#TheBigNew: Man hört, sieht und streamt sich auf der Zukunft Personal #ZPSüd #ZPNord #ZPEurope

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren für die Zukunft Personal: Es geht um Nachhaltigkeit in all ihren Facetten, Digitalisierungsboom und die Weiterentwicklung der HR-Funktion – unter dem Motto „The Big New“.

Technologiewandel, neue Werte, globale Instabilität. Unternehmen schauen in eine Zukunft voller Herausforderungen. Und offener Fragen. Wie radikal müssen wir uns ändern? Die Art und Weise, wie wir denken. Wie wir arbeiten. Wie wir wirtschaften. Um relevant zu bleiben im rasanten Run um Innovation, um Kund:innen und Communitys, um Skills und Talente. Es geht darum, Neues zu gestalten und die Menschen noch näher zusammenzubringen – kollaborativ, kulturell, digital vernetzt. Es geht um „The Big New“.

„Mit unserem Leitmotiv wollen wir 2023 Lösungen und Trends erlebbar machen und den aktiven Dialog über neue Ansätze von HR und ihre Business-Potenziale fördern“, sagt Astrid Jaeger, Geschäftsführerin des Veranstalters spring Messe Management.

Frühjahrs-Kickoff: in Hamburg

Die Vorbereitungen sind schon im vollen Gang, die Messen sind bereits sehr gut gebucht. Am 18. und 19. April 2023 präsentieren führende Unternehmen in Hamburg auf der ZP Nord innovative Lösungen für HR der Zukunft. In allen relevanten Themenbereichen: Recruiting & Attraction, Operations & Services, Learning & Development, Corporate Health und Future of Work. Auch das Programm bietet jede Menge HR-Input – mit hochkarätigen Keynotes, Best Practices und interaktiven Formaten wie Workshops oder Learning Cafés. Neu in Hamburg: die Kamin-Lounge. HR-Expert:innen sprechen in intimer Atmosphäre über ihre Erfahrungen und tauschen sich persönlich mit der Community aus.

Die ersten Speakerinnen und Speaker auf der ZP Nord stehen fest und folgen dem diesjährigen Motto „The Big New“, wie Heike Riebe, Program Director der Zukunft Personal, erläutert: „Wir haben bei der Programmauswahl großen Wert darauf gelegt, Diversität, Inklusion und Business-Transformation auf unsere Bühnen zu bringen.“ Dafür stehen: Gazelle Vollhase (Recruiting und Diversity & Inclusion Partnerin bei idealo, die Tipps für eine diverse und inklusive Recruiting-Strategie gibt, sowie Frank Kohl-Boas (Personalchef des Medienverlags Zeit) und Silvia Wiesner (ehem. Managing Director Unilever Belgien und Luxemburg, Young Global Leader des WEF). Sie diskutieren darüber, wie Führungskräfte ihre Teams durch Krisen und Zeiten der Transformation führen können.

Unter dem Namen „Arbeitsschutz Smart Event“ treffen außerdem in einem eigenen Expo-Bereich aktuelle Themen zu modernem Arbeits- und Gesundheitsschutz auf die HR-Community. Innovative Lösungen und Produkte, Keynotes, Talks, zahlreiche Best Practices – für das Event im Event kooperieren ZP-Veranstalter spring Messe Management und der in Karlsruhe ansässige Veranstalter Hinte Expo & Conferences.

Die ZP Nord findet am 18. und 19. April 2023 in der Halle A1 der Hamburg Messe statt.

Infos zum Event und Ticketregistrierung finden Interessierte hier.  

Anfang Mai: ZP Süd in Stuttgart

Am 9. und 10. Mai 2023 trifft sich die HR-Community auf der ZP Süd in Stuttgart. Das heißt: zwei Tage Produktneuheiten und Trends der Arbeitswelt live erleben. Plus Austausch und Networking, interaktive Sessions und inspirierende Insights von erfahrenen HR-Expert:innen. Zu den Programm-Highlights zählen die Keynotes von Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg (Managing Director SRH Institut für Nachhaltiges Management, Gründerin, Zukunftsforscherin, LinkedIn Top Voice Nachhaltigkeit), welche in ihrem Vortrag anschaulich erklärt, was Future Mindset bedeutet und dass nur Unternehmen, die diese Eigenschaften bei ihren Führungskräften und Mitarbeitenden unterstützen und fördern, sich erfolgreich für die Zukunft aufstellen können.

„Die Employee Experience bilden wir mittlerweile perfekt ab, sowohl im Ausstellungs- als auch im Programmbereich. Dieses Jahr konzentrieren wir uns daher noch mehr auf die gesellschaftliche Transformation, die sich enorm auf die moderne Arbeitswelt auswirkt“, betont Jaeger.

Nahtlos integriert in das Themenportfolio der ZP Süd ist die frühere Stuttgarter Corporate Health Convention – mit vielen interessanten Ausstellern und umfangreichem Programm zu den Themen Corporate Health und Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Die ZP Süd findet am 9. und 10. Mai 2023 in der Halle 1 der Messe Stuttgart statt.

Die Ticketreservierung startet bald, Infos zum Event finden Interessierte hier.

Highlight im September: ZP Europe in Köln

Vom 12. bis 14. September versammelt sich die HR-Community unter dem Motto „The Big New“ auf der ZP Europe in Köln. Über 500 nationale und internationale Top-Speaker:innen, auf den Ausstellungsflächen die Branchenführer und Innovationstreiber – drei Tage lang im intensiven Austausch mit rund 20.000 Entscheider:innen. Kein anderes ExpoEvent in Europa verbindet die Themen und Menschen der HR-Welt enger miteinander, live und an einem Ort.

Die Themen der HR-Agenda von heute und morgen werden in spannenden Formaten und Specials diskutiert – mit hochkarätigen Expert:innen und branchenübergreifenden Vordenker:innen. Schon der erste von über 500 Speaker:innen in Köln verspricht außergewöhnliche Perspektiven: Veit Lindau, Buchautor, Coach und Businesspunk. Auch zwei bedeutende HR-Preise werden traditionell auf der ZP Europe vergeben: der HR Innovation Award und der Personalwirtschaftspreis.

Die ZP Europe findet vom 12. bis 14. September 2023 in den Hallen 4.1, 4.2 und 5.1 der Koelnmesse statt.

Infos zum Event finden Interessierte hier.

Das Team von Zukunft Personal arbeitet weiter mit Hochdruck am Programm der drei ExpoEvents ZP Süd, ZP Nord und ZP Europe. Und wird immer wieder neue Highlights präsentieren – per Newsletter, in den Social-Media-Kanälen von Zukunft Personal und auf der Community-Plattform ZP 365.

Ick freu mir.

Abonniert doch einfach den ZP-Newsletter.

Und den YouTube-Kanal von Zukunft Personal. So entgeht Euch nichts 🙂

Wachstumsmarkt für Alternative Proteine – Fachtagung im Allgäu #FutureProteins #BALPro

Alternativen Proteinen ist der Sprung aus der Nische in den Mainstream gelungen. Doch der Einstieg in den Wachstumsmarkt ist eine Herausforderung. Was sind die Produkt- und Markttrends? Wie produziere ich ein leckeres und gesundes Produkt? Und wie kann ich meine Produktion effizient, nachhaltig und sicher gestalten? Diese und viele weitere Fragen behandelte die Konferenz „Future Proteins“, die MULTIVAC und Handtmann in Wolfertschwenden abhielten.

An drei Konferenztagen boten die Veranstalter den Besucher ein volles Programm, unterstützt durch den Branchenverband der Alternativen Proteinquellen (BALPro). Dazu zählten Vorträge externer Speaker aus Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft mit anschließenden Podiumsdiskussionen – unter anderem zu Produkttrends, Chancen der Marktpositionierung und Möglichkeiten, den CO2-Fußabdruck von Verpackungen über den gesamten Lebenszyklus zu reduzieren. „Das Feedback der Konferenzteilnehmer war hervorragend“, so Harald Suchanka, CEO von Handtmann.

Unter dem Begriff Alternative Proteine werden Substitute für tierische Proteine und deren Ursprung verstanden, wie Milch, Eiern, Fleisch und daraus hergestellten Produkten. Zudem werden darunter auch neue Quellen wie Pflanzen, Pilze, Insekten, Bakterien oder Einzeller subsumiert, die dem Ersatz gängiger pflanzlicher Rohstoffe wie Sojabohnen oder Getreide dienen können. 

Alternative Proteine werden als maßgebliche Ergänzung der Nahrungsversorgung einer stetig wachsenden Weltbevölkerung angesehen – Grundlage vieler Anträge auf Forschungsförderung. 

Die Umstellung auf alternative Proteine ist die kapitaleffizienteste und wirkungsvollste Lösung zur Bewältigung der Klimakrise, denn alternative Proteine sparen pro investiertem US-Dollar die meisten Emissionen. Sie sind damit mindestens doppelt so effektiv wie Investitionen in die Dekarbonisierung von Zement, Eisen, Stahl, Chemikalien oder des Verkehrssektors. Das lockt immer mehr Geldgeber an. Das in alternative Proteine investierte Kapital ist von einer Milliarde Dollar im Jahr 2019 auf fünf Milliarden im Jahr 2021 angestiegen – eine jährliche Zuwachsrate von 124 Prozent. Investments sind dabei zunehmend global und beschränken sich nicht mehr nur auf Wagniskapital.

Hier sehe ich den wichtigsten Hebel zur Etablierung von Produkten auf Basis von alternativen Proteinen.

Wir diskutierten das ausführlich mit Fachleuten im Allgäu.

Start der #SportimPark-Saison auf der Bonner Hofgartenwiese @katjadoerner @ssb_bonn

Die Sport im Park-Saison wurde mit einer Kick-Off Veranstaltung auf der Bonner Hofgartenwiese gestartet.

Töchterchen Katarina war auch dabei mit der Präsentation von Full Body Workout. Ab sofort an jedem Mittwoch gegenüber dem Rathaus Hardtberg ab 18:30 Uhr (Rochusplatz).

Hier das komplette Programm.

Man sieht sich auf dem Rochusplatz 🙂

Vom 400-Meter-Geheimtraining bis zum Ernährungsplan – Vorstellung der App Freeletics #Doku des #DigitalXStudio-Livetalks

Digital Champions Award-Gewinner Freeletics für das Jahr 2020.

Doku des Livetalk mit Hermann Aulinger.

Läuft auf LinkedIn:

Auf Facebook läuft es auch gut:

Twitter ist ok:

Auf YouTube stehen wir noch am Anfang. Da braucht man viel Geduld:

Durch die guten Ergebnisse auf LinkedIn kommen wir aber locker auf 7000 bis 8000 Abrufe.

Auf der DigitalX in Kölle werden die Gewinner für 2021 vorgestellt.

#Notizzettel #DigitalXStudio-Livetalk mit Hermann Aulinger von Freeletics: Gewinner des Digital Champions Award 2020 #DCA #DigitalX

https://www.digital-x.eu/de/award/2020

Jury-Urteil zum Digital Champions Award in der Kategorie „Digitales Kundenerlebnis“: Der Freeletics Coach gilt als der fortschrittlichste digitale Personal Trainer und lernt dank Künstlicher Intelligenz (KI) kontinuierlich von den weltweiten Freeletics Nutzern.

Vom Start-up zum führenden Player in der Fitnessbranche. In 175 Ländern und in 10 Sprachen ist die App von Freeletics verfügbar und erreicht derzeit 51 Millionen Nutzer. Freeletics gehört aktuell zu den am schnellsten wachsenden Sport- und Lifestyleunternehmen weltweit und bietet analog zudem eine Bekleidungslinie und Trainingsequipment. Das Produkt wurde über Jahre hinweg weiterentwickelt und bietet heute eine ganzheitliche und personalisierte Lösung für jeden, der sein Leben langfristig zum Positiven ändern will. Freeletics gelingt mit seinem digitalen Coach ein hervorragendes digitales Kundenerlebnis und macht es in einem Markt, in dem auch Apple und Nike aktiv sind, erfolgreich.

Vom Trainingsplan zum KI basiertem Fitness Coach (die Freeletics Story)

Recap Fitness Branche 2013 und die Freeletics Vision

Fitness in der Pandemie

Fast die Hälfte der Deutschen glauben, dass Fitnessstudios der Vergangenheit angehören werden – das sind 18% mehr als noch 2020. 

58% der Deutschen sehen durch die Pandemie bestätigt, dass sie kein Fitnessstudio brauchen, um fit zu werden. 

Im Durschnitt trainieren die Deutschen 3 Tage pro Woche, 20% mehr als 2020!

53% der Befragten geben an, dass sie Laufen als Workout absolvieren.

Home Workouts sind beliebt: 58% der Befragten geben an, dass es ihnen dank Home Workouts in der Pandemie leicht viel ihre Fitnessroutine aufrecht zu halten. 

67% der Befragten geben an, dass sie sich über ihr Training freuen, da es zu den wenigen Dingen gehört, die sie während der Pandemie kontrollieren können

72% der Deutschen geben an, dass ihnen psychische Gesundheit in der Pandemie wichtiger geworden ist, ein Anstieg um 6% seit 2020. 

71% der Deutschen wollen auch nach der Pandemie auf ihre geistige und körperliche Gesundheit achten. 

2020

Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, während der Zeit der Ausgangsbeschränkungen zum ersten Mal überhaupt eine Fitnessapp benutzt zu haben. Besonders hervor stechen hier die Männer mit 58%. 

(59%) haben mindestens eine Fitness-App benutzt – für 52% war es sogar das erste Mal

Freeletics im Lockdown.

All das werden wir um 11 Uhr besprechen mit Hermann Aulinger von Freeletics. Habt Ihr Fragen zu Euren Fitnessplänen? Dann her damit.

Was tun, wenn die Sirenen heulen: Virtueller Tag der offenen Tür zum bundesweiten #Warntag2020 #BBKvirtuell #FragdasBBK

Virtueller Tag der offenen Tür #Warntag2020. Alle wichtigen Infos für das Livestreaming-Marathon am Donnerstag, den 3. September ab 11 Uhr. Eure Fragen bitte posten unter #fragdasBBK.

Vom Krankenhaus-Alarm bis zur Notfallvorsorge: Mitmachen beim #Warntag2020 #fragdasBBK @BBK_Bund

Die Ständige Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (IMK) beschloss im Juni 2019 einen jährlichen bundesweiten Warntag ab 2020, der gemeinsam von Bund und Ländern durchgeführt wird. Er findet erstmals am 10. September 2020 statt und wird in der Folge jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September veranstaltet werden. An diesem Tag werden bundesweit alle vorhandenen Warnmittel getestet. Zur Umsetzung des Auftrags wurde eine länderoffene AG-Warntag-2020 gegründet, aus der eine Unterarbeitsgruppe für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zum bundesweiten Warntag hervorging. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe sieht in ihrem Konzept für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit diverse Veranstaltungen als Maßnahmen zur Information der Bevölkerung vor. Im Zuge der Corona-Krise ist allerdings die Realisierung von öffentlichkeitswirksamen Events mit Direktkontakt sehr erschwert bis unmöglich geworden. Aus diesem Grund hat sich das BBK auf Bundesebene kurzfristig für ein virtuelles Veranstaltungsformat entschieden: Einen virtuellen Tag der offenen Tür, an dem Sohn@Sohn beteiligt sind. Der Zeitpunkt 3.9.2020 ab 11 Uhr ist gewählt worden, weil es genau eine Woche vor der Auslösung der Warnung am Warntag liegt.

In den rund vier Livestreaming-Stunden geht es um spannende Themen:

  • BBK und Kooperationspartner haben eine „Empfehlung für gemeinsame
    Regelungen zum Einsatz von Drohnen im Bevölkerungsschutz“ erarbeitet
  • Film über Übung mit Drohnen im Einsatz
    Ausstattungskonzept/Fahrzeuge:
  • Vorführung eines Löschgruppenfahrzeugs für den Katastrophenschutz (LF KatS) im Hof stehend – Außenreportage.
  • Premiere: Vorführung des virtuellen Rundgangs durch ein LF-KatS
    Labore/CBRN-Schutz (chemisch, biologisch, radiologisch, nuklear):
  • Thema: Forschen und Erproben
    Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz:
  • BBK – Aufgaben und Leistungen anhand der Rettungskette
  • Medizinische Task Force (MTF) und Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) bei Unfällen
    (MANV = Massenanfall von Verletzten oder Einzelunfall)
  • Dann: Krankenhausalarm- und einsatzplanung
    Gemeinsames Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ)
  • Funktionen und Aufgaben des GMLZ
    Akademie für Krisenmanagement, Notfallvorsorge und Zivilschutz (AKNZ)
  • Ausbildung der Fachkräfte der Gefahrenabwehr im BBK
    Länderübergreifende Krisenmanagementübung (LÜKEX)
  • Thema: Übung
  • Premiere: Infofilm zur LÜKEX
    Schutz Kritischer Infrastrukturen / Stromausfall
  • Informationen rund um das Thema Stromausfall, u. a. Möglichkeiten zum Notruf bei Stromausfall.

Zum virtuellen Tag der offenen Tür gab es natürlich via Webex auch ein virtuelle Pressegespräch. Hier meine Infos:

Man hört, sieht und streamt sich am Donnerstag ab 11 Uhr 🙂

Belastung im Arbeitsleben: Millionen Menschen leiden unter rheumatischen Erkrankungen #BTW17

Arbeiten trotz Rheuma ist nicht selbstverständlich. Viele Arbeitgeber scheuen sich davor, chronisch Kranke einzustellen. Was kann die Politik tun, was Unternehmer? Welche Rahmenbedingungen können sie schaffen? Und wie können neue Arbeitszeitmodelle aussehen? Auf Einladung der Deutschen Rheuma-Liga stellten sich beide Seiten der Diskussion in Bonn.

17 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter einer rheumatischen Erkrankung. Informationskampagnen wie bei Krebs oder Diabetes wären wünschenswert, merkte eine Zuschauerin an, die die Diskussion mit 3000 weiteren Nutzern live über Facebook verfolgte. 40 Prozent der Betroffenen gehen etwa zehn Jahre nach der Diagnose in die Frühverrentung. Dabei würden sie am liebsten weiterarbeiten, wie die Deutsche-Rheuma-Liga-Präsidentin Rotraud Schmale-Grede betont:

„Es braucht mehr Verständnis für die Betroffenen, die an einem Tag Bäume ausreißen, am anderen vor Schmerzen nicht aufstehen können.“

Unter Moderation von Arzt und Fernsehkorrespondent Dr. Christoph Specht diskutierten die Bundestagsabgeordneten Katja Dörner (Grüne), Sozialdemokrat Ulrich Kelber und die Landespolitikerin und selbst an rheumatoider Arthritis erkrankte Franziska Müller-Rech von der FDP. Den Fragen stellen sich auch der CDU-Politiker Alfred Giersberg vom Stadtrat Bonn, Michael Castillo, Gesundheitsmanager bei der Deutschen Telekom und Herbert Schulte, Landesgeschäftsführer NRW des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft. Die Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, Rotraud Schmale-Grede und Vizepräsidentin Marion Rink forderten, chronisch Kranken einen langfristigen Arbeitsplatz zu ermöglichen und sie vor Altersarmut zu schützen.

Nötig sei auch eine Sensibilisierung der Unternehmen, dass chronisch Kranke motiviert und leistungsfähig sind, aber andere und vor allem flexiblere Arbeitszeiten benötigen. Morgens später anfangen, zwischendurch einige Bewegungspausen und am Abend länger arbeiten, wären einige Möglichkeiten. Ein Anspruch auf Homeoffice nach niederländischem Modell wurde auch diskutiert. In internationalen Vergleichen wird Deutschland beim Thema flexible Arbeitsmodelle immer noch Entwicklungsland-Status beschieden.

Der Blick in die Zukunft von rheumakranken Menschen sieht häufig nicht rosig aus. Wer bereits mit Mitte 30 oder Ende 40 in die Frührente geschickt wird, dem fehlt oft nicht nur die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, er muss auch mit erheblichen Abschlägen in der Rente rechnen. Altersarmut sei da vorprogrammiert. Die Vizepräsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, Marion Rink, verdeutlichte, dass die Erwerbsminderungsrente heute im Schnitt bei 800 Euro liege.

Einig waren sich alle politischen- und Unternehmensvertreter darin, die Abschläge abzuschaffen, wenn nachgewiesen ist, dass eine Arbeitsunfähigkeit der Grund ist. Die Gesellschaft könne es sich nicht leisten, so viel Potenzial brach liegen zu lassen.

Das Livestreaming der Debatte hatte ich bewerkstelligt.

Die Resonanz war gigantisch.

Starre Arbeitszeiten, verspätete Diagnosen, Angst vor Altersarmut: Sorgen der chronisch Kranken #RheumaArbeit

Digital Hub Bonn

Lange Wartezeiten bei Ärzten, Sorge vor Altersarmut, Hoffnung auf flexiblere Arbeitsmodelle: Menschen, die an Rheuma erkrankt sind, kämpfen mit zahlreichen Problemen im privaten und beruflichen Alltag. Das hat eine Online-Umfrage der Deutschen Rheuma-Liga bestätigt. Rund 1.000 Personen haben an der Umfrage teilgenommen und detailliert beschrieben, vor welchen Problemen sie stehen. Mit der Umfrage wollte die Deutsche Rheuma-Liga herausfinden, ob sie mit ihrem „Aktionsplan Rheuma“ auf dem richtigen Weg ist.

Ein zentrales Ergebnis: Es dauert nach wie vor viel zu lange, bis Rheuma diagnostiziert wird. Über die Hälfte der Befragten hat vier Monate oder länger warten müssen, bis ein Rheumatologe die Diagnose gestellt hatte. Nur etwa 10 Prozent haben einen Termin in den ersten sieben Tagen erhalten. Die Konsequenzen können gravierend sein: Je später die rheumatische Erkrankung diagnostiziert wird, desto geringer sind die Chancen auf Remission.

Auch bei einem akuten Schub müssen an Rheuma Erkrankte lange Wartezeiten hinnehmen. Rund 30 Prozent warten länger als einen Monat auf einen Termin. Immerhin erhält jeder Fünfte (19 Prozent) innerhalb von drei Tagen einen Termin beim Rheumatologen. Ähnlich lange Wartezeiten zeichnen sich bei Terminen bei Orthopäden ab. Über 25 Prozent warten dort länger als einen Monat auf einen Termin.

Beim Thema Rente herrschen Enttäuschung und Sorgen unter den Betroffenen. Fast 70 Prozent fühlen sich bei der finanziellen Sicherung im Alter von der Politik im Stich gelassen. Die Teilnehmer waren überwiegend der Meinung, dass chronisch kranke Menschen benachteiligt werden. Die Neuregelungen zur Erwerbsminderungsrente werden das Risiko der Altersarmut für junge Rheumatiker nicht wesentlich verbessern.

Private Altersvorsorge ist schwierig, wenn das Einkommen nicht reicht, um Geld beiseite zu legen, sagt über die Hälfte der Befragten. Zumal viele Betroffene finanzielle Belastungen für nicht-verschreibungspflichtige Medikamente und Fahrtkosten zu Therapien und Ärzten von mehreren hundert Euro pro Jahr tragen müssen.

Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Immer mehr Unternehmen und Organisationen bieten mittlerweile flexible Arbeitszeiten an. Trotzdem gibt es noch viele Arbeitgeber mit sehr starren Modellen. Für Rheumaerkrankte führt das zu vielen Problemen, etwa wenn Arzttermine anstehen. Rund 81 Prozent der Befragten haben sich dafür ausgesprochen, dass es einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice geben sollte. Mit ihrer Erkrankung geht eine deutliche Mehrheit sehr offen um: Etwa 63 Prozent informieren ihre Kollegen und Vorgesetzten über ihre rheumatische Erkrankung. Es kommt aber auch vor, dass die Krankheit verschwiegen wird, etwa aus Angst den Arbeitsplatz zu verlieren oder benachteiligt zu werden.

Mit den Ergebnissen geht die Deutsche Rheuma-Liga gestärkt in die politische Arbeit. Der Verband will zur anstehenden Bundestagswahl den Abgeordneten deutlich mitteilen, was Menschen mit Rheuma von der Politik erwarten. Dafür wurden die Kernforderungen in einem „Aktionsplan Rheuma“ zusammengefasst.

All diese Themen werden am Dienstag, den 15. August, um 18. Uhr im Digital Hub Bonn diskutiert.

Podium:

Ulrich Kelber (SPD), Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen), Franziska Müller-Rech (FDP, MdL NRW), Alfred Giersberg (Stadtrat CDU)

Michael Castillo, Deutsche Telekom Bonn

Herbert Schulte, Bundesverband Mittelständische Wirtschaft, Geschäftsführer Landesverband NRW

Vorstand der Deutschen Rheuma-Liga Bundesverband e.V.: Rotraut Schmale-Grede (Präsidentin), Marion Rink (Vizepräsidentin)

Moderation: Dr. Christoph Specht, Arzt und Medienkorrespondent
Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Anmeldungen auf Facebook.

Sieht man sich am Dienstag in Bonn?

Einladung zur Disputation über Nestlé und die Wasserrechte #fragNestlé

nestle

Meine Fragen an Nestlé – auf Twitter hat man die erste Frage öffentlich nicht beantwortet. Man wollte mich erst in Bonn kennenlernen. Da ich aber schlichtweg nur an der Sache interessiert bin und mir das Kennenlernen von Konzern-Verantwortlichen in einem nicht-öffentlichen Gespräch völlig wurscht ist, einigten wir uns auf schriftliche Fragen. Zu einem Live-Interview war der Konzern nicht bereit. Hier nun die Fragen: Werten Sie Wasser/Wasserrecht als öffentliches oder privates Gut? (Wasser als Menschenrecht hilft hierbei als Antwort nicht weiter). Sehen Sie besonders in unterentwickelten Ländern nicht die Notwendigkeit, die Wasserversorgung als hoheitliche Aufgabe des Staates zu organisieren? Entscheidend für das Gemeinwohl ist der diskriminierungsfreie Zugang zu Ressourcen wie Wasser – Flächendeckung der Infrastruktur für die Ver- und Entsorgung als Beispiel. Warum streben Sie dennoch private Wasserrechte an? Warum sind sie in Ländern wie Pakistan, Algerien und Mexiko bei der Erschließung von Wasser-Ressourcen aktiv? Zu welchen Preisen bieten sie Wasser in den genannten Ländern an? (Liter-Preis).

Hier die Antwort von Achim Drewes, Leiter Public Affairs Nestlé Deutschland:

„Hallo Gunnar,

wie versprochen melden wir uns mit den Antworten zu deinen Fragen zurück. Da das Thema Wasser sehr komplex ist, holen wir etwas weiter aus. Vieles davon wird dir bekannt sein, aber wir möchten die Gelegenheit nutzen und auch deinen Lesern und Followern etwas Hintergrund mitgeben – in der öffentlichen Diskussion kommt so etwas ja häufig zu kurz. Zur Sache:
Wasser hat, je nachdem von welcher Situation man spricht, Merkmale eines öffentlichen Gutes – weil niemand von der Nutzung ausgeschlossen werden kann oder sollte, beispielsweise bei Seen, Flüssen, offenen Quellen auf öffentlichem Land. Und es hat Merkmale eines privaten Gutes – wenn die Verfügbarkeit begrenzt ist, für die Erschließung und Verteilung Kosten entstehen und Gruppen, die sich nicht an diesen Kosten beteiligen, von der Nutzung ausgeschlossen werden können. Es gibt auch Ansätze, die Wasser als Allmende sehen – also als gemeinschaftliches Gut, das aber nicht unbegrenzt zur Verfügung steht und von dessen Nutzung Gruppen ausgeschlossen werden können, die nicht zu der Gemeinschaft gehören.
Konflikte um Wasser entstehen immer dann, wenn eine klare, allgemein akzeptierte und diskriminierungsfreie Regulierung fehlt – oder in einer Region weniger Wasser zur Verfügung steht, als Bedarf herrscht. Daher ist es ja so wichtig, dass der Umgang mit Wasser klar reguliert ist. Diese Regulierung ist eine hoheitliche Aufgabe. Ein Staat oder eine Gebietskörperschaft muss die Regeln für einen diskriminierungsfreien Zugang zu Wasser bestimmen und ist verpflichtet nach der Vorgabe des UN-Menschenrechts auf Wasser eine angemessene Grundversorgung für die Menschen auf seinem Hoheitsgebiet sicherzustellen (https://www.menschenrechtsabkommen.de/menschenrecht-auf…/). Ob er dies in eigener Verantwortung macht oder private Unternehmen hiermit beauftragt, ist letztlich ihm überlassen. Schwierig ist dabei, dass Wassereinzugsgebiete, Flüsse und Seen keine Rücksicht nehmen auf Grenzen oder politische Konflikte. Ein Wassereinzugsgebiet kann aber nur vernünftig verwaltet werden, wenn alle Anrainer und Nutzer zusammenarbeiten und bereit sind, sich für den langfristigen Erhalt der Wasserressourcen einzusetzen und auch selbst Beschränkungen der Nutzung zu akzeptieren.

Was die kommerzielle Nutzung von Wasser angeht – also in der Landwirtschaft, Industrie, für die Abfüllung von Quell- oder Mineralwasser, im Bergbau oder für welchen Zweck auch immer: Jeder, der aus der Nutzung von Wasser einen wirtschaftlichen Vorteil zieht, sollte nach unserer Auffassung einen angemessenen Preis hierfür entrichten, der der Knappheit (und den Kosten der Bereitstellung) Rechnung trägt. Und diesen Preis muss der Staat oder die Gebietskörperschaft bestimmen, auf Grundlage einer klaren und diskriminierungsfreien Regulierung. Die wirtschaftliche Nutzung darf nicht dazu führen, dass der Zugang von Menschen zu einer angemessenen Grundversorgung hierdurch beeinträchtigt wird – auch hierzu macht das UN Recht auf Wasser recht klare Vorgaben. Dabei gibt es in der Realität durchaus Nutzungskonflikte: übermäßige Nutzung z.B. durch bewässerungsintensive Landwirtschaft, Verunreinigungen durch Landwirtschaft, Industrie oder Bergbau führen in zahlreichen Regionen zu einer Beeinträchtigung der Wasserversorgung für die Bevölkerung (siehe z.B. http://wwf.panda.org/what_we_do/how_we_work/our_global_goals/water/, und dies erfordert gemeinsames Handeln.

Was heißt das mit konkretem Bezug auf Nestlé? Nestlé ist nicht in der öffentlichen Wasserversorgung tätig und wir haben auch nicht vor, in diesem Bereich tätig zu werden. Nestlé setzt sich auch nicht für eine „Privatisierung“ von Wasser ein. Solche Behauptungen geistern zwar durch das Netz, treffen aber deswegen noch immer nicht zu. Richtig ist, dass Nestlé für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Wasser wirbt – also für klare Regulierungen und auch für Anreize, sparsam mit Wasser umzugehen. Wir setzen uns auch dafür ein, dem Menschenrecht auf Wasser Geltung zu verschaffen. Dazu tragen wir auch in unserem eigenen Einflussbereich bei – durch Programme für Wasser- und Sanitärversorgung, Wassereinsparung in unseren Werken und Community-Programme in unseren Lieferketten. In zahlreichen Regionen helfen wir auch Landwirten, die uns mit Rohstoffen beliefern, wassersparende Bewässerungsmethoden einzuführen und wir stellen trockenheitsresistentere Pflanzen zur Verfügung, um den Bauern zu helfen, sich besser auf die Folgen des Klimawandels einzustellen. Ein Beispiel, wie dies in der Praxis aussehen kann: http://www.nestle.com/…/saving-water-in-vietnam-coffee….

Abfüllbetriebe von Nestlé, die mit einer entsprechenden Genehmigung (also einer Lizenz, einem mengenmäßig und zeitlich beschränkten Nutzungsrecht oder aufgrund einer anderen Regulierung) Wasser abfüllen, müssen auch gewährleisten, dass von ihnen keine negativen Auswirkungen auf den Zugang zu Wasser oder auf die Umwelt ausgehen. Unsere Standorte in Regionen, wo die öffentliche Grundversorgung nicht gewährleistet ist, müssen sich hierzu aufgrund unserer eigenen Verpflichtungen einer Due Diligence Überprüfung unterziehen (http://storage.nestle.com/nestle-society…/index.html…). Keiner unserer Standorte, an denen Wasser abgefüllt wird, darf die öffentliche Versorgung oder den Zugang von Menschen zu Wasser beeinträchtigen. Und keine der von uns (mit-)genutzten Quellen wird von uns so übermäßig genutzt, dass hierdurch Grundwasserspiegel sinken oder Brunnen austrocknen. Dies wird auch streng überwacht: durch uns und die Behörden, die die Genehmigung für die Erschließung und Nutzung erteilen. Jeder Abfüller von Quell- oder Mineralwasser wird übrigens ein Interesse daran haben, Quellen nachhaltig zu nutzen – wenn er eine Quelle mehr Wasser entnimmt, als ihr natürlich zufließt, entzieht er sich selber die Geschäftsgrundlage.

Das Abfüllen von Heil-, Quell- oder Mineralwasser in Flaschen ist übrigens seit jeher ein Geschäft, das privatwirtschaftlich betrieben wird, und das normalerweise auch nicht mit dem Menschenrecht auf Wasser in Konflikt steht. Allerdings kann man mit Wasser in Flaschen auch keine öffentliche Grundversorgung mit Wasser sicherstellen – aufgrund der vergleichsweise hohen Kosten und begrenzten Mengen.

Wasser in Flaschen ist eher eine (gesündere) Alternative zu zucker- und kohlesäurehaltigen Erfrischungsgetränken, und steht unabhängig von einer leitungsgebundenen Wasserversorgung in einer zuverlässigen Qualität zur Verfügung. Auch die Verkaufspreise orientieren sich eher an anderen Erfrischungsgetränken, und die Kosten für Abfüllung, Verpackung und Transport etc. sind ähnlich. In Ländern mit niedrigeren Einkommen streben wir eine Preisstellung deutlich unterhalb zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke an – die Preise machen aber üblicherweise die Händler.

Wir sind der Auffassung, dass für die Gemeinschaften im Umfeld unserer Standorte ein Vorteil aus unserer Tätigkeit entstehen muss, der im Zweifel über das Zahlen von Steuern und das Schaffen von Arbeitsplätzen hinausgehen sollte. Daher unterstützen wir an zahlreichen Standorten umliegende Gemeinschaften z.B. bei der Trinkwassergewinnung, Förderung der sozialen Infrastruktur oder durch ähnliche Aktivitäten. Das können Sie sich ja gerne gelegentlich einmal selber anschauen – schöne Beispiele für solche Community-Programme gibt es z.B. in Pakistan, in Côte d’Ivoire, in Indien, Mexiko und vielen weiteren Ländern (siehe z.B. http://www.nestle.com/…/clean-drinking-water-for-30000… oder http://www.nestle-cwa.com/…/international-federation-of…).

Sie werden aber kein Land finden, wo Nestlé sich für eine Privatisierung von Wasser einsetzt oder dafür verantwortlich wäre, dass Menschen keinen Zugang zu Wasser haben – da müssen wir Sie leider enttäuschen. Unter http://www.nestle.de/verantwortung/wasser finden Sie auch noch einiges an Informationen und Positionen zum Thema. Wir hoffen, dies beantwortet Ihre Fragen.

Beste Grüße, Achim Drewes, Leiter Public Affairs Nestlé Deutschland“

Soweit die Antwort.

Aber was kostet denn nun ein Liter Wasser in Pakistan, Algerien und Mexiko?

Südafrika könnte man noch hinzufügen.

Der Nestlé-Check

Bottled Life

Viel Text, der zum Fakten-Check einlädt. Vielleicht helft Ihr mir bei der Gegen-Recherche, der dann zu einem Beitrag über dieses Thema führt.

Lesenswert: Zum Glück gibt es Compliance