
Deutschland muss krisenfester und krisenrobuster werden. In Krisen muss die Politik professioneller agieren: Interview mit Thomas de Maizière auf der #DigitalX im Sommer des vergangenen Jahres aktueller denn je. pic.twitter.com/R6lN8lUXRq
— gsohn (@gsohn) February 28, 2022
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„Krise“ ist ein höchst generischer Begriff. Nicht in Legislaturperioden einzuordnen. Wir alle haben uns Putins Vorgehen nicht vorstellen können. Es ist aber auch keine Lösung, wenn eine Regierung impulsiv handelt. Es ist etwas anderes, wenn wir impulsiv einen Kommentar zur Weltlage verfassen.
Auf alle möglichen Krisen vorbereitet zu sein, kann auch sehr schnell bedeuten, sich einen Panzer der Unbeweglichkeit umzulegen. Müssen wir abwehren oder eskalieren und wenn ja, wie weit? Ob Klima oder Putin müssen wir bis zu einem gewissen Maß eskalieren. Mehr oder minder gibt dafür keine Blaupausen. Das Diktum vom „Ende der Geschichte“ hat uns alle mehr oder minder benebelt. Den Regierungen daraus einen Vorwurf zu machen, wäre falsch und unredlich. Wir haben es auch selbst so gewollt. Präventive Krisenpolitik hätten wir als Bevölkerung abgelehnt. Man siehe nur das ganze „Palaver“ um Klima oder Corona.
Jede Krise müssen wir im Grund erst einmal verstehen, bevor wir handeln können. Unzweifelhaft ist richtig, dass wir alle uns – einschließlich opportunistischer Politiker – in einen prophylaktischen Krisenvorausdenkmodus begeben müssen. Dies können wir aber nur punktuell tun. Psychologisch sind wir Menschen nicht darauf ausgelegt, in einer dauerhaften Krisenanspannung zu existieren.
Allen, die jetzt sagen: wir haben schon immer gewusst, dass … Nichts habt ihr gewusst. Vielleicht war es die Spekulation auf ein profitables Geschäft, denen sollten wir nicht folgen.
LG
Andreas