H.M. mag meine Theologen-Schelte nicht

Meine Antwort:

@H.M. warum diese Kurzform? Es wäre doch redlicher, seine Meinung mit der vollständigen Namensnennung kundzutun. Zudem habe nicht alle Gläubigen als schwachsinnig bezeichnet. Es gibt ein Recht auf Glauben, es gibt aber auch ein Recht auf Unglauben – letzteres nehme ich für mich in Anspruch. Wenn Sie die ersten beiden Absätze aufmerksam lesen, werden Sie erkennen, dass ich die theologische Beweisführung für die Existenz Gottes kritisiere. „Gott ist kein Theo­rem. Es geht nicht darum, ihn zu beweisen oder abzuleiten, sondern darum, an ihn zu glauben oder nicht“, schreibt André Comte-Sponville in seinem Opus „Warum glaubt ein Atheist?“ Für Theologen ist das nur schwer verdaulich. In Disputationen mit den Apologeten des Glaubenszirkus kommt an irgendeiner Stelle immer wieder das rabulistische Argument, ob man denn die Nichtexistenz Gottes beweisen könne?

Das funktioniert natürlich nicht. Also ist die Unmöglichkeit für den Beweis der Nichtexistenz Gottes der Beweis für die Existenz Gottes. So einfach ist das. Wissenschaftstheoretisch ist diese Argumentation natürlich der Gipfel des Schwachsinns. Wie soll man beweisen, dass etwas nicht existiert? Man könnte mit diesem theologischen Totschlag-Argument auch beweisen, dass es den Weihnachtsmann, Feen, Engel und Werwölfe gibt.

Soweit mein kleiner Seitenhieb gegen die Theologen. Ansonsten, lieber H.M., locker bleiben oder direkt eine Beschwerde beim Papst platzieren.