#Homeoffice als kleines Schlupfloch im stahlharten Gehäuse der Hörigkeit @tknuewer @arbeitXpunk0 @winfriedfelser #NextTalk

„Wie einen Patienten auf der Intensivstation verkabelt der Manager die Organisation, hält sie mit Messinstrumenten unter Beobachtung und sammelt Informationen, wo und wie er nur kann“, so Professor Martin Kornberger. Schreibtisch, Laptop und bunte PowerPoint-Folien sind die Trutzburg des Managers. Jede Anstrengung zur Optimierung des eigenen Ladens folgt den Kontroll-Illusionen seiner Wirklichkeitsreduktion: Führungsphilosophien, Motivationstheorien, flache Strukturen, Empowerment, Innovation Labs oder firmeninterne Denkfabriken sind die Placebo-Medikamente seiner Planungsbürokratie. Am stahlharten Gehäuse der Hörigkeit ändert das nichts. Warum sollte man so ein Regime wieder herbeisehnen?

Ich sehe den Trend zum Homeoffice und zur dezentralen Arbeit als kleines Schlupfloch, dieser Kontrollwütigkeit „Ich möchte Sie im Büro arbeiten sehen“ ein wenig zu entkommen. Dazu müsste noch eine große Prise Unternehmensdemokratie kommen.

Management auf Distanz funktioniert nicht mit Kungelei-Tricks, Flurfunk, Karriere-Besprechungen in der Pinkelpause oder dergleichen. Es geht jenseits der Büropräsenz nicht um Placebo-Arbeit und strebsames Mimikry (Inszenierung von Wichtigkeit), sondern um die Sache. Man arbeitet zielorientierter und präziser.

Beim NextTalk haben mich die Argumente von Thomas Knüwer jedenfalls nicht überzeugt:

Auf Facebook waren wir natürlich auf.

Siehe auch:

7 Schritte ins New Normal – was Sie jetzt tun sollten

Über den Autor

gsohn
Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.

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