
Gestern gab es wieder eine Futures Lounge der D2030-Initiative, die via Multistream auch auf meinen Kanälen live gestreamt wurde. Der Dialog zur KI-Strategie in Deutschland mit Prof. Dr. Uwe Cantner, Vorsitzender der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), Rafael Laguna de la Vera, Direktor der Bundesagentur für Sprunginnovation (SPRIN–D) und Dr. Kinga Schumacher, Senior Researcherin am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), fand wieder über Zoom statt
Der Ansatz der Initiative ist bekanntlich ein niederschwelliger Einstieg auf Zoom, um mit Experten ins Gespräch zu kommen. Das ist gestern gehörig daneben gegangen – mit massiven Kollateralschäden auf meinen Accounts.
Der Vorsitzende der D2030-Initiative Klaus Burmeister hat das zur Anzeige gebracht bei der Internetwache in Berlin mit folgendem Inhalt:
„Wir haben eine Videokonferenz (via Zoom, YouTube und Linkedin) heute durchgeführt. Zeitraum 18.30 – 20.00 Uhr. Beteiligte Personen rund 100 netzgestützte Teilnehmer Wer hat etwas gesehen? Im Rahmen der Videokonferenz hat sich nach 19 Uhr jemand eingehackt und pornografische Bilder und Videosequenten eingespielt. Es war unmöglich mit den üblich Verfahren den Eingriff zu stoppen. Nach rund 10 Minuten war es vorbei. Wir wissen nicht warum? Weitere wichtige Angaben Der YouTube-Kanal unseres Supporters (Gunnar Sohn) wurde daraufhin gesperrt. Die Accountadresse lautet: http://www.youtube.com/user/gsohn. Er ist freischaffender Journalist. Damit wird seine Arbeit massiv behindert und verunmöglicht. Er hat Beschwerde eingeelegt.“
Und die Beschwerde wurde erst einmal abgelehnt.
Jetzt beginnt für mich das, vor dem ich immer schon gewarnt habe. Es wird vorschnell gelöscht, gesperrt, gemahnt oder blockiert, ohne ausreichende Möglichkeiten des Betroffenen, gegen diese Maßnahmen Widerspruch einzulegen. Internet Governance-Experte Professor Wolfgang Kleinwächter hat das im ichsagmal.com-Interview klar angesprochen. Mittelalterliche Prangermethoden, die im 15. oder 16. Jahrhundert üblich waren, gehören nicht in unsere Zeit. Auch Internet-Plattformen benötigen transparente Verfahren zur Schlichtung. Kleinwächter verweist auf die Uniform Domain-Name Dispute-Resolution Policy von Icann. Leider zählt das nicht zum Standard in Netz. „Hier sehe ich eine große Lücke für Internet Governance“, beklagt Kleinwächter. Eine Löschung des Videos hätte gereicht oder eine gelbe Karte. Bei der Übertragung via Zoom war ich nur Zaungast. Sohn@Sohn unterstützen via Ecamm Live die Übertragung ins Netz. Bitte unterstützt mich gegen YouTube und Google.