Bonns Schuldenkarussell – Jetzt noch wilder!

Man kann sich das so vorstellen: Die Stadt Bonn, einst die ruhmreiche Hauptstadt, sitzt in einem übergroßen Karussell, das sich immer schneller dreht, während die Schuldenberge am Rand unaufhaltsam wachsen. Und wer hält die Zügel? Niemand! Die Bezirksregierung steht daneben, reicht der Stadt höflich eine gelbe Karte, als wäre sie ein Fußballschiedsrichter, der sich fragt, warum der Torwart plötzlich in der Pommesbude steht.

Angelika Esch, die Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, guckt auf die Scherben des Haushaltsentwurfs und ist – Überraschung! – alles andere als amüsiert. „Wie konnte das passieren?“, fragt sie. „Nachdem uns die Kämmerei den Haushaltsentwurf als genehmigungsfähig präsentiert hat!“ Tja, liebe Frau Esch, vielleicht hat die Kämmerei ihre rosa Brille nicht rechtzeitig abgelegt? Jetzt schwingt die SPD die Forderungskeule: Mehr Geld vom Land! Sofortige Klärung! Ein überarbeiteter Haushaltsentwurf! Ein bisschen so, als würde man den Brand mit einem Schnapsglas löschen wollen.

Und was sagt die Bezirksregierung? „Katapultartiger Anstieg der Verbindlichkeiten.“ Mal ehrlich, wann sieht man schon mal das Wort „katapultartig“ in einem Brief? Das ist wie eine Slapstick-Szene: Bonn katapultiert sich in die Schuldenhölle, und alle schauen fasziniert zu, als wäre es eine besonders absurde Zirkusnummer. 98,7 Millionen Euro Minus nächstes Jahr, 170 Millionen 2026, und 2029, als krönender Abschluss, stolze 232 Millionen – da kriegt man ja fast schon Lust, eine Nuller-Party zu schmeißen.

Aber halt! Die Stadt kann sich doch noch retten, oder? Düsseldorf wird’s schon richten! „Das Land muss helfen!“, rufen SPD und Grüne im Chor, als stünden sie auf dem Marktplatz und sammelten Almosen. Die CDU dagegen wettert gegen die „ideologisch begründete Prioritätensetzung“ und will den Haushalt auf den Prüfstand stellen. Wie wäre es mit einem Spar-Wettbewerb? Wer als erstes eine Million findet, darf sie behalten!

Doch das beste Comedy-Programm liefern die Zahlen: 600 neue Planstellen seit 2021, Personalkosten, die bis 2029 auf satte 544 Millionen Euro anschwellen. Die Stadtwerke brauchen jetzt 86 Millionen Euro Zuschuss, weil sie selbst keine Überschüsse mehr abwerfen. In diesem Sinne, lasst uns das Karussell noch ein bisschen schneller drehen!

Siehe auch:

Bonn hört hin? Wohl kaum: Das StadtMuseum Bonn und die Lehren aus Eichhoffs Amtszeit

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