Red Hat: Open-Source-Prinzip mit offener Unternehmenskultur

Welche Organisationsprinzipien würdet Ihr empfehlen für offene und vernetzte Unternehmen?

CIO Kurator

„Manager planen zu viel und führen zu wenig aus“, meint nach einem NZZ-Bericht James Whitehurst, Konzernchef der Open-Source-Firma Red Hat.

„Aus seinen früheren Tätigkeiten habe er gewusst, wie man stabile, statische Tätigkeiten rationalisieren könne. Doch genau diese strukturierten Jobs seien die ersten, die automatisiert würden. Was ein erfolgreiches Unternehmen auszeichne, seien Innovation und Kreativität, Eigenschaften, die in traditionellen Strukturen schwer zu entfalten seien. Viele Führungskräften hätten dies wohl erkannt. Doch sie machten den Fehler, zur Lösung des Problems externe Berater ins Unternehmen zu holen. Damit würde nur die strategische Planung optimiert“, so die NZZ.

60 Quartale in Folge sei seine Firma mit einer offenen Kultur gewachsen; im Ende Februar abgeschlossenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen, das 10 500 Mitarbeiter hat, einen Umsatz von 2,4 Milliarden Dollar. Er sei sich aber auch bewusst, dass er, wie andere IT-Konzernchefs auch, vier schlechte Quartale in Folge nicht überleben würde.

Die Vision von ETH-Professor Dirk…

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Unbedingt austauschen: Windows Phone wird nicht mehr „supported“

Tja

CIO Kurator

Das Windows Phone ist nun endgültig „tot“. Microsoft hat den Support für beendet erklärt. Zeit also, verbleibende Telefone im Unternehmen umgehend auszutauschen.

Windows Phone is dead. On July 11, Microsoft ended support for the Windows Phone 8.1, effectively killing off the Windows Phone brand. The Windows 10 Phone is still around, but the company hasn’t gone out of its way to add new features.

Being that the phone is no longer supported, it loses out on key services offered by Microsoft. „There will be no new security updates, non-security updates, free or paid assisted support options or online technical content updates,“ a Microsoft support page said.

While the overall Windows Phone market share dropped below 1% in early 2016, there are still some holdouts. As such, IT admins should take inventory of any user with a Windows Phone device, begin the decommissioning process, and consider some alternatives.

über Why Windows…

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Scheininnovationen und Digi-Labs überdecken Defizite der Digitalisierung

Um bei den Digitalthemen in der ersten Liga zu spielen, reicht es für Unternehmen wohl nicht aus, entsprechende Talente oder Startups an Bord zu holen.

„Auch in der Führung muss Kompetenz in Sachen Digitalisierung präsent sein“, fordern Jürgen und Heribert Meffert in ihrem Opus „Eins oder Null“.

Dabei gehe es vor allem um die erste Ebene, die Geschäftsführung und das Aufsichtsgremium, sowie um die zweite Führungsebene.

„Die IT muss als neue Kernkompetenz im Unternehmen verstanden werden, der CDO sollte ein einflussreiches Wort im Führungsgremium mitsprechen – dann klappt es auch mit der Digitalisierung.“

Für die Kulisse passiert gerade eine Menge. Aber ändert sich wirklich etwas in den Führungsetagen?

„Digi-Labs, Innovation-Hubs, Digitalfabriken oder wie immer die deutschen Unternehmen ihre Ableger nennen, sind in den vergangenen Jahren ein fester Teil der deutschen Firmenlandschaft geworden. Ob Daimler, Lufthansa, Thyssenkrupp oder Deutsche Bank – jeder, der zeigen will, dass er die Zukunft anpackt, hat inzwischen ein Labor gegründet. Rund 100 sind es mittlerweile und noch deutlich mehr, wenn man zugekaufte Startups oder IT-Ausgründungen miteinbezieht. Tendenz steigend“, schreibt Capital.

Das Monatsmagazin hat mit der Hamburger Managementberatung Infront Consulting über Monate Dutzende von Laboren besucht. Bislang sind die Ergebnisse ernüchternd: Wirklich Geld habe noch niemand verdient, auch die nicht, die schon länger dabei sind.

„Es fällt auf, dass bisher betriebswirtschaftlich eigentlich fast nichts erreicht wurde“, zitiert Capital Julian Kawohl, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, der die Studie wissenschaftlich begleitet hat. „Kein Unternehmen hat durch sein Lab signifikantes Neugeschäft aufgebaut.“

Was fehlt, sei die Bereitschaft der Konzerne, wirklich im großen Stil Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Noch stünden die Labs unter Welpenschutz, heißt es in der Studie.

Controller und die Sucht nach der kurzfristigen Rendite

Noch sei die Begeisterung bei den CEOs hoch. Noch werden die Units von dem verführerischen Parfüm des Neuen umgeben.

„Das aber könnte sich ändern, wenn die Controller kommen und Nachweise für wirtschaftlichen Erfolg verlangen“, schreibt Capital und hätte vielleicht die systemischen Defizite der Deutschland AG stärker unter die Lupe nehmen sollen.

Viele Konzerne und mittelständische Unternehmen leben von der Substanz. Sie setzen nicht auf neue Technologien, sondern auf höhere Preise und Scheininnovationen.

Wachsende Konzentration in wichtigen Branchen und eigentumsrechtliche Verflechtungen schädigen die Innovationskraft, um Zukunftsthemen wie die Kreislaufwirtschaft, die Mobilitätswende und den Klimaschutz zu stemmen. Wir bescheiden uns lieber mit Dumping-Kapitalismus, mahnt Wolfgang Neef, ehemaliger Vizepräsident der Technischen Universität Berlin. Rendite-Geilheit rückt an die Stelle der Qualitätsproduktion.

Value-Engineering statt Qualitätsproduktion

Die Studenten von Neef berichten, dass in der Firma Siemens professionelle Ingenieurarbeit, die ihre Zeit braucht und nicht mit billigsten Mitteln arbeitet, als „Over-Engineering“ geschmäht werde. Es soll stattdessen um „Value-Engineering“ gehen, also Ingenieurarbeit, die primär den Unternehmenswert an der Börse im Blick hat und möglichst geringe Kosten aufweist.

Laut Handelsblatt ist das national und international kein Einzelfall. Statt Produkte zu erfinden, würden sich Firmen im Zahlenjonglieren üben: Statt Wissenschaftler einzustellen, Forschungslabore einzuweihen oder neue Geschäftsfelder zu gründen, baut man die Finanzabteilung aus, in der dann neue Tricks zur internationalen Steuerarbitrage ausgebrütet werden. Laut einer Studie des MIT setzen die meisten Konzerne nicht mehr auf langfristige Grundlagenforschung und angewandte Forschung, sondern konzentrieren ihre Ausgaben auf kurzfristige Ziele. Ein immer größerer Anteil der Patentanmeldungen dient nicht mehr dem Schutz von Innovationen, sondern soll die Anwendung innovativer Technologien durch Konkurrenten blockieren.

Solche Effizienzdogmatik führt zur Sparsamkeit der Geisteskraft, so der Duktus der aphoristischen Schrift „Kritik der grotesken Vernunft“ aus der Feder von Lars Hochmann:

„Jede Gesellschaft hat die Unternehmen, die sie verdient.“

Das muss aber nicht zur fatalistischen Gegenwartsrestauration führen.

„Zukünfte zu gestalten, bedeutet: die Wirklichkeit aufheben lernen“, so Hochmann, der mit seiner Aussage gut zur Programmatik der D2030 Initiative passt. Denn: „Unternehmen sind von Menschen gemacht und damit immer auch anders machbar.“

Ausführlich in meiner Netzpiloten-Kolumne nachzulesen.

Effizienzdogmatik in der Praxis: Microsoft streicht zehn Prozent der Stellen in Deutschland

Über die digitale Entmündigung der Unternehmen #CIOKurator #CIODebatte

Sind Unternehmen wirklich noch Herr ihrer IT? Axel Oppermann bezweifelt das. IT und digitale Prozesse seien zwar elementar für bestehende und neue Geschäftsmodelle. Dennoch werde sich die IT-Wertschöpfungstiefe reduzieren.

„Aktuelle Beispiele sind Cloud-Computing und Analytics; in naher Zukunft werden es Microservices, Business-Process-Services sowie KI- und AI-Systeme sein“, schreibt Oppermann in einem CIO-Kurator-Beitrag.

Eine Vielzahl von Unternehmen werde nicht mehr in der Lage sein wird, die eigentlichen Kernleistungen zu produzieren – vergleichbar mit der Automobilbranche. „Besonders die polypolistischen und monopolistischen Strukturen der IT-Industrie werden eine solche Abhängigkeit verstärken. Der Public Cloud Markt ist auf dem Weg zum Oligopol“, so Oppermann.

CIOs, IT-Verantwortliche, Einkäufer, CFOs und Geschäftsführer haben es in den vergangenen 20 bis 25 Jahren nicht geschafft, sich von den IT-Herstellern zu emanzipieren. Auch der Paradigmenwechsel in Richtung Cloud-Computing konnte nach Auffassung von Oppermann nicht genutzt werden, um eindeutig vorhandene Asymmetrien abzubauen.

„Durch die sich wandelnden Geschäftsmodelle der IT-Anbieter wird es zunehmend zu einer noch größeren Abhängigkeit – und nicht nur in Einzelfällen – zu einer digitalen Entmündigung der Anwenderunternehmen kommen.“

Schöner Stoff für die Fortsetzung unserer CIO-Debatte 🙂

Wer macht mit? Führe dazu Audio- und Video-Interviews.

Siehe auch:

Watson in Wimbledon: Künstliche Intelligenz spielt Tennis

CIO Kurator

Wer hat gesagt, Tennis wäre langweilig? In welchem Sport gibt es sonst so viel Geschwindigkeit, Gestöhne und großes Drama –  wann hat ein Fußballspieler das letzte Mal einem Schiedsrichter Geld vor die Füße geworfen?

Was allerdings vielleicht nicht mal viele Tennisfans auf dem Schirm haben: Tennis ist eine sehr technische Veranstaltung: Irgendwann hat alles mal angefangen mit simplen Stoppuhren, dann gab es Netze, die Ballkontakte anzeigen, und später computergestützte Systeme zur Ballverfolgung.

Die lange Entwicklung von Technologie im Tennis führte schließlich zu Big Data Analytics, um das Vorgehen der Spieler zu analysieren. Heute sind wir bei einem komplett personalisiertem Zuschauererlebnis angekommen.  Gut für die Zuschauer. Und IBM ist seit fast 30 Jahren dabei – und bringt jedes Jahr neue Technologie ins Spiel. Forbes zitiert dazu IBM:

Sports and entertainment companies compete on compelling content, but there is now more content created every day than any of us can consume. With…

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