Manager sollten in der Netzwerk-Ökonomie wie Architekten arbeiten – Abgesang auf die Macho-Elite #dieselgate #NEO15

Auch eine Möglichkeit des Krisenmanagements
Auch eine Möglichkeit des Krisenmanagements

Welche Management-Kompetenzen sind in Krisen wichtig? Mitnichten die Macho-Sprüche von Freenet-Chef Christoph Vilanek, der im Interview mit der Süddeutschen Zeitung den allwissenden Entscheider auf der Chefetage simulierte. Sätze wie „Das ist mit allen abgestimmt“ lösen bei ihm körperliche Beschwerden aus. Etwa mehr Harndrang? Egal. Er glaubt, dass das ganze Gefasel von Teambildung nicht „mehr“ funktioniert.

„Das stammt aus einer Zeit, in der Mitarbeiter deutlich breitere Aufgabenfelder hatten. Inzwischen sind alle Spezialisten. Wir überfordern die Menschen maßlos damit, einzuschätzen, welche Auswirkung eine fachlich richtige Entscheidung in einem Bereich auf alle anderen Bereiche hat. Diesen Überblick muss derjenige haben, der auch die Führungsverantwortung hat. Deshalb muss ein Manager heute autokratischer führen als vor 15 Jahren“, glaubt Vilanek.

Ein BWL-Sprücheklopfer aus dem Bilderbuch, der wahrscheinlich breitbeinig den Redakteuren erklärte, warum er Porsche fährt und warum er vor seiner Managerkarriere als 27jähriger auch schon Porsche gefahren ist. Solche Sympathieträger sind mir auch bei meinem VWL-Studium an der FU-Berlin über den Weg gelaufen – es waren meistens Betriebswirte, die mit schnellen Wagen unterwegs waren und am Freitag schon das Surfbrett aufs Dach schnürten. Sicher ein Klischee, aber bei manchen Zeitgenossen eben doch kein Klischee.

Autokraten sind schlechte Krisenmanager

Wäre Vilanek ein guter VW-Krisenmanager? Weit gefehlt. Er wäre genauso in die Affäre hinein gestolpert wie das autokratische Winterkorn-Regiment. Testosterongesteuerte Schönwetter-Chefs, die bei Gegenwind zu Zwergen schrumpfen und dümmliche Ehrenwort-Pressestatements vom Teleprompter ablesen.

Wer fachliche Entscheidungen und deren Auswirkungen nicht transparent diskutiert, beitreibt Seilschaften-Politik und demontiert nötige Gegengewichte, um Fehlentscheidungen zu minimieren.

„Ein Despot wie Piëch und seine despotischen Vasallen Winterkorn et al produzieren eine Kultur kalter Gier und Macht“, kommentierte Personal-Experte Thomas Sattelberger auf Twitter.

Sattelberger Demokratisierung

Alleinherrscher erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Fehlentscheidungen. In Anlehnung an den Philosophen Karl Popper könnte man auch sagen: Es kommt darauf an, Institutionen so zu organisieren, dass es schlechten oder inkompetenten Herrschern unmöglich ist, allzu großen Schaden anzurichten. Das gilt für Demokratien, für Unternehmen und sonstige Organisationen. Besonders in einer Zeit, wo selbst Produkte mit der Außenwelt vernetzt sind. Dort würde die Digitalisierung jene Zusammenarbeit erzwingen, die der Gewerkschafter Osterloh bei VW einfordert.

Vernetzung erfordert Zusammenarbeit

„Aber auch hier scheint es bei Volkswagen erhebliche Defizite zu geben. Wenn im Konzern die Transparenz herrschte, die moderne IT möglich macht, müsste man sich nicht darüber streiten, wann die Information eines Mitarbeiters über das Softwareproblem an einen Chef der Motorenentwicklung und danach vielleicht an den Vorstandsvorsitzenden weitergegeben worden ist. Man wüsste es einfach“, schreibt FAZ-Redakteur Knop.

Ausführlich in meiner The European-Kolumne nachzulesen.

Ein Manager sollte in der Netzwerk-Ökonomie eher wie ein Architekt arbeiten, fordert Professor Martin Kornberger „Management Reloaded – Plan B“, erschienen im Murmann-Verlag:

„Denn beide greifen nicht direkt in das Leben der Menschen ein, aber schaffen Strukturen – Orte des Austausches, Zonen der Konzentration, Übergänge und Verbindungen – und damit Möglichkeitsräume.“

In einer vernetzten Wirtschaft liegt die Aufgabe des Managers eher bei der Bereitstellung einer Infrastruktur, die Dritten erlaubt, miteinander zu arbeiten, ohne auf einen über ihnen stehenden Manager als allwissenden Koordinator angewiesen zu sein.

„Der Netzwerkmanager gleicht eher einem Diplomaten, der Beziehungen zwischen Systemen mit Eigensinn und -logik auslotet, als dem Ingenieur, der die Zahnräder einer Maschine festschraubt.“

Wie man die geschlossenen Kasten der Wirtschaftselite durchbricht, thematisiert der ehemalige Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger in seiner Keynote am ersten Tag der Next Economy Open. Thema: “Unternehmensbürger, digitale APO und Offline-Rebellen – Zusammen für Pluralismus und Transformationsfähigkeit von Organisationen”.

Poppy Blogs statt massenmediale Reichweiten-Logik

Gunni im Halbmarathon-Konkurrenz-Kampf
Gunni im Halbmarathon-Konkurrenz-Kampf

Der internetzentristische Dauer-Konkurrenzkampf geht dem ZDF-Redakteur Martin Giesler zunehmend auf den „Saque“.

„Das Problem: Egal wie sehr man sich anstrengt, am Ende gewinnen immer Facebook, Twitter und Google“, schreibt er in seinem Blogpost mit dem Titel „WARUM ICH ALS JOURNALIST NUR NOCH DIE MONSTER FÜTTERE“.

Er arbeitet durchschnittlich 8.5 Stunden pro Tag für das ZDF und davor und danach noch einmal gute vier bis fünf Stunden an den anderen Projekten. Um überhaupt wahrgenommen zu werden, müsse der ZDF-Mann jeden Tag Reichweite aufbauen.

„Ansonsten kann ich es auch gleich sein lassen, mich in den sozialen Netzwerken zu äußern – oder noch schlimmer: als Journalist generell Geschichten zu erzählen. Reichweite wiederum baue ich mir über gute Inhalte und aktives Kommunizieren dieser Inhalte auf. Für diese guten Inhalte muss ich recherchieren und stets aktuell informiert sein. Das kostet Zeit – und Nerven.“

Dazu komme der Druck, dass sich das Aufbauen von Reichweite bei Twitter und Facebook so verhält, dass mittelfristig nur der bekommt, der schon hat.

„Nicht anders jedenfalls ist zu erklären, dass sich über die letzen Jahre in Social-Media-Deutschland kaum neue Köpfe etablieren konnten. Und wer als Journalist nicht heute bereits eine solide Follower-Basis von mehreren Tausend Menschen aufgebaut hat, der wird es auch in den kommenden Monaten und Jahren wahrscheinlich nicht schaffen. Zu groß ist der Lemming-Effekt. Zu groß ist die Sättigung an Meinungs-Mandatsträgern auch hier erreicht. Pluralität hat klare Grenzen“, so Giesler.

So geht seine Erzählung weiter und mündet letztlich in einem verzweifelten Resümee:

„Mir geht dieser internetzentristische Dauer-Konkurrenzkampf ziemlich auf den Saque. Und ich kann nicht erkennen, dass er mir, meiner Filterbubble oder dem Journalismus insgesamt wirklich gut tun würde. Immer mehr beschleicht mich das Gefühl, dass ich als Journalist in diesem Spiel immer verlieren werde und Facebook, Google und Twitter immer gewinnen.“

Aber welches Spiel will denn Giesler gewinnen? Welche Reichweite soll es sein? Mit was vergleicht er sich? Was kann man den so als Staubkörnchen im Gefüge des menschlichen Daseins beanspruchen? Als Autor weiß ich nie so richtig, welche Story gut laufen wird, welche Resonanz auf mich einprasselt und welche Empfehlungen im Social Web ausgesprochen werden. Facebook, Google, WordPress und Co. sind für mich nur nützliche Katalysatoren, um meine Beiträge überhaupt publizieren zu können.

Ich bin nicht so vermessen, meine bescheidenen Blogpostings als relevant oder interessant einzustufen. Das wäre ein wenig egozentrisch. Und dieses Reichweiten-Geblubber der traditionellen Medien konnte ich schon früher nicht leiden. Über die empirische Tragfähigkeit der Quoten-Fliegenbein-Zählerei habe ich mich ja schon häufig ausgelassen. Auch das Gerede von Filterblasen, unangreifbaren Social Web-Champions und neuen Gatekeepern beeindruckt mich jetzt nicht sonderlich. Jeder Mensch konstruiert sich Realitäten, hat eingeschränkte Möglichkeiten der Informationsverarbeitung und benötigt selektive Verfahren, um Informationen aufnehmen zu können.

Mir ist es auch völlig egal, ob der Teufel immer auf den großen Haufen scheißt, weil es in der Logik des Netzes den einen großen Haufen nicht mehr gibt – also die berühmte Pareto-80-20-Verteilung. 20 Prozent aller Knoten im Netz vereinen 80 Prozent aller Links auf sich. Es gibt aber sehr viele 80/20-Verteilungen mit sehr geringen Schnittmengen. Systemingenieure, die sich über Netzwerke austauschen, unterscheiden sich von der Gaming-Community oder von Koch-Fans. Die politischen Netzaktivisten haben kaum Zugang zu den Stars der Youtube-Szene. In all diesen Netzwerken könnte Pareto mit seiner Formel fündig werden.

Die Möglichkeiten, eigene 80/20-Nischen zu finden, sind definitiv größer geworden. Eine Zementierung kann ich nicht verorten. Jeder hat die Möglichkeit, mit neuen Formaten auf Youtube erfolgreich zu sein oder den Livestreaming-Markt aufzumischen, der noch relativ unerschlossen ist. Die Frage ist halt nur, wie definiere ich Erfolg? Beim ZDF-Blogger sind es vielleicht Einschaltquoten wie bei „Wetten, dass“. Als Alleinunterhalter habe ich diesen Anspruch nicht. Hübsche Vorschläge, wie man sich im Netz positionieren kann, hat Christop Kappes in einem Carta-Kommentar gemacht:

Eine Imitation der Massenmedien sei nicht der richtige Weg – da liegt wohl das Vergleichsproblem, wenn man von Reichweiten-Anstregungen spricht.

„Der Weg führt über netzspezifische Formen und ist vor allem das Leben, Durchleben, Vorleben eines Prozesses. Ein Experiment mit mitunter überraschenden Ergebnissen, an dem alle lernen können.“

Die Empfehlungen richten sich an Carta, könnten aber auch für andere Netzprojekte interessant sein:

Er würde vieles anders machen:

Inhaltlich:

„Ein bisschen mehr Netzkultur – mehr als professionelles Feuilleton. Hier veröffentlichen zum Teil Medienwissenschaftler Texte, bei denen mir die Synapsen einschlafen. Warum nicht mal ein Internet-Mem mitmachen, zum Beispiel? How about einen Schuss Pop? Poppy Carta.“

Publikation:

„Weg vom Dokument, hin zu Personen und Prozessen. Beispiel: Aggregation des Umfelds machen, kuratieren. Personen stehen für Kompetenzen.
Beispiel: Auch mal das Schnelle, Assoziative, Hingeworfene. Es geht darum, einen Prozess in Gang zu halten. Das Perfekte, Fehlerfreie, das darf gern weiter das Ideal der Qualitätsmedien sein.“

Richtung:

„Wiki und Etherpad statt WordPress (dat werde ich jetzt nicht machen, gs).“

„Eine Oberfläche, bei der alle Beiträge logisch gleichrangig und vernetzt sind. Oder von vornherein ein verteiltes System vieler Blogs, die miteinander verzahnt sind.
Die Chance der Blogs sei, dass die Serialisierung aufgehoben wird, die mit ihren gleichen Ergebnissen so langweilt: „Eine Website ist ein flüssiges Produkt wie ein Bauplan, an dem viele gemeinsam arbeiten können, und das somit sich weiter verästelt, ausdifferenziert, entwickelt“, soweit ein paar Auszüge des Kommentars von Christoph Kappes.

Solche Vorschläge sollte man diskutieren und ausprobieren. Durchwursteln und schauen, was passiert.

Die Verzahnung vieler Blogs wäre übrigens ziemlich erstrebenswert. Kombiniert mit Netzwerk-Treffen, Video- und Audio-Formaten, einer gemeinsamen Vermarktung und anderen Dingen. Wäre übrigens auch ein Thema für meine geplanten Zettelkasten-Stammtische 🙂

Update: Eigentlich könnte ich diesen Beitrag ja hübsch in die internet-optimistische Blog-Parade von Patrick Breitenbach einreihen.

Das ist doch ein sehr optimistischer Beitrag!

ichsagmal-Feuerwerk: Wünsche Euch einen guten Rutsch!

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2013 an.

Hier ist ein Auszug:

Etwa 8.500.000 Menschen besuchen jedes Jahr das Louvre Museum in Paris. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 130.000 mal besucht. Wenn dieses Blog eine Ausstellung im Louvre wäre, würde es etwa 6 Jahre brauchen um auf die gleiche Anzahl von Besuchern zu kommen.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Management in Zeiten des Kontrollverlustes: Wie kann das funktionieren?

Kann man Kontrollverlust organisieren?
Kann man Kontrollverlust organisieren?

Stichworte wie Enterprise 2.0, Crowdsourcing, Selbstorganisation, Kunden helfen Kunden, Netzwerk-Ökonomie, starke und schwache Beziehungen im Internet, Zugang zu nichtredundanten Informationen, Wissensmanagement über kollektive Intelligenz oder Management in Zeiten des Kontrollverlustes sind das, womit sich Führungskräfte heute beschäftigen sollten – in der Politik, in der Verwaltung und in der Wirtschaft!

Wie sich neue Technologien und das Internet auf Unternehmen auswirken werden, ist nach Ansicht von Aastra-Chef Jürgen Signer noch schwer zu beantworten:

„Die Erwartungshaltung von jungen Leuten, die ins Berufsleben starten, ist riesengroß. Was sie im privaten Umfeld an Kommunikationstechnologien nutzen, erwarten sie auch am Arbeitsplatz. Hier müssen sich die Firmen erst herantasten.“

Viele Geschäftskunden seien bei diesem Thema noch sehr zögerlich. Man müsse alle Mitarbeiter mitnehmen, nicht nur die Nachwuchskräfte.

Notwendigkeit von Social-Web-Exerzitien

Um die Social-Web-Philosophie in einem Unternehmen zu verankern, sollte man das machen, was die Jesuiten „Exerzitien“ nennen, so der Ratschlag des Netzwerkexperten Professor Peter Kruse.

„Sie machen Übungen, die dazu geeignet sind, Wertemuster in Bewegung zu versetzen. Und ich glaube, das empfindet jeder, der mit diesen Technologien arbeitet. Wenn man sich wirklich in seinem Alltag auf die neuen Möglichkeiten einlässt, ändert sich der Arbeitsstil und nach einiger Zeit ändern sich auch die Einstellungen und Bewertungen.“

Das Einführen der Technologie sei noch der leichteste Teil. Man müsse einen Erlebnisraum für nicht hierarchische Kommunikation schaffen.

„Wenn Sie ein Netzwerk haben, dann treten die Top-down-Beeinflussungen in den Hintergrund. Man arbeitet weniger über die Linie. Macht ist nicht mehr gekoppelt an den Besitz der Information. Dann muss man sich einlassen auf unkontrollierte, ja sogar unkontrollierbare Dynamik. Und da sehe ich bei Unternehmen tatsächlich noch ein Problem“, erläutert der Organisationspsychologe.

Okkupation der sozialen Medien

Als Indikator für diese These kann man die Netzaktivitäten der Firmen auf Facebook und Co. heranziehen. „Social Media wird okkupiert von den klassischen Marketingstrategen“, moniert Kruse im Interview mit „The Narrative“. Ein Anstupser hier, ein Gewinnspiel da, ein wenig Storytelling dort oder alter Wein in neuen Schläuchen unter der Überschrift „Content Marketing“. Das Ganze degeneriert zur Fortsetzung der Berieselungswerbung mit anderen Mitteln:

„Wenn man ehrlich ist, dann sind die neuen Möglichkeiten auch neue Wege, um Kunden noch mehr und noch nachhaltiger zu nerven. Wenn Retargeting-Experten ins Schwärmen kommen, dann wird den meisten Usern übel. Und wenn E-Mail-Experten empfehlen, die Newsletter am besten täglich zu verschicken, dann finden das 99 Prozent der Adressaten gar nicht lustig“, weiß Jan Steinbach vom Beratungsunternehmen Xengoo in Düsseldorf.

Der Kunde wird immer noch nicht als Souverän des Geschehens betrachtet, sondern als manipulierbares Klickvieh.

Unternehmen, die wirklich relevanten Content und Dialog bieten, werden von den Kunden gefunden und bevorzugt.

„Also kein Platz für Störwerbung! Und schon gar nicht für solche, die einen mittels Cookies oder sonstigem Tracking auf Schritt und Tritt verfolgt“, resümiert Steinbach.

Nach Ansicht von Kruse entscheidet nicht die Sendeenergie des Anbieters, sondern die Neugier des Nachfragers. So viel Kontrollverlust wollen die liebwertesten Gichtlinge in den Unternehmen immer noch nicht zulassen. Ausführlich nachzulesen in meiner heutigen The European-Kolumne.

Bürokratische Hierarchien prägen immer noch den Alltag fast aller größeren Organisationen, so die Analysen von Niels Pfläging in seinem Opus „Organisation für Komplexität“. Jeder von uns registriert diese Denke mit Unbehagen. In der Praxis ist das Chefgehabe aber nicht totzukriegen.

„Wenn wir von Management sprechen, meinen wir Techniken, Instrumente und Modelle, die auf die Verbesserung oder Optimierung von Organisationen als Systeme von Weisung und Kontrolle abzielen“, schreibt Pfläging.

Wie kann man nun diese Hierarchien brechen? Pfläging bringt dezentralisierte Netzwerkstrukturen ins Spiel, bei denen es keine Positionen, sondern Rollen gibt. Und die können ständig wechseln – Status verliert an Bedeutung. Vielleicht hilft es ja auch, die „stehenden Heere“ in der Bürowelt aufzulösen, um mehr Spielraum für Selbstorganisation zu bekommen. Wo und wie jemand arbeitet, ist egal. Entscheidend sind die Projektziele und nicht das Chefregime über Vorzimmer, Schleimer, Befehlsempfänger und Meeting-Schauläufer. Mit Thomas Dehler von Value5 habe ich das in puncto vernetzte Services diskutiert – Bericht folgt dazu noch.

Wie seht ihr das? Wie lässt kann man das Management in Zeiten des Kontrollverlustes organisieren? Das würde ich gerne über Interviews vertiefen.

Mit dem Anwesenheitswahn will die neue Arbeitsministerin Nahles ja schon mal Schluss machen. Bin gespannt, was da herauskommt…

Heute um 16 Uhr werden wir das bei Bloggercamp.tv mit Michael Seemann sicherlich ansprechen, schließlich geht es um sein erfolgreich via Startnext finanziertes Buch „Das Neue Spiel – Nach dem Kontrollverlust“.

Man hört und sieht sich nachher 🙂 Hashtag für Twitter-Zwischenrufe #bloggercamp

Eine neue Ära der Berechenbarkeit versprechen ja die Big Data-Hohepriester. Das sind auch nur Placebo-Effekte.