Totgesagte leben länger: Exportrekord!

Kürzlich wies der Hidden-Champion-Forscher Professor Hermann Simon auf das Landpotenzial im Braunkohlenrevier als künftiger Investitionsstandort hin, mit dem Argument, dass Industrieland bei uns ein sehr knapper Faktor ist.

Dazu sein Post am Donnerstag:

„Sehr interessante, überraschende Meldung: Microsoft investiert mehrere Milliarden Euro in neue Rechenzentren. Die neuen deutschen Standorte sollen u.a. im Rheinischen Revier, der westdeutschen Braunkohleregion zwischen Köln und Aachen entstehen. In meinen Äußerungen zur Deindustrialisierung führe ich immer als Begründung an, dass Industrieland bei uns ein knapper Faktor ist und der extreme Flächenverbrauch der Braunkohle einer effizienteren Nutzung zugeführt werden sollte. Auf die Idee, dass sich dieser Standort für Rechenzentren eignet, bin ich noch nicht gekommen. Microsoft ist eben schlauer.“

Und hier noch zwei Posts, die ebenfalls nicht in die miese Stimmung passen:

Totgesagte leben länger: Exportrekord!
Die deutschen Maschinenbauer melden für 2023 einen neuen Rekordwert beim Export, das Plus betrug 5,9 Prozent. Gestiegene Preise trugen zu diesem Erfolg bei.

„Die Realität widerlegt das dauernde, uniformierte Geschwätz von der Deglobalisierung: Im Jahre 2023 sind die deutschen Direktinvestitionen in China auf ein Rekordniveau von 11,9 Mrd. Euro gestiegen. „Das ist ein neuer Höchstwert, nach ohnehin schon hohen Werten in den beiden Vorjahren“, sagt Jürgen Matthes vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW). China war auch in 2023 Deutschlands größter Handelspartner mit 253 Milliarden Euro, knapp vor USA mit 252,3 Mrd“, resümiert Simon.

Wenn die Bundesregierung jetzt noch aus ihrem prozyklischen Sparmodus rauskommt, dann springt auch die Konjunktur wieder ordentlich an. Dabei ist ein Aspekt relevant, den die Ökonomin Mariana Mazzucato gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung äußerte: „Wenn wir die großen Probleme unserer Zeit lösen wollen, brauchen wir fähige Unternehmen, die mit fähigen Regierungen arbeiten, und zwar lokal, national und global.“

Nachzulesen in meiner New-Management-Kolumne für Haufe.

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