
Remix vom Feinsten: Heraus kam eine Version von Science Fiction, die klingen könnte, als hätten Alphaville und The Cure gemeinsam die Steuerkonsole eines Synthie-Raumschiffs übernommen. Die Vorlage lieferte The Wedding Present, jene britische Indie-Rock-Band aus den 80ern, die zwischen Post-Punk-Attitüde und melodischer Melancholie ihren ganz eigenen Sound entwickelte.
Doch hier geht es nicht um Nostalgie – der Remix katapultiert Science Fiction in eine andere Dimension. Der Gesang trägt diesen epischen Pathos, den Alphaville einst perfektionierte, während das Instrumental eine kühle, fast dystopische Atmosphäre entfaltet. Die Keyboards flimmern wie durch VHS-Störungen gesendet, der Bass läuft hypnotisch im Loop, und das Schlagzeug hallt aus der Ferne, als würde es in einer verwaisten Fabrikhalle widerhallen. Keine Effekthascherei, kein unnötiger Bombast – stattdessen eine subtile Dekonstruktion, die dem Original eine neue Tiefe gibt.
Lyrisch bleibt Gedges Handschrift unverkennbar: Die Aliens sind gelandet, die Computer haben übernommen – doch am Ende bleibt die Welt dieselbe. Die eigentliche Katastrophe? Ein gebrochenes Herz. Die Dystopie wird zur alltäglichen Tragödie, während die verzweifelte Wiederholung des Refrains („And I’d do anything, anything, anything…“) zur hypnotischen Endlosschleife eines nicht loszulassenden Gedankens wird.
Dieser Remix ist genau mein Ding: Eine Reise durch Synthie-Düsterpop, irgendwo zwischen New-Wave-Revival und dem letzten Funksignal aus einer sterbenden Galaxie.