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#Maschinenbau nutzt die Potenziale von #Industrie40

Maschinenbau nutzt die Potenziale von #Industrie40, sagt Marius Grathwohl. Die Fundamentalkritik mit Aussagen von „Null Produktivitätsfortschritt“ werde der Vision nicht gerecht. Die Vernetzung von Menschen, intelligenten Objekten und Maschinen, die Nutzung serviceorientierter Architekturen, die Komposition von Diensten und Daten aus unterschiedlichen Quellen zu neuen Geschäftsprozessen eröffnet Chancen. Industrie 4.0 sei die Basis für datenbasierte Wertschöpfung, innovative Geschäftsmodelle und Organisationsformen, aber auch für neue Lösungen in Bereichen wie Energie, Gesundheit und Mobilität. Ökonomisch ging es initial um einen Wechsel von der traditionellen Automatisierung mit vorherbestimmtem Ergebnis hin zu lernenden und sich selbst anpassenden Maschinen und Umgebungen, die in Echtzeit auf Änderungen der Kundennachfrage sowie auf unerwartete Störungen reagieren. Damit einher geht der Schritt von der Massenproduktion zur Maßanfertigung, zur preislich konkurrenzfähigen Herstellung von individuellen, maßgeschneiderten Produkten. Das Internet der Dinge und darauf aufsetzende cyberphysische Systeme seien in modernen Fabriken heute Realität. Die Konnektivität zwischen Maschinen, Werkzeugen, Werkstücken und Facharbeitern habe auch in Bestandsfabriken große Fortschritte gemacht. 

Michael Finkler, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Pro-Alpha aus Weilerbach in Rheinland-Pfalz, kommt nach einem Bericht der FAZ zu einem anderen Urteil: Es gebe „null Produktivitätsfortschritt nach zehn Jahren Industrie 4.0“; das heutige Produktivitätsniveau der Industrie sei auf dem Stand von 2011; die Produktivität im Maschinenbau sei trotz hoher Auslastung sogar gesunken; die breite Masse der Unternehmen sei kaum vorangekommen; statt zu organisieren und zu standardisieren sei „die Verschwendung digitalisiert“ worden.

Es wurde zwar oft davon gesprochen, neue, digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, Mehrwert durch Digitalisierung zu schaffen, womöglich Plattformen auf die Beine zu stellen. Aber vielerorts ist davon nichts zu sehen. Finkler erkennt „zehn verlorene Jahre“. Deutschland habe „den Anschluss verloren in der industriellen Plattformökonomie“, während Konzerne wie Google, Microsoft oder Amazon den Aufbau von Industrie-Plattformen forcierten. Aber wo ist das denn der Fall?

Einer der Industrie-4.0-Architekten sieht das ganz anders: Professor Wolfgang Wahlster im Interview mit mir.

In den USA gibt es Protagonisten in der Digitalszene, die gar nicht so sehr in der KI-Forschung tätig sind, aber um so stärker eine Marketing-Maschine bedienen und dabei zum Teil pseudo-wissenschaftlich agieren. Dazu zählt Wahlster den Dauerredner Ray Kurzweil, der verrückte Thesen ohne eine gewisse Substanz vorlegt. Das habe Folgen:

„Das größte KI-Zentrum findet man nicht mehr in den USA, sondern mit dem DFKI in Deutschland. Dass liegt daran, dass wir versuchen, als Ingenieure auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Wir definieren KI als künftige Informatik. Wir gehen an das Limit des Machbaren. Wir machen keine falschen Versprechen an die Industrie oder an den Staat. Wir bleiben auf dem Teppich. Das hat sich bewährt“, so Wahlster.

Hier das komplette Interview mit Marius Grathwohl vom Maschinenbauer Multivac:

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Spannend: Microsoft Teams: Allerhand Neuerungen vorgestellt

Wichtiger Punkt: Berners-Lee monierte, dass viele Web3-Techniken mit dem umfassenderen, von ihm mitgeprägten Konzept „Web 3.0“ verwechselten. Dessen ursprünglicher Ansatz war der Aufbau eines semantischen Webs, das mit Daten angereichert ist, die maschinell ausgelesen und verarbeitet werden können.

Über den Autor

gsohn
Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.

1 Kommentar zu "#Maschinenbau nutzt die Potenziale von #Industrie40"

  1. Aufgaben für die Zukunft von Industrie 4.0:

    Die deutsche Industrie muss viel schneller als bisher auf Verwerfungen in ihren Lieferketten oder der Rohstoff- und Energieversorgung reagieren. Grundvoraussetzung ist, dass über alle Stufen der Wertschöpfungsketten Klarheit über Prozesse und eingesetzte Ressourcen besteht.

    Die Anpassung und Optimierung von Prozessen über die verschiedenen Wertschöpfungsstufen und Lebenszyklusphasen hinweg erfordert die Zusammenarbeit aller Akteure in der Wertschöpfung. Mithilfe digitaler, datenbasierter Lösungen werden Informationen verfügbar. Hierdurch werden die systematische Reduzierung von Emissionen (CO2) und auch eine geschlossene Kreislaufwirtschaft ermöglicht – zum Schutz von Menschen, Umwelt und Ressourcen.

    Eine digitale und souveräne Industrie braucht eine einfach verfügbare und durchgängige Datenvernetzung und die Bereitschaft zum multilateralen Teilen von Daten.

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