Sechs Innovationen der Ökonomie 4.0, die uns alle “bedrohen” (und was wir von Ostwestfalen lernen können!)

Standard

gsohn:

Ausblick auf die nächste Netzökonomie-Campus-Runde am Sonntag, den 3. Mai.

Ursprünglich veröffentlicht auf Kompetenzgespräche:

Mittlerweile haben Themen wie Digitalisierung und Industrie 4.0 auch die BILD-Leser erreicht (s. z.B. Lummas Netzkolumne). Leider verbreiten solche Themen aber oft mehr Unsicherheit und Ablehnung als Zukunftsorientierung. In diesem Beitrag werden – im Rahmen eines Aufklärungsversuchs gegen die selbstverschuldete Unmündigkeit 4.0 – sechs Innovations-Perspektiven vorgestellt, die zum einen alle Unternehmen “bedrohen” (wenn man sie ignoriert), zum anderen aber vor allem Optionen darstellen, um Deutschland systematisch zukunftsfähig zu gestalten. Ihre Umsetzung ist damit eine Alternative zur defensiven Regulierungswut gegen Amazon & Co, die wieder einmal an Popularität gewinnt. Die Botschaft lautet also: Mitmachen beim Wandel statt über die Folgen zu jammern! Interessanterweise gehen relevante – weil mittelstandstaugliche – Umsetzungsimpulse in diesem Sinne für eine neue Ökonomie 4.0 nicht unbedingt von hippen Unternehmen aus Berlin oder Automobilfirmen aus Stuttgart und München, sondern von Waschmaschinen- und Traktorenherstellern aus Ostwestfalen aus wie Vorträge und Referenten des Fachkongresses “Industrie 4.0″ von it’s OWL…

Original ansehen noch 2.061 Wörter

Über die Koalition der Google-Amazon-Heulsusen – Regulierung statt Digitalstrategien

Standard

Ursprünglich veröffentlicht auf Netzökonomie-Campus mit Käsekuchen:

Über die Zukunft des stationären Einzelhandels Über die Zukunft des stationären Einzelhandels

Mal klagt der stationäre Einzelhandel über die vermeintliche Allmacht von Amazon mit weinerlichen Statements über den Smartphone-Beratungsklau, kleistert Schaufenster mit schwarzen Pappen zu und verweist auf die so wunderhübsche Urbanität von auswechselbaren Fußgängerzonen mit dem Flair von bepissten Blumenkübeln. Mal wettert der Datenschutz-Deichgraf über die tückische Herrschaft von Facebook und erklärt jedem Like-Button in Ostfriesland den Krieg. Und immer wieder muss Google als Projektionsfläche für aufgeregte Jägerzaun-Hausmeister, besorgte Bürgermeister, zerknirschte Verleger, analoge Gestern-Manager und fürsorgliche Kindermädchen-Politiker herhalten, um uns Internet-Nutzer vor dem Fegefeuer des teuflischen Suchmaschinen-Giganten zu bewahren.

Schaut man sich die Koalition der Google-Heulsusen an, entdeckt man sehr viele Parallelen zu den Leistungsschutz-Gichtlingen, die sich über Schutzrechte noch ein Weilchen über Wasser halten wollen mit freundlicher Unterstützung der politischen Klasse in Berlin und Brüssel. Dann gibt es die NSA-Verharmloser, die die Datenschutz-Verordnung der EU blockieren, davor warnen, sich in netzpolitischen Debatten allzu sehr…

Original ansehen noch 950 Wörter

Featured Image -- 15340

Ensuring Your Site is Mobile-Friendly

Standard

Ursprünglich veröffentlicht auf WordPress.com News:

Today, Google released a change to its algorithm that gives higher search scores to sites it deems “mobile-friendly.” Curious WordPressers might be asking:

  1. How can I be sure my site is mobile-friendly?
  2. What can I do if my site is not mobile-friendly?

1. See if your site is mobile-friendly

Visit Google’s mobile-friendly test link and enter your site’s address (e.g., http://dailypost.wordpress.com or http://automattic.com). Google will then analyze your site and declare it mobile-friendly or not.

Did your site pass? YAY! Pass GO and collect $200 from the Community Chest.

2. What can I do if my site is not mobile-friendly?

If your site failed Google’s test, you might be using an older theme that’s not responsive. Responsive themes change their layout slightly when someone visits via tablet or mobile phone to ensure that important content like the site title, post titles, and post content can be read on smaller screens.

Original ansehen noch 140 Wörter

Wer die Masse zu repräsentieren vorgebe, kämpfe in Wirklichkeit darum, sie zu erziehen

Standard
Lust am Diskurs

Lust am Diskurs

Erst marxistisch, dann daneben. Der Publizist Peter Gente hielt sich nicht an die Regeln – und schuf so ein erfrischend GUT gelauntes Lebenswerk.

Lesenswert der Luhmann-Band „Archmides und wir”. Nachgeholfen hatte der Luhmann-Schüler Dirk Baecker mit einem Brief an Gente:

„Heute würde ich Ihnen gerne zwei Buchprojekte vorstellen, die sehr GUT in Ihre Tradition innovativen Traditionsverzichts passen würden. Im ersten Projekt handelt es sich um einen kleinen Band mit den gesammelten Interviews von Niklas Luhmann. Sie haben sicherlich mitverfolgt, zum Beispiel in der FR und in der taz, dass Luhmann einen sehr kühlen und ironischen, manchmal bissigen und in der Selbstkommentierung an ‚Monsieur Teste’ erinnernden Interviewstil entwickelt hat, der diesem Genre wieder etwas literarischen Schwung verleiht. Allesamt immer etwas launige, auf Tagesgeschehen und – eindrücke bezogene Kommentare, können sie doch auch als Einführungen in den spezifisch luhmannschen Theoriestil dienen“, so der Auszug des Becker-Schreibens, abgedruckt im neuen und äußerst lesenswerten Felsch-Band „Der lange Sommer der Theorie – Geschichte einer Revolte 1960 – 1990“, erschienen im C.H.Beck-Verlag.

Baecker und Georg Stanitzek liefern in der Einleitung des Luhmann-Buches noch eine kleine Epistemologie des Interviews. So könne man von dem Systemtheoretiker lernen, dass Kommunikation immer auch eine Operation der Beobachtung füreinander unerreichbarer Köpfe ist.

In kaum einer Gesprächsform werde dies anschaulicher als im Interview. Es wird nicht der Versuch unternommen, Köpfe kurzzuschließen. Die Gesprächsform lebt von der Zufälligkeit der Fragen, was allerdings durch Autorisierungen oder vorgefertigte Skripte häufig genug in eine aseptische und damit ungenießbare Metamorphose kippt.

Diskurse ohne Volkerziehung

Zur Merve-Kultur zählte immer die Lust am Diskurs und nicht die Volkserziehung. Das brachte Michel de Certeau, ein weiterer sehr wichtiger Autor des Berliner Verlags, trefflich zum Ausdruck: Wer die Masse zu repräsentieren vorgebe, kämpfe in Wirklichkeit darum, sie zu erziehen, zu disziplinieren und zu gruppieren.

Peter Gente und Heidi Paris kultivierten ihre GUTE Laune:

„Wir wollen ein kleiner Verlag, unscheinbar und daneben sein, und das macht irre Spaß.“

Sie nutzten das Kontrollvakuum und erfreuten sich an der Partisanenexistenz ihrer Leser. Das wird auch nach dem Tod von Gente und Paris weiterleben. Zeitlose Bände mit hoher Diskurs-Dynamik auf billigem Papier. Paperbacks, bei denen man Sätze gegen den Strich lesen kann. Schlüsse aus den Texten ziehen von denen die Texte nichts wissen und einer Kunst des Lesens aus dem Geist der Respektlosigkeit frönen. Liebwerteste Gichtlinge sollten Merve-Bände lesen.

Ausführlich in meiner The European-Kolumne nachzulesen. Drum teilet und kommentiert das heutige Stück :-)

Sympathisch respektlos die Blogrebellen: Warum Social-Media oft zum Kotzen ist und was du daran ändern kannst.

Ab in den Plattenladen! Vinyle Sonderveröffentlichungen am Record Store Day ‪#‎rsdgermany

Standard

Record Day

Am heutigen Record Store Day gibt es wieder in den Plattenläden Eures Vertrauens einige vinyle Kostbarkeiten als Sonderveröffentlichungen, etwa bislang unveröffentlichte Live-Tracks von den Foo Fighters oder die Wiederveröffentlichung der frühen David Bowie-Aufnahmen von 1966. Für jeden Vinyl-Fan dürfte etwas dabei sein. Hier geht es zur Liste der Sonderveröffentlichungen, die heute in den Läden verkauft werden – wenn sie denn noch vorrätig sind im Laufe des Tages.

Vinyle Sonderveröffentlichungen

Auf Facebook kann der schönste RECORD STORE DAY-Moment als Foto geteilt werden. Gewinn: Crosley Cruiser II.

Welche Platte(n) habt Ihr ergattern können? Welche Instores habt Ihr miterlebt? Und, und, und.

Teilt das Lieblingsbild auf Facebook und tagged es mit ‪#‎rsdgermany‬. Aus allen Fotos werden fünf Favoriten zur Abstimmung ausgewählt.

Spielregeln: Upload der Fotos auf Facebook bis Montag, 20. April, 13 Uhr. Abstimmung bis Mittwoch, 22. April, 17 Uhr. Auf geht’s.