Wichtige Maßnahmen für Unternehmen in der Jahrhundertkrise – #DigitalXStudio-Interview mit @AchimTruger vom @SVR_Wirtschaft #EconTwitter

Komplette Sendung:

Was muss jetzt noch getan werden, um die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu verbessern? Im Jahresgutachten des Sachverständigenrats der Bundesregierung steht: Innovations- und Diffusionsanreize kleiner und mittlerer Unternehmen sollten gestärkt werden.In der Entwicklung digitaler Technologien ist Deutschland bisher gut aufgestellt. Die Rahmenbedingungen für digitale Dienste und Geschäftsmodelle sollten jedoch verbessert werden.

Die Pandemie hat Defizite in der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, des Gesundheitswesens und des Bildungssystems aufgezeigt. Diese gilt es, rasch und konsequent abzubauen.Was bedeutet das konkret? Stichworte digitale Infrastruktur, Online-Zugangsgesetz, Förderrichtlinien, schneller Zugang zu Fördermitteln, Abstimmung mit Bundesländern und vieles mehr.

Zum Jahresgutachten des Sachverständigenrats.

Verlustrücktrag ausbauen statt Mehrwertsteuer-Senkung verlängern: #DigitalXStudio Interview mit @D_Langenmayr

Gute Argumente von Professorin Dominika Langenmayr­ gegen eine weitere Verlängerung der Mehrwertsteuer-Senkung.

Recherchen von @Robert_Weber_ Rent a Robo – Neue Mietmöglichkeiten für Mittelständler #DigitalXAdhoc

Robert Weber stellt seine Recherchen für den Content-Hub von DigitalX vor:

„Fahrzeug Leasing ist den meisten Unternehmern bekannt, Gabelstapler Leasing vielleicht auch noch, aber auch die Robotikbauer streben jetzt in den begehrten Leasingmarkt und offerieren vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen einen Einstieg in die Technologie. Robotik as a Service (RaaS) heißt das Zauberwort und in den letzten Monaten sind einige RaaS Provider entstanden, die ganze Roboterflotten bewirtschaften.“

Mehrwertsteuer-Senkung beenden? Fragen zum Konjunkturpaket im #DigitalXStudio mit @AchimTruger vom @SVR_Wirtschaft und @D_Langenmayr

Eine Maßnah­me, die ziel­ge­nau den Unter­neh­men helfen würde, die von der Pande­mie getrof­fen sind, ist eine Auswei­tung des steu­er­li­chen Verlust­rück­trags, so der Vorschlag von Domi­ni­ka Langen­mayr, Professorin für Volks­wirt­schafts­leh­re an der Katholischen Univer­si­tät Eichstätt-Ingolstadt.

„Der Verlust­rück­trag ermög­licht, dass der Verlust dieses Jahres nach­träg­lich vom Gewinn des Vorjah­res abge­zo­gen wird; die zu viel entrich­te­ten Steu­ern werden zurück­er­stat­tet. Entlas­tet werden so die Unter­neh­men, die 2020 oder 2021 Verlus­te machen, aber in der Vergan­gen­heit profi­ta­bel waren – also grund­sätz­lich funk­tio­nie­ren­de Geschäfts­mo­del­le haben. Im ersten Corona-Hilfs­pa­ket wurde die Summe, bis zu der Verlus­te steu­er­lich zurück­ge­tra­gen werden können, von 1 Milli­on auf 5 Millio­nen Euro erhöht“, so Langenmayr in einem Gastbeitrag für die FAZ.

Würde man diese Beschrän­kung ganz aufhe­ben und die Unter­neh­men Verlus­te bis in Höhe des Vorjah­res­ge­winns zurück­tra­gen lassen, würde dies 2020 rund 4 Milli­ar­den Euro Körper­schaft­steu­er­auf­kom­men kosten und einen ähnli­chen Betrag der Einkom­men­steu­er. Da auch 2021 nicht mit einer voll­stän­di­gen Erho­lung zu rech­nen ist, wäre es zudem sinn­voll, den Rück­trags­zeit­raum auf zwei oder drei Jahre auszu­wei­ten. Dann könn­ten die Verlus­te des Jahres 2021 auch mit Gewin­nen aus 2019 oder 2018 verrech­net werden. 

„Zu beach­ten ist, dass sich diese Maßnah­me zu großen Teilen selbst finan­ziert: Verlus­te, die nicht zurück­ge­tra­gen werden können, mindern zukünf­ti­ge Steu­er­zah­lun­gen. Eine Auswei­tung des Verlust­rück­trags würde also jetzt, in der Krise, Unter­neh­men durch die Rück­erstat­tung schon gezahl­ter Steu­ern entlas­ten (und Steu­er­ein­nah­men kosten), aber in den kommen­den Jahren zu höhe­ren Steu­er­ein­nah­men führen, da weni­ger Verlust­vor­trä­ge notwen­dig würden“, so die Wirtschaftswissenschaftlerin.

Wir werden das in unserer Sendung #DigitalXStudio vertiefen. Mit Professor Achim Truger vom Sachverständigenrat und Professorin Domi­ni­ka Langen­mayr.

#DigitalXStudio läuft im Multistream via TwitterFacebook, YouTube und LinkedIn.

Man hört, sieht und streamt sich um 11 Uhr.

Wie wirkt das Konjunkturpaket? Was muss noch verbessert werden? Gespräch mit @AchimTruger über das Jahresgutachten des @SVR_Wirtschaft #DigitalXStudio

Die Soforthilfen wurden bekanntlich im Konjunkturpaket durch durch Überbrückungshilfen abgelöst, die zudem kleine und mittlere Unternehmen bis 249 Beschäftigten sowie große Unternehmen ohne Zugang zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) einbeziehen. „Die Anzahl der eingegangenen Anträge bleibt bisher, wie bei den Soforthilfen, deutlich hinter den Erwartungen zurückVon den bereitgestellten 25 Milliarden Euro wurden bis zum 27. Oktober lediglich 1,2 Milliarden Euro abgerufen“, teilt der Sachverständigenrat in seinem Jahresgutachten mit.

Zum Stand vom 8. August kam gut die Hälfte der Anträge von Kleinstunternehmen, gefolgt von knapp 26 Prozent von kleinen Unternehmen mit maximal 49 Beschäftigten, gut 14 Prozent von Solo-Selbständigen, gut 4 Prozent von mittleren Unternehmen bis zu 249 Beschäftigten sowie 0,25 Prozent von großen Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten. Der Großteil der Hilfen ging an kleine und mittlere Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten, die einen größeren Finanzbedarf als die Kleinstunternehmen haben dürften.

Die geringen Antragszahlen könnten darauf zurückzuführen sein, dass aufgrund der relativ rasch einsetzenden wirtschaftlichen Erholung weit weniger Unternehmen als erwartet auf Überbrückungshilfen angewiesen sind, so der Sachverständigenrat. Zudem erreichen die Überbrückungshilfen die hilfsbedürftigen Unternehmen nur mit großen Hürden. So ist die Antragstellung ausschließlich über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer möglich. Für viele kleinere Unternehmen dürften die im Vergleich zur Unterstützung relativ hohen Kosten einen Antrag unwirtschaftlich machen.

Die Einbindung einer prüfenden dritten Partei in die Antragstellung wird hauptsächlich damit begründet, eine zielgenaue und missbrauchsfreie Mittelvergabe sicherzustellen (Bundesregierung, 2020). Ein Grund dürfte sein, dass die weitestgehend ohne direkte Prüfungen ausgezahlten Soforthilfen nachträglich zu vielen Rückmeldeverfahren über den tatsächlichen Liquiditätsbedarf geführt haben, allein 100 000 in Nordrhein-Westfalen (Wirtschaft NRW, 2020). 

Insgesamt hat die Politik schnell Liquiditätshilfen für Unternehmen unterschiedlicher Größe zur Verfügung gestellt. Dass diese nur in sehr geringem Ausmaß abgerufen wurden, könnte auf die hohen administrativen Hürden insbesondere in der ersten Phase der Überbrückungshilfen zurückzuführen sein.

Mit der Einführung der zweiten Phase der Antragstellung wurden die Anforderungen gelockert, was zu höheren Abrufquoten bei kleineren und mittleren Unternehmen führen dürfte. Inwieweit diese Ausweitung der Unterstützung die betroffenen Unternehmen rechtzeitig erreicht, bleibt jedoch abzuwarten. Die Einschränkungen aufgrund der zweiten Infektionswelle haben die Bundesregierung zu weiteren Unterstützungsmaßnahmen veranlasst.

Was muss jetzt noch getan werden, um die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu verbessern?

Im Jahresgutachten steht: Innovations- und Diffusionsanreize kleiner und mittlerer Unternehmen sollten gestärkt werden.

In der Entwicklung digitaler Technologien ist Deutschland bisher gut aufgestellt. Die Rahmenbedingungen für digitale Dienste und Geschäftsmodelle sollten jedoch verbessert werden.

Die Pandemie hat Defizite in der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, des Gesundheitswesens und des Bildungssystems aufgezeigt. Diese gilt es, rasch und konsequent abzubauen.

Was bedeutet das konkret? Stichworte digitale Infrastruktur, Online-Zugangsgesetz, Förderrichtlinien, schneller Zugang zu Fördermitteln, Abstimmung mit Bundesländern und vieles mehr.

Wir diskutieren das mit Achim Truger vom Sachverständigenrat, um 11 Uhr. Ihr könnt Eure Fragen über die Chat- und Kommentarfunktionen stellen.

#DigitalXStudio läuft im Multistream via Twitter, Facebook, YouTube und LinkedIn.

Man hört, sieht und streamt sich am 18. November, um 11 Uhr.

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