CEO des Quartals für die Sommer-Ausgabe von Boardreport gesucht
Oliver Bäte (51) übernahm im Mai des vergangenen Jahres die Führung von Allianz.
Der langjährige McKinsey-Manager sei, anders als seine Vorgänger, nicht schon seit Jahrzehnten im Unternehmen, viele sagen, ihm fehle deshalb das „blaue Allianz-Gen“, schreibt die SZ. Der schmale Mann mit dem dünnen Haar, der als Dienstwagen das BMW-Elektromodell i3 fährt, müsse nun den Versicherer in eine neue Zeit führen. Veränderung sei kein Selbstzweck, meint Bäte. Und:
„Es kommt immer darauf an, warum man etwas verändert und wie man das vermittelt.“
Zudem hat er sich ohne Kontrollschleifen einem Interview mit Thilo Jung gestellt.
Über das Top-Management in Deutschland wird in der Öffentlichkeit intensiv und kontrovers diskutiert. Wir interessieren uns für Ihre/Deine Meinung über einzelne CEOs (Vorstandsvorsitzende), Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer. Bitte die Bewertung in einer 10er Skala vornehmen. 1 bedeutet: Stimme überhaupt nicht zu (auf der linken Seite der Skala); 10 bedeutet: Stimme voll und ganz zu (auf der rechten Seite der Skala). Der/die CEO des Quartals und der Verlauf des Wettbewerbs werden in der Sommerausgabe des Wirtschaftsmagazins Boardreport vorgestellt. Hier geht es zur Online-Umfrage.
Hier sind die Nominierten:
Ingeborg Neumann, CEO Peppermint Holding. Als mittelständische Industriegruppe produziert Peppermint hochwertige, innovative Textilien für Fashion, TechTex und HomeTex. Gegründet 1997, erwirtschaften 750 Mitarbeiter an sechs Standorten in Europa, davon vier in Deutschland, einen weltweiten Jahresumsatz von rund 90 Millionen Euro. Weiterhin leitet Neumann eine Private Equity Firma, die sich auf Biotech spezialisiert hat. “Mit der staubtrockenen Berliner Verbändewirtschaft bringt man die agile Unternehmerin („Es geht mir immer zu langsam. Wir brauchen mehr Speed.“) auf den ersten Blick nicht in Verbindung. Sie amtiert als Präsidentin des Dachverbands textil+mode und als Vizepräsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) – die einzige Frau neben acht Herren”, schreibt der Tagesspiegel.
Suzanne Thoma vom Berner Energiekonzern BKW. Sie führt das Unternehmen erfolgreich durch die Energiewende. Ziemlich grosse Aufgabe, die sie meistert: Gleichzeitig die Herausforderung, im aktuellen Marktumfeld nicht in die roten Zahlen zu rutschen, die Betriebskultur von der geschützten Werkstatt eines Staatsbetriebs in die Agilität und Frische eines New Business zu transformieren und technologisch mit den superschnellen Änderungen fertig zu werden, ohne sich von Hypes blenden zu lassen und sich zu verrennen. Sie hat das Unternehmen auf Kurs gebracht und nutzt die Wende als Chance.
Thomas Ebeling, CEO von ProSiebenSat1. Er hat das Medienunternehmen gerettet.
Oliver Bäte, CEO der Allianz. Allein schon dafür, weil er sich als Top-Manager eines gigantischen Konzerns zu Tilo Jung getraut hat. Dazu muss man sagen, dass das Format “Jung & Naiv” nicht geschnitten und revidiert wird. Das heißt Bäte war hier mit komplett offenem Visier unterwegs.
Catharina van Delden, CEO von innosabi. Sie schafft es, Brücken zu bauen und die Digitalisierung sympathisch nahbar zu machen. Plattform bietet Infrastruktur für Innovation.
Dr. Frank Heinricht, CEO Schott AG. Innovationstreiber bei Ultra-Dünnglas für die nächste Handygeneration – Fingerprint, Kameras, Packages.
Beate Oberdorfer von Sonett. Das Unternehmen gehört zu den Pionieren der ökologischen Wasch- und Reinigungsmittel.
Julia Kasper, Gründerin und Geschäftsführerin von holzgespür. Klasse Auftritt beim Campus Mittelstand auf der Cebit.
Wir gehen in die zweite Runde des Wettbewerbs #CEOdesQuartals, der vom Magazin Boardreport ins Leben gerufen wurde. Über die Facebook-Eventseite wurden von Euch wieder Vorschläge mit einer kurzen Begründung gemacht – einige Vorschläge kamen auch auf dem klassischen Weg via E-Mail. Auf dieser Basis nominiert eine siebenköpfige Jury die Kandidaten für die Abstimmungsrunde. Wer die meisten Jury-Stimmen bekommt und mehr als einmal nominiert wurde, qualifiziert sich für das Finale. Da wir den oder die Siegerin unabhängig von der Kategorie Konzerne, Mittelstand und Gründer/Startups ermitteln, verzichten wir im Vorfeld auf die Kategorisierung, da die Abgrenzung manchmal schwierig ist. Entscheidend ist die Buntheit der Vorschläge, die sich von anderen Wettbewerben sympathisch unterscheidet. Zudem vereinfachen wir dadurch das Abstimmungsverfahren und reduzieren die Zahl der Nominierten – das Online-Voting beansprucht weniger Zeit 🙂
In einer Online-Umfrage wird dann auf einer 10er Skala abgestimmt: 1 bedeutet: Stimme überhaupt nicht zu; 10 bedeutet: Stimme voll und ganz zu. Es wurden fünf Kriterien ausgewählt, die man über die mediale Präsenz der Nominierten beurteilen konnte: Kompetenz, Zukunftsorientierung, Vertrauenswürdigkeit, Sichtbarkeit im Social Web und soziale Verantwortung.
Die fünf Kriterien für das Jury-Voting: Reputation, erfolgreiche Unternehmensführung, Erfahrung, Vorbildfunktion und Offenheit für neue Ideen. Maximal 50 Punkte wurden pro Nominierten über das Online-Voting vergeben und maximal 50 Punkte über das Jury-Voting.
Bis zum 19. April nimmt die Jury die Nominierungen vor. Am 20. April startet das Online-Voting und das Jury-Voting. Bis zum 29. April kann abgestimmt werden. Wir ermitteln den Sieger oder die Siegerin, machen ein Interview mit dem CEO des Quartals und schreiben die Story für die Sommerausgabe.
Hier sind sie nun, Eure Vorschläge für #CEOdesQuartsls
Ingeborg Neumann, CEO Peppermint Holding. Als mittelständische Industriegruppe produziert Peppermint hochwertige, innovative Textilien für Fashion, TechTex und HomeTex. Gegründet 1997, erwirtschaften 750 Mitarbeiter an sechs Standorten in Europa, davon vier in Deutschland, einen weltweiten Jahresumsatz von rund 90 Millionen Euro. Weiterhin leitet Neumann eine Private Equity Firma, die sich auf Biotech spezialisiert hat. „Mit der staubtrockenen Berliner Verbändewirtschaft bringt man die agile Unternehmerin („Es geht mir immer zu langsam. Wir brauchen mehr Speed.“) auf den ersten Blick nicht in Verbindung. Sie amtiert als Präsidentin des Dachverbands textil+mode und als Vizepräsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) – die einzige Frau neben acht Herren“, schreibt der Tagesspiegel.
Florian Seibel von Quantum-Systems. Drohnen-Inspektor für den Acker. „Das Start-up-Unternehmen Quantum-Systems will Landwirten bei der Bewirtschaftung ihrer Felder helfen: Eine spezielle Drohne kann aus der Luft Krankheiten, Ungezieferbefall und das Wachstum überwachen. Die Quantum ist die zweitbeste zivile Drohne der Welt. Sie kann weitere Strecken fliegen als die Hubschrauber-Drohnen. Geschäftsführer Florian Seibel will die ‚Vision‘ bald zur Serienreife bringen“, führt die SZ aus.
Andreas Glemser von Cocomin – Trainingsinstitut. Er setzt auf Prinzipien wie Vertrauen und Eigenverantwortung. Und zeigt mit seinem Führungsverzicht, dass das auch ernst gemeint ist: Er stieg 2004 und 2014 für mehrere Monate aus, ging auf Reisen, übergab vorher alles seinem Team und war dann nicht mehr erreichbar.
Suzanne Thoma vom Berner Energiekonzern BKW. Sie führt das Unternehmen erfolgreich durch die Energiewende. Ziemlich grosse Aufgabe, die sie meistert: Gleichzeitig die Herausforderung, im aktuellen Marktumfeld nicht in die roten Zahlen zu rutschen, die Betriebskultur von der geschützten Werkstatt eines Staatsbetriebs in die Agilität und Frische eines New Business zu transformieren und technologisch mit den superschnellen Änderungen fertig zu werden, ohne sich von Hypes blenden zu lassen und sich zu verrennen. Sie hat das Unternehmen auf Kurs gebracht und nutzt die Wende als Chance.
Dennis Arntjen von KMU-Digital. Er ist der Schlagarm der Digitalisierung des Mittelstandes in Dortmund und bearbeitet ein Thema, das für die Region super wichtig ist und noch wichtiger wird. Siehe auch das Interview beim Campus Mittelstand auf der Cebit:
Rainer Böhme Tischlermeister, gepr. Restaurator im Handwerk, Wohnberater, Inhaber / Geschäftsführer der Tischlerei Rainer Böhme GmbH – Silver Surfer vom Feinsten. Siehe auch seinen Vortrag beim Campus Mittelstand auf der Cebit:
Catharina van Delden, CEO von innosabi. Sie schafft es, Brücken zu bauen und die Digitalisierung sympathisch nahbar zu machen. Plattform bietet Infrastruktur für Innovation.
Beate Oberdorfer von Sonett. Das Unternehmen gehört zu den Pionieren der ökologischen Wasch- und Reinigungsmittel.
Oliver Bäte, CEO der Allianz. Allein schon dafür, weil er sich als Top-Manager eines gigantischen Konzerns zu Tilo Jung getraut hat. Dazu muss man sagen, dass das Format „Jung & Naiv“ nicht geschnitten und revidiert wird. Das heißt Bäte war hier mit komplett offenem Visier unterwegs.
Dr. Frank Heinricht, CEO Schott AG. Innovationstreiber bei Ultra-Dünnglas für die nächste Handygeneration – Fingerprint, Kameras, Packages. Aussichtsreicher Kandidat für den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft 2016.
Starte einen CEO-Wettbewerb oder ein CEO-Ranking und Du weißt, wer oben steht. Etwa in den einschlägig bekannten Wirtschaftstiteln. Es sind in der Regel Vorstände von DAX-Konzernen und sehr großen mittelständischen Unternehmen. Klassische Medien bilden generell in ihren Berichten vielleicht fünf Prozent der Unternehmenslandschaft ab. Dabei bietet Deutschland eine viel buntere Landschaft an klassischen Unternehmen, Gründern, Startups, Hidden Champions und Solopreneuren.
Fragt man das Netz nach Crowdsourcing-Prinzipien, wer denn „CEO des Quartals“ werden soll, kommt eine ganz andere Realität zum Vorschein. Über die Facebook-Eventseite von Boardreport konnten Vorschläge mit einer kurzen Begründung gemacht werden. Auf dieser Basis nominierte eine siebenköpfige Jury Kandidaten in den Kategorien Konzerne, Mittelstand, Gründer und Startups. Wer die meisten Jury-Stimmen bekam und mehr als einmal nominiert wurde, qualifizierte sich für das Finale.
In einer Online-Umfrage wurde dann auf einer 10er Skala abgestimmt: 1 bedeutet: Stimme überhaupt nicht zu; 10 bedeutet: Stimme voll und ganz zu. Es wurden fünf Kriterien ausgewählt, die man über die mediale Präsenz der Nominierten beurteilen konnte: Kompetenz, Zukunftsorientierung, Vertrauenswürdigkeit, Sichtbarkeit im Social Web und soziale Verantwortung.
Die fünf Kriterien für das Jury-Voting gingen etwas tiefer: Reputation, erfolgreiche Unternehmensführung, Erfahrung, Vorbildfunktion und Offenheit für neue Ideen. Maximal 50 Punkte wurden pro Nominierten über das Online-Voting vergeben und maximal 50 Punkte über das Jury-Voting.
Überraschte Siegerin sieht sich als „Mädchen für alles“
Mit 83 Punkten konnte Sina Trinkwalder, Geschäftsführerin der manomama GmbH, im ersten Durchgang des Boardreport-Wettbewerbs einen Überraschungssieg landen. Auf dem zweiten Platz kam mit 79 Punkten Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der öko-sozialen GLS Gemeinschaftsbank. Den dritten Platz belegte mit 66 Punkten Antje von Dewitz, Geschäftsführung der VAUDE Sport GmbH & Co. KG.
Sina Trinkwalder überzeugte mit 45 Punkten die 203 Teilnehmer des Online-Votings und mit 38 Punkten die Jury-Mitglieder. Joberg brachte es im Online-Voting auf 34 Punkte und erreichte beim Jury-Voting den Bestwert mit 45 Punkten.
Der Titelgewinn ist für Trinkwalder eine Mega-Überraschung. Sie sieht sich nicht als klassische CEO:
„Nach außen definiere ich meine Funktion eher als Streetworkerin der Wirtschaft. Innerhalb meines Unternehmens bin ich das Mädchen für alles.“
Sie trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift „Ich bin die Abteilung“ und zwar für Forschung und Entwicklung, Design, Vertrieb und Finanzen.
„Im Managerdeutsch würde man sagen, wir sind ‚lean’ aufgestellt“, so Trinkwalder im Telefoninterview mit Boardreport.
2010 stieg sie aus der gemeinsam mit ihrem Mann geführten Werbeagentur aus und eröffnete mit zwei Millionen Euro Eigenkapital das erste Social Business in der Textilindustrie: Bei ihrem Modelabel „manomama“ beschäftigt sie in Augsburg auf dem Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen: Überwiegend Frauen über 50 Jahre, Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und Migranten bekommen eine Chance und alle mittlerweile 140 Mitarbeiter dasselbe Gehalt wie Sina Trinkwalder – der Stundenlohn liegt bei 10 Euro. Zudem zeigt sie, dass es sich lohnt in Deutschland zu produzieren – fair, sozial und ökologisch.
CEO an der Nähmaschine
„Wenn man Vertrauen schenkt, bekommt man verantwortungsvolles Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück“, so das Credo von Trinkwalder.
Gearbeitet werde in anarchischen und hierarchiefreien Strukturen. Sie sitzt häufig an der Nähmaschine – also mittendrin im Produktionsbetrieb. Deshalb musste sie auch über die Auszeichnung als CEO des Quartals etwas schmunzeln. Sie empfindet sich als Gleiche unter Gleichen.
„Juristisch muss ich am Ende des Tages für die Geschäfte geradestehen“, erläutert Trinkwalder.
So schreibt sie ihrer Belegschaft nicht vor, wann gearbeitet werden muss.
„Das weiß jeder Einzelne viel besser. Wir haben von 6 bis 22 Uhr auf. Wann die ausgesuchte Stundenzahl abgeleistet werden muss, entscheidet jeder selbst. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisieren das eigenverantwortlich. Das gilt auch für die Maschinenpläne. Warum sollte das mit Druck, Controlling und Angst funktionieren – das sind ganz schlechte Motivatoren“, so Trinkwalder.
Sie sieht sich dabei nicht als Schönwetter-Unternehmerin. Wer die Freiheit ausnutzt und die Allgemeinheit schädigt, müsse das Unternehmen verlassen.
„Manchmal muss man harte Entscheidungen treffen, um eine gut funktionierende Organisation stabil zu halten. Wir setzen auf Fairness“, bemerkt die Geschäftsführerin.
Weltrettung muss Spaß machen
Kritisch wertet sie das Umfeld ihres Unternehmens:
„Ich habe keine Lust, mich in einem menschenunwürdigen und ausbeuterischen Markt zu bewegen. Mich interessiert die Textilbranche überhaupt nicht. Wir machen hier etwas anderes. Wir wertschöpfen regional, gehen mit unserer Belegschaft respektvoll um und produzieren ökologisch.“
Gute Ideen würden sich durchsetzen. Man brauche einen langen Atem und verdammt viel Fleiß. Dabei verzichtet sie allerdings auf Zeigefinger-Moralismus:
„Wer unsere Produkte kauft, sollte es aus Überzeugung tun. Weltretten muss Spaß machen“, proklamiert Trinkwalder.
Zudem lohnt ein Blick hinter die Kulissen von Herstellern, die mit Öko-Siegeln werben. Dazu hat sie ein Buch geschrieben, das im Frühjahr unter dem Titel „Fairarscht“ im Droemer Knaur-Verlag erscheint. Eine streitlustige Gewinnerin, die schwarze Zahlen erwirtschaftet und ein Unternehmen leitet, das zu 100 Prozent Eigenkapital finanziert ist.
Die weiteren Platzierungen:
Daniela Hinrichs, CEO und Gründerin von DEAR Photography Art Room (61 Punkte)
Uwe Lübbermann, Gründer und zentraler Moderator von Premium Cola (59 Punkte)
Bill McDermott, Vorstandssprecher der SAP SE (57 Punkte)
Karl-Thomas Neumann, Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG (56 Punkte)
Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA Aktiengesellschaft (53 Punkte)
Dr. Hubert Lienhard, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung Voith GmbH (50 Punkte)
Jury-Mitglieder:
Sabine Hockling: Seit 2008 als freie Journalistin und Sachbuchautorin tätig u.a. für Zeit Online, Die Ratgeber und Die Chefin.
Christian Thunig: Chefredakteur der absatzwirtschaft.
Patrick Breitenbach: Autor, Speaker, Dozent, Berater, Blogger, Podcaster, Mediendesigner und Content Entwickler.
Dr. Willms Buhse: Autor und Speaker für Digital Transformation und Leadership.
Klaus Mehler: Verlagsleiter Der Handel.
Markus Garn: F.A.Z.-Fachverlag, Mitglied der Geschäftsleitung.
Gunnar Sohn, Chefredakteur von Boardreport.
Wer die Frühjahrsausgabe von Boardreport besprechen möchte, möge sich bei mir per E-Mail melden, dann schicke ich die neue Nummer als pdf zurück 🙂 gunnareriksohn@gmail.com
Bis Donnerstagabend, also bis 20 Uhr, könnt Ihr noch mitmachen beim Online-Voting für den/die CEO des Quartals. In der Frühjahrsausgabe des Wirtschaftsmagazins wird das Endergebnis vorgestellt.
Die Auswertung mache ich abends. Am nächsten Tag muss der Beitrag beim Grafiker sein, weil wir bald in die Produktion gehen müssen. Vor dem Erscheinen der Printausgabe wird übrigens nichts verraten 🙂
Ihr habt Vorschläge gemacht und auf dieser Basis hat die Jury nominiert für den Wettbewerb „CEO des Quartals“ von Boardreport.
Wer die meisten Jury-Stimmen bekommen hat und mehr als einmal von den sieben Jury-Mitgliedern nominiert wurde, kam in die Endauswahl. Bis zu fünf Nominierungen pro Kategorie (Konzerne, Mittelstand, Gründer/Startups) waren möglich. Die Vorschläge kamen über das Social Web und wurden über die Facebook-Eventseite dokumentiert. Da nicht jeder Kandidat allen bekannt sein dürfte, hier noch einmal alle Nominierten für das Online-Voting und für das Jury-Voting (50 Punkte pro Kandidat könnt Ihr vergeben und 50 Punkte pro Kandidat vergibt die Jury):
Bill McDermott, Vorstandssprecher der SAP SE. SAP macht als Technologiekonzern eine weitsichtige Personalpolitik. Wie das abläuft, schildert Francis Cepero im Gespräch mit brandeins. Er war bei SAP Berater, Entwickler, Projektleiter, Manager. „Ich rotiere gern zwischen Managementaufgaben und den Fachbereichen, habe immer wieder Personalverantwortung und Leitungsfunktionen abgegeben, um etwas Neues zu machen.“ Siehe auch: Über die Kunst des Wechsels, Schwerpunktthema der nächsten Ausgabe von Boardreport, wo auch der CEO des Quartals vorgestellt wird.
Kategorie Mittelstand:
Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS Gemeinschaftsbank. Die GLS ist eine öko-soziale Genossenschaftsbank, für die Wirtschaftsethik kein Fremdwort ist.
Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA Aktiengesellschaft. Kuka zählt zu den Hidden Champions des Mittelstandes und ist Taktgeber in der Robotik.
Dr. Hubert Lienhard, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung Voith GmbH. User begründet seinen Vorschlag so: Er stellt den Laden nicht nur strukturell komplett neu auf, sondern hat auch eine komplette digitale Agenda entwickelt und den Bereich Voith Digital Solutions aufgesetzt. Darin soll das gesamte Know-how für Industrie 4.0 gebündelt werden. Dazu passt auch die 25,1-prozentige neue Beteiligung an Kuka.
Kategorie Gründer/Startups:
Daniela Hinrichs, CEO und Gründerin von DEAR Photography Art Room. DEAR Photography ist eine junge Plattform auf der Kunstinteressierte Fotografie kaufen können. Die Liste der Fotografen enthält ein paar alte und bekannte Namen wie F.C. Gundlach, Walter Schels oder auch Ute Mahler aber auch jüngere und bereits etablierte Talente wie Kristian Schuller oder Armin Morbach.
Sina Trinkwalder, Geschäftsführerin der manomama GmbH. 2010 stieg Sina Trinkwalder aus der gemeinsam mit ihrem Mann geführten Werbeagentur aus und eröffnete mit zwei Millionen Euro Eigenkapital das erste Social Business in der Textilindustrie: Bei ihrem Modelabel „manomama“ beschäftigt sie in Augsburg auf dem Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen: Überwiegend Frauen über 50 Jahre, Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und Migranten bekommen eine Chance und alle mittlerweile 140 Mitarbeiter dasselbe Gehalt wie Sina Trinkwalder (der Stundenlohn liegt bei 10 Euro). Zudem zeigt sie, dass es sich lohnt in Deutschland zu produzieren – fair, sozial und ökologisch. Dafür wurde sie mehrfach ausgezeichnet.
Soweit die nominierten Kandidaten. Ein breites und überraschendes Spektrum, was das Netz und am Schluss die Jury präsentiert. Spannend, weil es wohl kein Item oder Kriterium gibt, wo jeder Nominierte mit der vollen Punktzahl rechnen kann. Bis zum Donnerstag nächster Woche, um 20 Uhr könnt Ihr jetzt kräftig abstimmen. Wer trotz der Erläuterungen zu bestimmten Kandidaten gar keine Meinung hat, drückt beim Onlinevoting auf weiter bis der nächste Kandidat erscheint.
In dieser Zeit wird auch noch die Jury über fünf Items mit einer 10er-Skala votieren.
Items für das Jury-Voting
Der/die xy hat eine gute Reputation
Der/die xy führt das Unternehmen erfolgreich
Der/die xy ist eine erfahrene Führungskraft
Der/die xy ist ein Vorbild
Der/die xy ist offen für neue Ideen
Zur Jury zählen meine Wenigkeit und sechs externe Mitglieder.
Am Donnerstagabend sind wir mit der Nominierung der Kandidaten für den CEO des Quartals in drei Kategorien fertig. Das Online-Voting startet dann am Freitag. Hier habe ich alle Vorschläge, die Ihr auf Facebook und Twitter gemacht habt, sortiert.
Konzerne
Hanns-Peter Knaebel – CEO der Aesculap und Vorstand von Braun-Melsungen verkörpert wohl am besten das neue Role Model eines CEOs für einen DAX-Konzern.
Osram CEO Dr. Olaf Berlien – mutig in seiner Entscheidung, dass Lampengeschäft 2016 komplett abzugeben und das Unternehmen auf drei neue Säulen zu stützen: Auto- und Spezialleuchten, die optischen Halbleiter sowie das noch überschaubare Geschäft mit technisch anspruchsvollen Leuchten und Lichtmanagement-Systemen. Als ihn die Börse dafür abstrafte nutzte er den Kursrückgang, kaufte selber mehr als 10.000 Osram-Aktien und untermauerte damit die Zuversicht in die eigene Strategie.
Thomas Jorberg von der GLS Bank
Bill McDermott von SAP – Konzern macht eine gute Personalpolitik.
Karl-Thomas Neumann von Opel – gibt sich zumindest Mühe mit eigenem Twitter-Account
Mittelstand
Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda Bank München – Wegbereiter für die Gemeinwohlbilanz im Bankenbereich und das Thema Achtsamkeit im Management sowie vertrauensbasierte Führung.
Ulrich Hemel Multitalent, CEO und Unternehmer u.a. der Rogg Verbandsstoffe GmbH – trotz bereits zahlreicher Auszeichnungen immer noch Vorbild für wertorientierte Unternehmensführung und dem besseren Miteinander und Füreinander von Zivilgesellschaft und Wirtschaft.
Aynur Boldaz-Özdemir (Forever Clean), weil sie Menschen beschäftigt, die woanders keine Chance bekommen.
Anita Freitag-Meyer (Keksfabrik Freitag), sie steht für Leidenschaft gepaart mit exzellentem Know-How.
Till Reuter von Kuka – Hidden Champion der Extraklasse (Robotik-Trendsetter)
Nicola Lemken – Agrarmaschinenhersteller Lemken, die sich trotz Männerdomäne nicht verbiegen lässt.
Andreas und Alexander Schmidt – V. Fraas GmbH – haben aus dem vor einigen Jahren von den Eltern übernommenen Schalhersteller den Weltmarktführer in der Herstellung textiler Accessoires gemacht.
Klaus Bolza-Schünemann – König & Bauer hat trotz Krise im Druckgewerbe die Kurve gekriegt, die Firma vorausschauend und strategisch weitgehend umgestaltet. Neue Absatzmärkte wie der Siebdruck auf Hohlkörper sichern jetzt die Zukunft. 60 Prozent des Neugeschäfts stammen mittlerweile aus dem weltweit wachsenden Verpackungsdruck, lediglich 15 Prozent aus dem klassischen Mediendruck.
Die Zeichen von Industrie 4.0 erkannt hat Hubert Lienhard, CEO bei schwäbischen Traditionsunternehmen Voith. Er stellt den Laden nicht nur strukturell komplett neu auf, sondern hat auch eine komplette digitale Agenda entwickelt und den Bereich Voith Digital Solutions aufgesetzt. Darin soll das gesamte Know-how für Industrie 4.0 gebündelt werden. Dazu passt auch die 25,1-prozentige neue Beteiligung an Kuka.
Catherine von Fürstenberg-Dussmann. In einem Alter, in dem Chefs in Rente gehen, übernahm das frühere Girlie-Girl nach dem Tod ihres Mannes die Chefrolle beim Berliner Dienstleistungsunternehmen Dussmann und arbeitete erst mal fünf Woche als Reinigungskraft und in der Kantine, bevor sie zwei Vorstände feuerte.
Marc Stoffel – Mitarbeiter von Haufe-umantis stimmen über Management und Unternehmensstrategie ab
Christian Geiger – Geschäftsführer Carl Lohrmann GmbH
Gründer/Startups/Unternehmungen
Uwe Lübbermann – Premium Cola, mutiger Unternehmensdemokrat der auf Konsens setzt bei Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden
Mirko Lange – Talkabout
Klemens Skibicki – Convidera
Vorbemerkung von Patrick Breitenbach
Ich fände eine Fokussierung auf „Unternehmungen“ wesentlich interessanter als sich nur auf das klassische hierarchische Modell eines CEO/GF Unternehmens einzuengen. Dann fällt auch Uwe Lübbermann nicht aus dem Rahmen (wie sollte dann der Wettbewerb heißen, lieber Patrick? gs)
Ole Seidenberg, Maike Janssen und Matthias Riegel – Wigwam https://wigwam.im
Katharina Borchert – CIO von Mozilla
Daniela Hinrichs – DEAR Photography
Sina Trinkwalder – Manomama
Vorschläge von Florian Junge, weil sie sich auf einen ernsthaften Dialog bei Managerfragen.org einlassen
Antje von Dewitz – Geschäftsführerin Vaude Sport GmbH & Co. KG – Kategorie Mittelstand
Janina Kugel – Personalvorstand Siemens AG
Jens Baas – Vorstandsvorsitzender TK – Kategorie Mittelstand
(Dr. Karl-Thomas Neumann – Vorstandsvorsitzenden Adam Opel AG – Vorschlage lag schon vor).
Gerhard Stein – Vorstandsmitglied Deutsche BKK
Niek Jan van Damme – Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG
Jochen Magerfleisch – Geschäftsleitung Schöller Wind GmbH früher juwi AG – Kategorie Mittelstand
Auf Facebook und in einer kleinen Slideshare-Präsentation habe ich den neuen Wettbewerb „CEO des Quartals“ für das Magazin Boardreport bereits vorgestellt.
Eine kleine Änderung bei den Nominierungen halte ich für sinnvoll, um die Dauer der Umfrage zu reduzieren. Die Jury nominiert pro Kategorie nicht zehn, sondern nur fünf Kandidaten.
Folgende Kriterien für das Online- und Jury-Votum habe ich mir überlegt:
Über das Top-Management in Deutschland wird in der Öffentlichkeit intensiv und kontrovers diskutiert. Wir interessieren uns für Ihre/Deine Meinung über einzelne CEOs (Vorstandsvorsitzende), Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer in den Kategorien Konzerne, Mittelstand und Gründer. Bitte die Bewertung in einer 10er Skala vornehmen. 1 bedeutet: Stimme überhaupt nicht zu; 10 bedeutet: Stimme voll und ganz zu.
Items für das Online-Voting
Der/die xy wirkt kompetent
Der/die xy ist zukunftsorientiert
Der/die xy ist vertrauenswürdig
Der/die xy ist im Social Web sichtbar
Der/die xy nimmt soziale Verpflichtungen ernst
Items für das Jury-Voting
Der/die xy hat eine gute Reputation
Der/die xy führt das Unternehmen erfolgreich
Der/die xy ist eine erfahrene Führungskraft
Der/die xy ist ein Vorbild
Der/die xy ist offen für neue Ideen
Jede/r nominierte Kandidat/Kandidatin wird kurz vorstellt, dann folgen jeweils die fünf Items mit der 10er Skala.
50 Punkte können maximal über das Online-Voting und 50 Punkte maximal über das Jury-Voting vergeben werden.
Zur Jury zählen meine Wenigkeit und sechs externe Mitglieder.
Zu den Items nehme ich gerne noch Änderungsvorschläge auf. Bis Dienstagabend. Dann sollten wir die Nominierung vornehmen und das Online-Voting sowie Jury-Voting starten.
Schließlich soll der CEO-Champion dann in der Frühjahrsausgabe von Boardreport vorgestellt werden mit einem Kurzporträt. Und das Heft erscheint am 15. März. Wir sind also schon in der Schlussredaktion.