Schillers Glocke auswendig runterbeten, versagt aber schon bei der Unterscheidung von Bits und Bytes. Wir müssen endlich ein digitalfreundliches Umfeld in allen Teilen der Gesellschaft schaffen. In einer erzkonservativen und brutal hierarchischen Welt fällt es schwer, die Potenziale der Digitalisierung aufzuzeigen. Gamification könnte ein Ansatz sein, diese verkrusteten Strukturen aufzubrechen.

Onkel Christoph begleitet Euch zur Gamescom

„Wir haben eine Alternativlos-Gesellschaft. Und das gilt für Politiker aller Parteien. Es gibt Vorgaben, die von Verwaltungsbeamten alternativlos umgesetzt werden. Was fehlt, ist eine Vision. Wie wollen wir in Zukunft arbeiten, leben und lernen? Und genau an dieser Stelle wird Gaming relevant. Hier zeigen die Menschen sehr genau, wie sie gerne arbeiten und kommunizieren wollen. Kommt zur Gamescom nach Köln, Onkel Christoph nimmt Euch an die Hand und zeigt Euch die lustigen Sachen. Ihr lernt Gamer in freier Wildbahn kennen und versteht, wie morgen die vernetzte Gesellschaft und die digitale Infrastruktur ausschauen müsste“, so Deeg.

Das gilt übrigens auch für die Telekom. Mit der Drosselpolitik des Magenta-Konzerns erreichen wir Verhältnisse wie in Detroit und zwar flächendeckend, so die Warnung von Deeg.

Eine reiche Industrienation wie Deutschland, die die digitale Revolution verschläft, bekommt spätestens in zwanzig Jahren gravierende Probleme und wird von Ländern wie Südkorea überrollt.

Abschied von den Manfred Spitzer-Gichtlingen der Gesternwelt

Unsere Kinder werden uns dann die Pistole auf die Brust setzen und fragen, warum sie uns noch Rente bezahlen sollen, wo wir doch ihre Zukunft in einer bildungsbürgerlichen Besserwisser-Duftwolke vergeigt haben. Trendforscher Peter Wippermann ist immer wieder überrascht, wie jungfräulich die digitale Agenda unter den deutschen Dichtern und Denkern immer noch betrachtet wird im zwanzigjährigen Jubiläumsjahr des Internets. Eigentlich sollten wir in der aktiven Auseinandersetzung mit der Vernetzungsfrage schon sehr viel weiter sein.

„Selbst das Web 2.0 hat schon 2004 die Bühne betreten. Das mobile Internet steht auch schon seit einigen Jahren auf der Tagesordnung“, erläutert Wippermann im Smart Service-Talk.

Die Kerntreiber werden in teutonischen Diskursen immer noch links liegen gelassen. Die digitalen Technologien haben sich rasant weiter entwickelt. Gleiches gilt für die ökonomischen Modelle und für eine Generation, die mit interaktiven Medien aufgewachsen ist und mittlerweile zur Gruppe der Hauptkonsumenten zählt. Wir sind zu träge, um uns mit den Möglichkeiten der Vernetzung aktiv auseinanderzusetzen. Der Wirtschaft läuft Gefahr, diese Talente auf dem Arbeitsmarkt und in der Startup-Szene links liegen zu lassen. Hier schlummern gigantische Möglichkeiten, die sich allerdings nur in einer Kultur der Vernetzung entfalten können. Insofern wird es Zeit für einen digitalen Gesellschaftsvertrag, den wir politisch vereinbaren müssen, um uns von den rückwärtsgewandten Gefechten der liebwertesten Manfred Spitzer-Gichtlinge endgültig zu verabschieden.

Siehe auch:

20 Jahre Internet und wir sprechen jetzt von digitaler Revolution?

Bildung für das 21. Jahrhundert: D64 fordert eine Programmiersprache als zweite Fremdsprache!

DIGITALES QUARTETT: SIND WIR WIRKLICH DIE MY-GENERATION?

Das politische Widerstandspotenzial im Netz sollten die etablierten Politiker und Manager nicht unterschätzen, wie Sascha Lobo feststellt: Soziale Netzwehr: Erdogan wird wissen, weshalb er Twitter fürchtet.

Heute um 19:30 Uhr #Bloggercamp-TV: Gamification und Netzpolitik

Bloggercamp

Als Reaktion auf meinen gestrigen Blogpost schrieb Klaus Eck:

„So langsam scheint das Thema #Gamification doch seinen mühsamen Weg in die Öffentlichkeit zu finden und das ist gut so…“

Dem wollen wir weitere Taten folgen lassen und natürlich nicht bis zur Gamescom im August warten.

Siehe etwa meine heutige The European-Kolumne mit dem Titel: Spielende Veränderung – Gaming statt Hierarchien: Wie Computerspiele das politische System verändern könnten. Das Opus wird hoffentlich ordentlich im Social Web verbreitet und gibt Denkanstöße für den netzpolitischen Diskurs.

Heute Abend, von 19:30 bis 20:00 Uhr, geht es dann weiter mit einer Bloggercamp-Sendung, in der wir über „Gamification statt Hierarchien“ sprechen und auch Überlegungen anstellen, wie die Gaming-Community im Schulterschluss mit der Netzgemeinde aktiviert werden könnte etwa zur Drosselpolitik der Telekom. Meine Gäste sind Roman Rackwitz „Engaginglab – regime of competence“ sowie der Powergamer und Informatikstudent Constantin Sohn – also der Sohn vom Sohn. Hashtag für Zwischenrufe während der Livesendung wie immer #Bloggercamp.

Hannes Schleeh ist diesmal nicht dabei – er genießt seinen wohlverdienten Urlaub. Neid.

Roman wird auch beim GameCamp in München Ende Juni eine Session über Gamification anbieten.

Wer heute Abend noch spontan in der Hangout-Sendung dabei sein und mitdiskutieren möchte, kann sich gerne bei mir melden.

#Gamification: Gegensatz von Spielen ist Depression

Das ganze Leben ist ein Spiel

In meiner morgigen The European-Kolumne gehe ich ja bekanntlich auf das Thema „Gamification“ ein – das Schreiben unterbrach ich heute mit kleinen Fingerübungen beim Spiel „Air Wings“. Dreimal hintereinander musste mein Söhnchen bittere Niederlagen einstecken – zu seiner Ehrenrettung sei allerdings ergänzt, dass er mit dem kleinen iPhone-Display hantieren musste – ich dagegen konnte auf das iPad 4 zurückgreifen. Klarer Wettbewerbsvorteil. Gestern musste ich fast nur Niederlagen einstecken. Aber hier der kleine Textauszug als Geschmacksprobe für mein Mittwochsopus.

In bildungsbürgerlichen Diskursen wird gerne der Gegensatz von Spiel und Ernst kultiviert. Viele Jahre wurde das Ende der Spaßgesellschaft proklamiert und vor dem Niedergang der Hochkultur gewarnt. Dabei ist die Gaming-Szene, sowohl Entwickler als auch Spieler, längst Teil der Alltagskultur – auch wenn das von den Gaming-macht-süchtig-und-deformiert-das-Hirn-Spitzers dieser Welt mit hysterischen Gesängen bekämpft wird. Diese Abgrenzung ist albern und falsch, meint Soziopod-Blogger Patrick Breitenbach: „Spielen ist immer Arbeit und das in jeder Form – körperlich und geistig. Es geht um Fleiß, um Teamwork, um strategische Denkarbeit, entdeckerische Arbeit und kreative Arbeit.“

Das Gegenteil von Spielen sei eher Depression. Um sich aus der Ohnmacht und dem Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber Politik und Wirtschaft zu befreien, bietet die Gamification das nötige Rüstzeug. Was zeichnet analoge und digitale Spiele aus? „Freiwilligkeit, die sich von den Zwängen der Arbeitswelt und den nicht vorhandenen politischen Beteiligungsmöglichkeiten deutlich unterscheidet. Spielen ist nicht sinnlos. Unsere angeblich ernsthafte Realität ist es“, so Breitenbach.

Der Fefe-These von der Indoktrination über Software-Updates widerspreche ich ebenfalls – also genauer gesagt mein Söhnchen. Wenn die Spielregeln langweilen und Software-Updates als reine Geldschneiderei von der Game-Community entlarvt werden, stimmen wir radikal mit den Füßen ab und gehen zum nächsten Spiel, wie es mein Sohn in unserem Interviewformat „Sohn fragt Sohn“ zum Ausdruck brachte. Auf der Gamescom in Köln und in Vorberichten setzen wir diesen Diskurs mit Hangout-Liveberichten fort.

Wer Lust hat, sich daran zu beteiligen, sollte uns ein Zeichen geben. Ein Schuh, ein Fingerzeig, ein Kommentar, eine Mail oder so.

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