Viele Menschen in Australien haben durch die furchtbaren Brände ihr Zuhause verloren und können aus eigener Kraft keinen Neustart hinbekommen. Barbara Barth und ich stellen am Sonntagnachmittag im Livestream einen Fall vor und rufen zu einer Crowdfunding-Aktion auf. Wir brauchen Eure Unterstützung.
Wann lohnt sich schon die Einladung zu einer Pressekonferenz und welcher Journalist ist bereit, diese Veranstaltung zu besuchen. In den Redaktionen wird Personal abgebaut, Reisebudgets werden gestrichen und auch das Nachrichtenangebot von Unternehmen, Vereinen Verbänden und sonstigen Organisationen ist selten so prickelnd, um mit einer Präsenzveranstaltung zu punkten.
Bei einer virtuellen Fachrunde sieht das schon anders aus. Man spart Reiseaufwand, verschwendet nicht den ganzen Tag für eine Bahn- oder Autofahrt und kommt direkter mit Experten ins Gespräch. Keene Communications setzte für seinen Tourismus-Kunden aus Australien ausschließlich auf Blogger, um die Positionen des neuen Minister für Tourismus in einer Talkrunde zu erörtern. Sehr löblich.
Das Ereignis wurde also zu 100 Prozent digital über die Bühne gezogen. Da das Thema Australien-Tourismus international relevant ist, wurden Travel-Blogger aus unterschiedlichen Ländern in die Runde eingeladen. Auch das ist ja nun mit einem Streaming-Format wie Hangout on Air kein Problem.
Am 11. März wurde die Diskussion live ausgestrahlt. Insgesamt waren 33 Blogger aus UK, USA, Norwegen, Schweden und Irland mit von der Partie. Im Hangout waren neun Blogger. 24 Blogger beteiligten sich aktiv über Twitter, Google Chat und Youtube. Über den Hashtag #NTLive gab es 151 Erwähnungen. Die Reichweite im Social Web lag nach Agenturangaben bei rund 365.000 Nutzern.
Intensiv griffen die Blogger die Gesprächsrunde in eigenen Blogs und Podcast-Beiträgen auf. Eine Netzwerk-Wirkung, die mit stationären Pressekonferenzen nur schwer zu erzielen ist.
Beim Merkel-Hangout setzt man übrigens nicht auf eine offene Diskussion. Man muss seine Fragen vorher einreichen. Dann könnte man das Ganze übrigens auch aufzeichnen und der medienrechtliche Ärger wäre gar nicht entstanden.
Spracherkennung eignet sich nach einem Bericht des Schweizer Tagesanzeigers auch zur Stimmerkennung. Die Stimme identifiziert ihren Besitzer so sicher wie der Fingerabdruck. Hatte ich schon mal was zu geschrieben. Die Stimmerkennung sei, was inzwischen auch viele Unternehmen bestätigten, ein ebenso sicheres Identifizierungsmittel wie etwa der Fingerabdruck. Die Anwendung sei für den Benützer unkompliziert, kontaktlos und schnell, erläutert Bommer gegenüber dem Tagesanzeiger. In einem arabischen Land habe eine Bank das System unter dem Namen Voicepay bereits an den Geldautomaten eingeführt, weil zahlreiche Fremdarbeiter Analphabeten seien und mit der Tastatur Mühe hätten.
Und was passiere, wenn man erkältet ist? „Die Frage kommt immer sofort“, sagt Bommer. Doch die Stimme werde auf 154 Kennzeichen analysiert, etwas Heiserkeit vertrage das System schon. Schwierig werde es, wenn die Stimme angesäuselt oder gar betrunken klinge. Aber bei vielen Anwendungen gelte die Stimme allein ohnehin nicht als elektronische Unterschrift, sie sei Teil einer ganzen Kette von Sicherheitsmerkmalen.
Computern gelinge es bereits ganz gut, Gespräche in schriftliche Daten zu übertragen und Stimmen bestimmten Personen zuzuordnen. Nun kommt der nächste Schritt: Der Computer soll die Informationen „verstehen“. „Mit künstlicher Intelligenz meinen die Informatiker, dass ein System Daten selbstständig so analysiert, dass es ohne gezieltes Programm Zusammenhänge herstellen kann. Man würde einem solchen Computer in Klartext eine Frage stellen, und er würde aufgrund seiner Datenbanken die Antwort finden“, so der Tagesanzeiger.