Promo-Viren in kurierter Auflage erschienen! Über Doktoritis und Virus Plagiatus

Erkenntnisse aus dem Leben der Promo-Viren-Infizierten mit Diagnose und Vorschlägen zur Prävention
Erkenntnisse aus dem Leben der Promo-Viren-Infizierten mit Diagnose und Vorschlägen zur Prävention

Endlich liegt das wissenschaftliche Standardwerk „Promo-Viren“ in einer kurierten Auflage vor. Es behandelt Symptome promotionaler Infekte und bewegt sich auf dem Stand aktueller Forschungsergebnisse mit Exkursionen in die um sich greifende Pandemiegefahr innerhalb der politischen Klasse.

Bislang ist es der Medizin nicht gelungen, ein probates Impfmittel zur Eindämmung der epidemischen Berufskrankheit auf den Markt zu bringen – im Gegensatz zu Rinderwahn, Schweinegrippe, Mumps, Fall- und Geltungssucht. Als einziges Gegenmittel erweist sich bislang die Demission von Parlamentsmandaten oder Ministerämter sowie der völlige Rückzug ins Private.

Rekonvaleszenz durch Schweigen im Kreise der eigenen Familie – selbst wenn man noch irgendwelche Berateraufträge bekommt und trotzdem mit Stummheit glänzt. Als besonders hartnäckig erweist sich der so genannte Guttenberg-Virus. Er ist nur schwer zu erkennen. Bei Barfuß-Läufern besteht allerdings eine kleine Chance, Spuren von Fußnoten-Pilz auszumachen. Auch wirre Rechtfertigungs-Reden weisen auf ein unheilbares Krankheitsbild hin. Patienten mit Rücktrittsgedanken sollten frühzeitig einen Psycho-Therapeuten aufsuchen, um die gebeutelten und selbstverliebten Persönlichkeiten über die ausbleibenden Talkshow-Auftritte, Homestorys, Selfie-Plakat-Kampagnen und Parteitags-Jubelarien hinweg zu helfen.

Wer sich von dem Geschriebenen anstecken lässt und einen Blog-Kommentar schreibt, bekommt ein Exemplar der Promo-Viren auf den Gabentisch. Vor der Lektüre solltet ihr aber Euren Arzt oder Apotheker konsultieren.

Drei Exemplare kann ich verschicken, ergo bekommen die ersten drei Blog-Kommentatoren ein Viren-Buch mit Ansteckungsgefahr.

Der Rest sollte sich bei Amazon umschauen und sich vor der Bestellung die Gebrauchsanleitung durchlesen. Den Band gibt es leider nicht auf Rezept.

So hellsichtig sind die Krankenkassen (noch) nicht.