Vom Irrgarten der Geschlechter bis zur Illusion der Vollbeschäftigung: Die neue The European-Printausgabe

The European-Printausgabe

In der Titel-Geschichte „Voll beschäftigt“ debattiert die Printausgabe des Debattenmagazins „The European“ über die Zukunft der Arbeit. Was bedeutet es, wenn Roboter unsere Jobs übernehmen? Mit dabei sind Persönlichkeiten wie dm-Gründer Götz Werner, Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Solow und HWWI-Direktor Thomas Straubhaar.

Verpasst, verdrängt, vergessen: 23 Jahre nach der Wiedervereinigung, sind wir am gleichen Zeitpunkt wie damals die 68er. Gregor Gysi, Wolfgang Templin, Hans Modrow u.a. debattieren den Stand der Aufarbeitung der zweiten deutschen Diktatur. Dazu ein Gespräch mit dem BStU Roland Jahn.

Im Irrgarten der Geschlechter: Die Rollenbilder sind überholt, Mann und Frau müssen den Umgang miteinander neu lernen. Ganz unterschiedliche Ansätze verfolgen dabei Birgit Kelle, Nils Pickert und Merle Stöver. Die ehemalige Clinton-Beraterin Anne-Marie Slaughter erklärt im Gespräch, warum wir von Angela Merkel nicht erwarten dürfen, dass sie Frauenthemen anspricht.

Nullennummer: Daten sind der neue Rohstoff. Ob Big Data Gewinn oder Gefahr ist, darüber streiten Zeynep Tufekci, Mathew Ingram und Reinhard Clemens. Suchmaschinen-Guru Stephen Wolfram zeigt im Gespräch, was sich mit so riesigen Datenmengen anstellen lässt.

Die Grüne Gesellschaft: Deutschland wird immer grüner. Droht uns jetzt die Moralkeule? Es debattieren u.a. Stephan Grünewald, Wolfram Weimer und Rebecca Harms. Dazu ein Gespräch mit Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin.

Darüber hinaus gibt es Gespräche mit Mister Euro Jean-Claude Juncker, dem Regisseur und Nibelungenintendant Dieter Wedel sowie Robotik-Experte Hiroshi Ishiguro.

Außerdem Kolumnen von Katja Riemann, Jennifer Pyka, Alexander Wallasch, Heinrich Schmitz und Jörg Friedrich.

In unserer Sendereihe Bloggercamp Update hat TE-Chefredakteur Alexander Görlach die Sommerausgabe vorgestellt:

Und dann noch Eigenreklame für meine gestrige TE-Kolumne zum Thema: Twitter schlägt Thunfischmousse – WARUM DIE WIRTSCHAFT MEHR SOCIAL WEB WAGEN SOLLTE.

Die Website verliert an Bedeutung – es lebe der Artikel

Nerdiges Print-Projekt – Jetzt live im #Bloggercamp

Ab 18:30 Uhr.

Dem #Neuland-Trend der Kanzlerin setze ich die Äußere Einöde entgegen

Semantische Ödnis

Alles andere kann man sich hier anschauen: #neuland – Muddi hat es ja so gewollt

Die #ÄußereEinöde wird sich wohl als Hashtag wohl nicht durchsetzen. Obwohl das doch sehr viel mit dem Bekenntnis von Änschi zu tun hat.

Siehe auch:

“Das Internet ist für uns alle Neuland”

Die Weltliteratur und der gute Ton

Von Wolfgang Schiffer, der selbst ein ausgezeichneter Sprecher für Hörbücher ist.

Die Radiotage aus Sicht eines Onlinejournalisten

SHIFT happens: Wieso ein Nerd plötzlich Print macht? #Bloggercamp heute live um 18:30 Uhr #tck13

Shift

Mit dem Tweetcamp in Kölle hat unsere heutige Bloggercamp-TV-Sendung um 18:30 Uhr direkt nichts mehr zu tun. Aber ich habe Daniel @juicedaniel dort das erste Mal persönlich kennengelernt. Er ist Neu-Bonner, ich bin ein Berliner Alt-Bonner. Grund genug, sich über sein Startnext-Projekt für ein neues Printmagazin auszutauschen. Mit der Finanzierung über die Crowdfunding-Plattform soll sein Opus „Shift“ bereits im Juli/August in den Druck gehen:

„Die erste Ausgabe ist eine nichtkommerzielle Ausgabe. Heißt: Es wird sie später nirgends zu kaufen geben. Wenn ihr also eine Erstausgabe in den Händen halten wollt, solltet ihr euch diese Crowdfunding-Aktion nicht entgehen lassen“, schreibt Daniel auf Startnext.

Knapp 2.000 Euro hat er schon zusammen. Schlappe 3.000 Euro fehlen noch, um das Finanzierungsziel zu erreichen. 28 Tage stehen noch zur Verfügung. Also heute Abend den Ausführungen von Daniel lauschen und dann direkt das Projekt mit einem kleinen oder großen Beitrag unterstützen – ich zähle schon zum Unterstützerkreis.

@juicedaniel

Ich finde es sehr sympathisch, so eine Geschichte ohne Verlag zu wuppen. Im Journalismus brauchen wir solche Initiativen!!!!

Hashtag für Twitter-Zwischenrufe während der Live-Übertragung wie immer .

[DE] Führung heute: Powerpoint-Monologe statt Mitmachen im Web – The European

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Jetzt live: Smart Service-Talk mit Michael Buck (Ex-Online-Marketingchef von Dell)

Barcamps statt Hochglanz-Gequatsche #tck13

Barcamp-Diskussionskultur

So ganz möchte ich meine morgige The European-Kolumne hier nicht ausbreiten. Aber ein paar Ausschnitte animieren vielleicht zur Lektüre meiner Ergüsse über das Social Web-Gelabere von Führungskräften der Wirtschaft, die nach außen eine Menge Blendwerk aufbauen und nach innen immer noch wie Generaldirektoren agieren.

Also hier der Appetitmacher:

Die Krawattenfraktion im Management, die sich auf Internet-Tagungen salopp mit Polohemd und Slipper-Schuhen in Szene setzt, kann mit der Wirklichkeit des Mitmach-Webs wenig anfangen. Da labern Führungskräfte und so genannte Keynote-Speaker auf öligen Kongressen ihre Kalenderweisheiten ins Publikum und ergötzen sich an irgendwelchen Statistiken über die Relevanz von Facebook und Co. Veredelt wird das Gesagte mit bunten Powerpoint-Präsentationen.

Kleiner Sprung zum Ende meines Beitrages:

Egal, ob es nun um soziale Netzwerke oder andere Themen geht: Es ist Fließband-Ware von einschlägigen Veranstaltern, die für schlappe 1.000 oder 2.000 Euro pro Teilnehmer über Hochglanz-Broschüren und Newslettern verkauft wird. In der Taktung präsentiert man die Propaganda wie Schweinebauch-Reklame in Anzeigenblättern. Eine Kultur des offenen Austauschs und Dialogs sieht anders aus. Die liebwertesten Gichtlinge der Wirtschaft sollten sich mal an der Organisation von Barcamps versuchen, wo die Teilnehmer das Programm selbst bestimmen können. Hier gibt es keine Sprachregelungen, dümmlichen Verkäufersprüche von der Kanzel und versnobte Wichtigtuer-Gespräche beim Verzehr von Blätterteigtaschen mit Thunfisch-Füllung, Lachsmousse, Fleischpastetchen und Scampi-Mango–Spießen. Wer vom Social Web redet, sollte auch sein Handeln danach ausrichten. Wie etwa die drei Online-Redakteurinnen des Kölner Stadt-Anzeigers, die beim Tweetcamp in Köln offen über ihre Flops und Tops bei Twitter-Kampagnen sprachen und kritische Einwürfe nicht wie eine Majestätsbeleidigung behandelten.

Beim Tweetcamp gab es kalte Pizza, wie es sich gehört.
Beim Tweetcamp gab es kalte Pizza, wie es sich gehört.

Nachzulesen in meinem Blogpost: Krümelmonster, besiegte Kanzlerin und viele Tweets #tck13

Beim tck13 kam das Thema mit den Barcamps, die von (tradierten) Unternehmen veranstaltet werden könnten, wohl auch auf. Diese Session ging allerdings an mir vorbei. Wie ist Eure Meinung zu diesem Thema? Sollten wir dazu mal eine Bloggercamp-Sendung machen?

Lesenswert zu diesem Thema auch: Wenn aus Facebook nichts werden kann: 10 Gründe, warum Unternehmen auf Facebook scheitern! Es gibt so viele Fanseiten, die diese Bezeichnung einfach nicht verdienen. Zwar haben sie Fans, aber für die wird schlicht nichts gemacht. Antworten auf Fragen der Kunden? Fehlanzeige! Support bei Problemen mit einem Produkt? Nope! Interaktionen mit den Fans? Nicht wirklich! Liebe Unternehmen, Marken und Organisationen, wenn euch eure Fans so egal sind, dann lasst es lieber mit der Facebook-Seite.

Falk Hedemann hat gibt die richtige Empfehlung.

Weiterer Lesehinweis: Tame, Twitter, Changemanagement und mehr – mein Tweetcamp Köln 2013 #tck13

Und natürlich: Hach, Flausch und Pizza für alle!