Neue Macht für Corporate Influencer oder doch eher Freiheitsberaubung für Mitarbeitende? Autorengespräch mit @klauseck am 2. März 11 Uhr

Autorengespräch mit Klaus Eck zum Opus: „Die neue Macht der Corporate Influencer“, erschienen im Redline-Verlag, Co-Autor ist Dr. Winfried Ebner.

Im Vorwort des Buches kommt Wolf Lotter zu Wort: „Die Organisation, das Unternehmen, wie wir es kennen, engt immer noch stark ein und lässt die und den Einzelnen nicht von der Leine. Freiheitsberaubung lohnt sich aber in der Wissensökonomie nicht. Freiräume, selbstständiges und weitgehend selbstbestimmtes Arbeiten sind aber in einer digitalen Netzwerkgesellschaft – also jener Wissensökonomie, um die sich schon lange alles dreht – keine netten Extras mehr, die der Chef gewährt, sondern die Grundlage, auf denen Innovationen und Problemlösungsalternativen wachsen, also bessere Produkte und Dienstleistungen.“

Lotter hat alle Punkte angeschnitten, die für die Mehrzahl der Unternehmen in Deutschland gelten.

Eher Freiheitsberaubung denn neue Macht für Corporate Influencer.

Eck und Ebner beleuchten, was sich in vielen Organisationen an Initiativen entfaltet. Kann man dennoch von „neuer Macht“ sprechen? Wir diskutieren das live mit Klaus Eck via YouTube, Twitter, LinkedIn, Twitch und Facebook.

Siehe auch:

Die Tricks der Influencer – Erfolgsrezepte von Kardashian & Co.

Mehr Corporate Influencer wagen #DigitalX-Livetalk

Markenbotschafter & Corporate Influencer: Warum so wenig Führungskräfte und CEOs twittern

Weltweit führende Belanglosigkeit: Corporate Blog als Zweitverwertungs-Müllkippe

Über den Autor

gsohn
Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.

1 Kommentar zu "Neue Macht für Corporate Influencer oder doch eher Freiheitsberaubung für Mitarbeitende? Autorengespräch mit @klauseck am 2. März 11 Uhr"

  1. Dazu Klaus Eck: Wie raffiniert sind Unternehmen, die auf #CorporateInfluencer setzen? Wollen sie ihre Mitarbeitenden stärker als bisher knebeln oder von deren Selbstständigkeit profitieren? Darüber diskutieren Gunnar Sohn und ich am 2. März um 11 Uhr.

    👉 Wer bei einem Corporate Influencer Programm auf eine Freiheitsberaubung 2.0 setzt, wird grandios scheitern. Eine totale Überwachung der Mitarbeiterschaft stößt nicht nur an ihre rechtlichen Grenzen, sondern würde Corporate Influencer absolut demotivieren -und den ganzen Ansatz schnell scheitern lassen.

    Es gibt in Deutschland zahlreiche Beispiele dafür, wie Organisationen ihre Mitarbeiter:innen mit einer guten Advocacy inspirieren: Sie unterstützen Corporate Influencer darin, über ihre persönlichen Themen in der Social Media Welt zu kommunizieren.
    Advocacy (deutsch: Befürwortung) bezeichnet in der Politikwissenschaft die öffentliche Einflussnahme auf die Politikgestaltung stellvertretend für ein kollektives Interesse. Von der Interessenvertretung im weiteren Sinn unterscheidet sich Advocacy dadurch, dass nicht ausschließlich oder in erster Linie die eigenen Interessen vertreten werden. Vom Lobbying unterscheidet sich Advocacy durch die strategische Einbeziehung der Öffentlichkeit, d. h. eines nicht spezifizierten und unmittelbar betroffenen Publikums.[1] Der Begriff Advocacy wurde ins Deutsche als „themenanwaltschaftliche Interessenvertretung“[2] übersetzt. Steht bei Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Advocacy

    Toxische Unternehmen, die alles kontrollieren und die redaktionelle Planungshoheit in einem Corporate Influencer Programm anstreben, werden #scheitern. Darauf lassen sich nur wenige wirklich ein.

    Eine solche Fernsteuerung stößt schnell an seine Grenzen. Natürlich gibt es das Ghostwriting für Führungskräfte. In einem Corporate Influencer Programm sind oft zwischen 10 und 30 Mitarbeitende aktiv, manchmal sind es sogar Hunderte.

    Aber für wie viele Mitarbeiter:innen ist das #Ghostwriting budgetär sinnvoll? Und vor allem: wie gleichförmig und aufgesetzt wirken dann die Inhalte, die auf diese Weise produziert werden? Authentizität sieht anders aus.

    Wer seine Corporate Influencer hingegen eine persönliche Content-Strategie entwickeln lässt, die durchaus zu den Zielen eines Unternehmens passen kann, wird von deren Kreativität und authentischen Content Creation profitieren. Dafür gibt es schon viele tolle Beispiele.

    Wir brauchen mehr Selbstdenker:innen und weniger „Funktionäre“ in den Organisationen.

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