
Beim Sohn@Sohn-Roundtable stand die Nutzung von Kollaborationstools im Zentrum einer tiefgründigen Diskussion. Unter den Teilnehmenden befanden sich Christoph Kappes, der Gründer von Together.biz, und Thomas Jenewein von SAP, die ihre Expertise und Visionen zur Zukunft der digitalen Arbeitsumgebung teilten.
Christoph Kappes, der bereits seit Jahrzehnten in der digitalen Szene aktiv ist, erläuterte die Wichtigkeit einer integrierten Nutzungskultur bei der Implementierung von Kollaborationstools. „In vielen Unternehmen gibt es eine Vielzahl von Tools, aber keine gelebte Kultur, wie diese sinnvoll genutzt werden sollten“, erklärte Kappes. Er kritisierte die oft isolierte Nutzung verschiedener Systeme innerhalb derselben Organisation:
„Es gibt ein großes Tool-Durcheinander und vor allem eine mangelhafte Kultur, wann, wer, auf welchem Wege spricht und Probleme löst.“
Auf die Bedeutung von Schriftlichkeit in digitalen Werkzeugen eingehend, führte Kappes aus: „Wir brauchen Schriftlichkeit, weil sie den höchsten Abstraktionsgrad bietet und am nachhaltigsten ist. Unsere Plattform fördert bewusst die schriftliche Auseinandersetzung, um tiefere und bleibende Diskussionen zu ermöglichen.“
Thomas Jenewein, zuständig für Business Development und Training bei SAP, sprach über die Herausforderungen und Lösungen im Bereich der Technologieakzeptanz:
„Es ist entscheidend, dass die Tools nicht nur eingeführt, sondern auch akzeptiert und sinnvoll genutzt werden. Hierbei spielt das Technologieakzeptanzmodell eine große Rolle, welches die wahrgenommene Nützlichkeit und einfache Nutzung betont.“
Jenewein wies auch auf das bevorstehende SAP Training and Adoption Forum hin, das am 19. Juni in Walldorf und virtuell unter dem Motto „Future Learning, Leading Change“ stattfindet. „Wir freuen uns darauf, in inspirierenden Impulsvorträgen und interaktiven Knowledge Cafés tiefergehend zu diskutieren, wie wir Lernen und Wandel in Unternehmen führen können.“
Die Veranstaltung ist ein Treffpunkt für Fachleute, die sich mit den neuesten Trends in der digitalen Bildung und Transformation auseinandersetzen möchten. Jenewein fügte hinzu: „Die Anmeldung ist bereits möglich, und angesichts der begrenzten Plätze vor Ort empfehle ich eine frühzeitige Registrierung, um sicherzustellen, dass man teilnehmen kann.“
Insgesamt unterstreicht der Sohn@Sohn-Roundtable die Notwendigkeit, bei der Einführung neuer Technologien sowohl die kulturellen als auch technischen Aspekte zu berücksichtigen, um eine erfolgreiche digitale Transformation in Organisationen zu gewährleisten.
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