
Wenn Unternehmen von Digitalisierung sprechen, meinen sie oft Tools. Wenn Nestlé von Digitalisierung spricht, meint man Verhalten. Und wer Verhalten ändern will, muss Menschen verstehen – nicht nur Software managen.
Patrick Fueldner, Senior IT Product Manager Digital Enablement bei Nestlé, erzählte keine technokratische Rollout-Story. Er sprach über Organisation. Über Governance. Und über das, was digitale Adoption eigentlich bedeutet: das tägliche Ringen um Akzeptanz, Orientierung und Wirkung.
„Wir wollten nicht mehr erklären – wir wollten begleiten.“
Am Anfang stand ein typisches Szenario:
Große Organisation, viele Applikationen, unzählige Nutzerfragen – und ein wachsendes Gap zwischen Funktion und Nutzung.
WalkMe war als Plattform bald gefunden. Aber der eigentliche Change begann nach dem Rollout.
Nestlé strukturierte seine Einführung nicht als Projekt, sondern als Prozess.
Ein zentral koordiniertes Adoption-Team wurde geschaffen, das weltweit mit Communities, Champions und lokalen Verantwortlichen arbeitet – und nicht gegen sie.
„Change ist keine Add-on-Funktion der IT“, so Fueldner.
„Es ist das eigentliche Produkt.“
Die vier Elemente einer skalierbaren Adoption
Was Nestlé aufgebaut hat, ist ein strategischer Enablement-Ansatz, der auf vier Säulen ruht:
- Governance & Struktur:
Einheitliche Methodik, klare Rollenverteilung, globale Steuerung. - Nutzerzentrierung:
WalkMe nicht als zusätzliche Hürde, sondern als Hilfe im Flow. Dort, wo Fragen entstehen – nicht danach. - Datengestützte Optimierung:
Durch KPIs, Feedback-Loops und kontinuierliche Anpassung. - Kulturelle Anschlussfähigkeit:
Lokale Kontexte zählen. Standardisierung ohne Zentralismus.
Was daraus entsteht, ist kein Lehrbuchprozess, sondern ein Ökosystem. Und dieses System zeigt: Adoption ist kein Nebenschauplatz, sondern das neue Betriebssystem der digitalen Organisation.
Lernen in Bewegung
WalkMe bei Nestlé ist kein Pop-up mit Anleitung. Es ist eine Einladung zum Verstehen. Eine Brücke zwischen Systemkomplexität und menschlicher Intuition. Und in einem Unternehmen mit globaler Reichweite wird das zur strategischen Notwendigkeit.
„Wir wollten nicht mehr erklären“, sagte Fueldner.
„Wir wollten begleiten.“
Diese Haltung ist die eigentliche Innovation.
Was Nestlé vormacht, ist keine Digitalisierung im Buzzword-Modus. Es ist das stille, präzise Handwerk moderner Enablement-Architektur.
Ein Vorbild für alle, die nicht mehr nach Schulungsplänen fragen, sondern nach Verständnis im Moment des Tuns.