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Der Tag, an dem ich nach London kam und #BorisJohnson geht

Man könnte auch vom Ende des Boris Johnson sprechen im Sinne des Autors Geoff Dyer, der gerade ein Buch mit dem Titel: „The Last Days of Roger Federer“ herausgebracht hat. Es ist ja so schwierig, würdevoll abzutreten. Da Würde beim Premier BJ nie im Spiel war, konnte es also nur ein schmutziger Abgang werden. Und ich war mittendrin. Eigentlich wollte ich den Tag gemütlich in Oxford verbringen, so eine Art Liegestuhl-Session mit Lektüre und gutem Essen. Aber mir war klar, dass es zum Rücktritt des Skandal-Regierungschefs in GB kommen würde. Zugticket gebucht von Oxford nach Paddington und direkt mit der U-Bahn weiter zur Downing Street 10.

Mit dem Presseausweis versuchte ich noch, direkt vor die berühmte Tür zu kommen. Die erste Polizeikontrolle konnte ich noch überzeugen, bei der zweiten Kontrollstelle wurde dann nach der Akkreditierung gefragt, die ich natürlich nicht hatte. Also unter das Fußvolk gemischt und genau da gelandet, wo dann richtig war los war mit Gegnern von Boris Johnson. Was für ein Tag.

Das Warten auf den Rücktritt:

Boris kommt raus und das Buhrufen beginnt:

Über den Autor

gsohn
Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.

2 Kommentare zu "Der Tag, an dem ich nach London kam und #BorisJohnson geht"

  1. Was für ein spannender und verrückter Tag. Dass jemand wie Johnson nicht freiwillig geht und sogar anderen die Schuld gibt, passt gut ins Bild. Ich bin gespannt, ob es in der nächsten Zeit viel Pschologisches zu ihm zu hören/lesen gibt. Auch wenn mir aus gesundheitlichen Gründen immer noch wenig zum Lachen ist, aber Keir Starmers Satz zu Johnson „Sinking Ship Is Fleeing the Rat“ hat mich dann doch heute mal lachen lassen. Was mich allerdings immer noch wundert, ist dass es so viele durchaus respektable Tories so lange mit jemandem ausgehalten haben, der ein derart gestörtes Verhältnis zur Wahrheit hat …

  2. Die so lange Herrschaft von BJ über die Tories ist das eigentlich Verstörende. Genauso wie bei Donald Trump. Aber auch da verkommen ja die Republicans zusehends. Mal schauen, ob sich die Tories wieder fangen.

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