Die Manager müssten Unternehmen so organisieren, dass sie die Früchte neuer Techniken auch tatsächlich ernten – Viele Probleme in Deutschland sind hausgemacht

Für die wirtschaftliche Flaute in Deutschland könne nicht nur die Wirtschaftspolitik verantwortlich gemacht werden, es liege auch an den Unternehmen und dem Top-Management. „Darauf verweist die EZB-Direktorin Isabel Schnabel in ihrer Rede beim Economic and Monetary Union Laboratory in Florenz. Es gehe darum, wie beherzt das Management von Unternehmen zupackt. Die Manager müssten Unternehmen so organisieren, dass sie die Früchte neuer Techniken auch tatsächlich ernten. Schnabel liegt mit ihrer Einschätzung goldrichtig. Das belegt unsere neue Studie ‚Digitale Vorreiter im Mittelstand‘. Wer mutig in neue Themen investiert, kann sich auf dem heimischen und den internationalen Märkten durchsetzen. Unternehmen, die ihre digitale und grüne Transformation parallel vorantreiben, sind wirtschaftlich besonders erfolgreich. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen befinden sich auf einem nachhaltigen Wachstumskurs und legen schneller zu als der Markt. Twin Transformer sind Zukunftsgestalter und keine Risikomanager. Nachhaltigkeit ist für sie eine Investition in die Zukunft und nicht nur ein Kostenfaktor“, so Studienautor Bernhard Steimel, Leiter des Smarter Service Institut. 

Knapp 60 Prozent dieser Unternehmen wächst profitabel auch in rezessiven Zeiten. „Bei den digitalen und nachhaltigen Vorreitern der Unternehmenslandschaft gibt es keine Rezession. Zwei von drei befragten Unternehmen sind auf einem soliden Wachstumskurs und setzen sich deutlich vom Markt ab“, erläutert Steimel.

Twin Transformer würden sich durch eine hohe Dynamik und Anpassungsfähigkeit auszeichnen. 

Die Ergebnisse: 

  • 64 Prozent der untersuchten Mittelständler nutzen die Automatisierung als Produktivitätsbooster und damit einen der Megatrends der aktuellen Digitalisierung. Die Automatisierung wird nach Ansicht dieser Unternehmen in den kommenden Jahren eine weiter steigende Rolle spielen.
  • Im Management setzen 57 Prozent agile Methoden ein, um flexibel zu sein und schnell auf Markttrends reagieren zu können.
  • 46 Prozent erzielen profitables Wachstum dank digitaler Geschäftsmodellen.
  • 31 Prozent sehen sich auf dem Weg zu einem datengetriebenen Unternehmen.
  • In Sachen Nachhaltigkeit verfolgt die Hälfte der Vorreiter die Maßgabe, „Purpose beyond Profit“. Der Begriff bezieht sich auf eine Geschäftsphilosophie, die über die reine Gewinnerzielung hinausgeht und einen tieferen, sinnstiftenden Zweck verfolgt. Diese Philosophie betont die Bedeutung von Unternehmen, die nicht nur finanziell erfolgreich sein wollen, sondern auch einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten und in verschiedenen Dimensionen Wert schaffen.
  • 47 Prozent der untersuchten Unternehmen setzen verstärkt auf zirkuläre Geschäftsmodelle und erschließen sich so neue Produkt- und Kundenmärkte.
  • 43 Prozent der Unternehmen bezeichneten sich als „CSRD ready“, haben also die Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive der Europäischen Union bereits erfüllt. Danach müssen schrittweise immer mehr Unternehmen über ihre Initiativen zur Erfüllung der Nachhaltigkeit berichten.

Auf der Seite der nicht monetären Vorteile werden eine höhere Attraktivität als Arbeitgeber, eine steigende Markenreputation, eine erhöhte Preisbereitschaft der Kunden sowie eine stärkere Loyalität genannt. Als monetäre Vorteile gelten günstigere Refinanzierungen und ein besserer Zugang zu Förderprogrammen ebenso wie ein nachhaltiges und rentables Wachstum.

„Unternehmen sollten jetzt nicht wie das Kaninchen vor der Schlange auf neue Taten der Bundesregierung warten. Sie müssen selbst ihre Hausaufgaben machen und sich zu zukunftsfähigen und resilienten Organisationen wandeln. Die Twin Transformer weisen den Weg“, resümiert Steimel. 

Die Studien Highlights können auf der Webseite des Instituts kostenfrei gegen Registrierung herunter geladen werden.

Der vollständige Studienband mit 25 Fallstudien erscheint im April.

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Zum Thema Mythen der Innovation.

Wie man Putin bändigt: Einheit und Entschlossenheit des Westens gefordert – Zur Sendung #SternstundePhilosophie @FlorenceGaub #UlrichSchmid


Zwei Jahre nach Beginn des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine stehen Europa und der Westen an einem Wendepunkt. Der Überfall Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022, eine direkte Fortsetzung der aggressiven Expansion, die bereits 2008 mit dem Einmarsch in Georgien und der Annexion der Krim 2014 begann, hat sich zu einem verheerenden Krieg ausgeweitet. Die Konsequenzen sind katastrophal: Zehntausende von Todesopfern, zerstörte Städte und Millionen von Flüchtlingen.

Die westliche Welt sieht sich mit der Herausforderung konfrontiert, ihre Werte und Sicherheit gegen ein aggressives, autoritäres Regime zu verteidigen, das nicht nur physische, sondern auch ideologische Fronten gegen sie eröffnet hat. Europäische Politiker und Staatschefs haben den russischen Angriff als einen Angriff auf die westlichen Werte deklariert, was die Frage aufwirft, wie eine liberale Demokratie effektiv gegen eine totalitäre Macht bestehen kann.

Die Rolle der NATO und die Beziehungen zwischen den USA und Europa sind dabei von zentraler Bedeutung. Die bevorstehenden Europawahlen im Juni und die US-Präsidentschaftswahlen im Herbst werfen Fragen nach der zukünftigen politischen Ausrichtung und der Bereitschaft des Westens zur Verteidigung seiner Prinzipien auf. Insbesondere die potenzielle Rückkehr Donald Trumps zur Macht könnte die Beziehungen innerhalb der NATO und die Unterstützung für die Ukraine beeinflussen.

In dieser kritischen Zeit ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Westen seine Einheit und Entschlossenheit demonstriert. Die Unterstützung der Ukraine, sei es durch militärische Hilfe, Sanktionen gegen Russland oder diplomatische Bemühungen, muss weiterhin Priorität haben. Gleichzeitig muss der Westen auf die Bedrohungen durch hybride Kriegsführung und Cyberangriffe vorbereitet sein, die die Sicherheit und Demokratie Europas untergraben könnten.

Die Diskussionen und Analysen von Experten wie Florence Gaub und Ulrich Schmid verdeutlichen die Komplexität der aktuellen geopolitischen Lage. Die Notwendigkeit einer starken, koordinierten Reaktion des Westens auf die russische Aggression ist offensichtlich. Die Zukunft Europas und die Stabilität der internationalen Ordnung hängen davon ab, wie effektiv der Westen auf diese Herausforderungen reagieren kann.

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Gegen Extremisten im Netz helfen nur Analyse, Selbstbeherrschung, Augenmaß und Beharrlichkeit

Beitrag, der 2019 im prmagazin erschien, ist aktueller denn je. Halte die Vorschläge auch für praktikabel – jenseits der Empörungsrituale. Im Jubiläumsjahr des Grundgesetzes sollten wir zudem mehr Verfassungspatriotismus im Sinne von Dolf Sternberger wagen.

Bundesverfassungsgerichtspräsident Stephan Harbarth hat das gut auf den Punkt gebracht:

Personalmanagement und Nachhaltigkeit: Zeit der Marketing-Prosa ist vorbei – Zum Eröffnungspanel auf der Zukunft Personal Süd am 5. März – Vorbericht am 27. Februar 12 Uhr #ZPSüd2024

Nachhaltigkeit ist nicht mehr nur ein Schönwetter-Thema für Unternehmen. Im Interview mit Arbeitsrechtler Rupert Felder erfahrt Ihr, warum Nachhaltigkeit jetzt zum Kernthema für das Personalmanagement wird. Erfahrt, welche Rolle HR in der Etablierung von Nachhaltigkeit spielt und warum ohne Nachhaltigkeit keine Zukunft für Unternehmen möglich ist.

Die Zukunftspersonal Süd in Stuttgart steht vor der Tür. Rupert Felder, Experte für Arbeitsrecht, wird dort beim Eröffnungspanel am 5. März mitwirken mit Professorin Cathrin Eireiner und Marcus Riecker. Thema: Rolle der Personalabteilung bei der Erfüllung der Nachhaltigkeitspflichten.

Nachhaltigkeit ist das Herzstück eines Unternehmens. Es betrifft Produkte, Produktionsprozesse, Märkte und die Finanzierung von Unternehmen. Aber es geht auch um die Menschen in den Unternehmen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wissen, wie ihr Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit aufgestellt ist. Deshalb ist Nachhaltigkeit ein Kernthema von HR. Es geht um die Grundelemente des Unternehmens.

Die Zeiten der Marketingberichte sind vorbei. Jetzt zählen Fakten. Unternehmen müssen nachweisen, dass sie nachhaltig handeln. Es geht nicht mehr darum, schnell ein Siegel zu bekommen. Es geht um die grundlegende Veränderung von Produkten und Produktionsweisen. Nachhaltigkeit muss in den Geschäftsprozessen von HR verankert sein.

Die Bedeutung der Nachhaltigkeit für Unternehmen ist enorm. Ohne Nachhaltigkeit kann ein Unternehmen nicht mehr funktionieren. Das Ranking und die Etablierung von Unternehmen in den Finanzsektoren hängen stark von der Nachhaltigkeit ab.

HR spielt eine zentrale Rolle in der Nachhaltigkeit. Es hat die Chance, echten Mehrwert im Unternehmen zu schaffen. Ohne Nachhaltigkeit gibt es keine Zukunft. Deshalb ist Nachhaltigkeit die Zukunftsvorsorge und das Personalmanagement ist schon immer Zukunftsvorsorge gewesen.

Die Unternehmenslandschaft in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Die HR-Positionierung ist dabei von zentraler Bedeutung. Unternehmen stehen unter Druck von vier Seiten: dem Gesetzgeber, dem Finanzbereich, den Kunden und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie alle fordern Nachhaltigkeit.

Die ESG-Vorschriften haben einen großen Einfluss auf Unternehmen. Sie müssen nachhaltig handeln, um am Markt bestehen zu können. Das bedeutet, dass sie in allen Bereichen Nachhaltigkeitskriterien beachten müssen. Das ist eine riesige Weiterbildungsaufgabe.

Die Twin Transformation, also die gleichzeitige Berücksichtigung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit, ist eine weitere Herausforderung für Unternehmen. Es gibt noch einen großen Nachholbedarf in Sachen Nachhaltigkeit. Die Unternehmen müssen sich den 3Ds stellen: Demografie, Dekarbonisierung und Digitalisierung. Das sind die Hausaufgaben, die Unternehmen bestehen müssen.

Hier geht es zum Programm der #ZPSued2024.

Mit Rupert Felder mache ich am Dienstag, den 27. Februar, um 12 Uhr einen Ausblick auf das Eröffnungspanel der Zukunft Personal Süd. Man hört, sieht und streamt sich auf LinkedIn, YouTube und Co. Die Eventseite habe ich auf LinkedIn angelegt.

Von Felix Magath bis zur KI in der Rekrutierung: Die Zukunft Personal Süd in Stuttgart ist am 5. und 6. März – Nicht verpassen #ZPSüd2024 #ZukunftPersonalNachgefragt

Die Zukunft Personal Süd naht. Sie findet am 5. und 6. März in Stuttgart statt. Die Fachmesse ist eine der bedeutendsten HR-Veranstaltungen in der Region und verspricht ein vielfältiges Programm, das sich auf Schlüsselthemen wie Nachhaltigkeit, künstliche Intelligenz (KI), Mental Health, Altersdiversität, Remote-Arbeit und die Entwicklung der professionellen Personenmarke mit KI konzentriert.

Mein Highlight der Konferenz ist die Teilnahme von Felix Magath – mein großes Vorbild als Trainer. Die Jungs von RW Lessenich wissen, wovon ich spreche. Aber das nur am Rande. Die ZP Süd zielt darauf ab, ein Forum für Wissensaustausch, Networking und die Präsentation von innovativen HR-Lösungen zu bieten.

Die Bedeutung von Nachhaltigkeit und ESG-Reporting im Personalmanagement steht beim Eröffnungspanel auf der Keynote Stage im Fokus. Experten diskutieren, wie HR eine zentrale Rolle in der Implementierung von Nachhaltigkeitsstrategien und im Reporting spielt, um den wachsenden Anforderungen von Stakeholdern gerecht zu werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch der Rolle des HR-Managements bei der Bewältigung des demografischen Wandels und der Rekrutierung in Zeiten des Fachkräftemangels.

KI in der Rekrutierung und im Personalmanagement ist ein weiteres zentrales Thema. Ein neues Format, die „Thesentheke“, bietet Teilnehmern die Möglichkeit, aktiv an Diskussionen teilzunehmen und eigene Ideen und Lösungsansätze zu aktuellen HR-Herausforderungen beizutragen. Dieses interaktive Format unterstreicht den Anspruch der Messe, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch einen offenen Dialog zwischen Experten und Teilnehmern zu fördern.

Die ZP Süd wird auch neue Wege in der Personalentwicklung und -führung aufzeigen, die angesichts der aktuellen Herausforderungen in der Arbeitswelt immer wichtiger werden. Von der Bewältigung des Fachkräftemangels über die Integration von Remote-Arbeit bis hin zur Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz – die Fachmesse deckt ein breites Spektrum an Themen ab, die für die Zukunft der Arbeit von entscheidender Bedeutung sind.

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#Wirtschaftsweisen „Stellen Sie sich vor, Sie sind Teil eines Teams, das sich auf eine Mission begibt. Eine Mission, die nicht von Geschlecht, Alter oder Ideologie bestimmt ist, sondern von Fakten, Evidenz und der dringenden Notwendigkeit, Lösungen zu finden“: Eine Utopie, die sich im Sachverständigenrat in Luft auflöst

„Stellen Sie sich vor, Sie sind Teil eines Teams, das sich auf eine Mission begibt. Eine Mission, die nicht von Geschlecht, Alter oder Ideologie bestimmt ist, sondern von Fakten, Evidenz und der dringenden Notwendigkeit, Lösungen zu finden. Das ist die Realität, in der wir uns befinden.“ So oder ähnlich ist auf die neue Arbeitsweise des Sachverständigenrates im Jahr 2022 geantwortet worden. Da sagte die Vorsitzende des Gremiums, Professorin Monika Schnitzer:

„Unsere Diskussionen über Minderheitsvoten? Sie existieren nicht. Warum? Weil wir uns auf das Wesentliche konzentrieren. Ob wir Frauen oder Männer sind, spielt keine Rolle. Was zählt, ist unsere gemeinsame Überzeugung, dass wir uns auf die Fakten konzentrieren und evidenzbasiert arbeiten müssen. Unsere Generation ist darauf ausgerichtet, die Realität zu betrachten, nicht durch die Linse der Ideologie, sondern durch die Linse der empirischen Forschung und Verhaltensforschung. Diese Herangehensweise wird in Zukunft noch wichtiger werden.“

Die Rolle digitaler Geschäftsmodelle in der nachhaltigen Transformation #GreenMonday

Wie können Unternehmen in der heutigen Zeit wettbewerbsfähig und zukunftsfähig bleiben? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Green-Monday-Paneldiskussion in Düsseldorf mit Lars Baumgürtel von ZINQ und Tom Oelsner, CDO bei GEA. Dabei geht es um die Rolle digitaler Geschäftsmodelle in der Twin Innovation und die praktische Umsetzung zirkulärer Geschäftsmodelle.

Nachhaltigkeit als Grundlage für Innovation:
Lars Baumgürtel, Geschäftsführer von ZINQ, betont, dass Nachhaltigkeit nicht nur für junge Unternehmen, sondern auch für etablierte Traditionsunternehmen von großer Bedeutung ist. Gerade im Umgang mit Metallen ist Nachhaltigkeit bereits in den Werkstoffen angelegt. Digitale Lösungen bieten dabei den Hebel, um Innovation und Nachhaltigkeit gemeinsam mit den Mitarbeitern in den Markt und die Produktion zu bringen.

Die Bedeutung digitaler Geschäftsmodelle:
Tom Oelsner, CDO bei GEA, unterstreicht die Bedeutung digitaler Geschäftsmodelle für die Twin Innovation. Als Hersteller von Maschinen und Anlagen im Nahrungsmittelbereich ist es für GEA wichtig, den Kunden einen Mehrwert zu bieten. Dabei spielt die Digitalisierung eine entscheidende Rolle, um komplexe Prozesse zu vereinfachen und Energieeffizienz sowie Nachhaltigkeit zu fördern.

Die Verbindung von Nachhaltigkeit und Innovation:
Baumgürtel erklärt, dass Nachhaltigkeit regulatorisch vorgegeben ist und eine große Chance für die deutsche Industrie darstellt. Durch Innovation und die Neuausrichtung von Geschäftsmodellen können Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit Fortschritte erzielen. Digitale Lösungen spielen dabei eine wichtige Rolle, um Informationen über Produkte und deren Eigenschaften an Kunden weiterzugeben. Ein digitaler Produktpass ermöglicht es, Informationen wie den CO2-Fußabdruck, die Reparierbarkeit und das Recycling eines Produkts zu vermitteln.

Die Rolle der Digitalisierung in der Produktentwicklung:
Oelsner sagt, dass die Digitalisierung auch in der Produktentwicklung eine wichtige Rolle spielt. Es geht darum, Produkte zu entwickeln, die von Anfang an für das Internetzeitalter konzipiert sind. Die Vernetzung von Maschinen und Anlagen ermöglicht es, den gesamten Lebenszyklus einer Maschine zu begleiten und Mehrwerte für den Kunden zu schaffen. Durch die Nutzung von Daten und Services können Energieeffizienz und Nachhaltigkeit verbessert werden.

Nachhaltigkeit sei zudem mehr als nur Energieeffizienz und Recycling. Kreislaufwirtschaft bedeutet, ökonomisches Wachstum vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln. Als Maschinen- und Anlagenbauer ist es wichtig, Produkte zu entwickeln, die den gesamten Lebenszyklus begleiten können. Das Einschmelzen von Metall ist dabei nicht die beste Lösung. Stattdessen sollten Produkte so konzipiert werden, dass sie über Upgrades und Services den Kunden einen echten Mehrwert bieten.

In der Paneldiskussion wurde darauf verwiesen, dass Einkaufsprodukte für über 70 Prozent des CO2-Fußabdrucks verantwortlich sind, der hauptsächlich durch Energie und die gesamte CO2-Emissionen in der Lieferkette entsteht. Um diese Informationen zu erhalten, müssen sie von den Lieferanten in Form eines QR-Codes bereitgestellt werden. Dies ist besonders wichtig für große Unternehmen, die im Metallbereich tätig sind. Wenn Lieferanten nicht in der Lage sind, den QR-Code mit dem entsprechenden aggregierten CO2-Fußabdruck über die gesamte Lieferkette zu liefern, werden sie ausgelistet.

Der digitale Zwilling ist für die weitere Verarbeitung unerlässlich. Kunden erwarten, dass der ökologische Fußabdruck des Produkts bis ins kleinste Detail validiert und glaubwürdig kommuniziert wird. Dies ist eine Chance, die viele Unternehmen im Rahmen des Green Deals ergreifen sollten, um Nachhaltigkeit und Innovation in den Lieferketten zu fördern. Auch Rohstoffverarbeiter müssen sich weiterentwickeln und digitale Lösungen nutzen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Das Ziel ist es, das zirkulärste und nachhaltigste Produkt auf den Markt zu bringen. Die Digitalisierung spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Fazit:
Die Diskussion mit Lars Baumgürtel und Tom Oelsner verdeutlicht die Bedeutung digitaler Geschäftsmodelle für die nachhaltige Transformation von Unternehmen. Durch Innovation, Digitalisierung und die Verbindung von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft können Unternehmen wettbewerbsfähig und zukunftsfähig bleiben.

Neue Studie erkundet den Weg zur digital-nachhaltigen Transformation #GreenMonday

In einer älteren Befragung von Mind Business zum digitalen Reifegrad des Mittelstandes gaben 80 Prozent der Teilnehmenden zu Protokoll, dass sie noch nicht in der Lage sind, ihren CO2-Fußabdruck zu messen, aber daran arbeiten. „Dies hat uns dazu veranlasst, in der aktuellen Studie die Wechselwirkungen zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit genauer zu untersuchen“, so der Analyst Bernhard Steimel beim zweiten Düsseldorfer Community-Treffen „Green Monday“.

„Wir haben mit führenden Familienunternehmen und Hidden Champions gesprochen, die Weltmarktführer in ihrem Bereich sind. Es war interessant zu erfahren, wie diese Unternehmen die wirtschaftliche Dynamik erleben und wie resilient sie sind. Um den Reifegrad der Digitalisierung zu bewerten, haben wir ein Bewertungssystem entwickelt. In dieser Studie haben wir zum ersten Mal versucht, dieses Framework auch auf das Thema Nachhaltigkeit anzuwenden. Unser Ziel war es herauszufinden, wie stark transformative Kompetenzen in den Unternehmen vorhanden sind“, sagt Steimel. .

„Wir haben uns auf die Top 1000 Familienunternehmen und Weltmarktführer konzentriert, da sie den Fortschritt Deutschlands maßgeblich beeinflussen. Wir haben mit Geschäftsführern, CDOs und Nachhaltigkeitsverantwortlichen gesprochen. Es war überraschend festzustellen, dass die meisten Unternehmen trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit auf Wachstumskurs sind. Zwei Drittel der Unternehmen wachsen schneller als ihr Markt. Dies liegt daran, dass sie die Kombination aus Digitalisierung und Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor nutzen“, folgert Steimel.

Erfolgsfaktoren: Die Unternehmen verfolgen eine Unternehmensstrategie, die sowohl digital als auch nachhaltig ist. Sie setzen auf agile Führungsmethoden und nutzen Daten, um evidenzbasierte Entscheidungen zu treffen. Sie investieren in digitale Geschäftsmodelle, um effizienter und effektiver zu werden. Die Unternehmen betrachten Nachhaltigkeit nicht nur als Kostenfaktor, sondern als zusätzlichen Nutzen und Wettbewerbsvorteil. Sie nutzen die Chancen, die sich durch Nachhaltigkeit ergeben, um neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu steigern.

Die Unternehmen arbeiten an Prozesseffizienz, smarter Service und zirkulären Geschäftsmodellen. Sie denken in Ökosystemen und vernetzen sich mit anderen Unternehmen. Sie haben erkannt, dass sie gemeinsam stärker sind und dass digitale Geschäftsmodelle und Nachhaltigkeit eng miteinander verbunden sind.

Die Unternehmen haben gelernt, dass der offene Austausch mit Kunden und die Nutzung von Start-up-Tools ihnen dabei geholfen haben, erfolgreich zu sein. Sie haben erkannt, dass Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammengehören und dass Investitionen in diese Bereiche langfristig rentabel sind. Sie haben auch gelernt, dass sie den Fokus auf Prozesseffizienz legen sollten und dass sie evidenzbasierte Entscheidungen treffen müssen.

„Insgesamt zeigt die Studie, dass die Kombination aus Digitalisierung und Nachhaltigkeit für Unternehmen zukunftsfähig ist. Die Unternehmen haben erkannt, dass sie durch diese Transformation resilienter und wettbewerbsfähiger werden. Sie sehen die Chancen, die sich durch Nachhaltigkeit ergeben, und nutzen sie, um ihr Wachstum voranzutreiben“, resümiert Steimel.

Die komplette Studie wird im Mai veröffentlicht und enthält weitere interessante Erkenntnisse.

Siehe auch:

Bericht in der FAZ: Digitale Vorreiter sind oft auch besonders nachhaltig

Ungewöhnliche Perspektiven auf die Kreislaufwirtschaft – Rückmeldung zu den Breakout Session auf dem zweiten #GreenMonday

Wir sind live dabei, mitten im Herzen von Düsseldorf, der Stadt des Altbiers, beim zweiten Green Monday. An meiner Seite ist Marc Gründler vom Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler. Er hat gerade eine Breakout Session besucht.

„Es war eine Präsentation von Gea Anlagenbau“, erklärt Gründler. „Sie haben ihre nachhaltigen Ansätze im Maschinenbau vorgestellt. Besonders interessant war es zu sehen, wie sie mit den Auswirkungen ihrer Maschinen umgehen, die nach der Produktion auftreten, dem sogenannten Scope 3.“

Scope 1 und 2 sind relativ klein, aber Scope 3, das ist der große Teil. Und genau darauf Einfluss zu nehmen, das war faszinierend zu sehen.

„Es geht nicht nur um Recycling“, betont Gründler. „Es geht um viel mehr. Es geht um die Energie, die verwendet wird, und um den Abfall, der entsteht. Und es geht darum, weiter zu denken, nicht nur in Bezug auf CO2, sondern auch in anderen Bereichen.“

Die Medien konzentrieren sich oft nur auf Plastik und Recycling. Aber das ist nur ein kleiner Teil der Geschichte. Es geht um Transformation, um die Veränderung von Geschäftsmodellen. Es geht darum, nicht nur auf die eigene Wertschöpfungskette zu schauen, sondern auch darauf, was vor und nach einem passiert.

„Das ist das Spannende“, sagt Gründler. „Wenn man Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammen denkt, dann kann man alte Maschinen nachrüsten, sie effizienter und energieeffizienter machen. Und man kann Abfall reduzieren.“

Ein Beispiel dafür ist die Milchpulverproduktion. Mit Hilfe von Cloudlösungen und Sensoren konnte eine deutliche Energieeinsparung erzielt werden.

„Das war ein guter Business Case“, sagt Gründler. „Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt. Bei der Klärschlammbehandlung gibt es nicht mehr genug Menschen, die die Maschinen bedienen können. Mit Hilfe von KI können wir diese Maschinen intelligent steuern.“

Für Gründler ist es wichtig, sich genauer mit dem Thema Scope 3 zu beschäftigen. „Wir müssen uns frühzeitig damit beschäftigen, wie wir die Themen, die nachgelagert oder vorgelagert sind, messen und adressieren können.“

Zum Abschluss fasst Gründler seine Eindrücke von der Tagung zusammen: „Es war ein sehr spannender Austausch mit neuen Horizonten. Es ist immer bereichernd, neue Perspektiven zu bekommen. Es war ein toller Abend.“

Ihr könnt Marc Gründler auf LinkedIn finden. Und er plant, beim nächsten Green Monday wieder dabei zu sein.

Wenn das E-Auto nachts im Parkhaus bleibt: Ideen zur schnellen Errichtung einer Ladeinfrastruktur in Städten #GreenMonday #HannoverMesse #HM24 @hannover_messe #SchubkraftTV

Wir sind live in Düsseldorf beim Green Monday. Neben mir steht Karl Grote von SimParQ. Er hat eine Lösung für Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner, die kein eigenes Haus besitzen und sich ein Elektroauto zulegen möchten, aber keine eigene Wallbox haben. Sie zögern oft, ein Elektroauto zu kaufen, weil sie nicht wissen, wo sie es laden sollen.

Grote, der aus der Parkhausbranche kommt, hat bemerkt, dass Parkhäuser nachts meist leer sind. Städte möchten den ruhenden Verkehr von den Straßen entfernen. Warum also nicht die Elektroautos nachts in den Parkhäusern kostengünstig laden?

Das Problem ist oft, dass zu wenig Energie vorhanden ist und das Laden immer noch sehr teuer ist. Derzeit liegen wir bei AC-Ladesäulen mit 22 kW bei 60 Cent. Das ist zu teuer. Grote schlägt vor, die zwei 22-kW-Ladesäulen in den Parkhäusern durch 24 x 3,7 kW zu ersetzen. Damit könnten Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner am nächsten Tag etwa 100 km fahren, was völlig ausreicht.

Natürlich bedeutet dies, dass die Gebühren in den Parkhäusern nachts angepasst werden müssen. Aber Grote glaubt, dass die Parkhausbetreiber mitmachen werden, weil der Parkraum sowieso vorhanden ist und die Kosten gleich bleiben.

Grote hat auch ein weiteres Konzept entwickelt. Es gibt sogenannte Quartiere, gemischte Wohn-, Arbeits- und Freizeitbereiche mit vielen Parkplätzen, die oft leer sind. Aber es lohnt sich nicht, sie zu bewirtschaften. Grote hat eine Lösung entwickelt, die es ermöglicht, jeden Parkplatz einzeln zu bewirtschaften. Er hat einen Mini-Computer und eine alte Smartphone-Kamera in ein Parkplatz-Statuslicht eingebaut. Dieses System kann das Nummernschild eines Fahrzeugs fotografieren und so jeden Parkplatz einzeln bewirtschaften.

Grote’s Lösungen sind kostengünstig und einfach, was in der Mobilitäts- und Energiewende wichtig ist. Der Verbraucher muss den Nutzen erkennen und einen Anreiz haben, und der Anreiz ist oft der Preis. Mit Grote’s 3,7-kW-Ladestationen können Verbraucher*innen 20% günstiger laden.

Grote’s Lösungen sind auf seiner Website http://www.simparq.com zu finden. Er wird sie auf der Hannover Messe ab dem 22. April vorstellen, zu der er vom Umweltministerium NRW eingeladen wurde.