Sichtbarkeit ist kein Zählfehler #OBWahl #Bonn

Seit wir unseren Sichtbarkeits- und Stimmungsindex zur OB-Wahl in Bonn veröffentlichen, erreichen uns viele interessierte Rückfragen – und einige sehr nervöse Direktnachrichten. Meist lauten sie sinngemäß: „Das kann doch nicht stimmen, wir sind doch überall!“ Oder: „Unsere Tools sagen was ganz anderes.“

Gut so. Wir wollen ja kein geschlossenes Weltbild bestätigen – sondern Resonanz messen. Und die entsteht nicht durch Masse allein.

🔍 Was unser Modell tut:
Wir analysieren digitale Präsenz, Interaktionsraten, Sichtbarkeit auf News-Plattformen, Kommentare im Social Web und die Tonlage öffentlicher Wahrnehmung – auf Basis eines dynamischen Sentiment-Schemas: positiv, neutral, negativ. Facebook wird mit einbezogen – dort, wo es öffentlich sichtbar ist. Tools wie Meltwater oder Talkwalker haben ihre Stärken – aber auch Grenzen, gerade bei lokalpolitischen Themen mit niedriger Reichweite und hoher Tonalitätsverzerrung.

⚠️ Was unser Modell nicht ist:
Keine Glaskugel. Kein Meinungsmonitoring. Kein PR-Werkzeug. Wir zählen keine Zeichen, wir messen Wirkung. Und Wirkung heißt nicht immer: Wer am lautesten ruft, wird gehört. Oder gewählt.

Ein Beispiel:
Wenn eine Kandidatin oder ein Kandidat tausendfach erwähnt wird – aber überwiegend kritisch – hat das eine andere Bedeutung als eine kleinere Zahl an Erwähnungen, die konstruktiv und zustimmend ausfällt.

🧭 Unser Index macht das sichtbar – ohne parteipolitische Brille. Er zeigt Dynamiken, nicht Wahrheiten. Und genau das scheint aktuell besonders spannend (und manchmal unangenehm) zu sein.

Wir freuen uns auf den weiteren Diskurs – Mittwoch ist wieder Index-Tag.

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