OnetoOne-Redaktions-Gichtlinge: Bei euch hackt es wohl

Bullshit-Vertriebsmethoden
Bullshit-Vertriebsmethoden

Ich weiß nicht, wie lange ich dieses Blättchen namens OnetoOne jeden Monat in meinem Briefkasten vorfinde. Seit Ewigkeiten. Ich habe es nie bestellt, keine Einzelhefte gekauft und auch nie nach einer Zusendung nachgesucht.

Und nun bekomme ich ganz OnetoOne ein schnödes Anschreiben ohne Anrede, ohne Autor, ohne irgendeine persönliche Note und es wird mir angetragen, für den weiteren Bezug einen Betrag von 69 Euro zu überweisen. Irgendwas faseln die von einer zeitlich begrenzten und kostenfreien Belieferung, die mit der Ausgabe 11/13 ausläuft. Das ist mir scheißegal. Diese brandheißen Geschichten mit Überschriften und Texten, die fürs Tiefkühlfach taugen und noch nicht mal in der Mikrowelle Hitze entfalten, landen recht schnell im blauen Altpapier-Container. „Köln im Digitalfieber“, „Mobile Life im Fokus“, „Customer-Journey-Tracking für mehr Effizienz“, „Lösungen für alle Kanäle“ oder „Herausforderungen des Handels“ sind so die Höhepunkte im OnetoOne-Journalismus auf Autoverkäufer-Niveau.

Es ist ja so großzügig von den Verlags-Gichtlingen beim Verschicken des Werbebriefs darauf hinzuweisen, dass es sich nicht um eine Rechnung handelt. Wirkt fast wie eine Fußnote. Beim Aufmachen des Umschlags springt einem sofort der „Nicht“-Rechnungsbetrag ins Auge. Dümmliche Methode. Werter Geschäftsführer Johannes Jagusch, schonen Sie die Wälder und streichen mich aus Ihrer Datei. Verzichten Sie schon jetzt auf weitere Versandkosten, ich möchte diesen OnetoOne-Semantikmüll nicht mehr lesen. Da Sie ja über alle „Kanäle“ den Dialog suchen, habe ich meine Botschaft auch via Hangout on Air verkündet.