Rohstoffgewinnung und Kreislaufwirtschaft: Deutschlands Herausforderungen und Potenziale #SZGipfel @SteffiLemke #SchubkraftTV @DEKRA_Germany @suez

Um die grüne Wende zu schaffen und neue Wachstumsimpulse zu entfalten, braucht man überprüfbare Daten, so Annette Dési, Leiterin Nachhaltigkeit bei der DEKRA Germany, im Schubkraft-TV-Interview auf dem Wirtschaftsgipfel der SZ.

Es geht um harte Fakten, die überprüft und verifiziert werden müssen. Unternehmen müssen sich zertifizieren lassen und klare Daten liefern. Es geht um Datenmanagement und die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsprüfern.

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass nur Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern Berichtspflichten auf dem Feld der Nachhaltigkeit haben. Auch kleinere Unternehmen müssen sich an die Spielregeln halten, weil sie Teil der Lieferkette sind. Wir werden das auf dem am 20. November in Düsseldorf vertiefen.

Annette Dési wünscht sich von der Wirtschaftspolitik, dass sie die heute gemachten Aussagen evaluiert und umsetzt. Sie hofft, dass die Politik die Möglichkeiten und Potenziale erkennt und die richtigen Anreize für Investitionen setzt.

Die Maßnahmen zu überprüfen und anzupassen, ist besonders in der Umweltpolitik vonnöten. Das sollte man bei der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie der Bundesregierung, die Anfang des nächsten Jahres vorgestellt werden soll, unbedingt in den Beratungen beherzigen. Die Kreislaufwirtschaftsquote in Deutschland liegt bei mageren 13 Prozent. „Wenige Länder verbrauchen so viele primäre, also neue Rohstoffe wie die Bundesrepublik. Seit 2010 ist der Verbrauch sogar noch weiter gestiegen“, berichtet die SZ. Weltweit, sagt Lemke auf dem Wirtschaftsgipfel, sei mindestens die Hälfte aller Emissionen auf Rohstoffgewinnung zurückzuführen. „Dabei geht es nicht um den einzelnen Joghurtbecher, sondern um Masseströme wie im Baustoffsektor.“

Seit Inkrafttreten der Verpackungsverordnung (jetzt Verpackungsgesetz) im Jahre 1991 und dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz im Jahre 1996 wird am Prinzip der Produktverantwortung und den ökologisch ehrlichen Marktpreisen gearbeitet. Einen richtigen Durchbruch erzielte die Umweltpolitik in den vergangenen 30 Jahren nicht wirklich. Der Ansatz, möglichst viele Prozesse von vornherein so zu gestalten, dass die Wiederverwertung aller Rohstoffe und Bestandteile mitbedacht wird und Abfälle erst gar nicht entstehen, ist immer noch nicht sonderlich verbreitet. Da sei, so Lemke, „wahnsinnig viel Luft nach oben“. Es fehle ein strategischer Rahmen, „und diese Lücke versuchen wir zu schließen“.

Man könnte klare Vorgaben machen, einen bestimmten Prozentanteil an Sekundärrohstoffen bei der Produktion einzusetzen, auf die Langlebigkeit zu achten und die Wiederverwendung von bestimmen Produktteilen zu ermöglichen. Einen ähnlichen Gedanken äußerte Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegenüber der SZ:

„Wenn man sich an Maximalforderungen nicht herantraut, dann kann man mit Mindeststandards, beispielsweise Mindestquoten für Rezyklatanteile, starten und dann sukzessive erweitern, das wäre denkbar.“ Zudem sieht er den Staat als Auftraggeber in der Pflicht, der zirkuläres Wirtschaften zur Bedingung macht. „Das fängt bei Ausschreibungen im Bauwesen an. Aber da passiert bis heute viel zu wenig“, sagt Fischer. „Aber wenn der Staat vorpredigt, aber nicht vorlebt – wer fängt dann damit an?“ Gerade wenn wir an die Wirtschaftssicherheit denken, muss mehr gemacht werden: Betrachten wir zum Beispiel Batterien für Elektrofahrzeuge. Sie enthalten wertvolle Materialien wie Lithium, Kobalt und Nickel. Können wir diese Materialien wiederverwenden?

Wenn ja, könnten wir in Europa einen großen Schritt in Richtung Autarkie machen. Dies ist besonders wichtig angesichts der aktuellen Konflikte mit Russland und China. Das diskutierten wir mit Sabrina Soussan, Chairman und CEO von SUEZ.

Am 20. November nehmen wir diesen Faden wieder auf beim ersten in Düsseldorf.

Auf der Teilnehmerliste Top-Entscheider und ESG-Verantwortliche aus dem Mittelstand:

Achenbach |AOK | auxmoney | Bundesanzeiger | DB Schenker | DDP GRUPPE | Deichmann | dhpg | Dillenberg | Douglas | Dr. Ganteführer, Marquardt & Partner | Drees + Sommer | Düsseldorf Congress | EDE |ElectronicPartner | Fahrzeugwerke Lueg | Falke | Flughafen Düsseldorf | Fraisa | FUNKE Mediengruppe | Gea | GPTW Deutschland | Hauck Aufhäuser Lampe | HKM | ISEKI |ista | Kaiser Real Estate | Konecranes | Kreissparkasse Düsseldorf | Materna | Messe Düsseldorf | Phoenix Contact | pixum | Scheidt & Bachmann | Siegenia Gruppe | Siemens AG |SMS Group | VOSS Automotive | Wilh. Werhahn | Wirtschaftsförderung Düsseldorf | WKW | WR Legal | ZINQ

Auf dem Programm stehen Impulse für erfolgreiche Nachhaltigkeitsstrategien, Erfahrungsaustausch und Networking. Weitere Informationen findet Ihr hier.

Siehe auch: Handeln statt nur Ideen: Zusammenarbeit für wirtschaftlichen Erfolg #SZGipfel in #Berlin #SchubkraftTV

Bericht vom SZ-Wirtschaftsgipfel in Berlin: Livestreaming mit der Meta-Brille #SZGipfel #SchubkraftTV

Krisen und Chancen: Live vom Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung in Berlin berichten wir über den hochkarätigen Austausch renommierter Experten. Erfahrt, wie man aus dem „Katastrophenmodus“ rauskommen kann und positive Veränderungen entstehen. Zudem diskutieren wir die begrenzte Wahrnehmung der Wirtschaftsförderungsprogramme und geben Tipps zur Nutzung. Ein Blick hinter die Kulissen mit der Meta-Brille rundet unseren Bericht ab.

Wir sind live dabei, mitten in spannenden Sessions auf dem Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung. Mit der Meta-Brille, entwickelt in Zusammenarbeit mit Ray-Ban, tauchen wir ein in die wirtschaftspolitischen Debatten von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Benjamin Springup, Leiter des Schubkraft-Programms bei der Telekom, begleitet uns. Unsere ersten Eindrücke? Beeindruckend. Ein intensiver Austausch auf höchstem Niveau, der sich auf die aktuellen globalen Krisen und die daraus entstehenden Möglichkeiten konzentriert.

In einer lebhaften Panel-Diskussion unter Beteiligung der Wirtschaftsweisen Ulrike Malmendier wird klar: Es ist an der Zeit, den „Katastrophenmodus“ zu verlassen und positive Veränderungen anzustoßen. Potenziale warten darauf, entfaltet zu werden, doch es besteht auch ein Nachholbedarf bei Investitionen. Trotz der Krisen sehen wir Chancen und erkennen die Bedeutung des Lernens aus Erfahrungen, um zukünftige Krisen zu verhindern.

Ein weiterer Diskussionspunkt ist die begrenzte Wahrnehmung und Informationsvermittlung über Wirtschaftsförderungsprogramme der Bundesregierung, Landesregierungen und Kommunen. Obwohl es zahlreiche Förderprogramme für die Digitalisierung gibt, ist die Auswahl oft überwältigend und die Nutzung dieser Programme wird durch Ängste vor möglichen negativen Auswirkungen gehemmt. Wir sind überzeugt: Kluge Unternehmerinnen und Unternehmer sollten diese Förderung nutzen, um in die Zukunft zu investieren.

Die Förder-App der Telekom und die Hotline sind dabei wichtige Kanäle, die gut genutzt werden können. Die App bietet eine anonyme Orientierungsmöglichkeit, während die Hotline persönlichen Kontakt ermöglicht. Beide Kanäle helfen Firmen dabei, den richtigen Weg für ihre Bedürfnisse zu finden.

Wir diskutieren auch die Bedeutung von Austausch und Beratung für erfolgreiche Projekte im Energiemanagement und Nachhaltigkeitsmanagement. Wir betonen die Wichtigkeit von Informationen, Netzwerken und Meinungsaustausch für die Unterstützung von Kunden bei der Erreichung ihrer Ziele, sei es die Einführung von CRM-Systemen oder die Implementierung von Nachhaltigkeitsmanagern.

Wir sprechen über bevorstehende Ereignisse wie den Green Monday 20. November in Düsseldorf und die zahlreichen Gipfeltreffen und Veranstaltungen, die Unternehmen dabei helfen, die richtigen Kontakte zu knüpfen und einen optimalen Austausch zu ermöglichen.

Zum Abschluss diskutieren wir auch die Herausforderungen und Vorteile des Sprechens mit einer Sonnenbrille. Als Tool für Reportagen wird sich die Meta-Brille gut eignen. Sohn@Sohn testen weiter.

Siehe auch:

Handeln statt nur Ideen: Zusammenarbeit für wirtschaftlichen Erfolg #SZGipfel in #Berlin #SchubkraftTV