Beurteilung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage auf einem Tiefpunkt – Die eigene Lage positiv wie auf Vorkrisenniveau 2019

Die Deutschen haben nach Analysen von Allensbach wenig Hoffnung, dass sich die allgemeine wirtschaftliche Lage in den kommenden zwölf Monaten nennenswert bessert: Lediglich 10 Prozent der Bürger rechnen mit einer Erholung, 52 Prozent mit einem anhaltenden Abwärtstrend. „Die meisten fürchten auch, dass es um Deutschlands wirtschaftliche Perspektiven längerfristig nicht zum Besten steht. Erstmals zweifelt die Mehrheit, dass Deutschland in 10 bis 15 Jahren noch zu den führenden Wirtschaftsnationen gehören wird – und dies nicht allein aufgrund des ökonomischen Aufstiegs anderer Nationen wie China und Indien“, schreibt Allensbach-Chefin Renate Köcher in einem Beitrag für die Wirtschaftswoche. 

Die Befragten sehen die wirtschaftliche Lage und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands des Standortes kritischer als in der Phase der Wachstumsschwäche und hohen Langzeitarbeitslosigkeit zwischen 2000 und 2005. Fragt man allerdings nach der eigenen Situation, schlägt wieder ein extremes doppeltes Meinungsklima durch. Stichwort Fernsicht-Nahsicht.

„2005 fürchtete jeder dritte Arbeitnehmer um die Sicherheit seines Arbeitsplatzes, aktuell schwankt dieser Anteil zwischen sieben und elf Prozent. 71 Prozent halten ihren Arbeitsplatz für sicher, 2005 weniger als die Hälfte. Obwohl viele größere Betriebe den Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt haben, sind die Ängste, arbeitslos zu werden, auf einem Tiefststand und liegen auch unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Die Probleme einzelner Wirtschaftszweige schlagen diesmal kaum auf den Arbeitsmarkt durch“, erläutert Köcher.

Die politischen Top-Themen der Bürgerinnen und Bürger kann man als weitere Referenz für das doppelte Meinungsklima heranziehen: Wirtschaftspolitik, Schuldenbremse, unternehmerischer Staat oder antizyklische Maßnahmen zur Belebung der Konjunktur stehen nicht oben auf der Agenda der Menschen, sondern Gesundheitswesens, Schulpolitik, Kriminalitätsbekämpfung, die Regelung der Zuwanderung, die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum oder der Kampf gegen die Inflation. „50 Prozent der Bürger bewerten ihre wirtschaftliche Lage positiv, 37 Prozent als durchwachsen, 9 Prozent als unbefriedigend. 2019, vor Ausbruch der Pandemie, vor Ukrainekrieg, Energie-Engpassen und hoher Inflation, fiel die Bilanz genauso aus“, so Köcher. 

Schaut man sich die Werte von Forschungsgruppe Wahlen an, kommen ähnliche Ergebnisse zum Vorschein. Nur 9 Prozent der Befragten sieht Anfang März 2024 die eigene wirtschaftliche Lage als schlecht an. 57 Prozent der Menschen in Deutschland sehen sich in einer guten wirtschaftlichen Lage. Der Rest sagt teils-teils. Bei der Bewertung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage kommen wieder katastrophale Werte heraus: Lage gut: Nur 11 Prozent; Lage schlecht: 39 Prozent; Teils-Teils: 49 Prozent. 

Und wie schaut es im Unternehmensektor aus: 

Seit dem Sommer 2023 führt die Unternehmensberatung Mind Business in einer qualitativen Erhebung Tiefeninterviews zur vierten Studie „Digitale Vorreiter im Mittelstand“. Gesprächspartner sind Top-Entscheiderinnen und Entscheider aus Familienunternehmen, Hidden Champions und Mittelständlern aus allen relevanten Wirtschaftsbranchen von Handwerk, Handel und Industrie. Die Einstiegsfrage lautete: „Wie ist die wirtschaftliche Lage Ihres Unternehmens: Grün, Gelb oder Rot?“ Und die Ergebnisse waren mehr als überraschend: Bei sechs von zehn Befragten steht die Ampel auf Grün, sie arbeiten mit voller Kraft an ihrem wirtschaftlichen Erfolg. Diese Ergebnisse stehen im krassen Widerspruch zur aktuellen Krisendiskussion rund um den vermeintlich kranken Mann in Europa – Deutschland. Studienautor Bernhard Steimel hat sich die Frage gestallt, ob der deutsche Mittelstand etwa in einem Paralleluniversum lebt. Eine mögliche Antwort fand der Analyst auf ichsagmal.com. These: Die eigene wirtschaftliche Lage kann man mit belastbaren Daten bewerten. Die Beurteilung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage ist eher ein Abbild der Medienberichte. Und da dominieren in der Gefahren-Wahrnehmung Inflation, der Ukraine-Krieg, Terror und geopolitische Spannungen.

Schwer überprüfbare Sachverhalte sind ein Schlachtfeld für Meinungskämpfe. Da ist es schwer, zu einer sachlichen Beurteilung der allgemeinen politischen Lage zu gelangen: „Die mediale Verzerrung der Wirklichkeit lässt sich in vielen Bereichen des Alltags ständig beobachten“, sagt Edgar Piel, der frühere Sprecher des Instituts für Demoskopie Allensbach: Etwa beim Vertrauen in die Politik oder bei der Einschätzung von Stress und Glücksgefühlen in der Politik. „In fast allen Bereichen gibt es das doppelte Meinungsklima: die eigene Situation wird mehrheitlich gut beurteilt, aber man fühlt die eigene Situation als Ausnahme, weil man das Allgemeine ja nur aus den Medien kennt – und glaubt“, erläutert Piel.

Dieses Phänomen eines „doppelten Meinungsklimas” müsste zur Grundausbildung von Journalisten gehören, stört aber in der Praxis doch sehr bei der Zeichnung und Dramatisierung von Stimmungsbildern.

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Mehr Langfristigkeit wagen in der Politik @EFI_Kommission

Langfrist-Recherchen via Bücherhaufen

„Der Weg hin zu einer nachhaltigen und technologisch führenden Gesellschaft ist kein Selbstläufer. Innovationen, sowohl technologischer als auch sozialer Natur, stehen im Zentrum dieses Wandels“, schreibt Gunnar Sohn: „Der damit einhergehende Strukturwandel birgt Chancen, schafft aber auch Verlierer.“

Die Politik sei deswegen gefordert, diesen Prozess nicht nur zu begleiten, sondern aktiv zu gestalten und soziale Kompensationen von vornherein mitzudenken. Eine solche Herangehensweise erfordert langfristiges Denken über Legislaturperioden hinweg und eine Politik, die experimentell nach den besten Lösungswegen sucht.

Zu meiner Haufe-New-Management-Kolumne.

Livetalk mit dem Präsidenten des Umweltbundesamtes zur Kreislaufwirtschaft @DirkMessner

Bei allen Abfalldaten und Verwertungsquoten, die uns an den Kopf geballert werden, darf nicht unterschlagen werden, wie schlecht wir in Europa und in Deutschland sind:
Die Kreislaufwirtschaftsquote der Wirtschaft in Deutschland liegt nur bei mageren 13 Prozent, wie Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes, auf der re:publica in Berlin erläuterte. Der Durchschnitt in Europa liegt sogar noch niedriger.

Um das zu ändern, sollten wir aufhören mit Grüne-Punkt-Gebühren, die auf die Verpackungen draufgehauen werden und spätestens bei den Herbstgesprächen zwischen Handel und Industrie verdunsten, sondern beim Verbrauch der Rohstoffe anfangen.

Wir diskutieren das live am Dienstag, den 19. März, um 15 Uhr mit Dirk Messner. Fragen und Diskussionsbeiträge könnt Ihr gerne schon im Vorfeld posten oder mir via E-Mail zusenden: gunnareriksohn@gmail.com. Werde das natürlich in der Moderation aufgreifen. Auch live ist das möglich im Multistream via Chat- und Kommentarfunktionen.

Man hört, sieht und streamt sich auf LinkedIn, YouTube, TwitterX, Twitch und Faceboo.

Digitale Innovation auf dem Bau: Wie eine App Kommunikationshürden überwindet und KMUs an Fördergelder kommen #ZukunftstagMittelstand #SchubkraftTV #Smartscribe

In einer Welt, in der Fachkräftemangel, steigende Energiepreise und komplexe Lieferketten den Alltag des industriellen Anlagenbaus und der technischen Instandhaltung prägen, tritt ein weiteres, oft unterschätztes Hindernis zutage: die Bürokratie. Dokumentenmanagement, insbesondere auf europäischen Baustellen, wo Mitarbeiter verschiedenster Nationalitäten zusammentreffen, stellt eine erhebliche Herausforderung dar. Der Umgang mit Papierdokumenten und die Einholung nötiger Unterschriften – eine zeitaufwendige Aufgabe, verschärft durch sprachbarrierenbedingte Schwierigkeiten.

Die HIM GmbH, ein Unternehmen spezialisiert auf Revisions- und Instandhaltungsarbeiten an industriellen Anlagen, stand vor genau diesem Problem. Die Lösung kam in Form einer innovativen App, vorgestellt von Mario Riedel von der Deutschen Telekom und Hamid Salehi von Smartscribe, auf dem Berliner Zukunftstag Mittelstand des BVMW.

Die Herausforderung: Zeitfresser Dokumentenmanagement

Für die HIM GmbH bedeutete „Dokumentenmanagement“ bislang einen signifikanten Zeitverlust. Die Mitarbeiter, überwiegend auf der Baustelle und nicht am Schreibtisch tätig, waren schwer erreichbar für die bürokratische Erfassung. Die Lösung? Eine mehrsprachige Mitarbeiter-App, deren Entwicklung durch Fördermittel finanziell unterstützt wurde.

Förderung durch „Schubkraft“

„Schubkraft“, ein Programm der Deutschen Telekom, zielt darauf ab, Unternehmen bei der Digitalisierung zu unterstützen und den Zugang zu öffentlichen Fördermitteln zu erleichtern. Für die HIM GmbH erwies sich dies als entscheidender Faktor, um die App realisieren zu können. Das Förderprogramm „Digitalbonus Bayern“ ermöglichte eine Kostenübernahme von 50%.

Die App-Lösung: Kommunikation ohne Barrieren

Die schlussendlich implementierte App-Version nutzt DeepL für die Übersetzung und integriert eine Signing-Funktion von Smartscribe. Dies ermöglicht eine effiziente Kommunikation und Dokumentenverwaltung über Sprachgrenzen hinweg, direkt auf den Smartphones der Mitarbeiter. Unterschriften für Dokumente wie Arbeitskleidungsempfangsbestätigungen können nun digital und DSGVO-konform geleistet werden, ein wesentlicher Fortschritt gegenüber dem vorherigen, papierbasierten Verfahren.

Ein Gewinn für alle Beteiligten

Die Vorteile sind vielfältig: Neben dem deutlichen Tempogewinn und der Reduzierung von Papierverbrauch trägt die App zur Verbesserung des Nachhaltigkeitsprofils der Firma bei. Sie steht exemplarisch für einen gelungenen digitalen Transformationsprozess im mittelständischen Sektor und zeigt, dass umfassende Digitalisierungsprojekte dank öffentlicher Förderung realisierbar und finanzierbar sind.

Das Beispiel der HIM GmbH motiviert andere Unternehmen, ähnliche digitale Wege zu beschreiten, um effizienter, moderner und nachhaltiger zu arbeiten. Die Kombination aus innovativer Technologie und öffentlicher Förderung beweist eindrucksvoll, dass die digitale Transformation nicht nur großen Konzernen vorbehalten ist, sondern auch im Mittelstand maßgebliche Verbesserungen bewirken kann.

Entbürokratisierung gelingt seit Jahrzehnten nicht so richtig: Abschaffung der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein nennt der Wettbewerbsökonom Justus Haucap als mageres Ergebnis #ZukunftstagMittelstand #SchubkraftTV @haucap

In der „Station“ am U-Bahnhof Gleisdreieck in Berlin fanden sich Protagonisten aus Wirtschaft, Verbänden, Politik und Wissenschaft auf dem Zukunftstag Mittelstand des BVMW zusammen. Im Fokus der Diskussionen standen die Herausforderungen, mit denen der deutsche Mittelstand konfrontiert ist: ein undurchdringlicher Bürokratie-Dschungel und eine zunehmend marode Infrastruktur.

Professor Justus Haucap, Wettbewerbsökonom in Düsseldorf, erörterte in einer Paneldiskussion und einem anschließenden Interview mit SchubkraftTV die derzeitige Lage. Seine Diagnose fiel ernüchternd aus. Die Teilnehmer des Panels beklagten zwar die Zustände der deutschen Infrastruktur, doch viel gravierender empfanden sie die Last der Bürokratie.

Haucap schilderte, wie die Bürokratiebelastung, angefangen bei der Nachweispflicht über Zertifizierungen bis hin zur geforderten Transparenz, nicht nur die Kosten für die Unternehmen in die Höhe treibt, sondern sie zudem in einen unfairen Wettbewerb mit internationalen Konkurrenten zwingt. Besonders die neuen Regelungen zur Energieeffizienz, die neben der Nachweispflicht zusätzliche Zertifizierungen und Transparenzanforderungen mit sich bringen, stießen auf Unverständnis. Ein Unternehmer berichtete, dass seine Konkurrenten in den USA, Russland und China „sich totlachen“ würden, da er nun gezwungen ist, Unternehmensgeheimnisse preiszugeben, was nicht nur zusätzliche Kosten verursacht, sondern auch seine Wettbewerbsposition schwächt.

Doch es blieb nicht nur bei der Kritik am nationalen Bürokratieaufwand. Die EU-Taxonomieverordnung, die unmittelbare Rechtskraft in den Mitgliedstaaten entfaltet, wurde als weiteres Beispiel für regulatorische Hürden genannt, die den Mittelstand belasten. Insbesondere die indirekten Anforderungen durch die Berichtspflichten großer Unternehmen entlang der Lieferkette führen dazu, dass selbst kleinere Unternehmen in die bürokratische Pflicht genommen werden. Haucap illustrierte die Absurdität dieser Situation anhand eines Unternehmers, der zufällig ein Paket Schrauben aus Südafrika erhalten hatte und nun deren CO2-Fußabdruck nachweisen muss.

Die Diskussion offenbarte eine tiefe Frustration über den Standort Deutschland, der durch hohe Energiepreise, Steuerlasten und einen Mangel an Arbeitskräften gekennzeichnet ist. Die Bürokratie erscheint dabei als das Zünglein an der Waage, das die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands zusätzlich schwächt.

Haucap zog Parallelen zur deutschen Fußballnationalmannschaft, deren Tiefpunkte und gelegentliche Aufschwünge er als Metapher für die Notwendigkeit kontinuierlicher Verbesserung und Anpassung an neue Gegebenheiten heranzog. Er betonte, dass Entbürokratisierungsbemühungen zwar seit Jahrzehnten auf der politischen Agenda stehen, aber nur selten in greifbare Ergebnisse münden. Als Beispiel nannte er die Abschaffung der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein als eine der wenigen tatsächlich realisierten Maßnahmen seiner eigenen Vorschlagsliste zur Entbürokratisierung.

Der Vergleich mit den USA, wo der Inflation Reduction Act pragmatisch und mit enormen finanziellen Mitteln neue Impulse setzt, während in Deutschland kleinteilige Antragsverfahren und Plausibilitätsprüfungen die Innovationskraft lähmen, rundete das Bild ab. Haucap empfahl eine Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik, die nicht nur auf eine Senkung der Körperschaftssteuer abzielt, sondern auch eine umfassende Digitalisierung und Modernisierung des öffentlichen Dienstes sowie eine grundlegende Deregulierungskommission umfasst, um den Mittelstand zu entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken.

Über laufendende Forschungsprojekte sagte Haucap:

„Ich habe mich intensiv mit der Soziologie der Kartelle auseinandergesetzt. Dabei habe ich versucht zu verstehen, welche Art von Menschen Kartelle bilden. Die ökonomische Theorie beschäftigt sich ausgiebig mit der Frage, welche Unternehmen Kartelle bilden und wie die Marktstruktur aussieht. Es zeigt sich jedoch, dass es oft von den Menschen in diesen Unternehmen abhängt, ob ein Kartell entsteht oder nicht. Um dies genauer zu untersuchen, habe ich eine Vorstudie mit einer Doktorandin durchgeführt. In unserer Studie haben wir 15 große Kartelle in Deutschland untersucht, an denen insgesamt 156 Personen beteiligt waren. Von diesen waren nur zwei Frauen. Diese geringe Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen ist kein Zufall. Hier spielt das sogenannte ‚Old Boys Network‘ eine Rolle, ähnlich wie beim Führerscheinentzug oder in Gefängnissen. Aus diesem Grund haben wir uns gefragt, ob es möglicherweise einen kollateralen Nutzen von Diversität gibt. Es könnte sein, dass letztendlich auch die Verbraucherinnen und Verbraucher davon profitieren, da möglicherweise weniger Kartelle entstehen. Dieses Thema interessiert mich sehr und wir arbeiten kontinuierlich an diesem Projekt. Neben der Untersuchung von realen Kartellen haben wir auch Laborexperimente durchgeführt. Es ist interessant zu sehen, dass sich bisher nur wenige Menschen, selbst in der Soziologie, mit den konkreten Kartelltätern beschäftigt haben. Das hatte ich so nicht erwartet.“

Netzwerk des BVMW dauerhaft nutzen: Resümee zum #ZukunftstagMittelstand #SchubkraftTV

Auf dem Zukunftstag des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) berichte ich direkt am Stand von Schubkraft der Telekom vom Geschehen in der Station am U-Bahnhof Gleisdreieck. An meiner Seite ist Jochen Bösl, Senior Vice President Vertrieb Mittelstand Telekom Deutschland. Er kümmert sich um den Vertrieb für den Mittelstand. Mit rund 200.000 Kunden ist seine Aufgabe alles andere als klein.

Sein Tag ist vollgepackt mit Sessions, Workshops und Fachgesprächen. Bösl ist begeistert. Sein Vertriebsherz schlägt schneller, denn wann hat man schon die Chance, mit so vielen Menschen in Kontakt zu kommen? Er tauscht sich aus, mit Verantwortlichen des BVMW, politisch Verantwortlichen, Kunden und Partnern.

Ein besonderes Erlebnis hatte Jochen Bösl in der Mittagspause. Ein Unternehmer setzte sich zu ihm und fragte, was er hier mache. Bösl erzählte ihm von seiner Arbeit bei der Deutschen Telekom und der Digitalisierung. Der ältere Herr gestand, dass er mit Digitalisierung und Cloud wenig anfangen könne. Aber das Netzwerk des BVMW sollte man nach seiner Ansicht auch in Zukunft intensiv nutzen.

In den Sessions der Telekom entstehen viele Diskussionen, Interaktionen und neue Geschäftsideen. Themen wie intelligente Cloud und Energiemanagement werden diskutiert. In einer Roundtable-Diskussion standen Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit im Fokus. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Förderung. Wie können staatliche Mittel effektiv genutzt werden, um Digitalisierungsprojekte voranzutreiben?

Wenn man schon Daten erhebt, warum dann nicht überlegen, wie man es intelligenter machen kann? Etwa beim ESG-Reporting.

Digitaler und nachhaltiger Aufbruch: Förderwege für den Mittelstand – Erfolgsquote von 96 Prozent bei den Anträgen #SchubkraftTV #ZukunftstagMittelstand

Wie können kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland von Förderprogrammen profitieren, um ihre Digitalisierung und Nachhaltigkeit voranzutreiben? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Vortrags von Benjamin Springub, verantwortlich für das Programm Schubkraft bei der Telekom. In seiner Session auf dem Zukunftstag des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft in Berlin (BVMW) gibt er einen Überblick über die verschiedenen Fördermöglichkeiten und zeigt auf, wie Unternehmen diese nutzen können, um ihre Zukunftsfähigkeit zu stärken.

Springub betont, dass die Wirtschaft Anschub und Schubkraft benötigt, um sich weiterzuentwickeln. Allerdings müsse dabei auch der Verschuldungsgrad im Blick behalten werden. Er stellt fest, dass viele Unternehmen in Deutschland mit ihrer wirtschaftlichen Situation unzufrieden sind, obwohl es auch viele positive Aspekte gibt, auf die man stolz sein kann. Dennoch besteht noch viel Potenzial, das genutzt werden kann.

Ein zentrales Thema ist die Frage, wie Unternehmen Fördermittel nutzen können, um ihre Investitionen voranzutreiben. Springub stellt fest, dass bisher nur wenige Unternehmen Förderungen in Anspruch nehmen, obwohl es eine Vielzahl von Förderprogrammen gibt. Er untermauert, dass Förderungen keine Almosen sind, sondern eine Chance, um in die Zukunft zu investieren und langfristige Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Dabei ist es wichtig, den richtigen Förderweg zu finden und sich gegebenenfalls Unterstützung zu holen.

Springub präsentiert verschiedene Beispiele für Förderprogramme. Dazu zählen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Sicherheit, Mobilität, Internet der Dinge, künstliche Intelligenz und Energieeffizienz. Er betont, dass die Digitalisierung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen und Unternehmen durch den Einsatz digitaler Lösungen einen nachhaltigen Impact erzielen können. Zudem weist er darauf hin, dass Förderprogramme nicht nur für kleine Unternehmen, sondern auch für große Unternehmen zugänglich sind.

Abschließend erläutert Springub, dass der Aufwand, Fördermittel zu beantragen, sich lohnt. Er verweist auf die Erfolgsquote von 96 Prozent bei den Förderanträgen, die er mit seinen Kunden in den vergangenen drei Jahren erreicht hat. Unternehmen sollten den Weg gemeinsam mit starken Partnern gehen und die Chancen nutzen, die ihnen durch Förderprogramme geboten werden. Dabei ist es wichtig, die richtigen Förderprogramme auszuwählen und den Antragsprozess zu vereinfachen.

Insgesamt zeigt der Vortrag von Benjamin Springub, dass Förderprogramme eine wichtige Möglichkeit für Unternehmen sind, um ihre Zukunftsfähigkeit zu stärken. Es liegt an den Unternehmen, diese Chancen zu nutzen und die Digitalisierung und Nachhaltigkeit voranzutreiben. So entfaltet sich Schubkraft für die gesamte Volkswirtschaft.

Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit: Warum Glasfaser unverzichtbar ist #ZukunftstagMittelstand #SchubkraftTV #BVMW

Die Bedeutung einer zuverlässigen und leistungsstarken digitalen Infrastruktur für Unternehmen kann nicht genug betont werden. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und digitale Transformation immer wichtiger werden, ist es unerlässlich, dass Unternehmen für die digitale Zukunft gerüstet sind. Eine entscheidende Rolle spielt dabei Glasfaser.

Das beleuchtete Jens Karnbach von der Telekom in seiner Live-Session auf dem Zukunftstag des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Berlin.

Glasfaser bietet gegenüber herkömmlichen Kupferkabeln zahlreiche Vorteile. Während Kupferkabel zwar immer noch funktionieren, reichen sie nicht mehr aus, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Glasfaser ermöglicht eine deutlich höhere Bandbreite und ist somit in der Lage, den wachsenden Datenhunger von Unternehmen zu stillen. Zudem ist Glasfaser effizienter und sicherer als Kupferkabel. Die Produktion ist nachhaltiger und die Ausfallsicherheit ist höher.

Die Deutsche Telekom hat bereits 2,7 Millionen Haushalte mit Glasfaser versorgt und plant, weitere 1000 Arbeitsplätze zu schaffen. Mit über 700.000 Kilometern verlegter Glasfaser ist das Unternehmen bereits stark in diesem Bereich engagiert. Die Telekom bietet ein umfassendes Paket an, das nicht nur die Verlegung der Glasfaser beinhaltet, sondern auch eine individuelle Beratung und Planung. Dabei arbeitet das Unternehmen sowohl mit anderen Anbietern als auch mit regionalen Partnern zusammen, um eine optimale Versorgung sicherzustellen.

Die Nachfrage nach Glasfaser ist jedoch noch nicht so hoch, wie es eigentlich sein sollte. Viele Unternehmen sind sich nicht bewusst, wie wichtig eine leistungsstarke digitale Infrastruktur für ihre Wettbewerbsfähigkeit ist. Dabei ist Glasfaser nicht nur für große Unternehmen relevant, sondern auch für Selbstständige im Homeoffice.

Viele Unternehmen klagen über die digitale Rückständigkeit in Deutschland, nutzen aber selbst noch veraltete Infrastrukturen. Dabei ist es gerade in Zeiten von Homeoffice und digitaler Kommunikation entscheidend, eine zuverlässige und schnelle Internetverbindung zu haben. Die Telekom bietet verschiedene Tarife an, die den individuellen Bedürfnissen der Unternehmen gerecht werden.

Um herauszufinden, ob Glasfaser bereits verfügbar ist, bietet die Telekom verschiedene Möglichkeiten an. Über die Website oder die Hotline können Unternehmen prüfen, ob Glasfaser bereits in ihrer Region verfügbar ist. Zudem bietet die Telekom eine Selbstregistrierung an, bei der Unternehmen ihre Immobilien direkt überprüfen können.

Auch Bildungseinrichtungen wie Hochschulen können von Glasfaser profitieren. Die Telekom bietet spezielle Projekte an, um Schulen und Bildungsorganisationen mit Glasfaser zu versorgen. Hier ist es wichtig, direkt mit der Telekom in Kontakt zu treten, um die Möglichkeiten und Kosten zu besprechen.

Unternehmen sollten die Chance nutzen, sich für die digitale Zukunft zu rüsten und auf eine leistungsstarke digitale Infrastruktur zu setzen.

Integrale Organisationsentwicklung: Der nächste Schritt für Eure Organisation #ZPSued

Wie kann Agilität erfolgreich in Organisationen eingeführt werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Gesprächs mit Bernhard Ludwig von imu auf der Zukunft Personal Süd in Stuttgart. Dabei geht es um die integrale Organisationsentwicklung und die Begleitung von Organisationen bei ihrem nächsten Schritt.

Die integrale Perspektive ermöglicht nach Auffassung von Ludwig einen ganzheitlichen Blick auf die Organisation und berücksichtigt dabei Strukturen, Verhalten, Kultur, Beziehungsräume, Mindset und Haltung. Es geht darum, das richtige Maß an Werten zu finden und Spannungen zu vermeiden. Agilität kann nicht einfach übergestülpt werden, sondern erfordert einen bewussten und schrittweisen Übergang. Dabei ist es wichtig, den Sinn und Zweck der Organisation zu hinterfragen und eine sinnorientierte Ausrichtung zu finden.

Die Einführung von Agilität erfordert ein tiefes Verständnis der Organisation und ihrer Bedürfnisse. Es geht darum, die richtigen Schritte zu identifizieren und die Entwicklung bewusst zu gestalten. Dabei spielt auch die emotionale Ebene eine entscheidende Rolle. Veränderungen können entweder durch eine plötzliche Eingebung oder durch extreme Veränderungen der Rahmenbedingungen ausgelöst werden. Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt und die richtige Herangehensweise zu finden, um die Organisation auf den Weg der Agilität zu bringen.

Im Kontext des HR-Managements ist es wichtig, dass HR sich bewusst wird, welchen Beitrag es zur Entwicklung der Organisation leisten kann. Es geht um mehr als nur Recruiting und Employer Branding. HR sollte mit anderen Bereichen interagieren. Agilität kann dabei eine mögliche Antwort sein.

Die Einführung von Agilität erfordert eine gute Beziehungsqualität und menschliche Begegnung. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen sich Menschen austauschen und entwickeln können. Dabei werden Strukturanpassungen, Kulturentwicklung und Persönlichkeitsentwicklung integriert. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, der auch agile Methoden und Trainings umfasst. Die Stimmung auf der Fachmesse Zukunft Personal Süd ist frisch und neugierig. Es gibt viele interessante Gespräche und Begegnungen. Das IMU ist auch auf LinkedIn vertreten und hat eine neue Webseite, die gerade erst gelauncht wurde.

Und auf der ZP Nord geht es weiter:

„Das werden sicher wieder schöne Sessions im Innovative People Lab #IPL und wir freuen uns schon sehr auf alle teilgebenden wie teilnehmenden „Innovative People“ dort! 🤗
Joachim Kaufmann & Sandra Steiner -> Carlsen Verlag GmbH am 23.4.
Sarah Kölsch & Alissa Mettang -> Wildling Shoes am 24.4.“, schreibt Ludwig auf LinkedIn.

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Corporate Influencer Podcast: Corporate Voices und Social Audio im Fokus auf der Zukunft Personal Süd #ZPSued

Corporate Influencer Programme haben sich in den vergangenen Jahren etabliert und sind zu einem wichtigen Instrument geworden, um Mitarbeitende in Unternehmen sichtbar zu machen. Doch wie können Corporate Influencer dazu beitragen, die Präsenz von Mitarbeitenden sowohl intern als auch extern zu stärken? In dieser Episode des Corporate Influencer Podcasts, live von der Zukunft Personal in Stuttgart, diskutieren Alex Wunschel, Winfried Ebner und Holger Kahnt die Bedeutung von Corporate Influencern und tauschen ihre Eindrücke von der Veranstaltung aus.

Die Diskussion dreht sich um die Vielseitigkeit des Themas Corporate Influencer, das verschiedene Bereiche wie Employer Branding, Marketing und HR Recruiting umfasst. Die Sprecher betonen auch die Bedeutung von Corporate Influencern bei Themen wie Diversity und politischer Positionierung. Sie teilen ihre Eindrücke von der Zukunft Personal Süd und untermauern die Bedeutung von Live-Events für den Corporate Influencer Club, um den Austausch und die Diskussion zu fördern.

Die Sprecher sind begeistert von der Dynamik der Vorträge auf der Employer Branding Stage und der inhaltlichen Tiefe der Veranstaltung. Die Runde erwähnt konkrete Beispiele wie E.ON und Decathlon, die erfolgreiche Corporate Influencer Programme umgesetzt haben. Sie teilen interessante Erkenntnisse aus einer Studie zu Corporate-Influencer-Programmen, die 80 Ansprechpartner aus Unternehmen befragt hat.