Kölner AdWords Days vormerken!

AdWords Days: Fachkongress wieder in Köln.

Hier das Programm:

1. Tag – 01. Juni 2010
Begrüßung durch Gunnar Sohn, Ihren Begleiter durch die AdWords Days 2010
Zeit: 09.00 Uhr | Referent: Gunnar Sohn
Die Bedeutung von Suchmaschinen-Marketing im Marketing Mix
Zeit: 09.15 Uhr | Referent: Harald Fortmann
So wird Ihre AdWords-Kampagne unschlagbar erfolgreich, Teil 1
Zeit: 09.45 Uhr | Referent: Howard Jacobson | Sprache: Englisch
So wird Ihre AdWords-Kampagne unschlagbar erfolgreich, Teil 2
Zeit: 11.30 Uhr | Referent: Howard Jacobson | Sprache: Englisch
Kapagnenoptimierung in der Praxis
Zeit: 14.00 Uhr | Referent: Christian Schlieker
Leadgenerierung über AdWords: Hohe Qualität + niedrige Kosten
Zeit: 15.00 Uhr | Referent: Robin Heintze
Landingpage: Datenschutz und andere Sorgen
Zeit: 16.30 Uhr | Referent: Jens Eckhardt
Effizienz im Online-Marketing – Neues aus der Welt von Google
Zeit: 17.30 Uhr | Referent: Patrick Singer
2. Tag – 02. Juni 2010
Site-Klinik!
Zeit: 09.00 Uhr | Referent: Thomas Bindl, Robin Heintze, Stefan Wolk, Christian Schlieker
Begrüßung durch Gunnar Sohn, Ihren Begleiter durch die AdWords Days 2010
Zeit: 10.00 Uhr | Referent: Gunnar Sohn
So wird Ihre AdWords-Kampagne unschlagbar erfolgreich, Teil 3
Zeit: 10.10 Uhr | Referent: Howie Jacobson | Sprache: Englisch
Optimierungsansätze für Google AdWords in Onlineshops
Zeit: 12.00 Uhr | Referent: Stefan Wolk
Von Werbekosten zu Werbeinvestitionen – und wie Sie Google AdWords zur hochrentablen Neukundengewinnung nutzen.
Zeit: 14.30 Uhr | Referent: Thomas Bindl
Get Social! – Social Media Lösungen für Unternehmen
Zeit: 15.45 Uhr | Referent: Gunnar Sohn, Benedikt Köhler
Verabschiedung durch Gunnar Sohn
Zeit: 16.45 Uhr | Referent: Gunnar Sohn
1. Tag – 01. Juni 2010

08.30 Uhr
Empfang, Kaffee und Tee Ausgabe der Tagungsunterlagen
09.00 Uhr
Begrüßung durch Gunnar Sohn, Ihren Begleiter durch die AdWords Days 2010
09.15 Uhr
Harald Fortmann, Vizepräsident Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und Geschäftsführender Gesellschafter Yellow Tomato GmbH

Die Bedeutung von Suchmaschinen-Marketing im Marketing Mix

Suchmaschinen-Marketing gewinnt immer mehr Bedeutung im Marketing Mix, insbesondere mit Offline Werbemaßnahmen.

09.45 Uhr

Howard Jacobson

So wird Ihre AdWords-Kampagne unschlagbar erfolgreich, Teil 1

Ihr Markt

Wie Sie für IHREN MARKT die richtige AdWords-Strategie finden
So erkennen Sie, was Ihrem Markt WIRKLICH möglich ist
Konkurrenzbeobachtung und -analyse: So schlagen Sie den Wettbewerb
Ihre Zielgruppe

Die besten Keywords für Ihre Zielgruppe finden
Wonach Ihre Zielgruppe sucht und wie sie Sie findet
Vom Suchen zum Gefunden werden

Ausgefeilte Profitechniken für hart umkämpfte Märkte
Festlegen, wo und wann Ihre Anzeigen erscheinen
11.00 Uhr
Kaffeepause
11.30 Uhr

Howard Jacobson

So wird Ihre AdWords-Kampagne unschlagbar erfolgreich, Teil 2

Kampagnen erfolgreich steuern

Sie können die Einstellungen für eine AdWords-Kampagne so festlegen, dass sie sich auf die Suchfunktion richtet (ausschließlich auf die Ergebnisse der Suchmaschine), auf das Content-Werbenetzwerk von Google oder auf eine Kombination aus Such- und Content-Websites. Doch was ist wann am besten?

Such-Kampagnen: Wie auch nur diejenigen klicken, die bei Ihnen klicken sollen
Content-Kampagnen: So pushen Sie Ihren Traffic nach vorne
Geomarketing mit Goggle AdWords: Wie Sie sich in regional begrenzten Märkten erfolgreich bewegen
Die Aufteilung Ihrer geografischen Märkte in AdWords-Kampagnen erleichtert die Ermittlung des Return on Investment (ROI) jeder Region in Google Analytics. Nutzen Sie diesen Weg zur Optimierung
Keyword Strategien

Die optimale Keyword-Strategie für Ihre Produkte und Angebote
Wie Sie mit Negativ-Keywords bessere Conversion-Rates erzielen
Anzeigengestaltung für Google AdWords

Mit zahlreichen Best-Practice-Beispielen
Anzeigenpositionierung

So tickt Google – und so bekommen Sie einen Spitzenplatz
13.00 Uhr
Mittagspause
14.00 Uhr
Christian Schlieker, construktiv GmbH

Kapagnenoptimierung in der Praxis

Vorstellung von Wegen wie Sie Ihr Budget besser ausschöpfen und die Kampagnenleistung verbessern können

Optimierung von Keywords und Schaltungsoptionen
Zusammenspiel zwischen Google AdWords und Webcontrolling
Testszenarien in der Praxis
Grundlagen des Testens
A/B Tests

Multivariate Tests
15.00 Uhr
Robin Heintze, More-Fire Media

Leadgenerierung über AdWords: Hohe Qualität + niedrige Kosten

AdWords als Motor für Ihre Leadgenerierung
So holen Sie nur die richtigen Clicks für Leads
Lead & Brand: Nutzen Sie Ihre Marke zur Leadgenerierung
B2B Leads: So holen Sie gezielt Business-Leads
16.00 Uhr
Kaffeepause
16.30 Uhr
Jens Eckhardt, Yuconomy

Landingpage: Datenschutz und andere Sorgen

Landingpage – Was darauf sein muss und was nicht darauf sein darf.
Datenschutz – Hindernis bei der Gestaltung von Landingpages?
Privacy Policy und Impressum – Inhalt und Erreichbarkeit über die Landingpage
Disclaimer – sinnvoll oder sinnlos?
Werbe-Opt-In – erforderlich und beweisbar?
17.30 Uhr
Patrick Singer, Google Deutschland

Effizienz im Online-Marketing – Neues aus der Welt von Google

neue Funktionen von Google AdWords
Tools für die Kampagnen-Planung
Tools zur Analyse von Kampagnen
Was hat Google noch zu bieten? Ein kurzer Blick über den Werbe-Tellerrand.

2. Tag – 02. Juni 2010

09.00 Uhr
Thomas Bindl, Refined Labs GmbH
Robin Heintze, More-Fire Media
Stefan Wolk, Smatch.com
Christian Schlieker, construktiv GmbH

Site-Klinik!

Nutzen Sie die Experten und lassen Sie sich Tipps für die Optimierung Ihrer Kampagnen und Landingpages geben

Die AdWords-Spezialisten Thomas Bindl, Robin Heintze, Stefan Wolk, Christian Schlieker schauen sich Ihre Landingpages an und liefern Ihnen wichtige Tipps, Hinweise und Empfehlungen zur Optimierung.

09.30 Uhr
Kaffee und Tee
10.00 Uhr
Begrüßung durch Gunnar Sohn, Ihren Begleiter durch die AdWords Days 2010
10.10 Uhr

Howie Jacobson

So wird Ihre AdWords-Kampagne unschlagbar erfolgreich, Teil 3

11.30 Uhr
Kaffeepause
12.00 Uhr
Stefan Wolk, Smatch.com

Optimierungsansätze für Google AdWords in Onlineshops

Keyword Advertising – und im speziellen Google AdWords – stellen heute für fast alle Online Shops einen wichtigen Teil ihrs Online Marketing Mixes dar.

Wie muss eine optimale Kampagne aufgebaut sein, welche Anforderungen haben Landingpages und welche Erkenntnisse lassen sich auf andere Kanäle im Online Marketing übertragen?

Wie finde ich die richtigen Keywords für meine AdWords Kampagne?
Wie muss meine Kampagne aufgebaut sein?
Was sind meine Steuerungsgrößen?
Welche Landingpages brauche ich?
Wie kombiniere ich SEM und SEO miteinander?
Was können andere Online Marketing Kanäle von AdWords Kampagnen lernen?
Was gibt es an neuen Entwicklungen aus Shopsicht rund um das Thema „Google“
13.30 Uhr
Mittagspausse
14.30 Uhr
Thomas Bindl, Refined Labs GmbH

Von Werbekosten zu Werbeinvestitionen – und wie Sie Google AdWords zur hochrentablen Neukundengewinnung nutzen.

Die Abwicklung von Suchmaschinen-Werbekampagnen ist nicht immer einfach: Positionen müssen geprüft und optimiert, neue Keywords gefunden, Click-Preise angepasst und der Erfolg in Conversion- und ROI-Grössen gemessen werden. Je größer und internationaler die Kampagne, je mehr Keywords online sind und je zahlreicher der Wettbewerb ist, desto komplexer und aufwändiger wird das Suchmaschinen-Kampagnen-Management. Da geht es nicht mehr ohne BID-Management!

„Bid Management“ – Fluch oder Segen?
„Bid Management“ – So machen Sie es zum Tool für Erfolgssteigerung
Die Vorteile eines Bid Managements anhand konkreter Beispiele erläutert
Die Grenzen beim Einsatz eines Bid Managements kennen
Case Studie zum Einsatz eines Bid Management Systems – und konkret Tipps, wie Sie mit BD Management – Systemen den Profit steigern und die Kosten senken
15.45 Uhr
Gunnar Sohn
Benedikt Köhler

Get Social! – Social Media Lösungen für Unternehmen

Einführung: Social Media is changing the rules of business
Das Ende der Zielgruppen (Long Tail, Netnography)
Social Media Measurement – Reichweite, Relevanz und ROI?
Kampagnen und Präsenzen – Best Practice-Beispiele
10 Trends im Social Media Marketing
16.45 Uhr
Verabschiedung durch Gunnar Sohn

Und hier geht es zur Website:

Vielleicht sieht man sich in Köln 😉

Wehrt Euch gegen die Eurokraten – Kauft Glühbirnen in Bosnien

„Es ist stets amüsant, Hans Magnus Enzensberger zu lesen, ein reines Vergnügen, ihm zuzuhören, und wer über ihn spricht, gerät unweigerlich in die Versuchung, sich ein wenig von seiner Verstandesheiterkeit zu borgen“, so Wolf Lepenies. Enzensberger ist nicht nur ein heiterer und ironischer Schriftsteller, er ist auch ein lebender Seismograph für gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Veränderungen – ein anticipator maximus. Er ist allerdings kein hausmeisterlicher Besserwisser. Enzensberger rüttelt auf, ohne zu predigen und er mahnt, ohne zu lamentieren. Am Dienstagabend nun war wieder einmal eine Abrechnung fällig, die er bei der Entgegennahme des Sonning-Preises, die wichtigste dänische Auszeichnung für kulturelle Leistungen, in seiner Dankesrede in Kopenhagen zelebrierte. Sie wurde heute in der FAZ in einer leicht gekürzten Fassung veröffentlicht.

Es geht um die Eurokratie in Brüssel und um ein Plädoyer an den europäischen Demos, sich gegen die Bananenbürokratie zu wehren. Gleich am Anfang machte Enzensberger deutlich, dass er die Europa-Idee bewundert und keineswegs zu den Euro-Skeptikern zählt. „In der Geschichte unseres Erdteils gibt es nur wenige Jahrzehnte, in denen der Friede geherrscht hat. Zwischen den Staaten, die diesem Bund angehören, ist es seit 1945 zu keinem einzigen bewaffneten Konflikt mehr gekommen. Das ist eine Anomalie, auf die Europa stolz sein kann. Auch über eine Reihe von anderen Annehmlichkeiten können wir uns freuen. Sie sind inzwischen so selbstverständlich geworden, dass sie uns kaum noch auffallen. Ich bin aber alt genug, um mich daran zu erinnern, wie mühsam es nach dem Zweiten Weltkrieg war, ein benachbartes Land zu betreten. Ohne einen langwierigen bürokratischen Kampf war an eine Auslandsreise nicht zu denken. Wollte man ein Buch aus dem Ausland beziehen, so war dazu eine umständliche Prozedur beim Hauptzollamt nötig. Erwartete man eine Überweisung aus Frankreich oder wollte man eine Rechnung aus Spanien bezahlen, so kam das einem Hoheitsakt gleich, der durch mehrere Stempel vollzogen werden musste.“ Was allerdings die Eurokraten aus der europäischen Idee machen, sei mehr als kritikwürdig. Zu den Geburtsfehlern zählt der Schriftsteller das demokratische Defizit.

„Schon seit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft haben Ministerrat und Kommission dafür gesorgt, dass die Bevölkerung bei ihren Beschlüssen nichts mitzureden hat. Als hätte es die Verfassungskämpfe des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts nie gegeben, haben sie sich von Anfang an auf eine Kabinettspolitik verständigt, die alles Wesentliche im Hinterzimmer aushandelt. Dass dieser Rückfall in vorkonstitutionelle Zustände durch kosmetische Korrekturen zu heilen wäre, glaubt inzwischen niemand mehr. Das vielbeschworene demokratische Defizit ist also nichts weiter als ein vornehmer Ausdruck für die politische Enteignung der Bürger“, sagte Enzensberger. Es fehle an der Gewaltenteilung des klassischen Rechtsstaates. Im Dschungel der EU würden sich höchstens eine Handvoll Experten zurechtfinden. Niemand kenne die zahlreichen Präsidenten, Vizepräsidenten, Kommissare und Ausschussvorsitzenden. Der gewöhnliche Untertan rätselt, was es mit dem Cedefop und der Frontex, mit GSA, EU-OSHA und EMCDDA auf sich habe

Die Kommission habe praktisch ein Monopol für die Gesetzesinitiative. „Sie verhandelt und entwirft ihre Richtlinien hinter geschlossenen Türen. Die Kontrolle durch das Europa-Parlament ist schwach. Es kann nur über etwa vierzig Prozent des Budgets entscheiden. Die klassische Regel ‚No taxation without representation‘ hat hier keine Gültigkeit. Die über fünfzehntausend Lobbyisten, die in Brüssel tätig sind, haben mehr Einfluss auf die Entscheidungen der Kommission als alle Abgeordneten“, erklärte Enzensberger.

Für eine schlagkräftige Exekutive sei das ein paradiesischer Zustand: „Die beteiligten Regierungen nutzen ihn zu einem Schwarze-Peter-Spiel, indem sie zu Hause behaupten, gegen die Brüsseler Entscheidungen hätten sie sich leider nicht durchsetzen können, während die Kommission sich darauf berufen kann, dass sie nur den Absichten der Mitgliedstaaten folgt. Auf diese Weise muss am Ende niemand mehr für die Ergebnisse des Kuhhandels haften.“ Was dabei am meisten nerve, ist der Regelungswahn der Brüsseler Behörden. Ihre Kompetenzgier sei nicht schwer zu erklären. Wie Robert Conquest einmal bemerkt habe, verhält jede Großorganisation sich so, als würde sie von den Geheimagenten ihrer Gegner geleitet. Diese Form der Selbstsabotage sei kein Zufall; denn jede Ausdehnung ihrer Befugnisse verspricht der Organisation mehr Macht, mehr Geld und mehr Planstellen. Hannah Arendt habe vor fünfundvierzig Jahren dazu das Nötige gesagt. Sie sprach damals in Kopenhagen vom Druck einer sich abzeichnenden Veränderung aller Staatsformen, die sich zu Bürokratien entwickeln, das heißt, zu einer Herrschaft weder von Gesetzen noch von Menschen, sondern von anonymen Büros oder Computern, deren völlig entpersönlichte Übermacht für die Freiheit und für jenes Minimum an Zivilität, ohne das ein gemeinschaftliches Leben nicht vorstellbar ist, bedrohlicher sein mag als die empörendste Willkür von Tyranneien in der Vergangenheit. „Wo nicht jedermann die Möglichkeit besitzt, seinem Wort Gehör zu verschaffen, da beginnt die Begrenzung der Freiheit“, so Hannah Arendt.

Machtanmaßung bedeute Niedergang der Demokratie. Der Machtapparat fängt an, ein Eigenleben zu führen mit der Tendenz, die Machtbefugnisse sukzessive auszuweiten. Am Ende steht der entmündigte Bürger. „Wir rauchen (Brüssel überlegt ja, eine Anti-Raucher-Polizei einzuführen, auf die Auseinandersetzung mit diesen Kontrolletis freue ich mich jetzt schon, GS), wir essen zu viel Fett und Zucker, wir hängen Kruzifixe in Schulzimmern auf, wir hamstern illegale Glühbirnen, wir trocknen unsere Wäsche im Freien, wo sie nicht hingehört. Wir bilden uns ein, wir könnten selbst entscheiden, wem wir unsere Wohnung vermieten. Wir protestieren, wenn man uns verbietet, den Apfelwein Apfelwein zu nennen. Wir benutzen Kondome, die mehr als zwei Millimeter von der normalen Weite abweichen, und wir lassen uns den gefährlichen Rohmilchkäse schmecken. Wo kämen wir hin, wenn nicht europaweit immer genau dieselben Baustoffe verwendet würden und wenn unsere Bananen weniger als vierzehn Zentimeter lang wären! Auch interessieren sich unsere Volkskommissariate brennend dafür, wie es in unseren Universitäten und Schulen zugeht, ob die Busse und U-Bahnen exakt nach ihren Vorgaben fahren, ob es Abweichler gibt, die ihre Betriebsrenten auszahlen, wie es ihnen beliebt, und ob jemand in Madrid oder Helsinki ein Tempolimit einführen will, das der Euronorm widerspricht. Solche Extratouren können auf keinen Fall geduldet werden“, skizziert Enzensberger die Regulierungsexzesse in Brüssel.

Bürgerbeteiligungen oder gar Volksabstimmungen sind den Eurokraten ein Greuel. „Deshalb tut man gut daran, sie gar nicht erst zu befragen. Der bloße Gedanke an ein Referendum löst bei der Eurokratie sofort eine Panik aus. Die Spuren von insgesamt neun gescheiterten Volksbefragungen schrecken alle Verantwortlichen. Immer wieder haben die Norweger, die Dänen, die Schweden, die Niederländer und die Franzosen nein gesagt. Wenn es nach den Managern der Union geht, darf so etwas nie wieder vorkommen“, so Enzensberger.

Das Euro-Regime habe sich deshalb eine Strategie ausgedacht, die sie gegen jede Kritik immunisieren soll. „Wer ihren Plänen widerspricht, wird als Antieuropäer hingestellt. Von ferne erinnert das an die Rhetorik des Senators Joseph McCarthy und der KPdSU. Was ihnen nicht passte, pflegten sie zu verleumden, die einen als ‚un-American Activities‘, die andern als ‚antisowjetische Umtriebe‘. Dass 40.000 Beamte samt ihren Propagandisten darüber entscheiden sollen, wer ein guter Europäer ist und wer nicht, ist eine ziemlich abstruse Vorstellung“, sagte Enzensberger und verweist auf einen schönen Satz des Philosophen Odo Marquard, den man der Eurokratie gerne hinter die Ohren schreiben möchte: „Es kommt nicht darauf an, die Welt zu verändern, sondern sie zu verschonen.“ Leider folge man in Brüssel lieber einer anderen Maxime. Sie lautet: Augen zu und durch.

Glühbirnen-Anarchie
Glühbirnen-Anarchie
Das kann der EU-Bürger mit kleinen und großen Dingen unterlaufen. In Bosnien gibt es beispielsweise noch Glühbirnen und dazu noch spottbillig 😉

Siehe auch:
Odo Marquard, dem Vordenker der Inkompetenzkompensationskompetenz, zum 80. Geburtstag.