Die Untergangsszenarien des Philosophen #Precht und Reaktionen #HM19 #FOW #StudioZ

Weitere Reaktionen auf die Aussagen von Precht:

Bernd RĂŒtzel Das offensichtliche Problem bei Menschen wie Herrn Precht ist fĂŒr mich, dass sie offensichtlich ihre Meinung unreflektiert aus den aktuellen Medien fĂŒttern.

Es sollte sich aber jeder mĂŒndige BĂŒrger bewusst sein, dass die meisten Medien entweder kommerziellen ZwĂ€ngen unterliegen oder aus Mangel an ausreichenden Ressourcen selber unreflektiert Informationen von (fĂŒhrenden) Unternehmen ĂŒbernehmen.

So spiegeln sie dann eine vermeintliche RealitÀt, die in Wirklichkeit nicht mehr ist, als das Marketing-Geblubber unserer Autoindustrie.

Alle Aussagen, die Herr Precht hier von sich gibt, sind schon lange widerlegt. Google hilft recht einfach dabei, dies selber fest zu stellen.

Auch in dieser Diskussion sehe ich das grundsĂ€tzliche Problem, dass immer wieder ĂŒber die potenziellen Arbeitsverluste, aber nie ĂŒber die Chancen fĂŒr neue und interessantere ArbeitsplĂ€tze diskutiert wird.

Persönlich wĂŒrde ich Herrn Precht empfehlen, die E-MobilitĂ€t einfach mal selber zu erfahren. Vielleicht hilft ihm dies ja bei seiner Weiterentwicklung in der Meinungsbildung.

Jörg Heynkes RDP mangelt es beim Thema ElektromobilitĂ€t nicht an Phantasie oder KreativitĂ€t, sondern an Wissen. Ich finde das sehr schade, weil ich ihn insgesamt sehr schĂ€tze. Es ĂŒberrascht aber immer wieder, das er bei manchen Themen auf Basis solch unzureichenden Wissens, sich traut so aufzutreten und sich zu Ă€ußern. Beispiele: Seltene Erden spielen bei den Akkus keine relevante Rolle, Kobalt nimmt dramatisch ab. Tesla hat hier neue Standards fĂŒr die ganze Branche gesetzt und den Kobaltanteil dramatisch reduziert. Das Recycling von diesen Batterien stellt kein relevantes oder unlösbares Problem dar. Alle Hersteller haben die sogenannten „Second life of batteries Konzepte“ lĂ€ngst fertig. Recyclingquote steigt kontinuierlich. Alle Technologien dafĂŒr sind verfĂŒgbar. Die sogenannte „Schwedenstudie“, auf die er sich mit den 200.000 km bezieht ist lĂ€ngst vielfĂ€ltig widerlegt. Alles Quatsch! Mit jeder neu gebauten Solaranlage und jedem neuen Windrad wird die E-MobilitĂ€t immer sauberer. Außerdem lĂ€sst er die kommenden Technologien, wie. z.B. die Feststoffbatterien, oder die kommende „SchwarmmobilitĂ€t“ völlig ausser acht. Es ist ein Trauerspiel…..

Und dann gab es noch:

Auch auf LinkedIn geht die Debatte weiter.

Hier geht es weiter:

Michael Povel Es ist mindestens genau so unreflektiert, seine Meinung auf individuelle Einzelerfahrungen zu stĂŒtzen. Das der Saldo der neuen ArbeitsplĂ€tze und der wegfallenden ArbeitsplĂ€tze (zumindest fĂŒr eine lĂ€ngere Übergangsphase) negativ sein wird, ist allgemein Konsens und auch unmittelbar plausibel.

Gunnar Sohn Michael Povel auch das ist nur schwer zu prognostizieren

Michael Povel Gunnar Sohn ja das stimmt, aber es spricht viel dafĂŒr, dass der berĂŒhmte „Busfahrer, der seinen Job als autonome Fahren verliert“ wahrscheinlich nicht als „Data Mining Spezialist“ kurzfristig umzuschulen ist. Und bitte nicht an diesem Beispiel festbeissen, deren gibt es eine ganze Menge. Hoffentlich gelingt der Umbruch möglichst friktionsfrei, aber ich habe Zweifel.

Gunnar Sohn Michael Povel Das ist auch eine normative Frage.

Bernd RĂŒtzelMichael Povel Ich habe sicherlich eine andere Meinung als Herr Precht zu dem Thema. Meinen persönlichen (Einzel)-Erfahrungen mit der E-MobilitĂ€t konnte auch ich erst gewinnen, nachdem ich mich Ende 2016 zum Wechsel vom Verbrenner zum E-Auto entschieden habe.

Diese Entscheidung habe ich nach vielen GesprĂ€chen mit Menschen, die diesen Wechsel schon frĂŒher vollzogen haben, getroffen. Weiterhin habe ich zusĂ€tzlich zu den Informationen aus den Standard-Medien nach weiteren Informationsquellen gesucht.

Eine Empfehlung, die ich hierzu geben kann, sind die Informationen die z.B. von Tony Seba oder von Jörg Heynkes verfĂŒgbar sind.

Lutz Becker Ich denke wir werden unterschiedliche Entwicklungen erleben, Wegfall von TĂ€tigkeiten und Jobverdichtung gibt es branchenabhĂ€ngig seit Jahren. Dass der Wandel nicht ohne zumindest partielle Krisen vonstatten geht ist klar. Richtig ĂŒbel wird es werden, wenn wir den Wandel aufhalten wollen (und dabei Zeit und andere Ressourcen verschwenden). Mich stört, dass RDP die Grenzlinie zwischen dem Philosophen (Wissenschaft) und dem Seher (Voodoo) nicht mehr wahrnimmt. Man kann bestimmte Bewegungen (nicht aber „die Zukunft“) antizipieren, wofĂŒr man aber Methoden benötigt werden. Die erkenne ich bei ihm nicht. Auch seine Aussagen zu eMobility sind freundlich formuliert von begrenzter Reichweite (ceteris paribus).

Lutz Becker Das BGE ist fĂŒr mich ein worst case Szenario. Das ist eine weit offene TĂŒr zur Verwahrlosung vieler. Eine Neuauflage des Reichsarbeitsdienstes kann auch keine Antwort sein. Wie wĂ€re es, zuerst einmal die Tages-, Wochen-, Jahres-, Lebens-Arbeit anders zu verteilen? Zudem muss in diesem Fall so oder so eine Steuerreform her.

Gunnar Sohn Die PrognosefĂ€higkeit der Wirtschaftsforscher ist ĂŒberschaubar https://www.piqd.de/…/fuestclemens-und-der-tweet…

Über den Autor

gsohn
Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.

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