🗞 #DailyBriefBonn #015 – Dienstag, 21. Oktober 2025: Zwischen Forschung, Fairplay und frostiger Fürsorge

🏥 Gesundheit | Universitätsmedizin NRW schließt Allianz für die Zukunft
Essenz: Alle Universitätskliniken in NRW – darunter das UKB – bündeln ihre Forschung und Versorgung in einer neuen Kooperationsstruktur.
Warum es zählt: Ein entscheidender Schritt für medizinische Spitzenforschung und Versorgungssicherheit im Rheinland.
🔗 https://www.ukbnewsroom.de/kooperation-zwischen-allen-universitaetsmedizinen-in-nrw/

🎮 Wirtschaft | Minecraft Movie 2 offiziell bestätigt – neue LEGO-Sets in Planung
Essenz: Warner Bros. kündigt den zweiten Minecraft-Film an, LEGO folgt mit neuen Sets.
Warum es zählt: Die Bonner LEGO-Community darf sich auf einen kreativen Hype freuen.
🔗 https://www.promobricks.de/minecraft-movie-2-bestaetigt-lego-sets

🗣 Wirtschaft | Sprachmüllverbrennung Bonn-Luke 7
Essenz: Gunnar Sohn über sprachliche Überhitzung und die neue Ökologie der Worte.
Warum es zählt: Bonn denkt über Kommunikation als Ressource nach – statt als Abfallprodukt.
🔗 https://www.ichsagmal.com/sprachmuellverbrennung-bonn-luke-7

🏙 Bonn | Bei Kälte besonders auf Obdachlose achten!
Essenz: Die Stadt ruft zur Achtsamkeit und Hilfe für Obdachlose in der kalten Jahreszeit auf.
Warum es zählt: Ein Appell an Bonns soziale Verantwortung.
🔗 https://www.bonnnet.de/auch-in-bonn-bei-kaelte-verstaerkt-auf-obdachlose-achten/

🚧 Rhein-Sieg | Straße „Am Honnefer Graben“ bleibt länger gesperrt
Essenz: Sanierungsarbeiten verzögern sich – die Sperrung sorgt für Umwege und Staus.
Warum es zählt: Lokale Infrastrukturthemen prägen Alltag und Mobilität in der Region.
🔗 https://honnef-heute.de/am-honnefer-graben-bleibt-laenger-gesperrt/

💻 Digital | Steering Committees und Advisory Boards – Macht oder Methode?
Essenz: Felix Stein erklärt, wie Entscheidungsstrukturen in Unternehmen agil, aber wirksam bleiben.
Warum es zählt: Ein Thema mit Relevanz für Bonner Start-ups und Institutionen.
🔗 https://www.lean-agility.de/2025/10/steering-committees-und-advisory-boards.html

🌿 Umwelt | BioBitte-Dialogforum: Wege für mehr Bio in öffentlichen Küchen
Essenz: Neue Ansätze sollen den Anteil von Bio-Lebensmitteln in Kantinen und Kitas erhöhen.
Warum es zählt: Bonn als Fairtrade- und Nachhaltigkeitsstadt kann hier Vorbild sein.
🔗 https://www.oekolandbau.de/aktuelles/newsletter-abonnieren/rss-feed/detailansicht/biobitte-dialogforum-wege-fuer-mehr-bio-in-oeffentlichen-kuechen/

🎸 Musik | Galahad – „Alive at Loreley“
Essenz: Progressive Rock in Bestform – Galahad liefern ein atmosphärisches Live-Album mit Kultfaktor.
Warum es zählt: Bonn bleibt eine Stadt für anspruchsvolle Musikliebhaber.
🔗 https://www.betreutesproggen.de/2025/10/galahad-alive-at-loreley/

🌸 Bonn | Grüne Glücksorte: Geh raus & blüh auf!
Essenz: BonnNet.de zeigt die schönsten Orte der Stadt für Herbstspaziergänge.
Warum es zählt: Zwischen Hofgarten und Rhein zeigt sich Bonn von seiner poetischen Seite.
🔗 https://www.bonnnet.de/gluecksorte-in-bonn/

Zitat des Tages:
„Manchmal ist Fortschritt nichts anderes als Zusammenarbeit – im Kleinen wie im Großen.“

Auf ichsgamal.com haben wir jetzt die Probephase abgeschlossen. Wir werten das aus und überlegen, wie das ab Anfang Januar weitergehen könnte. Die Auswertung werden wir hier natürlich veröffentlichen.

🗞️ #DailyBriefBonn #008 – Dienstag, 14. Oktober 2025

🧱 Wirtschaft

LEGO Icons 10366 Tropisches Aquarium erscheint im November – Alle Bilder und Infos zum Set! (PROMOBRICKS)
Essenz: LEGO bringt im November ein neues Display-Set auf den Markt, das tropische Unterwasserwelten nach Hause holt.
Warum es zählt: Bonn ist LEGO-Fan-Hochburg – kreative Freizeitkultur trifft auf Wirtschaftskraft im Detailhandel.
🔗 http://www.promobricks.de/lego-icons-10366-tropisches-aquarium-alle-bilder-und-infos

Von der Forschung zum Geschäftswert: Epi-Proteomik für Versicherer (Zurich Blog)
Essenz: Neue Epi-Proteomik-Verfahren helfen Versicherern, Gesundheitsrisiken präziser zu bewerten.
Warum es zählt: Wissenschaftliche Innovationen werden marktreif – auch Bonner Unternehmen könnten profitieren.
🔗 http://www.zurich-blog.de/epi-proteomik-fuer-versicherer

LEGO 30711 Braille Bricks Polybag jetzt erhältlich (PROMOBRICKS)
Essenz: LEGO startet eine inklusive Initiative: Braille-Steine fördern Lernprozesse von Kindern mit Sehbehinderung.
Warum es zählt: Ein globaler Konzern zeigt, dass Inklusion Innovation befeuert – Beispiel auch für Bonner Bildungseinrichtungen.
🔗 http://www.promobricks.de/lego-30711-braille-bricks-polybag-jetzt-erhaeltlich


🧬 Wissenschaft

Not just trees growing here: How the Integrate Network cultivates cooperation (Resilience Blog)
Essenz: Das europäische Integrate-Netzwerk zeigt, wie Biodiversität durch Kooperation zwischen Forst und Forschung gedeiht.
Warum es zählt: Bonn ist Schaltstelle internationaler Nachhaltigkeitsnetzwerke – auch das Integrate Secretariat sitzt hier.
🔗 http://www.resilience-blog.com/how-the-integrate-network-cultivates-cooperation

Ihr braucht doch alle Hilfe, ey! (Open History e.V.)
Essenz: Historiker Nico Nolden beschreibt, wie kollaborative Geschichtsarbeit digitale Communities belebt.
Warum es zählt: Erinnerungskultur wird partizipativ – Impulse auch für Bonns offene Geschichtsprojekte.
🔗 http://www.open-history.de/ihr-braucht-doch-alle-hilfe-ey

Der Weg ist das Ziel (Rheinische Geschichte)
Essenz: Eine Reflexion über Bewegung, Wandel und Selbstverständnis der Region.
Warum es zählt: Bonns Identität entsteht im Gehen – zwischen Geschichte und Zukunft.
🔗 http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/weg-ist-das-ziel


🪴 Umwelt

Neue Fördermaßnahme des BMELH: „Land.Heimat.Innovativ“ stärkt die ländlichen Regionen (Ökolandbau.de)
Essenz: Das Bundesministerium startet ein Programm, um Innovation und Daseinsvorsorge im ländlichen Raum zu fördern.
Warum es zählt: Der Rhein-Sieg-Kreis profitiert direkt – Digitalisierung und Nachhaltigkeit auf dem Land werden messbar.
🔗 http://www.oekolandbau.de/land-heimat-innovativ


🧠 Digital & Gesellschaft

Von Windows 10 auf Linux (Beueler Extradienst)
Essenz: Constanze Kurz spricht mit netzpolitik.org über digitale Selbstbestimmung und Open-Source-Kultur.
Warum es zählt: Bonn braucht digitale Souveränität – der Schritt zu Linux wird zum Symbol einer offenen Stadt.
🔗 http://www.beueler-extradienst.de/von-windows-10-auf-linux

Flooding the Zone (II) (On Lean and Agility)
Essenz: Felix Stein analysiert, wie Organisationen mit zu viel „Change“ den Überblick verlieren.
Warum es zählt: Auch Bonner Mittelständler stehen im Dauerwandel – Agilität braucht jetzt Struktur statt Hype.
🔗 http://www.onleanandagility.com/flooding-the-zone-ii

Kampf um den Kanon (Beueler Extradienst)
Essenz: Ein Gastbeitrag über Streitkultur, Bildung und den neuen deutschen Kulturkampf.
Warum es zählt: Die Debatte um kulturelle Deutungshoheit erreicht auch Bonns Bildungslandschaft.
🔗 http://www.beueler-extradienst.de/kampf-um-den-kanon


🗣️ #TagesgesprächinBonn

🕵️ Ermittlungen nach Leichenfund in Bonn-Lannesdorf
Essenz: Nach dem Fund eines Toten in Lannesdorf laufen Ermittlungen auf Hochtouren.
Warum es zählt: Lokale Sicherheitslage bleibt sensibel – Vertrauen in Aufklärung entscheidet über das Stadtklima.
🔗 www.radiobonn.de/artikel/ermittlungen-nach-leichenfund-in-bonn-lannesdorf-2466721.html


💬 Zitat des Tages

„Modernität ist keine Epoche – sie ist der Moment, in dem wir merken, dass wir keine mehr haben.“
frei nach Jacob Taubes


Jeden Tag neu. Keine Wiederholungen. Nur Relevanz.

#TagesgesprächinBonn

Festspielhaus Bonn – Noch viele Fragezeichen und kein klares Konzept für die Beethoven-Stadt

Am Mittwoch Donnerstag (24. November!) wird sich der Rat der Stadt Bonn noch einmal mit dem Festpielhaus beschäftigen. Interessant sind die Anlagen, die man zur Tagesordnung online abrufen kann. So die Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage des BBB:

Fragestellung

Wann und durch welche Vertreter haben die beiden Unternehmen Deutsche Telekom und Deutsche Postbank dem Oberbürgermeister gegenüber erklärt, dass sie für eine anteilige Mitfinanzierung des Festspielhauses Beethoven nicht mehr zur Verfügung stehen?

Um welche Unternehmen hat es sich gehandelt, mit denen der Oberbürgermeister, wie in seinem Interview mit dem Bonner General Anzeiger vom 14.02.2011 ausgeführt, „in Gesprächen“ stand und bei denen „man keine Angst haben“ musste, dass sie als Partner „nicht mehr zur Verfügung stehen“ würden?

Antwort

Die Deutsche Telekom AG hat im September 2010 öffentlich erklärt, dass das bisherige Bauherrenmodell (3 Unternehmen gründen eine Objektgesellschaft, die das Festspielhaus errichtet und an die Betreiberstiftung vermietet) nicht mehr realistisch sei. Der Leiter des Konzern-Sponsorings der Deutschen Telekom AG hat weiterhin ausgeführt, dass man sich vorstellen könne, den laufenden Betrieb zu unterstützen.

Die Deutsche Postbank AG hat im September 2011 erklärt, sich ebenfalls am Bau des Festspielhauses nicht mehr zu beteiligen.

Keiner der beiden Unternehmen hatte in der Vergangenheit einen Vorstandsbe­schluss herbeigeführt, der eine Beteiligung am Bau des Festspielhauses vorsah. Insofern gab es keine verbindlichen Zusagen. (ah, ja! Liest man die Kommentare auf meinem Blog, die von den Freunden des Festspielhauses kamen, wurde genau der gegenteilige Eindruck vermittelt. Dabei ist an Der Finanzierung überhaupt nichts klar, gs)

Lediglich die Deutsche Post/DHL ist nach wie vor bereit, sich mit 30 Mio. EUR an der Finanzierung eines neuen Festspielhauses zu beteiligen. Allerdings liegt auch hier bisher kein Beschluss des Vorstandes vor.

Die Anmerkungen des Oberbürgermeisters im General Anzeiger Bonn vom 14.02.2011 stehen nicht im Widerspruch zu der von der der Deutschen Telekom AG signalisierten Gesprächsbereitschaft über eine mögliche Beteiligung am laufenden Betrieb des Festspielhauses. Und auch die Deutsche Postbank AG ist bereit, als mögliche Kreditgeberin zu fungieren. Soweit die Antwort.

Hier die Beschlussvorschlage (vorbehaltlich der Anhörung der Bezirksvertretung Bonn)

Der Rat der Stadt Bonn bekräftigt vor dem Hintergrund seiner Beschlüsse vom 13.06.2007 (s. Anlage 1) und 29.04.2010 (s. Anlage 2) das Ziel, die Stadt als Ort der nationalen und internationalen Pflege des Erbes Ludwig van Beethovens auszubauen. Der Rat erkennt an, dass dieses Ziel nur erreicht werden kann, wenn Bonn über ein Konzerthaus verfügt, das den heutigen internationalen Standards gerecht wird und akustisch höchsten Ansprüchen genügt. Nur mit einem solchen Haus können die strukturellen Voraussetzungen zur Umsetzung eines überzeugenden Konzepts zur Beethovenpflege geschaffen und zugleich der Beethovenstadt und dem Wirtschaftsstandort Bonn neue und nachhaltige Impulse verliehen werden. Der Rat bekräftigt das Ziel, das Konzerthaus rechtzeitig vor dem Jahr 2020 fertig zustellen, um im Jubiläumsjahr den 250.Geburtstag des Komponisten würdigen und feiern zu können.

Dazu fasst der Rat unter Berücksichtigung seines Beschlusses vom 20.10.2011 (DS-Nr.: 1113009EB5 – s. Anlage 3) die nachfolgenden Beschlüsse:

Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage des Beschlusses des Rates vom 29.04.2010 (s. Anlage 2) ein Konzept für die nationale und internationale Beethovenpflege zu entwickeln, das gleichzeitig der Sicherung der Zukunft des Konzertstandortes Bonn dient.

(auweia, es ist peinlich, dass über das Festspielhaus so lange sinniert wird und noch nicht einmal ein programmatisches Konzept in trockenen Tüchern ist, gs)

Mit der Errichtung eines neuen Konzerthauses soll zudem das Ziel verfolgt werden, den Wirtschaftsstandort durch die Schaffung von attraktiven Rahmenbedingungen zu stärken und den Kulturtourismus aus dem In- und Ausland nach Bonn zu fördern.

2. Für die Realisierung eines neuen Konzerthauses kommt ein Abriss der denkmalgeschützten Beethovenhalle nicht in Betracht. Im Falle der Realisierung eines Konzerthauses gemäß Ziffer 4 wird die Verwaltung beauftragt, zur künftigen Nutzung der Beethovenhalle als multifunktionale Halle ein tragfähiges Konzept zu erstellen und darzulegen, welche Betriebs- und Investitionskosten in welchem Zeitraum entstehen, um dieses Konzept umsetzen zu können.

3. Die Stadt Bonn wird sich an den Investitionskosten für ein neues Konzerthaus nicht beteiligen, daher appelliert sie an die Unternehmen aus Bonn und der Region sowie an die Bürgerinnen und Bürger, sich finanziell an dem Vorhaben zu beteiligen. Die Stadt Bonn begrüßt daher ausdrücklich die von der IHK Bonn/Rhein-Sieg geplante Initiative zur Co-Finanzierung.

4. Das Konzerthaus soll in der Rheinaue (in unmittelbarer Nähe des Post-Towers (da gibt es jetzt wohl Stress mit dem Architekten, gs), Charles-de-Gaulle-Straße) errichtet werden, sofern die Finanzierung für den Neubau und den Betrieb gesichert werden kann. Eine Realisierung des Bauvorhabens am Standort der Oper und an Stelle der jetzigen Beethovenhalle wird nicht weiter verfolgt.

Die Verwaltung wird für den Standort Rheinaue beauftragt,

a) zu prüfen, ob es möglich ist, die zur Errichtung eines Neubaus notwendigen Mittel bei privaten Unternehmen einzuwerben,

b) mit dem Bund, der Sparkasse KölnBonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und ggf. weiteren Partnern die Gründung einer Betreiberstiftung vorzubereiten. Dabei sollen Doppelstrukturen zur bestehenden Beethovenfeste gGmbH vermieden werden,

c) einen Businessplan für den Betrieb des Hauses vorzulegen, auf dessen Grundlage der Rat darüber entscheiden kann, ob und in welchem Umfang sich die Stadt – neben anderen öffentlichen und privaten Zuschussgebern – mit einem vertraglich festzuschreibenden Zuschussbetrag an den laufenden Betriebskosten beteiligt,

d) mit dem Bauherren einen Vertrag für das in städt. Eigentum befindliche Grundstück – unter Berücksichtigung der von der Stadt zu tragenden Anteile an den Erschließungskosten und an der Umfeldgestaltung – auszuhandeln, sowie mit dem Land NRW über eine Förderung von städtebaulichen Begleitmaßnahmen aus Städtebauförderungsmitteln zu verhandeln. Darüber hinaus beteiligt sich die Stadt nicht an den Investitionskosten für den Neubau.

5. Zur Wahrung der zeitlichen Abläufe im Hinblick auf eine Projektrealisierung muss bis zum 30.06.2012 geklärt werden, ob die Errichtung und der Betrieb eines neuen Konzerthauses mit Unterstützung von Dritten finanziert werden kann.

6. Die Verwaltung wird beauftragt, den Projektbeirat Festspielhaus fortlaufend zu informieren und die notwendigen Beschlüsse für den Rat vorzubereiten.

Änderungsantrag von CDU und Grünen

Der Rat der Stadt Bonn unterstreicht mit diesem Beschluss den politischen Willen, sich nach Kräften dafür einzusetzen, einen akustisch höchsten Ansprüchen genügenden Konzertsaal in Bonn rechtzeitig vor dem Jahre 2020 zu errichten, um im Jubiläumsjahr den 250. Geburtstag Beethovens angemessen feiern zu können.

Unter der Voraussetzung, dass die Deutsche Post/DHL dem Rat bis zur Sitzung am 24.11.2011 die Bereitschaft alternativ zum bisherigen Standort Beethovenhalle den Bau des neuen Konzertsaales am Standort Rheinaue/Gronau einschließlich der anteiligen Baukostenfinanzierung in Höhe von 30 Mio. Euro verbindlich zusagt, fasst der Rat unter Berücksichtigung seines Beschlusses vom 20.10.2011 (DS-Nr.: 1113009EB5 – s. Anlage 3) nachfolgenden Beschlüsse:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage des Beschlusses des Rates vom 29.04.2010 (s. Anlage 2) ein Konzept für die nationale und internationale Beethovenpflege zu entwickeln, das gleichzeitig der Sicherung der Zukunft des Konzertstandortes Bonn dient. Mit der Errichtung eines neuen Konzertsaales soll zudem das Ziel verfolgt werden, den Wirtschaftsstandort durch die Schaffung von attraktiven Rahmenbedingungen zu stärken und den Kulturtourismus aus dem In- und Ausland nach Bonn zu fördern.

2. Für die Realisierung eines neuen Konzertsaales kommt ein Abriss der denkmalgeschützten Beethovenhalle nicht in Betracht.

3. Die Stadt Bonn wird sich an den Investitionskosten für ein neues Konzerthaus nicht beteiligen, daher appelliert sie insbesondere an die Unternehmen aus Bonn und der Region sowie an die Bürgerinnen und Bürger, sich finanziell an dem Vorhaben zu beteiligen.

4. Das Konzerthaus soll in der Rheinaue (in unmittelbarer Nähe des Post-Towers, Charles-de-Gaulle-Straße) errichtet werden, sofern die Finanzierung für den Neubau und den Betrieb gesichert werden kann. Eine Realisierung des Bauvorhabens am Standort der Oper wird nicht weiter verfolgt.

Die Verwaltung wird beauftragt,

a) mit dem Bund, der Sparkasse KölnBonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und ggf. weiteren Partnern die Gründung einer Betreiberstiftung vorzubereiten.

b) in den finanziellen Beitrag der Stadt für den Betrieb des Konzertsaales auf ein verantwortbares Maß, das sich am durch die mittelfristigen Finanzplanung vorgegebenen Handlungsrahmen orientiert und damit keine zusätzliche Belastung für den Haushalt generiert, zu begrenzen.

c) mit dem Bauherren einen Vertrag für das in städt. Eigentum befindliche Grundstück – unter Berücksichtigung der von der Stadt zu tragenden Anteile an den Erschließungskosten und an der Umfeldgestaltung – auszuhandeln, sowie mit dem Land NRW über eine Förderung von städtebaulichen Begleitmaßnahmen aus Städtebauförderungsmitteln zu verhandeln. Darüber hinaus beteiligt sich die Stadt nicht an den Investitionskosten für den Neubau. Dies muss ausschließlich auf privater Basis erfolgen.

d) die Sanierungskosten zu ermitteln, die eingesetzt werden müssen, um die Beethovenhalle
a. als Multifunktionshalle
b. als hochwertigen Konzertsaal
zu betreiben.

5. Zur Wahrung der zeitlichen Abläufe im Hinblick auf eine Projektrealisierung muss bis zum 30.06.2012 geklärt werden, wie die Investitions- und Betriebskosten eines neuen Konzerthauses verbindlich und auskömmlich finanziert werden können.

6. Die Verwaltung wird beauftragt, den Projektbeirat Festspielhaus fortlaufend zu informieren und die notwendigen Beschlüsse für den Rat vorzubereiten.

Soweit die Beschlussvorlagen. Das klingt nicht nach einer kommunalpolitischen Meisterleistung, die sich im Rat der Stadt abspielt…..

Siehe auch:

Beethoven und die angeblich erwachte Provinz im Bonner Rathaus.

Literarische Facebookparty in Bonn: Juckeldiduckel, Jakobsmuscheln in der Südstadt und die Burnout-Tournee von Miriam Meckel

Claus Recktenwald und Heidemarie Schumacher scheuten sich nicht, über Facebook zu einer Lesung ihrer Bücher ins Café des Bonner Kunstmuseums einzuladen. Die Bude war rappel voll. Literarische Interessierte zog es am Freitagabend in die Museumsmeile: Alles Menschen, die sich schon seit geraumer Zeit über Facebook kennen, aber im realen Leben noch nicht gesehen haben – mit wenigen Ausnahmen. Jazzmusiker, Journalisten, Juristen, Kulturschaffende, literarische Interessierte und, und, und. Der virtuelle Salon, den Claus Recktenwald pflegt, reicht ins Analoge.

Aber in einer ganz anderen Weise, als ihn die Zeit-Redakteurin Nina Pauer in einem kritischen Rundumschlag gegen die Neuausrichtung von Facebook beschrieben hat. Hier trafen sich nette Menschen, die auch im Netz nett miteinander umgehen.

„Für mich ist es die erste Facebook-Party“, sagte der WDR-Hörfunk-Redakteur und Moderator David Eisermann zur Eröffnung der Veranstaltung. Und er sei glücklich, dass es nicht zu einem Verbot gekommen ist. „Bonn ist ein Roman. Heidi Schumacher und Claus Recktenwald stellen das unter Beweis. Ihre Bücher sind ganz verschieden und haben doch viel gemeinsam. Menschen in Bonn tun unerhörte Dinge. Es wird geliebt und sich entliebt. Es gibt Verkehr. Leute fahren weg und kommen sogar wieder. Der Rhein fließt mitten durch die Handlung – in beiden Büchern übrigens“, so Eisermann. Im Erstlingswerk von Schumacher, „Ein helles und ein dunkles Haus“, gehe es um ein Viertel, in dem die Stadt Bonn besonders bei sich selbst ist und es geht um Kurfürst Clemens August, wie man ihn noch nicht erlebt hat. „Claus Recktenwald ist im wirklichen Leben Jurist, Anwalt und geborener Bonner. Einer, der andere Bonner noch überraschen kann. Beispielsweise mit seinem Buch ‚MY Juckeldiduckel – Ein Handheld-Roman‘. Wobei das MY für eine Motoryacht steht.

Das Interessante an dem Debüt-Roman von Schumacher sei sein sozialer Hintergrund, schrieb die FAZ in einer Rezension, „die sich in vielen Vierteln der Großstädte vollziehende „Gentrifizierung“, also der Zuzug Gutverdienender in bis dahin ärmlichere Stadtteile. Die Szene, in der Katharina Rautenberg in Pluderhosen und ihr Zepter – in Wahrheit ein Schraubenzieher – vor sich her tragend die Straße überquert, um der Fotografin Kristin, die sie für eine ‚Prinzessin‘ hält, die Ehre zu erweisen, bleibt einem ebenso lange im Gedächtnis wie ihr huldvoller Auftritt bei der Studentenfete nebenan.“

Hier ein erster Ausschnitt ihrer Lesung.

Dann die ersten Episoden aus dem Juckeldiduckel-Abenteuer von Claus Recktenwald:

Exkurs über Kurfürst Clemens August.

„Die professionelle Lebensgefährtin der Nachrichtenmoderatorin hatte in ihrem Buch ja geschrieben, sie habe nur endlich ‚mal ausschlafen müssen, sechs Wochen im Krankenhaus. Seine Frau hatte das gelesen und es dem Arztgatten erzählt. Alles, was der dazu beisteuern konnte und ihn immer noch begeisterte, war allerdings die Fernsehschlagzeile von Harald Schmidt: ‚Miriam Meckels Burnout, mein Rückzug aus der Öffentlichkeit, hier die Tourneedaten!‚“. Ein kleiner Auszug aus MY Juckeldiduckel, der mich an eine Passage in meiner gestrigen Kolumne erinnert:

Merkwürdig an der Algorithmen-Furcht ist die ambivalente Haltung der Bedenkenträger. Sie klagen über Datenfluten, Kontrollverlust, Burnout und mentaler Überforderung. Gleichzeitig betrachten sie das Internet wie eine Maschine, die nach einem Plan zusammen gesetzt sei und fordern die Rückkehr des Zufalls. Der Kern des Sozialen bestehe gerade nicht im totalen Erfasssenkönnen, meint Nina Pauer in ihrer Facebook-Abhandlung. „Also in dem, was jede Situation an Überraschendem, Unplanbarem, Ungesagtem, Angedeutetem birgt.“

Die Medienwissenschaftlerin Miriam Meckel fordert sogar einen planerischen Eingriff ins Internet, um wieder mehr Zufallselemente in die Algorithmen einzubauen. Zufall nach Plan? Algorithmen können doch nur Verhaltenswahrscheinlichkeiten ausrechnen und sind nie in der Lage, die Komplexität des Lebens und der Natur vollständig zu erfassen. Das wird auch Mark Zuckerberg nicht ändern.

Und hier die Passage aus der Lesung:

Was die komische Plattform Facebook so alles bewirkt.

Bis zur nächsten Facebook-Party!

Bonner Literaturzeitschriften zwischen anatomischer Spurensuche und göttlicher Eingebung

Der Porsche-Pop-Pomade-Publizist Ulf Poschardt vertritt die steile These, dass Deutschland „nur“ zwei klassische Kulturzeitschriften besitzt: den „Merkur“ und die „AD“ (Architectural Digest). Beide Blättchen sind von München nach Berlin gezogen. Selber schuld. In der Buchhandlung Böttger, einem Tempel des Bonner Literaturgeschehens, wurden vier höchst ambitionierte Zeitschriften vorgestellt, die alle in der Bundesstadt herausgegeben werden und sich mit Verve der literarischen Muse hingeben, Herr Poschardt: Die „Kritische Ausgabe“, „500 Gramm“, „Dichtungsring“ und „Kalliope“.

Wer kann in der Berliner Kulturszene schon behaupten, göttliche Schützenhilfe zu erhalten wie die Zeitschrift Kalliope. Angetrieben von Platons Symposion: Geprägt vom Rausch, von der Ästhetik, vom Suchen, von der Identität und Differenz, wie es der Mitherausgeber Ahmad Milad Karimi ausdrückte. Kolliope sei eine Komposition von Text und Bild, Literatur, Film, Theater und Musik: „Sie beginnen erst zu leuchten, wenn sie miteinander in Dialog treten.“ Deshalb wählte man den Namen Kalliope. Die Muse der epischen Dichtkunst. Die schönstimmige Kalliope, Tochter von Zeus.

Alle vier Projekte widmen sich mit großem Engagement der Dichtkunst und Prosa. Ein Experimentierfeld für Nachwuchsautoren, arrivierten Meistern und anarchischen Geistern.

Die Videoaufnahmen und die komplette Audioaufzeichnung der Präsentation bei Böttger sind hoffentlich ein kleiner Appetitmacher für eine ausgiebige Lektüre der Bonner Literaturzeitschriften. Neue Abonnements könnten dabei ja auch herausspringen, um die Reichweite der Publikationen zu erhöhen und die steile These von Poschardt zu widerlegen.

Audioaufzeichnung:

Heftbestellungen sind hier möglich:

Kalliope.

Kritische Ausgabe.

500 Gramm.

Dichtungsring.

In der Buchhandlung Böttger, hier lohnt generell ein Besuch, sind die Zeitschriften auch zu erwerben.

Steidl reist schneller als sein Jetlag – Der Film über den Buch-Künstler

Martin Parr gibt eine kurze Einführung – Gerhard Steidl packt die Koffer – Ed Ruscha gestaltet ein Künstlerbuch – Günter Grass schreibt noch einmal „Die Blechtrommel“ – Joel Sternfeld fotografiert mit dem iPhone – Karl Lagerfeld dirigiert im Grand Palais – Robert Adams sucht Schwarz und Weiß – Jeff Wall zeigt sein neues Studio – Robert Frank braucht noch ein Polaroid – Gerhard Steidl reist schneller als sein Jetlag – und Gereon Wetzel und Jörg Adolph sind mit der Kamera dabei! So könnte man im Stakkato-Arbeitstil von Steidl den grandiosen Film „How to Make a Book with Steidl“ zusammenfassen. Er lief gestern in 3sat und kommt im Dezember als DVD auf den Markt.

Über ein Jahr lang waren Wetzel und Adolph immer wieder in der Göttinger Düsteren Straße 4, um das organisierte Chaos im Steidl Verlag zu filmen, das sich Arbeitsalltag nennt. Von der ersten Konzeptidee bis zum Layout und vom Lektorat bis zum Druck dokumentieren sie, wie Steidl den Buchdruck zur Perfektion bringt – keine Massenware, sondern bibliophile Meisterwerke, die sich von der Haptik bis zum Geruch unterscheiden. Sie begleiten Steidl auf seinen Reisen zu Künstlern und Galerien nach New York und Mabou, Doha und Vancouver. Dabei porträtieren Wetzel und Adolph nicht allein den Verleger – vor allem sind sie mit ihrer Kamera ganz nah dabei, wenn Charaktere aufeinanderstoßen und kreative Prozesse stattfinden. Er trifft weltberühmte Künstler wie Robert Frank, Jeff Wall, Günter Grass, Ed Ruscha, Robert Adams und Karl Lagerfeld. „Er lässt sich in einer dunklen Limousine durch New York chauffieren, sitzt teetrinkend in der arabischen Wüste an einem Lagerfeuer und begutachtet zusammen mit Karl Lagerfeld die letzten Vorbereitungen zur großen Fashionshow von Chanel in Paris. Neben Lagerfeld wirkt praktisch jeder, als hätte er einen alten Kittel an, nur Gerhard Steidl nicht. Steidl sieht neben Lagerfeld aus wie jemand, der seinen alten Kittel gerade schrecklich vermisst“, schreibt Hubert Spiegel in der FAZ.

Was zeichnet Steidl aus, was unterscheidet ihn von den Verlagen, die auf auswechselbare Buchware setzen? Er vereinigt sämtliche Produktionsschritte unter einem Dach – von der Programmarbeit über die Bildbearbeitung, Grafik und Herstellung bis zum Marketing und Druck in der hauseigenen Druckerei. Einmalig im Produktionsablauf ist wohl die Möglichkeit zur engsten Einbindung der Fotografen und Künstler in sämtliche Arbeitsschritte. Das dokumentiert der Film sehr eindrücklich. „Vor allem Joel Sternfelds Buch „iDubai“, dessen Entstehungsprozess sich wie ein roter Faden durch den Film zieht, ist hier aufschlussreich. Das Buch enthält Fotografien, die Sternfeld mit seinem iPhone in Dubai geschossen hat, und seine allmähliche Entstehung demonstriert, wie Steidl seine Überzeugung, dass Buchkunst individuell sein müsse, also nicht auf standardisierte Formate und Layouts zurückgreifen dürfe, in die Tat umsetzt“, so Hubert Spiegel. Der FAZ-Redakteur vermisst Fragen der Filmemacher zu Leben und Arbeit von Steidl. Das macht die Dokumentation erst recht interessant. Ich möchte nichts über die Schulzeit, über die Erlernung des Druckerhandwerks und über das Privatleben von Steidl wissen. Entscheidend ist die Buchkunst, die er kreiert. Und wer die Dialoge mit den Künstlern genau verfolgt, wird einiges zum Charakter des Verlegers erfahren.

Doofmann, Dorftrottel und Weltbürger – Bachmann-Preisträger Peter Wawerzinek begeisterte in der Buchhandlung Böttger in Bonn

Der Schriftsteller und Bachmann-Preisträger Peter Wawerzinek hat seine mutterlose Kindheit in Ostdeutschland „als großen Schmerzensmonolog literarisiert“, so die FAZ. „Halb verhungert fand man den Zweijährigen 1956 zusammen mit seiner Schwester in der Wohnung, in der die Mutter die Kinder Tage zuvor zurückgelassen hatte. Sie war in den Westen gegangen, der Vater unbekannt. Der kleine Peter kam noch einmal mit dem Leben davon, aber über seine ‚mutterlosen ersten vier Lebensjahre‘ weiß der Sechsundfünfzigjährige bis heute nichts. Er hat niemanden, der ihm Vorfälle aus der frühen Kindheit überliefern, niemand, der sich für ihn erinnern kann. Der Anfang von allem ist für immer gelöscht. Erst als Vierjähriger tritt er aus dem Nebel der Vergessenheit hervor und gibt sich dem erinnernden Schriftsteller als der Kümmerling zu erkennen, der er 1958 war. Im Osten feiern die Bürger den russischen Sputnik I im All, zwischen West und Ost hängt der Segen schief, und Peter, das ramponierte Kind, wird wieder in ein neues Heim gebracht und dort einem Arzt zur Begutachtung vorgeführt. Der Junge ist mager, zurückgeblieben, und er spricht nicht. Am meisten aber irritiert die Anwesenden, dass das Kind, als der Arzt das Wort ‚Mutter‘ laut ausspricht und ihm dabei den Puls fühlt, nicht reagiert. Das Wort, erinnert sich Wawerzinek fünfzig Jahre später, flog durch seinen Kopf hindurch ‚wie ein Pfeil durch eine leere Halle‘. Es bedeutete nichts“, schreibt die FAZ.

Auf mehr als vierhundert Seiten hat Wawerzinek seine Kindheitserlebnisse fast therapeutisch beschrieben. Er hat diese Zeit mit all seinen Sinnen erspürt und rekonstruiert. Er ist nicht interessiert an einer keimfreien journalistischen Recherche der Geschehnisse. Seine Erinnerungen wurden wachgerufen durch Gerüche, Geräusche und dem Berühren von Bäumen, Sträuchern und Sand, sagte Wawerzinek bei der Lesung in der Bonner Buchhandlung Böttger.

Wawerzinek findet Bilder „von großer trauriger Schönheit, etwa wenn er sich erinnert, wie er als sprachloses Kind im ‚Haus Sonne‘ Franz von Assisi gleich mit den Vögeln sprach und ihre Laute perfekt nachzuahmen verstand. Prägnant ist auch der Moment, als er erkennt, wie ihn die eigene Erinnerung in die Irre führt. Dass Peter nur dreizehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von einem Chauffeur ins Kinderheim gebracht wird, wie er Jahrzehnte später felsenfest glaubt, ist ausgeschlossen. Trotzdem fährt das Waisenkind auf seiner Erinnerungsreise in einer Limousine ins Heim und nicht, was der Wahrheit näher kommen dürfte, mit dem Sammeltransporter. Wenn Peter wieder von den Schwestern im Gitterbett festgebunden wird, flüchtet er sich in Schattenspiele an der Zimmerdecke: Gaukeleien gegen die Trostlosigkeit, die nicht zu heilen ist, sondern mit ihm, Wawerzinek, ‚groß wird und erst zum Lebensende hin, am Schluss mit mir sterben wird‘“, berichtet die FAZ.

Und weiter heißt es in der FAZ-Rezension: „Während sich das Waisenkind im Heim in Ohnmachten flüchtet, geht es in der dritten Familie, die es schließlich gegen seinen Willen aufnimmt, in die innere Emigration. Die spießige DDR-Idylle des konformistischen Lehrerehepaars mit dicken Vorhängen an den Fenstern und steifen Kissen im Bett wird für den Pubertierenden unerträglich.“ Im Roman nennt er seine neuen Eltern konsequent nur „Adoptionsmutter“ und „Adoptionsvater“. Angeekelt ist der Autor beispielsweise vom morgendlichen Waschritual des Adoptivvaters. Es findet, wie fast alles in dieser neuen Familie, in der Küche statt: „Der Adoptionsvater lässt vor dem Becken recht bald die Schlafanzughose runter, gibt allmorgendlich die nackte untere Teilansicht von sich zu sehen, wie einem modernen Ölgemälde entnommen oder als Teil eines gewollt skandalösen Theaterstücks der jüngeren Zeit. Lässt den Waschlappen auf- und abtauchen. Spiel mit dem Waschlappen Verstecken. Kann klatschende Waschlappenaufprallgeräusche nicht vermeiden. Verrät durch das Klatschen, wo sich der unsichtbare Lappen befindet, weil morgens alles so schnell gehen soll und er sich stets mit kaltem, manchmal eiskaltem Wasser waschen muss. Ein wascherprobter, alter Waschlappen klatscht an müde, alte Männerhüfte, verschwindet Bauchunterseite und Innenschenkel, blitzt am Gesäß auf, erzeugt dabei ein Glucksen wie von Stiefeln beim Wasserwaten im modrigflachen Gewässer. Mich kräuselt das Waschlappenklatschen. Ich habe bis heute kein anderes Wort zur Beschreibung des Vorganges gefunden als das Wort kräuseln, das dem Erlebten als Begriff in etwa Ausdruck verleiht.“

Seine Lebensgeschichte schildert er mit einem ironischen und komischen Unterton. Peter Wawerzinek ist ein Autor ohne Eitelkeit und Allüren. Er geht offen mit seinen Macken, Schwächen und Erlebnissen um. Er schwankt zwischen „intellektuell und Doofmann, zwischen Dorftrottel und Weltbürger“, wie es Wawerzinek in der Buchhandlung Böttger ausdrückte – sehr sympathisch!

Peter Wawerzinek: Rabenliebe. Roman. Galiani Verlag. Berlin 2010. 428 S., geb., 22,95 Euro.

Hier die Audioaufzeichnung der Lesung in Bonn – am Anfang noch einige störende Nebengeräusche von verspätet eintreffenden Gästen:

Bonner Festspielhausfreunde in Abrisslaune – Wo bleibt der republikanische Geist?

Das nennt man Timing. Die Festspielhausfreunde suchen nach weiteren Argumenten, um die Bonner Politik zu animieren, die Beethovenhalle mit der Abrissbirne ins Jenseits zu befördern und gleichzeitig wird der „Initiative Beethovenhalle des Kunsthistorischen Instituts der Universität Bonn“ der Deutsche Preis für Denkmalschutz 2010 verliehen.

Die Fans des Festspielhauses sollten sich einmal die Mühe machen und die Begründung für die Preisverleihung lesen: „Nachdem Bundespräsident Theodor Heuss im März 1956 den Grundstein zur Bonner Beethovenhalle gelegt hatte, entwickelte sich dieser Bau alsbald nicht nur zum neuen kulturellen Zentrum der Stadt Bonn, sondern auch zum Inbegriff einer sich in modernen Gebäuden darstellenden jungen demokratischen Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Bis in die jüngste Zeit behielt die Beethovenhalle sowohl durch ihre architektonische Qualität als auch durch die mit ihr verbundenen politischen Ereignisse ihre weit über die Stadtgrenzen hinauswirkende Bedeutung. Die Öffentlichkeit war überrascht, als die Stadt Bonn im Jahre 2009 erwog, diese einzigartige und nach wie vor beliebte Ikone der Moderne ausgerechnet im 50. Jahr ihrer Existenz der Idee eines neuen Festspielhauses durch Abbruch zu opfern und dafür auch die Denkmaleigenschaft des Hauses zur Disposition zu stellen.….Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz würdigt durch die Auszeichnung der ‚Initiative Beethovenhalle des Kunsthistorischen Instituts der Universität Bonn‘ mit der Silbernen Halbkugel ihren beispielgebenden und phantasievollen Einsatz zur Rettung eines Baus von zweifelsfrei überregionaler Bedeutung. Die Initiative ist Vorbild für einen bürgerschaftlich getragenen verantwortungsbewussten Denkmalschutz zur Erhaltung eines der derzeit gefährdeten Baudenkmale der Nachkriegsmoderne.“

Leider erfahren Bauwerke wie die Beethovenhalle nur eine geringe Wertschätzung, so der Tenor eines Netzwerktreffens der Bundesstiftung Baukultur in Köln. Derzeit ergehe es vielen bedeutsamen Bauten der Nachkriegsmoderne so: „50 Jahre wurden die Gebäude sich selbst überlassen; Bauerhaltung, Instandsetzung, Renovierung oder Sanierung erfolgten so gut wie nicht.“ Da ist es doch nicht ganz seriös, den baulichen Zustand der Beethovenhalle als Argument zu verwenden, um das Niederwalzen dieses Gebäudes zu erreichen, wie es die Festspielhausfreunde derzeitig tun: In einem Appell an die Bonner Ratsmitglieder instrumentalisieren sie die Kritik der Beethovenfest-Intendantin am Zustand der Beethovenhalle, um in den Genuss eines Neubaus zu kommen. „Bonn steht vor der Frage, ob die Stadt eine umfassende Sanierung der Beethovenhalle in Millionenhöhe aus eigener Kraft finanzieren kann, oder ob nicht jetzt alle Anstrengungen unternommen werden müssen, um das Angebot eines privat ,schlüsselfertig‘ gebauten und finanzierten Festspielhauses endlich engagiert aufzugreifen.“

Bonn würde weltweit mit der Marke „Beethoven“ werben – aber wenn die Stadt im Jahr 2011 keine Entscheidung für das Beethoven Festspielhaus trifft, wird der 250. Geburtstag Beethovens in Bonn zu einem kulturellen Niedergang, der auch Oper, Theater und Museen schaden wird. Das klingt nach Alarmismus. Etwas mehr republikanische Gelassenheit wäre vielleicht hilfreicher. Warum wollen die Apologeten des Klassiktempels ein Denkmal wegradieren, das wichtig ist für die Identität der Bundesrepublik?

Die Beethovenhalle ist von den zuständigen Fachbehörden unter Denkmalschutz gestellt worden – an ihrer Erhaltung besteht ein öffentliches Interesse. Es ist daher kritikwürdig, wie leichtfertig die „Festspielhausfreunde“ die Halle einfach wegplanen und in Kauf nehmen, dass die Bauherren das Gleiche praktizieren. Die Architekten der Festspielhausentwürfe müssen ausführlich begründen, wenn sie die Beethovenhalle nicht integrieren. Solche Begründungen sind bislang nicht veröffentlicht worden. Der Raum der Beethovenhalle habe bei Valentiny „positive Schwingungen“ ausgelöst, die Anforderungen an eine zeitgemäße Akustik und verschiedene Nutzungsmöglichkeiten könne der „historische Altbau“ aber nicht erfüllen. Wenn man solchen Aussagen liest, zweifelt man an einer gebührenden Beschäftigung mit der Beethovenhalle.

Fakt bleibt, dass ein bedeutendes Baudenkmal systematisch schlechtgeredet wird. Damit verlieren die Festspielhausfreunde an Glaubwürdigkeit und am Ende des Tages auch weitere Freunde!

Hier die Verabschiedung der Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann:

Siehe auch:
Diskurs über die Nachkriegsmoderne vonnöten – Baudenkmäler wie die Beethovenhalle gehören zur Identität der Bundesrepublik.

Die Bonner Beethovenhalle und der Gründergeist der Bundesrepublik

Selten erfahren Bauwerke einer gerade zurückliegenden Epoche eine große Wertschätzung. Derzeit ergeht es vielen bedeutsamen Bauten der Nachkriegsmoderne so. 50 Jahre wurden die Gebäude sich selbst überlassen; Bauerhaltung, Instandsetzung, Renovierung oder Sanierung erfolgten so gut wie nicht. Deshalb sei es wichtig, so Professor Michael Braum von der Bundesstiftung Baukultur, über dieses Desaster in der Öffentlichkeit vehementer zu streiten, wie es derzeit bei Stuttgart 21 der Fall ist. „Baukultur muss wehtun“, so Braum beim Netzwerktreffen mit Architekten und Publizisten im Kölner „Kulturzentrum am Neumarkt“, das in Kooperation mit dem Haus der Architektur veranstaltet wurde. Man müsse die Nachkriegsmoderne weiterdenken und nicht verdrängen. Man benötige den öffentlichen Diskurs über die Zukunft von Bauten, die zur Identität der Bundesrepublik Deutschland gehören, betonte Jörg Jung von der Initiative „Mut zur Kultur“ in seinem Vortrag. Dazu zähle das Schauspielhaus in Köln und die Beethovenhalle in Bonn.

Die Rede von Jung habe ich aufgezeichnet:
Jörg Jung final

Reimar Molitor sprach über die Regionale:
Reimar Molitor

Auf NeueNachricht erscheint dann noch ein längerer Artikel über das Netzwerktreffen.

Wer mehr über die Beethovenhalle erfahren möchte, sollte die Website der Initiative Beethovenhalle besuchen. Diese studentische Initiative bekommt übrigens den Deutschen Preis für Denkmalschutz 2010. Er wird am 8. November in Kiel verliehen! Hier die Facebook-Präsenz.

Schulklassen und interessierten Bürgern bietet die Initiative auch kunsthistorische Führungen durch die Beethovenhalle an. Anmeldungen unter: fuehrungen@initiative-beethovenhalle.de

Nachtrag:
Hier der NeueNachricht-Artikel: Diskurs über die Nachkriegsmoderne vonnöten – Baudenkmäler wie die Beethovenhalle gehören zur Identität der Bundesrepublik.

Madame Luzifer, Rabenliebe, Leiden des Lord Chandos, Pyramidenklänge und liebende Väter: Das Kulturprogramm der besten Bonner Buchhandlung

Der beste Bonner Literaturtempel „Buchhandlung & Galerie Böttger“ hat für Oktober und November wieder ein ambitioniertes Programm organisiert. Hier sind die Termine:

13.10.2010 um 20:00 Uhr
„Madame Luzifer tritt auf. Caroline Schlegel-Schelling – eine provozierende Frau der Goethezeit.“
Vortrag von Elisabeth Matthay, Aachen.
Der Eintritt ist frei.
Eine Veranstaltung der Goethe-Gesellschaft Bonn e.V. in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Böttger.

29.10.2010 um 20:00 Uhr
„Rabenliebe“ Peter Wawerzinek liest aus seinem Roman. Ein Buch wie ein Erdbeben. Über fünfzig Jahre quälte sich Peter Wawerzinek mit der Frage, warum seine Mutter ihn als Waise in der DDR zurückgelassen hatte. Dann fand und besuchte er sie. Ihre Abwesenheit war das schwarze Loch, der alles verschlingende Negativpol in Peter Wawerzineks Leben. Wie hatte seine Mutter es ihm antun können, ihn als Kleinkind in der DDR zurückzulassen, als sie in den Westen floh? Der Junge, herumgereicht in verschiedenen Kinderheimen, blieb stumm bis weit ins vierte Jahr, mied Menschen, lauschte lieber den Vögeln, ahmte ihren Gesang nach, auf dem Rücken liegend, tschilpend und tschirpend. Die Köchin des Heims wollte ihn adoptieren, ihr Mann wollte das nicht. Eine Handwerkerfamilie nahm ihn auf, gab ihn aber wieder ans Heim zurück. Wo war Heimat? Wo seine Wurzeln? Wo gehörte er hin? Dass er auch eine Schwester hat, erfuhr er mit vierzehn. Im Heim hatte ihm niemand davon erzählt, auch später die ungeliebte Adoptionsmutter nicht. Als Grenzsoldat unternahm er einen Fluchtversuch Richtung Mutter in den Westen, kehrte aber, schon jenseits des Grenzzauns, auf halbem Weg wieder um. Wollte er sie, die ihn ausgestoßen und sich nie gemeldet hatte, wirklich wiedersehen? Zeitlebens kämpfte Peter Wawerzinek mit seiner Mutterlosigkeit.
Als er sie Jahre nach dem Mauerfall aufsuchte und mit ihr die acht Halbgeschwister, die alle in derselben Kleinstadt lebten, war das über die Jahrzehnte überlebensgroß gewordene Mutterbild der Wirklichkeit nicht gewachsen. Es blieb bei der einzigen Begegnung.
Aber sie löste – nach jahrelanger Veröffentlichungspause – einen Schreibschub bei Peter Wawerzinek aus, in dem er sich das Trauma aus dem Leib schrieb: Über Jahre hinweg arbeitete er wie besessen an Rabenliebe, übersetzte das lebenslange Gefühl von Verlassenheit, Verlorenheit und Muttersehnsucht in ein großes Stück Literatur.

2.11.2010 um 20:00 Uhr
„Die neuen Leiden des Lord Chandos. Sprach- und Bewußtseinskrise“ 100 Jahre nach Hugo von Hofmannsthal.
Vortrag von Dr. Friederike Reents.
Eintritt frei
Eine Veranstaltung des Bonner Zweiges der Gesellschaft für deutsche Sprache in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Böttger.

Zur Referentin: Studium der Rechtswissenschaften in München, Würzburg und Lausanne; Mitarbeiterin bei verschiedenen Verlagen; Studium der Germanstik und Philosophie in Heidelberg; Promotion über Gottfried Benn; Wiss. Assistentin am Lehrstuhl von Prof. Helmuth Kiesel in Heidelberg; Arbeitsschwerpunkte: Literatur, Poetik und Philosophie des 20.und 21. Jahrhunderts; Mitarbeiterin der FAZ. Veröffentlichungen u.a.: „Ein Schauern in den Hirnen“ Gottfried Benns „Garten von Arles“ als Paradigma der Moderne. Wallstein 2009. 448 S. 39,90 Euro

05.11.2010 um 20:00 Uhr
Friedrich Wilhelm Korff: Der Klang der Pyramiden. Platon und die Cheopspyramide – Korff stellt sein Buch vor und gibt Klangbeispiele auf dem Kontrabass. Eintritt 8 Euro / 5 Euro – Hier eine Hörprobe.

Mit den Pyramiden haben die Ägypter Bauwerke von Weltgeltung geschaffen. Warum ihr Anblick stets aufs Neue fasziniert, blieb uns bisher verborgen. Wir erkannten nur, dass die Böschungswinkel der Pyramiden harmonisch sind. Die Suche nach dem Grund für dieses erstaunliche Phänomen hat den Philosophen Friedrich Wilhelm Korff in die antike Musiktheorie geführt. Das Geheimnis der Zahl 5040, die Platon zur logistischen Basis seines Idealstaates erklärt, war bisher selbst den klassischen Philologen verborgen geblieben. Korff hat entdeckt, dass diese Zahl in Wahrheit eine Pyramidenzahl ist. Sie enthält den kompletten Satz der Abmessungen der Cheopspyramide in überprüfbaren Ellenlängen. Dank seines archäologischen Spürsinns und den mathematisch exakten Ableitungen gelingt Korff der Nachweis, dass die Neigungswinkel aller Pyramiden aus musikalischen Intervallen gebildet sind. Da man den Anblick der Pyramiden nicht hören kann, löst sich das Rätsel, wenn man im übertragenen Sinne sagt: Sie klingen in den Augen, sind steingewordene Musik, materialisierte geistige Systeme. Unsere Architekten haben mit ihren heutigen Nachbildungen so gut wie nie die Faszination der ägyptischen Originale erreicht: Sie wissen nicht um die altägyptische Kenntnis der Harmonie der Pyramidenneigungen. Die Entdeckung Korffs wird in dem 330 Seiten umfassenden Werk wissenschaftlich begründet und ist nach der Vielzahl nicht immer solider Veröffentlichungen über die Pyramiden ein unwiderlegbarer, mathematisch genau begründeter Beweis für die Lösung des Rätsels.

13.11.2010 um 17:00 Uhr
Hildegard Pütz: Arbeiten zu Heraklit. Ausstellungseröffnung in der Galerie. Die Künstlerin ist anwesend.

18.11.2010 um 20:00 Uhr
„Die Liebe der Väter“ Thomas Hettche liest aus seinem Roman.
Eintritt: 8 Euro / 6 Euro

23.11.2010 um 20:00 Uhr
„Die versandete Zeit“ Der kolumbianische Autor Tomás González liest aus seinem Roman.

„Schöne Welt, wo bist du? Friedrich Schiller in Liedern von Franz Schubert“
Vortrag von Dr. Arnold Pistiak, Potsdam.
Ort: Buchhandlung & Galerie Böttger, Bonn.
Der Eintritt ist frei.
Eine Veranstaltung der Goethe-Gesellschaft Bonn e.V. in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Böttger.

11.12.2010 um 19:00 Uhr
„Wieder alles weich und weiß“ – Gedichte vom Schnee vorgestellt von Michael Frey und Andreas Wirthensohn
Der Eintritt ist frei.

Schnee lässt in unseren Gefilden niemanden kalt: Den einen ist er den Winter über grundsätzlich ein Gräuel, während die anderen ihn schon ab November sehnlich herbeiwünschen. Zur Gruppe der Schneefreunde gehören, neben den Kindern, unzweifelhaft auch die Schriftsteller. Der weiße Niederschlag ist ein Motiv, das bei erstaunlich vielen Dichtern in immer wieder neuen Variationen und Zusammenhängen aufscheint und ein vielfältiges Geflecht von Bedeutungen ausbildet. Dies zeigt eine Auswahl von rund 80 Gedichten vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. In sieben Kapiteln wird aufgeboten, was Dichter an den weißen Flocken inspiriert hat: Vom ersten Schneefall bis zum verhassten Tauwetter sowie von mancherlei Schneelust und Schneelast erzählen die kleinen Kunstwerke. Nicht ausgespart bleibt die Frage, wo die Schneemänner bleiben, wenn sie geschmolzen sind.

Michael Frey und Andreas Wirthensohn, Herausgeber der Anthologie „Wieder alles weich und weiß – Gedichte vom Schnee“ (Mit Illustrationen von Rotraut Susanne Berner. dtv 2010) stellen ihr Buch vor, lesen Gedichte aus diesem Buch und berichten über Freuden und Leiden, Freiheiten und Zwänge beim Erstellen einer Anthologie.

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt (schön wäre aber Schneefall am 11. Dezember).

Veranstaltungsort: Buchhandlung Böttger
Maximilianstr. 44, 53111 Bonn (in der Nähe des Hauptbahnhofs).
0228/3502719 ‎