#rp24 Sprecherin Gazelle Vollhase: Buntheit als Erfolgsrezept #GreenMonday #ZPNord

„Gazelle ist die zurzeit – fremdernannt – lustigste Frau im Internet. Auf TikTok und Instagram erzählt sie uns humorvoll und mit gutem Gespür für Menschen, was „typisch Deutsch” ist. Nebenbei klärt sie noch über ihre Transition als trans Frau auf, berichtet von Erfolgen und Herausforderungen und macht klar, wo wir als Gesellschaft in Bezug auf trans* Identitäten stehen. Klar, dass sie auf keinen Fall als Sprecherin auf der re:publica fehlen darf! Auf der #rp24-Bühne wird Gazelle als Expertin über den digitalen Wandel in der Aufklärungsarbeit sprechen und dabei eigene Erfahrungen teilen, unter anderem zu Themen wie Empowerment von User*innen und Community-Building. Gazelle Vollhase ist Content Creatorin und Comedy Queen. Zuvor war sie zehn Jahre lang im Personalwesen tätig und hat im Recruiting von Marketing-Manager*innen über Buchhalter*innen bis hin zu CEOs und Software Engineers viele Menschen interviewt und eingestellt. Aus diesen Erfahrungen im Corporate-Kontext heraus ist sie als Sprecherin für modernes und inklusives Recruiting sowie für Diversität am Arbeitsplatz unterwegs“, schreibt die re:publica.

Auf der Zukunft Personal Nord in Hamburg hatte ich das Vergnügen, Gazelle zu interviewen. Hier zur Einstimmung auf die re:publica mein Bericht:

Von der Zukunft Personal Nord in Hamburg berichtet eine Stimme, die nicht nur aufgrund ihrer bunten Erscheinung, sondern auch wegen ihrer klaren Botschaften auffällt: Gazelle Vollhase, eine Content Creatorin und Diversity & Inclusion Partnerin, die im IT-Umfeld tätig ist und dabei ihre mangelnde Fachkenntnis in diesem Bereich durch ihre Rekrutierungsexpertise kompensiert. In einem Gespräch nach ihrem Vortrag, in dem es vornehmlich um Diversität am Arbeitsplatz ging, kritisiert sie gängige Recruiting-Praktiken und plädiert für einen neuen Ansatz.

Die Falle der Bestenauswahl

„Wir stellen die besten ein“ oder „wir suchen jemanden, der gut passt“ – solche Aussagen sind laut Vollhase „absolute Diversity-Killer“. Sie verweist auf ein grundlegendes Problem im Recruiting-Prozess: die Tendenz, Personen einzustellen, die dem bestehenden Team ähnlich sind. Ein Phänomen, das sie mit dem Spruch „Schmidt rekrutiert Schmidtchen“ umschreibt. Besonders sichtbar wird dies auf Veranstaltungen wie dem Digitalgipfel der Bundesregierung, wo sich überwiegend Männer in dunklen Anzügen um die politische Spitze scharen.

Der lange Weg zur Diversität

Vollhase sieht Diversität am Arbeitsplatz als einen langwierigen und steinigen Weg, der mit einer kritischen Selbstreflexion beginnt. Sie fordert Führungskräfte dazu auf, sich selbst und ihre Praktiken zu hinterfragen: Schaffen wir wirklich gleiche Chancen? Was für ein Bild von „richtig“ und „falsch“ reproduzieren wir täglich? Dabei geht es auch um Machtstrukturen, wie sie anhand der Vorstände der DAX-Konzerne verdeutlicht, wo der Aufstieg oft weniger mit Kompetenz als vielmehr mit dem „richtigen“ Habitus zusammenhängt.

Quoten und kreative Rekrutierung

Vollhase spricht sich klar für die Einführung von Quoten aus, um mehr Diversität in Führungspositionen zu bringen. Gleichzeitig betont sie die Notwendigkeit eines grundlegend neuen Denkens in der Rekrutierung. Sie träumt von einer Welt, in der Berufsbilder nicht nur diversifiziert, sondern auch kreativ neu gedacht werden. So könnten etwa traditionelle Berufsbezeichnungen aufgebrochen und attraktiver gestaltet werden, um mehr Menschen anzusprechen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre individuellen Karrierewege zu gestalten.

Der Wandel der Arbeitswelt

Vollhase sieht in der aktuellen Marktsituation, in der viele Menschen den Wunsch nach einem Arbeitsplatzwechsel äußern, eine Chance für Unternehmen, neue Wege zu gehen. Oftmals sind es direkte Vorgesetzte, die zur Unzufriedenheit beitragen. Ein Umdenken in der Führungskultur ist überfällig. „Die Leute verlassen keine Unternehmen, sie verlassen Manager“, betont sie und fordert ein stärkeres Bewusstsein für die Bedürfnisse und Wünsche der Mitarbeiter.

Diversität als Bereicherung

Abschließend plädiert Vollhase für mehr Mut zur Buntheit in Unternehmen. Diversität solle nicht nur toleriert, sondern als Bereicherung verstanden und gefördert werden. Sie selbst, als Transfrau im IT-Bereich tätig, möchte mit ihrem Auftritt ein Zeichen setzen und für mehr Offenheit und Toleranz werben. Unternehmen, die diese Vielfalt zulassen und fördern, können nicht nur kreativer und innovativer werden, sondern auch ein Umfeld schaffen, in dem sich alle Mitarbeiter wohlfühlen und entfalten können.

Gazelle Vollhases Auftritt auf der Zukunft Personal Nord in Hamburg zeigt, dass das Thema Diversität in der Arbeitswelt längst nicht ausgereizt ist. Vielmehr bedarf es weiterhin starker Stimmen und kreativer Ideen, um bestehende Strukturen aufzubrechen und den Weg für eine inklusivere und buntere Arbeitswelt zu ebnen.

Diesmal werde ich es nicht zur re:publica nach Berlin schaffen, da wir in Düsseldorf mit dem Green Monday beschäftigt sind. Vielleicht machen wir eine Liveschalte in die Station am U-Bahnhof Gleisdreieck. Wäre doch witzig.

Könntet Ihr der Green Monday-Seite auf LinkedIn folgen. Wir brauchen 150 Follower, um auf alle Funktionen zugreifen zu können.

18:20 – 18:40

ESG Regulierung und die Rolle des Wirtschaftsprüfers


Thomas Bernhard, Wirtschaftsprüfer, dhpg

18:40 – 18:50

Einführung in die Breakout Sessions


Bernhard Steimel im Gespräch mit Wilhelm Mauss und Karl Trautmann

18:50 – 19:20

Radikaler Wandel für die Zukunftsfähigkeit (Breakout )


Wilhelm Mauss, CEO, Lorenz

18:50 – 19:20

Go Green, praktische Herausforderungen bei der Umsetzung (Breakout )


Karl Trautmann, Geschäftsführender Direktor, ElectronicPartner

19:20 – 19:50

Breakout-Sessions „Runde 2“


Gleiche Referenten – Teilnehmer wechseln die Gruppe

19:50 – 20:00

Synthese im Plenum


Stephan Grabmeier, Future Designer von Synergie Zukunft diskutiert mit Green Monday Teilnehmer über die Breakout Session Ergebnisse

20:00 – 21:00

Demo-Night für digitale Nachhaltigkeitslösungen


mit dem Team des Telekom Nachhaltigkeitsmanager und Interviews in Kooperation mit Gunnar Sohn von Schubkraft-TV

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.