Spracherkennungssysteme im Test – 02/09-Ausgabe des IT-Magazins IX

In dem Artikel werden nach Angaben des Heise-Verlages die Produkte Dragon Naturally Speaking, Macspeech Dictate und Voice Pro (Spracherkennung) sowie Finereader, OmniPage Professional, ReadRris Pro, IRISpdf und Recognition Server (OCR) näher betrachtet. Seit dem 22. Jan. im Zeitschriftenhandel. Werde es mir besorgen und darüber berichten.

Geist, Geld und verschwurbelte Ansichten über Blogger – Über das neue Buch des sueddeutsche.de-Chefs

Thomas Knüwer hat in seinem Blog die richtige Antwort auf das neue Buch von Hans-Jürgen Jakobs, Chef von sueddeutsche.de, gegeben. „Geist und Geld“ heißt das Werk und wird wohl sehr schnell ins moderne Antiquariat wandern. Warum sollten festangestellte Redakteure wie Knüwer oder Niggemeier nicht bloggen? Gibt es ein Reinheitsgebot für Blogger? Hier sieht Jakobs einen Unterschied zu den USA: „Auffällig ist, dass einige der bekanntesten deutschen Blogs von ausgewiesenen Journalisten gemacht werden, die bei fest etablierten Medienunternehmen arbeiten oder dort zumindest doch regelmäßig schreiben können.“

Was ist mit den US-Bloggern von großen Wirtschaftszeitschriften, von Fachmagazinen, von Publikationen wie Wired etc.? Querverbindungen von Printjournalisten zu anderen Formaten gab es doch schon zu allen Zeiten. Vor allen Dingen in den USA: Print-Chefredakteure mit eigener Fernsehsendung etc.

Jeder kann einen Blog aufmachen – das erweitert den Horizont.

Die Entdeckung der Einfachheit: Technik, die funktioniert, tut auch der Wirtschaft gut.

Auch im Einzelhandel entdeckt man die Einfachheit
Auch im Einzelhandel entdeckt man die Einfachheit

Im vergangenen Jahr hatte ich einen längeren Artikel für die absatzwirtschaft geschrieben über die Entdeckung der Einfachheit. Können die Alleskönner tatsächlich zu viel? Oder sind wir ein Volk von Technikfeinden? Verderben die Tücken der Technik die Freude am Fortschritt? Gibt es die Angst des Nutzers beim Lesen der Gebrauchsanweisung? Einerseits gibt es Produkte, die – Stichwort „Tripleplay“ – Telefonie, Fernsehen und Internet vereinen. Andererseits will längst nicht jeder Kunde diese Kombination und fühlt sich überfordert. Die rasante Entwicklung der Informationstechnik bestimmt zunehmend das tägliche Leben, das in der Folge f lexibler, dynamischer und individueller geworden ist. Ein möglicher Fehler im System: Nutzerfreundliche Technik kreist in der Warteschleife und wird nur selten als Bestandteil von
Technikinnovation gesehen.
Auch das muss sich ändern und kann positiv auf die Konjunktur wirken.

Nochmal: Innovatoren für den Aufschwung – Deutschland braucht mehr Quertreiber und den Sputnik-Effekt

Trendforscher Matthias Horx hat es bereits Ende vergangenen Jahres treffend analysiert: Es beginnt eine neue Ära für Innovatoren. Nie waren die Chancen besser. Allerdings müssen wir uns abwenden von den klassischen Massenanwendungen, von der industriekapitalistischen Denkweise, vom Fordismus des vergangenen Jahrhunderts. „Alle unsere Kernbranchen – die Banken, die Automobilbranche, die Energiebranche, die Pharmaindustrie, die Medien – tun seit vielen Jahren immer nur das Gleiche. Sie verbessern ihr Marketing. Sie steigern den Absatz, weil die Märkte global geworden sind. Wirkliche Innovationen im Sinne von klugen, smarten intelligenten Lösungen: Mangelware“, so Horx, Chefredakteur des Bonner Fachdienstes Zukunftsletter. Unternehmen und Branchen die sich nach wie vor so definieren, entwickeln sich zu den Stahlbranchen der kommenden Jahre und verschwinden vom Markt. „Alte Messlatten taugen halt nicht für Neuerungen”, schreibt der Strategieplaner Andreas Frank in seiner Studie „Deutschland ein Land der Innovationen?“. 43 Prozent aller Geschäftsführer haben die Verantwortung für Innovationen schlicht wegdelegiert, etwa ans Marketing oder an die Personalabteilung. Fast ein Viertel erklärte ausdrücklich, vor lauter Arbeit keine Zeit für Innovationen zu haben. Schlimmer noch sind jene Firmenvertreter, die meinen, ohnehin schon produktiv und innovativ genug zu sein.

„Basisinnovationen kommen daher eher von Außenseitern, Quertreibern oder sind Zufallsprodukte. Wir brauchen deshalb weniger Barrieren, weniger Restriktionen und weniger Steuerung”, fordert Dr. Johannes Bussmann von der Beratungsfirma Booz & Co.. Die Ideen müssten bei wenigen generiert werden. Dafür müsse eine Kultur vorhanden sein, um mit den Ideen auch voran zu kommen. Man sollte sich generell von der Planungshybris verabschieden. Mit mechanistischen Dogmen komme man in der Geschäftswelt nicht weit.

Wirtschaftsexperten wie Bussmann predigen schon seit einigen Jahren, dass die Voraussagbarkeit der Zukunft abnehmen und unübersichtliche Ereignisse zunehmen. Innovationen, neue Produkte, Märkte oder Trends lassen sich nur schwer prognostizieren und die Bedürfnisse der Verbraucher von heute sind kein aussagekräftiger Indikator für die Produkte von morgen. Deshalb braucht man Menschen, die Erwartungen durchbrechen und etwas tun, womit zuvor niemand gerechnet hat. Ein Innovator ist derjenige, der sieht, dass man in turbulenten Situationen mit einem stoischen Verhalten in Probleme gerät: „Der Wandel zu Neuem geschieht nicht kontinuierlich. In der Wissenschaft nennt man das ‚Paradigmenwechsel’, treffend und umfassend beschrieben von Thomas S. Kuhn in ‚Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen’. Der wesentliche Zug seiner Theorie ist der diskontinuierliche Wandel von Methoden, Beschreibungen, Theorien und Erkenntnissen. Und genau dieser Wandel findet derzeit in der globalen Kommunikation statt, ein Vierteljahrhundert nach der Erfindung des Internets: Die Art und Weise, wie wir künftig innovative Produkte und Dienstleistungen erfinden, hat sich schon gewandelt und wird sich weiter in Richtung Cyberinnovation entwickeln”, glaubt Andreas Rebetzky, CIO des Technologiespezialisten Bizerba und Sprecher des cioforums in München.

Der Düsseldorfer Personalexperte Udo Nadolski vermisst allerdings den dafür notwendigen mentalen Umschwung in Deutschland. „Politiker beschäftigen sich mehr mit der Technikfolgenabschätzung als mit den Technologien selbst. Was kann Bundeskanzlerein Angela Merkel denn vorweisen bei der Umsetzung der Lissabon-Strategie. So sollte doch Europa bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt gemacht werden. Bislang existiert diese Vision nur auf dem Papier“, bemängelt Nadolski, Chef des Beratungshauses Harvey Nash.

Wer in der Krise seine Stellung behaupten wolle, müsse seine Ressourcen und die Geisteskraft seines Landes bündeln und in einer gesellschaftlichen Kampagne für Innovationen mobilisieren. „In den USA wird die aufrüttelnde Antrittsrede von US-Präsident Barack Obama eine ähnliche Wirkung haben, wie der Sputnik-Schock Ende der 1950er Jahre. Amerika investierte damals massiv in die Bildung, brachte die Lehrpläne in Mathematik und Naturwissenschaften auf eine hohes Niveau und sorgte mit staatlichen Mitteln dafür, dass die Apollo-Mission zum Mond erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Obama wirkt ähnlich mitreisend wie John F. Kennedy, um eine neue Innovationsoffensive zu starten. Davon können wir in Deutschland nur träumen“, resümiert Nadolski.

Würde mich über Eure Anregungen für eine Innovationsoffensive sehr freuen!!!!