Wenn das E-Auto nachts im Parkhaus bleibt: Ideen zur schnellen Errichtung einer Ladeinfrastruktur in Städten #GreenMonday #HannoverMesse #HM24 @hannover_messe #SchubkraftTV

Wir sind live in Düsseldorf beim Green Monday. Neben mir steht Karl Grote von SimParQ. Er hat eine Lösung für Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner, die kein eigenes Haus besitzen und sich ein Elektroauto zulegen möchten, aber keine eigene Wallbox haben. Sie zögern oft, ein Elektroauto zu kaufen, weil sie nicht wissen, wo sie es laden sollen.

Grote, der aus der Parkhausbranche kommt, hat bemerkt, dass Parkhäuser nachts meist leer sind. Städte möchten den ruhenden Verkehr von den Straßen entfernen. Warum also nicht die Elektroautos nachts in den Parkhäusern kostengünstig laden?

Das Problem ist oft, dass zu wenig Energie vorhanden ist und das Laden immer noch sehr teuer ist. Derzeit liegen wir bei AC-Ladesäulen mit 22 kW bei 60 Cent. Das ist zu teuer. Grote schlägt vor, die zwei 22-kW-Ladesäulen in den Parkhäusern durch 24 x 3,7 kW zu ersetzen. Damit könnten Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner am nächsten Tag etwa 100 km fahren, was völlig ausreicht.

Natürlich bedeutet dies, dass die Gebühren in den Parkhäusern nachts angepasst werden müssen. Aber Grote glaubt, dass die Parkhausbetreiber mitmachen werden, weil der Parkraum sowieso vorhanden ist und die Kosten gleich bleiben.

Grote hat auch ein weiteres Konzept entwickelt. Es gibt sogenannte Quartiere, gemischte Wohn-, Arbeits- und Freizeitbereiche mit vielen Parkplätzen, die oft leer sind. Aber es lohnt sich nicht, sie zu bewirtschaften. Grote hat eine Lösung entwickelt, die es ermöglicht, jeden Parkplatz einzeln zu bewirtschaften. Er hat einen Mini-Computer und eine alte Smartphone-Kamera in ein Parkplatz-Statuslicht eingebaut. Dieses System kann das Nummernschild eines Fahrzeugs fotografieren und so jeden Parkplatz einzeln bewirtschaften.

Grote’s Lösungen sind kostengünstig und einfach, was in der Mobilitäts- und Energiewende wichtig ist. Der Verbraucher muss den Nutzen erkennen und einen Anreiz haben, und der Anreiz ist oft der Preis. Mit Grote’s 3,7-kW-Ladestationen können Verbraucher*innen 20% günstiger laden.

Grote’s Lösungen sind auf seiner Website http://www.simparq.com zu finden. Er wird sie auf der Hannover Messe ab dem 22. April vorstellen, zu der er vom Umweltministerium NRW eingeladen wurde.

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