#Notizzettel für #ZukunftPersonalNachgefragt – Live um 15 Uhr im Multistream von LinkedIn bis Twitch #ZPNord #MesseTV

Wir blicken auf die Themen und Höhepunkte der Zukunft Personal Nord, die am 23. und 24. April in Hamburg stattfindet. Es geht um die Rolle der KI im Personalmanagement, um digitale Kontrolle in der Arbeitswelt, um Arbeit an der Zukunft, um ESG und HR sowie um die prinzipielle Frage, wie viele Chefs eigentlich noch sinnvoll sind. In einer Studie kommen die Managementforscher Chengwei Liu und Mark de Rond zu der Einsicht, dass Glück und Zufall in der Wirtschaft unterschätzt werden. Protagonisten im Top-Management leiden unter einer Illusion“, sie halten die Welt für kontrollierbarer und vorhersehbarer, als sie wirklich ist. Das ist bei Weitem keine Lappalie, sondern hat durchaus negative Folgen. Diese Attitüde führt zu Selbstüberschätzung und teuren Fehlentscheidungen. Die beiden Forscher machen in ihrer Studie einen radikalen Gegenvorschlag: Spitzenpositionen in Unternehmen sollten einfach in einem Kreis von geeigneten Kandidaten verlost werden. Das sei günstiger, schneller und am Ende genauso erfolgreich wie langwierige Bewerbungsprozesse. Oder man lässt einfach die KI in die Chefetage. Genügend Debattenstoff für die nächste Sendung . Man hört, sieht und streamt sich am Dienstag, den 9. April, um 15 Uhr.

Nicole Wendt-Herbst
Head of Group Talent Acquisition & Employer Branding – Schnellecke Logistics SE

Wie pitche ich meine HR – Projekte bei der Geschäftsführung, welchen Stellenwert hat die HR, wie kann man den verbessern, welche Themen sind zur Zeit für die HR relevant – von ESG bis Gesundheit? Sichtbarkeit HR und die Wahrnehmung der GF. Welche Sprache sprechen CEO, CFO usw. wie kann ich diese Sprache lernen. Recruiting. Wie wichtig ist Messbarkeit anhand von KPI im Recruiting als Beispiel.

Einspieler Hans Rusinek:

Einspieler Bussemer:

Im Einklang mit der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung in der Unternehmensführung, steht auch das Personalmanagement vor großen Herausforderungen und Chancen. Die Eingliederung von Environmental, Social, and Corporate Governance (ESG)-Kriterien in die Unternehmensstrategien erfordert eine grundlegende Neuausrichtung der HR-Arbeit. Ein zentrales Forum für die Diskussion dieser Entwicklungen bietet die Fachmesse Zukunft Personal Nord in Hamburg, wo am 23. April ein hochkarätiges Panel diese Thematik vertiefen wird. Schon im Vorfeld dieser Veranstaltung, in unserer Sendung „Zukunft Personal Nachgefragt“ am 9. April, widmet sich Dr. Thymian Bussemer , Head of HR Strategie & Innovation bei der Volkswagen AG, intensiv diesen Fragen.

Die Einhaltung von CSR-Richtlinien (Corporate Social Responsibility), die Verantwortung entlang der Lieferketten und die damit verbundene Haftung stellen Unternehmen wie Volkswagen vor komplexe Aufgaben. Dabei steht insbesondere die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) im Fokus der Diskussion. Diese EU-Richtlinie zielt darauf ab, Transparenz in der Berichterstattung über Umwelt- und Sozialstandards zu erhöhen, was allerdings auch mit erhöhtem bürokratischem Aufwand und Kosten verbunden ist.

Dr. Bussemer erörtert die vielschichtigen Facetten dieser Entwicklung. Er betont die Notwendigkeit, dass HR eine strategischere Rolle im Unternehmen einnimmt und dass der pflegliche Umgang mit menschlichen Ressourcen zentral für den langfristigen Unternehmenserfolg ist. Gleichzeitig hebt er die Problematik zusätzlicher Bürokratie und Ressourcenverbrauch durch die Kodifizierung von Normen hervor. Diese könnten die Kapazitäten von Unternehmen binden, die anderweitig effektiver für nachhaltige Veränderungen eingesetzt werden könnten.

Zudem wird die mögliche Ersetzung von Führungskräften durch Künstliche Intelligenz (KI) thematisiert. Bussemer argumentiert, dass menschliche Fähigkeiten wie Überzeugungskraft und situative Entscheidungsfindung essenziell bleiben und nicht vollständig durch KI ersetzt werden können. Die menschliche Komponente in der Führung und im Umgang mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist nach wie vor unerlässlich, insbesondere in einer Wissensökonomie.

Die Vorstellung, dass Management nur darin bestehe, so Bussemer, Produktionszahlen zu kontrollieren, ist zu simpel. Sicher, eine KI könne das. Aber in einer Wissensökonomie, in der es darum gehe, Menschen zu Höchstleistungen zu motivieren, bleibt der Mensch unersetzlich.

Der Soziologe Paul Felix Lazarsfeld, der Begründer der Kommunikationswissenschaft in den USA, sagte einmal: „Nur Menschen können Menschen überzeugen.“ Dieser Satz habe auch heute noch Gültigkeit. Wenn wir Einfluss nehmen wollen auf Entwicklungen und Perspektiven, dann brauchen wir den Menschen, egal wie fortgeschritten die KI ist. Das ist doch eine interessante Steilvorlage für die Talkrunde auf der Zukunft Personal Nord mit dem Titel: „Leadership heute und morgen: Moderne Führungskonzepte und die mögliche Rolle von KI“.

Das Ganze mit dem theoretischen Fundament von Lazarsfeld zu verbinden, halten Sohn@Sohn für einen genialen Einfall. Zur Vorbereitung empfehle ich die Promotionsarbeit von Bussemer. So beschäftigte sich der VW-Manager in seiner soziologischen Forschungsarbeit mit dem Buch „Personal Influence. The Part Played by the People in the Flow of Mass Communication“, das Lazarsfeld 1955 zusammen mit seinem wichtigsten Schüler Elihu Katz verfasste.

Einspieler Dr. Sylke Piéch:

Man hört, sieht und streamt sich um 15 Uhr im Multistream.

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