
Der Gebäudesektor trägt wesentlich zur Erderwärmung bei. Höchste Zeit, dass die Politik endlich den gesetzlichen Rahmen schafft, damit Kreislaufwirtschaft und Recycling bei Neubau und Renovierung flächendeckend zum Zuge kommen.
Von außen betrachtet scheint alles zu funktionieren: Es wird gebaut, saniert, geplant, bewohnt. Das Bauwesen liefert die Kulisse unseres Alltags, das Fundament unserer Städte, die Hülle unseres Lebens. Und doch verbirgt sich in diesem System eine stille Katastrophe – messbar, reguliert, aber bislang weitgehend unbeachtet: Der Gebäudesektor ist für rund 40 Prozent der CO2-Emissionen in Europa verantwortlich, verursacht die Hälfte des Ressourcenverbrauchs in Deutschland und produziert ebenso viel Abfall.
Das sind keine Nebenschauplätze. Das sind zentrale Schlachtfelder der ökologischen Transformation. Doch in der politischen Debatte bleibt das Bauwesen erstaunlich leise.
Ein Netzwerk mittelständischer Unternehmen – die Green Monday Wirtschaftsinitiative – bringt es auf den Punkt: „Wir diskutieren über Joghurtbecher, die drei Gramm wiegen, und verlieren die wirklich relevanten Stoffströme aus dem Blick.“
Die Bilanz ist bitter: Während Verpackungsabfälle zu großen Teilen bereits erfasst und recycelt werden, liegt die Zirkularitätsrate im Bauwesen unter vier Prozent. Die Materialschwemme – Beton, Stahl, Dämmstoffe – bleibt weitgehend linear: Einweg statt Umlauf. Entsorgung statt Erhalt. Neubau statt Wiederverwendung.
Wie beim Papier. Da wird auch seitenweise mit großen Kampagnen eingespart, Werbeprospekte kommen allerdings immer noch Woche für Woche rein als ob es kein Morgen gibt.
Um von einer Versicherung den jährlichen Bericht nicht mehr auf Papier zu bekommen, musste man sich registrieren (Ok), und erhält dann den Zugangscode per Brief… Und das millionenfach vermutlich.
Stimmt. Oder bei der Kommunikation mit der Deutschen Rentenversicherung. Da geht fast nix ohne Briefe oder gar Faxe…..