Agenda: #CIOKurator – #NewWork – #Netzpiloten – #Plattformökonomie – #Kartellamt

Meine Agenda in dieser Woche:

Stichworte meiner Netzpiloten-Kolumne, die heute im Laufe des Tages erscheint:

Man hört, sieht und streamt sich heute um 12 Uhr bei der Premiere des Formats #CIOKurator #Live.

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Künstliche Intelligenzen als Butler: Da werden Sie geholfen. Oder?

Passt zu Bots als Kundenberater #rp17 Session von Christian Bartels

CIO Kurator

Ich lamentiere hier schon einige Zeit herum, dass unsere Lösungen – ob für Social Collaboration, für Dokumentenverwaltung, Kommunikation und E-Mail – nicht einfach genug zu bedienen sind. Otti und Otto Normalanwender scheitern oft an grauseligen Oberflächen, an zu vielen Auswahlmöglichkeiten und an unzureichender Schulung. Auch wenn mobile Apps und moderne Benutzeroberflächen – gebaut nach Methoden des Design Thinkings – Besserung versprechen, ist eine wirkliche Besserung noch nicht in Sicht. Oder vielleicht doch?

Die neuen persönlichen Assistenten versprechen Besserung. Wir sprechen mit Alexa von Amazon. Microsoft und gerade aktuell Google gehen ebenfalls in diese Richtung und wollen das Leben der Anwender einfacher machen. Mit künstlicher Intelligenz, mit Gesichts- und Spracherkennung, mit intelligenter Analyse der Benutzerdaten und vielem mehr. Die Vision vom Computer, mit dem man spricht, der einem trotz Dialekt versteht, sogar auf hessisch oder bayrisch nimmt konkretere Formen an.

Und ja, das könnte endlich ein Durchbruch sein, damit Anwender Antworten auf ihre Fragen…

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Disputation über Studiengebühren @th_sattelberger @schulze_ute @kybernethik @prxpragma @AxelHohl

Das können wir gerne vertiefen 🙂

Hier die Studie des WZB von 2011 (!).

Wie hat sich denn die Qualität der Hochschulen durch Studiengebühren im Untersuchungszeitraum der Studie verändert?

Und war damals überhaupt eine Abstimmung mit den Füßen möglich? Stichwort: Immobilität = starre Nachfrage (wird in der WZB-Studie übrigens erwähnt).

Am Donnerstagabend – also um 18 Uhr – hab ich zufälliger Weise ein Autorengespräch mit dem Schweizer Bildungsinnovator Christoph Schmitt.

Da werde ich das noch auf die Agenda setzen. Über die Chatfunktion von YouTube könnt Ihr mitdiskutieren oder via Twitter mit dem Hashtag #Autorengespräch

Lasst uns heftig disputieren. Man hört, sieht und streamt sich spätestens am Donnerstag.

Morgen geht es um 12 Uhr übrigens um #Wannacry

Viele Führungskräfte sind neurotisch, aggressiv und machiavellistisch – Alles nur Hirngespinste? #Digitreff

Cemo‏ @kybernethik bei der Digitreff Disputation

Was als Kritik am Wertesystem der bürokratisch-bürgerlichen Gesellschaft in den späten siebziger Jahren über die Neuen Sozialen Bewegungen forciert wurde, reduzierten vulgär-kapitalistische Strömungen auf eine Demontage des Wohlfahrtsstaates.

„Mit völlig verschiedenen Motiven priesen beide Autonomie und Spontanität und lehnten die Disziplin in der hierarchischen Organisation ab. Anstatt Anpassung an vorgegebene Rollen verlangten sie Individualität und Diversität. Experimente, Offenheit für Neues, Flexibilität und Veränderung wurden nun als positiv besetzte Grundwerte etabliert. Beide Bewegungen operierten mit dem attraktiven Begriff der persönlichen Freiheit, wobei die Neuen Sozialen Bewegungen diesen in einem sozialen Sinn als Freiheit der Persönlichkeitsentfaltung und des Zusammenlebens verstanden, die neoliberale Politik ihn hingegen in einem ökonomischen Sinn als Freiheit des Marktes begriff“, so Felix Stalder in seinem Opus „Kultur der Digitalität.

Flache Hierarchien ohne Freiheitsgewinn

Ein Heer von Managementberatern, Umstrukturierungsexperten und neuen Unternehmern plädiert zwar für flache Hierarchien, Eigenverantwortlichkeit, Innovation und Flexibilität – ohne die Machtstatik auch nur in Ansätzen anzutasten.

„Größere Unternehmen wurden restrukturiert, so dass sich ganze Abteilungen als eigenständige ‚profit centers‘ wiederfanden. Dies geschah unter der Maßgabe, mehr Spielraum zu ermöglichen und den Unternehmergeist auf allen Ebenen zur Entfaltung zu bringen mit dem Ziel, die Wertschöpfung zu erhöhen und dem Management bessere Durchgriffsmöglichkeiten an die Hand zu geben“, schreibt Stalder.

Sozialstaatliche Absicherung Einzelner hält man für überholt. Kollektive Institutionen, die für eine gewisse Stabilität in der Lebensführung sorgen können, gelten als bürokratische Hindernisse. Um politische Freiheit, soziale Verantwortung und Autonomie geht es den Flexibilisierungsideologen ganz und gar nicht. „Jeder ist seines Glückes Schmied“, so könnte man die rhetorische Farce der New Work-Adepten zusammenfassen.

Mitarbeiter meckern zu viel, reiben sich an den Umständen und betreiben Führungskräfte-Bashing – solche Beschwichtigungssätze fielen auch beim Bonner Digitreff in der New Work-Diskussion.

Sind also die kritischen Äußerungen des ehemaligen Personalvorstandes Thomas Sattelberger alles nur Hirngespinste? Warum kommen so viele Psychopathen in Top-Positionen? Dort sei das Klonen extrem ausgeprägt.

„Topmanager sind deutsche, weiße, männliche, ähnlich ausgebildete Konzerngewächse, meist mit einem ansehnlichen ‚McKinsey & Co‘-Hintergrund, die dann eine lineare, gleichförmig verlaufende Schnelldusche als Manager in Hauptverwaltungen absolviert haben. Die Topmanager heute sind zwar akademischer als früher, aber damit nicht unbedingt gebildeter. Statt vieler Patriarchen haben wir jetzt mehr Technokraten in den Konzernen.“

Viele von denen haben nach Erfahrungen von Sattelberger einen Schatten in der Birne: Sie sind neurotisch, aggressiv und machiavellistisch – also machtbesessen. Auch der Psychologe Robert Hare beschreibt die Einstellungen und Handlungen vieler Führungskräfte im Unternehmen als psychopathisch. Es gilt, „Konkurrenten zu vernichten oder auf die eine oder andere Weise zu schlagen. Sie zerbrechen sich nicht lange den Kopf darüber, wie sich ihr Verhalten auf die breite Öffentlichkeit auswirkt, solange die Leute die Produkte des Unternehmens kaufen.“ Nachzulesen in dem Joel Bakan-Opus „Das Ende der Konzerne“.

Große Unternehmen unterliegen komplett der Psychopathie-Diagnose von Hare. Sie handeln unverantwortlich, weil bei der Verfolgung ihrer Ziele jeder gefährdet ist, der ihnen in die Quere kommt. Sie versuchen, alles und jeden zu manipulieren, einschließlich der öffentlichen Meinung. Im Social Web wird das mit dem Weihrauch digitaler Coolness kaschiert. Hare verortet bei Konzernen – bei großen Mittelständlern ist das nicht anders – einen Hang zum Größenwahn, wenn sie ständig behaupten, die Nummer eins zu sein.

Zu beobachten bei jedem Messe-Kickoff mit Tschakka-Gebrüll. Asoziale Neigungen sind ebenfalls typisch und die Unfähigkeit, Schuldgefühle zu empfinden. Wenn sie wie VW bei einem Gesetzesverstoß erwischt werden, zahlen sie den Ablass und machen unbeirrt weiter. Bei Großunternehmen regieren oberflächliche Kontakte:

„Ihr einziges Ziel besteht darin, sich der Öffentlichkeit auf eine Weise zu präsentieren, die anziehend wirkt, aber nicht kennzeichnend für ihre wahre Natur sein muss“, so Hare.

Das zählt zu den herausragenden Kennzeichen von Psychopathen. Sie sind berüchtigt für ihre Fähigkeit, ihre egozentrische Persönlichkeit hinter einer einnehmenden Fassade zu verbergen. Man braucht nur auf die unrühmliche Geschichte des Energiekonzerns Enron blicken, die sich mit großzügigen Unterstützungen von Kommunen, Kunstprojekten, Museen, Bildungseinrichtungen und Umweltschutzgruppen hervortaten. Am Ende brach der Wohltätigkeitsaktionismus unter der Last von Habgier, Überheblichkeit und krimineller Energie zusammen.

Siehe auch:
Über das notwendig falsche Bewusstsein des #DigiTreff

Gallup: Wie Führungskräfte ihre Mitarbeiter zur inneren Kündigung treiben

Karriere im Kreisverkehr der Deutschland AG

CIO Kurator Live, 22.5.17, 12 Uhr: Zum Heulen: WannaCry als Menetekel kommender Cyberattacken?

Ausblick auf ein neues Format. Start am Montag 🙂

CIO Kurator

Die Wannacry Ransom-Attacke, deren Folgen und ein Ausblick in Security-Zukunft sind in allen Gazetten. Der Patriarch von Moskau und Vorsteher der russisch-orthodoxen Kirche soll, so dieser Bericht, Computer des russischen Innenministeriums mit Weihwasser gesegnet und so gegen „Wanna Cry“ zu immunisieren versucht haben.

Diese Methode werden die beiden IBM Security Experten Carsten Dietrich und Christian Messmer wohl eher nicht empfehlen, wenn sie am kommenden Montag, den 22. Mai um 12 Uhr mit Gunnar Sohn über WannaCry als potentielles Menetekel weiterer Cyberattacken sprechen werden. Christian Messmer arbeitet in der IBM als Sales Representative für das Thema Security Operations & Response in der IBM Security Business Unit. Und Carsten Dietrich ist Product Line Manager der Content Security Solutions in Kassel. 

Ende November 2015 erschien dieser Beitrag zum IBM X-Force-Team auf it-business:

Wer seine Kunden für ein IT-Security-Projekt gewinnen will, braucht gute Argumente, obwohl die Medien fast täglich von Cyber-Attacken berichten. Die Bedrohungen…

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Daten mit Vorurteilen und wie man mit Machteliten-Hacking reagieren könnte – Eure Meinung?

Machteliten-Hacking

Das Interview mit Stefan Holtel ist die Grundlage meiner Netzpiloten-Kolumne am Montag.

Folgende Punkte sind dabei wichtig.

KI ist ein Marketing-Hype.
Der Markt findet derzeit richtige Antworten auf falsche Fragen.
Wenn wir nicht schnell die richtigen Fragen stellen, werden wir nur durch Versuch und Irrtum lernen, welche Macht KI für alle Lebensbereiche haben wird.

Einsicht in die Algorithmen – Forensik,
KI-Technik ist/wird zunehmend zu einer black box, die selbst ihre Entwickler nicht mehr verstehen.
Dieser Trend ist unumkehrbar: Wir werden immer mehr von KI-Algorithmen profitieren, aber immer weniger begreifen, wie sie eigentlich arbeiten.
Konsequenz: Wir müssen unser Konzept von Vertrauen in Maschinen überdenken und neu bewerten. Das ist keine technische Frage, sondern eine techniksoziologische und gesellschaftliche, die keine objektive Antwort haben wird, sondern in einem normativen Diskurs entwickelt werden muss.

KI und die Prognosen zur Vernichtung von Arbeitsplätzen,
Effektheischende Berechnungen. Alle gehen von vielen Annahmen aus, die gar nicht gegeben sind.
Die Studien werden nur stümperhaft zitiert und nicht wirklich durchgearbeitet.
Es fehlt eine differenzierte Debatte zu dieser Frage.
Hypothese: KI vernichtet keine Arbeitsplätze, sondern Tätigkeiten. Mit dieser Annahme verändert sich die Diskussion über die Rolle von KI zu einer vom „Mensch in der Schleife“.

Singularität – Ray Kurzweil,
Definition ist unklar, je nach Verständnis ist Singularität bereits eingetreten (z.B. Finanzmarkt-Crash, fehlerhafte Frühwarnsysteme) oder steht uns noch bevor.
Eine Emergenz von Singularität aus einer hypothetischen Hochrechnung von möglicher Komplexität ist unseriös. Sollten Maschinen irgendwann Bewusstsein erlangen, wird es ein anderes Bewusstsein sein als das, was Menschen haben. Vielleicht werden wir es gar nicht erkennen.

Eure Wünsche und Prognosen.
KI ist ein Querschnittsthema. Alles wird betroffen sein. Der Diskurs um KI muss differenzierter geführt werden. Experten sollten durch Aufklärung oder Machteliten-Hacking Verantwortung übernehmen, um diesen Diskurs adäquat zu begleiten.

Würde mich freuen, wenn Ihr mich in den nächsten zwei Tagen (also bis Sonntag) bei meiner Recherche unterstützen könntet. Mit Statements, Fakten, Daten, Prognosen….

Entweder hier über die Kommentarfunktion oder per Mail: gunnareriksohn@gmail.com

Neues Format: CIO Kurator Live startet Montag mit Gespräch zu WannaCry-Attacke

Hoch erfreut 🙂

CIO Kurator

Kommenden Montag – am 22. Mai 2017 – werden wir ein neues Format erstmals ausprobieren: den CIO Kurator Live. Hier geht es darum, in einer Liveschaltung über Google Hangouts oder Facebook Live Experten zu einem bestimmten Thema zu befragen, in knapper kompakter Form zu brisanten und aktuellen Themen zu informieren und zu diskutieren. In 20 bis 30 Minuten soll ein Thema prägnant aufgearbeitet werden.

Es freut mich ganz besonders, dass ich für den ersten CIO Kurator Live Gunnar Sohn, seines Zeichens Diplom-Volkswirt (FU Berlin), Freiberufler. Wirtschaftspublizist, Buchautor, Blogger, Medienberater, Moderator und Kolumnist, als Moderator gewinnen konnte, mit ich ja schon intensiv in anderen Projekten – zuletzt beim IBM HR Festival -zusammengearbeitet habe.

Den Auftakt werden wir mit einem hochaktuellen Thema machen: Die Wannacry Ransom-Attacke, deren Folgen und ein Ausblick in Security-Zukunft. Gunnar spricht dazu mit den beiden IBM Security Experten Carsten Dietrich und Christian Messmer. Dieses erste Gespräch werden wir am…

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Ab heute: Konferenzschaltungen mit #FacebookLive möglich – Test mit @Editor_Page

So langsam kann man Hangout on Air in die Tonne kloppen. Aktualisiert Eure FB-App, dann jet et.

Man hört, sieht und streamt sich 🙂

[DE] Tech-Konferenzen: Google und Microsoft setzen auf künstliche Intelligenz, aber … erhöhte Obacht

Müsste es nicht auch eine Möglichkeit geben zur KI- oder Big Data-Forensik. Was passiert, wenn KI-Systeme auf Grundlage von falschen Daten zu fragwürdigen Empfehlungen kommen. Wie schaffe ich es als Anwender – privat und beruflich – Einsichten zu bekommen in die Datenanalysen, die von KI-Systemen vorgenommen werden? Also geht es vielleicht auch um den Schutz vor Daten, in denen Vorurteile stecken.

Digital Naiv

Google und Microsoft haben gerade ihre großen Konferenzen durchgeführt. Und beide Giganten setzen auf … künstliche Intelligenz:

Google rüstet seine Dienste in großem Stil mit künstlicher Intelligenz auf und greift dabei die Rivalen Apple, Amazon und Facebook an. Der digitale Assistent des Internet-Konzerns soll demnächst Apples Siri-Software Konkurrenz auf dem iPhone machen.

Source: Google I/O: Die Ankündigungen auf einen Blick – FOCUS Online

Das Handelsblatt zitiert Google-Chef Sundar Pichai:

Tatsächlich wartete der Manager mit nicht weniger als einem Strategiewechsel auf. Künftig würde nicht mehr wie bislang die Weiterentwicklung von Innovationen für Mobilgeräte im Zentrum stehen, sagte Pichai, sondern die Maschinenintelligenz. „Wir werden alle unsere Produkte überarbeiten. Alles verändert sich dank künstlicher Intelligenz.”

Source: Google I/O: Sundar Pichai verkündet die KI-Revolution

Ganz ähnlich klingt Satya Nadella, der CEO von Microsoft:

Nadella introduced a new mantra to drive Redmond, Wash.-based Microsoft forward — at least for the next year: ‘Intelligent Cloud and…

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