
Ich habe hier nun schon einiges über unterirdische Servicekonzepte gepostet, kritisierte unfähige Call Center-Unternehmen und mangelhafte Dienstleistungskonzepte. Aber was sich auf der Facebook-Fanseite von Chocri abspielt, ist wirklich der Gipfel der Ignoranz. Dort veröffentlichen Kunden eine Vielzahl von Beschwerden über nicht eingehaltene Liefertermine, monieren die zu späte Information über Lieferungen, die vor Weihnachten nicht erfolgen. Statt sich höflich, demütig und sachlich mit den Serviceschlampereien auseinanderzusetzen, werden unliebsame Beschwerden als Spamerei denunziert. So, liebe Chocri-Freunde, kann man mit Kommentaren von unzufriedenen Verbrauchern in sozialen Netzwerken nicht umgehen. Da solltet Ihr Euch mal ein wenig an der Community GetSatisfaction orientieren, um zu kapieren, wie sich die Meinungsbildung zwischen Unternehmen und Verbrauchern verändert. Die Zeiten der Einweg-Berieselung sind vorbei – auch wenn Ihr noch so cool wirken wollt.
Hier mein Wut-Tweet (vielleicht 2011 Wort des Jahres).
http://twitter.com/#!/gsohn/statuses/17198260124917760
Siehe auch:
Social Media und die Einweg-Botschaften der Wirtschaft.
Vernetzte Verbraucher, gesellige Gespräche und Smart Mobs – Entscheiderforum in Perinaldo.
