Totale Kontrolle: Wie Köln und Bonn im Regulierungswahn Tanz, Sport und Leben ersticken

Was für ein Elend. Was für ein erbärmliches, ja groteskes Trauerspiel. Köln und Bonn, diese einst stolzen Bastionen kulturellen Lebens, haben sich verrannt, verstrickt in ihre eigene Bürokratie, verloren im Dschungel der Lärmschutzverordnungen, Genehmigungspflichten und der schlechten Laune von Ordnungsämtern. Salsa, diese lebenssprühende, rhythmische Rebellion gegen den Alltag, wird erstickt im Autolärm der Stadt, erstickt von Vorschriften, die den Tanzenden die Luft zum Atmen nehmen. Und für was? Damit sich ein paar wenige Anwohner in ihrer selbstgezimmerten Ruheblase wie Könige fühlen können.

Aber das ist nur der Anfang. Da werden Sportkurse in Parks verboten – als ob die Grünflächen der Stadt dazu da wären, nur gesehen, aber nicht genutzt zu werden. Köln, du hast den Verstand verloren! Statt Bewegung und Gemeinschaft zu fördern, vertreibst du die Menschen in stickige Fitnessstudios oder zurück in ihre Wohnungen. So ein Unsinn, dass man es kaum glauben kann! Warum dürfen nur staatlich abgesegnete Programme den öffentlichen Raum bespielen? Ach ja, weil es ja sonst zu „Abnutzung“ käme. Als ob die Rasenflächen ein sakrales Gut wären, das vor der Berührung durch die Bürger geschützt werden muss. Lachen oder weinen? Ich weiß es nicht.

Und dann Bonn. Oh Bonn! Mit deinen schwachsinnigen Regelungen, die sogar das Tanzen im öffentlichen Raum reglementieren wollen. Eine Anmeldung vor jeder Tanzaktion, Gruppenbegrenzungen auf Facebook? Was kommt als Nächstes? Ein Tanzverbot auf den Straßen, weil es zu viel Freude bringt? Ihr habt den Kompass verloren, in eurer Angst vor der Unordnung, vor dem Chaos, vor dem Lärm, den das Leben selbst macht.

Und nun, passend zu dieser Misere, das Debakel bei den Olympischen Spielen. 12 Goldmedaillen, ein paar kümmerliche Silber- und Bronzemedaillen. Rang zehn im Medaillenspiegel. Ja, genau, Deutschland, das Land der Denker und Dichter, und nun auch der Tabellen- und Excel-Weltmeister. Wir schreiben Excel-Tabellen, die anderen trainieren, und am Ende wundern wir uns, warum wir verlieren.

Wer Sport und Tanz nicht fördert, wer den Menschen keinen Raum lässt, sich auszudrücken, sich zu bewegen, sich zu entfalten, der darf sich auch nicht wundern, wenn er sportlich nichts mehr reißt. Ja, Deutschland, bleib ruhig im Büro sitzen, sortiere deine Tabellen, fülle deine Formulare aus, während andere Nationen trainieren, tanzen, leben! Der Medaillenspiegel ist nur ein Spiegelbild dieser Misere. Wir ersticken am Papier, während die Welt tanzt und lacht.

Und so stehen wir da, Köln, Bonn, Deutschland – gebremst, gelähmt, reglementiert bis zum Gehtnichtmehr. Der Autolärm bleibt, die Tanzmusik verstummt. Und wir? Wir verlieren. Im Sport, im Leben, in der Kultur. Wer nicht tanzt, verliert den Rhythmus. Wer den Rhythmus verliert, verliert das Leben. So einfach ist das. Und wir, wir haben ihn längst verloren.

Siehe dazu auch die WDR-Lokalzeit Köln.

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