Glühbirnenverbot der EU-Volkserzieher geht ins Leere: Absatz der „Sparlampen“ sinkt

Da haben sich ja meine Glühbirnen-Hamsterkäufe in Bosnien schon positiv ausgewirkt 😉
Nach einem Bericht der FAZ hat das EU-Glühbirnen-Verkaufsverbot (seit September 2009) nichts gebracht. Der Verkauf von so genannten Energiesparlampen ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres sogar um sechs Prozent gesunken. Die FAZ bezieht sich auf Analysen der Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK).


Ursachen: Konsumenten haben Glühbirnen gehortet – wie ich – und suchen andere Beleuchtungsformen – etwa Halogenleuchten. Die Sparlampen-Aversion habe durch die Auflagen der EU-Kommission einen erheblichen Auftrieb bekommen – staatliche Bevormundung kommt halt nicht gut an.

Etwas heuchlerisch ist allerdings das Argument der Lampen-Lobby, dass der Verkaufsrückgang ein Beweis dafür sei, dass der Lampen-Paternalismus keine Verkaufshilfe für die Industrie sei. Witzig auch das Argument der Interessenvertreter, dass die Energiesparlampe 15 Mal länger halten würde als die Glühbirne, aber nicht 15 Mal mehr kosten würde. Die Testberichte und meine Erfahrungen sprechen eine andere Sprache. Und wenn die Aussagen der Lobbyisten stimmen würden, bräuchte man kein hausmeisterliches Verkaufsverbot für Glühbirnen.

Siehe auch:
Sparlampen sind Schrott – Plädiere für eine Renaissance der Glühbirne!

Wehrt Euch gegen die Eurokraten – Kauft Glühbirnen in Bosnien.

Die reichen Erben der Glühbirne und warum Verbraucher ein Lichtdiplom erwerben sollten.

Glühbirnenverbot ökologisch wirkungslos – Lobbyisten und Verbotsfreunde, schon was vom Rebound-Effekt gehört?

Die reichen Erben der Glühbirne und warum Verbraucher ein Lichtdiplom erwerben sollten

GlühbirneÜber die Merkwürdigkeiten, die faktisch zum Verbot der Glühbirne geführt haben, habe ich hier ja schon einiges geschrieben. Der Geschäftsführer der ZVEI-Fachverbände meint doch allen Ernstes, es gebe gar kein Glühbirnen-Verbot. Es seien nur die „Mindestanforderungen an Leuchtmittel“ verschärft worden. Das ist wohl der Gipfel der Rabulistik. Faktisch dürfen Glühbirnen nicht mehr in Verkehr gebracht werden, wie es so schön im Bürokratendeutsch heißt. Nur die Altbestände dürfen noch verkauft werden. Das ist nichts anderes als ein Verbot. Denn wenn Händler gegen das Vertriebsverbot verstoßen, setzt es satte Strafen. Wir Verbraucher können allerdings Glühbirnen kaufen und müssen nicht mit der Einweisung in eine Glühbirnen-Umerziehungsanstalt rechnen, wie großzügig von der EU.

Was vielen Verbrauchern vielleicht nicht so klar ist, dass die so genannten Energiesparlampen, die in Testergebnissen teilweise miserabel abgeschnitten haben, keine Lampen für den universellen Einsatz mehr sind. Diese Dinger können nicht mit einem kontinuierlichen Spektrum dienen, sondern kommen mit drei hohen, relativ engen Farbspitzen von Rot, Grün und Blau daher, wie die vdi-nachrichten darlegen. Im Bad, fürs Lesen, Klavierspieln oder über dem Esstisch müsse man jetzt stärker auf die Lichtfarbe achten. Osram und Co. können doch frohlocken – das verheißt satte Neugeschäfte, denn der Handel sei jetzt gefragt, den Kunden eine entsprechende Auswahl zu bieten. Die Käufer müssen neben der Leistung in Watt auch die Lichtfarbe in Kelvin und die Lichtausbeute in Lumen pro Watt berücksichtigen. Im Physikunterricht nicht aufgepasst? Tja, Pech gehabt. Dann muss man wohl noch einen Lichtberater einschalten, der hier für die richtige Beleuchtung sorgt.
Das Ganze stinkt doch zum Himmel und der Verbraucher muss hier wohl eine berufliche Nachqualifikation als Lichtdesigner absolvieren. Geht Euch jetzt ein Licht auf????