Ein junger Graffiti-Künstler ist nach einem Bericht von Spiegel Online in Miami Beach nach einem Taser-Einsatz der Polizei gestorben.
“Der unbewaffnete 18-Jährige war beim Sprühen überrascht worden und weggerannt. Als die Polizisten ihn einholten, feuerten sie mit dem Elektroschocker.”
Sein Verbrechen: Er besprühte die Fassade eines verlassenen Fast-Food-Restaurants mit Farbe. Wahnsinn. Eigentlich auch ein Fall für die Geheimdienste.
Noch wahnsinniger ist die Rechtfertigungslyrik der polizeilichen Hausmeister:
“Die Officers waren zum Taser-Einsatz gezwungen, um einen Unfall zu verhindern”, sagte ein Sprecher.
Um einen Unfall zu verhindern? Das war also eine fürsorgliche Aktion, damit der Graffiti-Künstler beim Weglaufen nicht ins Stolpern kommt.
Wie denken denn die Saubermänner in Bonn über das Vorgehen der Ordnungshüter in Miami Beach? Das müsste denen doch runter gehen, wie Öl.
Siehe auch:
Wenn Eltern ihre Kinder stigmatisieren: Bonn macht gegen Sprayer mobil.
Achtung, liebe Eltern! Ihr Kind ist vielleicht ein Hacker, Nerd oder noch schlimmer: ein Sprayer.