Bücherkoffer – eigentlich eher eine Tasche – mit Videos für die noch verbleibende Urlaubszeit

Bei mir reicht es nur zur Büchertasche
Bei mir reicht es nur zur Büchertasche

Die Bücherkoffer von Stephan Porombka für die schöne Serie von Petra Gust-Kazakos werde ich wohl noch nicht einmal annähernd so prosaisch füllen. Etwa Bücherkoffer Nummer 1, der die Twittertimeline von Porombka der vergangenen vier Monate enthält, komplett ausgedruckt und im Bibliothek-Suhrkamp-Stil gebunden.

„Die Urlaubszeit ist die einzige Zeit, in der ich die Zeit habe, die ganzen Tweets durchzuarbeiten, die ich tagtäglich verpasse.“

Genial. So viel Stoff kann ich für meinen Bücherkoffer gar nicht finden. Deshalb stopfe ich nur ein paar verwaiste Youtube-Videos in den Koffer die Tasche. So. Zu mehr reicht es halt nicht. Aber für Reisen sind Videos auch viel praktischer:

Die Tasche ist voll, mehr geht nicht rein. Oder schaut halt selbst auf die Youtube-Liste.

Literatur-Lesung: Wissenskollektion

Literaturlesung: Wie stark ist schwach?

Per Furz aus’m Arsch – eine Geburtstagslesung

Ein besonderer Tag für….

Literatur-Lesung: Tusch und Kitz sind für die Katz – Kakerlaken-Weisheiten für den Alltag

Siehe auch: Kakerlaken im Homeoffice: Psychologischer Mumpitz für die Arbeitswelt

Literatur-Lesung statt Bayern-Schlappe: 0 zu 3 oder die verwirrende Sprache des Top-Managements

Der Soziologe Dirk Baecker im Gespräch mit dem ehemaligen Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger.

Literatur-Lesung: Konsultanten und die schöpferische Ungenauigkeit

Heute mal um 20:45 Uhr.

room chair lot

Literatur-Lesung: Sloterdijk-Exerzitien – Übungsanleitung für das Leben

crop faceless ballerinas standing on tiptoes in ballet studio
Photo by Budgeron Bach on Pexels.com

Über die Bedeutung des Übens. Peter Sloterdijk argumentiert, dass das, was den Menschen zum Menschen macht, nicht der aufrechte Gang ist, sondern die Entwicklung des Bewusstseins. Er spricht von einer inneren Aufrichtung und dem Lernen, das Unmögliche als das Leichte zu begreifen.

Sloterdijks Ethik ist nicht einschränkend, sondern erweiternd. Sie ist keine Sollentätigkeit, sondern eine Übungsanleitung für das Leben selbst. Sie besteht darin, sich mit etwas zu verbinden, das nicht religiös codiert ist. Wer so denkt und übt, wird auf seine eigene Verfassung stoßen und aufgefordert, sie zu reflektieren und zu verändern.

Sloterdijk sieht den Menschen als Imperativ des Unwahrscheinlichen. Wie du dich faltest, so wächst du empor. Er bezieht sich dabei auf verschiedene Berufe und Berufungen, von Bauern und Arbeitern über Krieger und Schreiber bis hin zu Athleten, Rhetoren, Zirkuskünstlern, Gelehrten, Instrumentalvirtuosen und Models. Was sie alle verbindet, ist die Art und Weise, wie sie auf sich selbst einwirken und wie ihr Tun auf sie zurückwirkt.

Mit Nietzsche im Hinterkopf entwirft Sloterdijk das Modell einer Anthropologie als Asketologie. In diesem neuen Zweig der Humanwissenschaften werden geschichtlich gewachsene Strukturen und Daseinsformen untersucht und ins Zentrum gerückt. Kultur, Religion und Ethik werden als Übungsmodule betrachtet.

Sloterdijk versucht, nahezu alle Wissenschaften, Übungs- und Lenksysteme des Westens und Ostens gleichzeitig zu erfassen und aufeinander zu beziehen. Dabei zeigt er eine kühne, auch selbstverliebte Maßlosigkeit. Er setzt sich in der Radikalität eines Künstlers mit jedem Strich selbst das Maß.

Siehe auch:

Web 2.0-Exerzitien für Manager.

Literatur-Lesung: Mehr Shandyismus wagen

Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman – von Laurence Sterne.

Passend zur Lesung: MEHR NARREN IM MANAGEMENT: PROTEGÉS UND KRIECHERN FEHLT DIE GEISTIGE UNABHÄNGIGKEIT.

Literatur-Lesung: Management mit leeren Floskeln

Schöne neue Arbeit – Ein Reader zu Harun Farockis Film „Ein neues Produkt“, erschienen im Verlag der Buchhandlung Walther König.