Keine Chance mehr für autoritäre Chefs? Wie sich der Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren verändert – Interview im Messe-TV-Studio auf der Zukunft Personal Europe #ZPEurope in Köln vom 13. bis 15. September Halle 4.2 Standnummer C 37

„Die vielen Boomer mit ihren ehrgeizigen, konkurrenzgetriebenen Aufstiegsbiografien weichen einer Generation der wenigen Work-Life-Balance-Künstler, die ihr Arbeitsleben von Anfang an gern gut bezahlt abgleichen wollen mit privaten, familiären und freizeitlichen Interessen. Und die Alten verstehen die Jungen nicht. Was wollen die nach 1995, 2000 Geborenen? Was müssen Unternehmen ihnen bieten? Wie müssen Vorgesetzte mit ihnen reden? Die Wissenschaft nennt diese Jungen Generation Z, Generation Greta, Generation Merkel – oder einfach nur Zoomer. Sie sind digital sozialisiert und ständig im Netz unterwegs. Sie fordern Sabbaticals und hohe Gehälter. Sie verabscheuen Hierarchien und fühlen sich keiner Firma verbunden. Sie reagieren auf Anordnungen allergisch und lehnen Mehrarbeit ab. Sie sind anspruchsvoll und wünschen wertgeschätzt zu werden. ‚Fühlen sie sich von Vorgesetzten falsch behandelt“, sagt Klaus Hurrelmann, „sind sie ganz schnell wieder weg‘,“ berichtet die Wirtschaftswoche in ihrer Titelstory.

Hurrelmann beschäftigt sich seit mehr als 40 Jahren mit diesem Thema: Er habe für das Phänomen der Generation Z eine einfache, plausible Erklärung: „Sie wuchs in einer der längsten konjunkturellen Aufschwungsphasen heran und ist auf dem Arbeitsmarkt so gefragt wie keine Generation zuvor“, erläutert er gegenüber der Wirtschaftswoche.

Wer als autoritärer Chef auftrete, erreiche die junge Generation nicht. Es gehe darum, „jede Person persönlich anzusprechen“, ihr „fast schon stündlich Rückmeldungen zu geben“ – und einzufordern. Führungskräfte müssten heute „unendlich viel erklären“. 

Gilt das nur für die so genannte Generation Z? Wohl eher nicht. Es ist ein allgemeines Phänomen. Die Zeiten ändern sich generationsübergreifend. Darauf verweisen Untersuchungen des Soziologen Martin Schröder von der Philipps-Universität Marburg. Basis für seine Arbeiten sind Daten des Sozio-oekonomischen Panels mit mehr als 75 000 Teilnehmern. Ergebnis: Babyboomer, die Generation X und die Millennials ticken ähnlich.

Aber ein Sachverhalt stärkt die junge Generation: Der demographische Wandel. Boomer gehen in Rente und umso intensiver wird sich der Arbeitsmarkt zum Arbeitnehmermarkt entwickeln. Was das für die Kultur des Arbeitens bedeutet, werden wir in Interviews auf der Zukunft Personal Europe in Köln herausfinden.

Kommt ins Messe-TV-Studio: Standnummer C 37, in der Halle 4.2. gegenüber der Keynote Stage.

Siehe auch:

Von der Kunst des spontanen Gesprächs: Die Livetalks auf der Zukunft Personal Süd #ZPSued #ZPSpätschicht #MesseTV #StudioZ

Höhepunkte auf der Zukunft Personal Europe am Dienstag und Mittwoch.

Über den Autor

gsohn
Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.

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