Zukunft Personal Nachgefragt am 11. März: Macht, Angst und der hohe Preis autoritärer Führung

„Lassen Sie sich nicht durch Angst zur autoritären Führung oder zum blinden Untertanentum verleiten. Der langfristige Preis der autoritären Führung ist viel zu hoch!“ – mit dieser klaren Warnung bringt Prof. Dr. Carsten C. Schermuly die aktuelle Herausforderung für Unternehmen und Gesellschaft auf den Punkt.

In der neuen Ausgabe von Zukunft Personal Nachgefragt diskutieren wir mit Expertinnen und Experten, warum sich HR endlich mit dem Thema Macht auseinandersetzen muss. Die Live-Sendung findet am Dienstag, den 11. März, um 15 Uhr auf LinkedIn und weiteren Kanälen statt.

Macht ist überall – warum Organisationen sie nicht ignorieren dürfen

Macht gilt als das große Tabu in Unternehmen. Keiner spricht darüber, alle nutzen sie. In Organigrammen wird nur die offizielle Hierarchie abgebildet, aber nicht, wer wirklich Einfluss hat. „Macht ist nicht nur Titel und Hierarchie“, so Schermuly, „sie entsteht durch Netzwerke, durch Ressourcen, durch Wissen.“ Macht ist aber auch eine Droge, die den Blick für die Realität verzerren kann. Wer an der Spitze sitzt, wird von Informationen gefiltert, verliert Empathie und trifft schlechtere Entscheidungen.

Die große Lüge: Wenn Fakten keine Rolle mehr spielen

Schermuly warnt zudem vor einer Erosion der Expertisemacht. „Hannah Arendt sprach vom Zeitalter der Lüge. Heute sind wir noch weiter: Die Lügner haben nicht einmal mehr Angst, entdeckt zu werden.“ Wer oft genug Unsinn verbreitet, schafft eine eigene Realität. In unsicheren Zeiten steigt die Sehnsucht nach autoritärer Führung – doch genau diese hat Unternehmen in der Vergangenheit oft erst in Schwierigkeiten gebracht.

HR an den Schaltstellen der Macht: Verantwortung statt Befehlsempfänger

Die Personalwirtschaft entscheidet darüber, wer aufsteigt, wer Teil der Organisation wird und wie Führungskräfte geschult werden. Doch in 95 Prozent der Trainings taucht das Thema Macht nicht auf. „Macht wird in Führungskräftetrainings ignoriert“, kritisiert Schermuly. Sein Appell: HR muss nicht nur verstehen, wie Macht wirkt, sondern selbst mehr Einfluss fordern. Wer über Menschen entscheidet, muss sich mit Macht auskennen.

Diskutieren Sie mit!

In der aktuellen Ausgabe von Zukunft Personal Nachgefragt sprechen wir mit:

  • Heike Riebe, Programmdirektorin der Zukunft Personal
  • Barbara Kolocek, Dozentin für Arbeits- und Organisationspsychologie und Kuratorin des Themenbereichs Organisational Performance auf der ZP Europe

Zusammen analysieren wir, warum sich HR mit dem Thema Macht auseinandersetzen muss und welche Konsequenzen eine ignorierte Machtdynamik für Unternehmen hat.

📌 Besonderes Highlight: Ein exklusiver Einspieler mit Prof. Dr. Carsten C. Schermuly. Das Interview mit ihm wurde vorab aus Termingründen aufgezeichnet.

Mehr als Macht: Die großen Fragen der Zukunft Personal Nord

Neben dem Schwerpunktthema Macht widmen wir uns in der Sendung weiteren zentralen Fragen:
Wie arbeiten Unternehmen heute? Welche Strategien entwickeln sie für die Zukunft? Und welche Rolle spielt der Mensch in einer zunehmend technologisierten Wirtschaft? Die Antworten darauf entscheiden über Wettbewerbsfähigkeit, Sinnstiftung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Ein Blick voraus: Die Zukunft Personal Nord am 26. und 27. März in Hamburg wird mehr als eine Fachmesse – sie wird zum Labor für die Frage, wie Organisationen die radikalen Umbrüche unserer Zeit bewältigen können.

In Hamburg wird dieser Wandel in vielen Facetten beleuchtet:

  • Macht und Organisation: Prof. Dr. Carsten C. Schermuly analysiert, wie sich Macht in Unternehmen formt und welche Auswirkungen sie auf Entscheidungsstrukturen hat.
  • Gen Z und Arbeit: Zukunftsforscher Ali Mahlodji stellt provokant die Frage: „Wollen die noch arbeiten?“
  • Führung und KI: Vlore Krug (mobile.de), Prof. Dr. Maximilian Lude (Philoneos GmbH) und Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg (BrightShift Media Group) diskutieren über die Rolle von KI in der Führungsetage.
  • Ein neuer Dialog: Cawa Younosi, einer der einflussreichsten HR-Experten im deutschsprachigen Raum, startet mit „Cawa Younosi trifft…“ ein neues, ungeschminktes HR-Format – jenseits von Marketingfloskeln.

Die Zukunft Personal Nord ist damit nicht nur eine Messe, sondern eine Plattform für radikale Fragen. Es geht nicht um wohlfeile Schlagworte, sondern um Konsequenzen.

Man hört, sieht und streamt sich am 11. März, um 15 Uhr.​ https://www.linkedin.com/events/zukunftpersonalnord-derumbruchh7302640768270192640/theater/

Ein Gedanke zu “Zukunft Personal Nachgefragt am 11. März: Macht, Angst und der hohe Preis autoritärer Führung

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