
Ich stehe hier, zwischen den Zeilen, zwischen den Ebenen, zwischen den Welten, die ich in meinem Beitrag zur SAP-Blogparade aufgerissen habe. Ja, ich habe gewonnen. Aber was bedeutet das? Likes, Kudos, Anerkennung – das ist schön, das ist gut. Doch das, worauf es wirklich ankommt, das liegt tiefer, unter der Oberfläche, unter dem glänzenden Interface, das wir täglich berühren, ohne es wirklich zu verstehen.
Mein Text, mein Beitrag, meine Gedanken – sie sind aus der Überzeugung heraus entstanden, dass Technologie mehr sein muss als nur ein Werkzeug für die Wenigen, die sie wirklich beherrschen. Ich habe die Oberfläche durchbohrt, um zu zeigen, dass darunter Menschen stehen, mit ihren eigenen Geschichten, ihren Bedürfnissen, ihrer Suche nach Klarheit und Verständnis.
Wie viele Unternehmen haben den technologischen Fortschritt als das Nonplusultra gefeiert, während sie den einfachen, täglichen Kontakt ihrer Mitarbeiter und Kunden mit dieser Technologie vernachlässigt haben? Zu viele. Ich sehe das jeden Tag. Eine Kluft, ein Graben zwischen dem, was möglich ist, und dem, was wirklich gebraucht wird.
Es geht mir nicht darum, den Entwicklern ihre Kunst streitig zu machen. Sie sind Künstler, Schöpfer von Welten, die wir betreten können. Aber die Kunst besteht nicht nur im Code, nicht nur in der Effizienz, in der Eleganz der Programme. Die wahre Kunst liegt darin, diese Welten für alle zugänglich zu machen. Technologie darf nicht das Vorrecht einer Elite sein. Sie muss verständlich sein, sie muss intuitiv sein, sie muss dem Laien genauso wie dem Experten dienen.
In meinem Beitrag habe ich das Prinzip des „Lernens durch Lehren“ beschrieben, nicht nur als pädagogisches Konzept, sondern als Lebensweise. In einer Welt, die sich ständig verändert, in der Unsicherheit und Komplexität zur Normalität geworden sind, müssen wir alle lernen, uns selbst und einander zu unterrichten. Es geht nicht nur darum, Wissen zu erwerben – es geht darum, dieses Wissen in die Tat umzusetzen, es zu teilen, es zu nutzen, um die Welt zu gestalten.
Das Projekt „König von Deutschland“, über das ich gemeinsam mit Professor Lutz Becker geschrieben habe, ist für mich ein Beispiel dafür, wie Bildung funktionieren sollte. Es geht nicht darum, die Studierenden mit Fakten zu füttern. Es geht darum, ihnen die Werkzeuge zu geben, die sie brauchen, um selbst zu denken, selbst zu handeln, selbst zu entscheiden. Denn die Welt, in der sie leben werden, ist nicht die Welt von gestern. Sie ist neu, sie ist anders, und sie verlangt von uns, dass wir uns ständig neu erfinden.
Und genau das fordere ich auch von der digitalen Adoption. Sie darf nicht nur eine technologische Herausforderung sein. Sie ist ein sozialer, kultureller und individueller Prozess. Es geht um mehr als nur darum, Tools bereitzustellen. Es geht darum, eine Kultur zu schaffen, in der Veränderung willkommen ist, in der Lernen ein ständiger Prozess ist, in der jeder Einzelne Unterstützung bekommt, um sich in dieser neuen Welt zurechtzufinden.
Ich habe gewonnen, ja. Aber was ich wirklich gewonnen habe, ist die Erkenntnis, dass wir alle gemeinsam an dieser Oberfläche arbeiten müssen. Wir müssen sie glätten, wir müssen sie verständlich machen, wir müssen sie menschlich machen. Denn am Ende des Tages sind es die Menschen, die zählen. Nicht die Technologie, nicht der Code – sondern die Menschen, die sie nutzen.
Das ist meine Botschaft, das ist mein Manifest. Und wenn mein Beitrag dazu geführt hat, dass auch nur einer mehr das versteht, dann habe ich mehr gewonnen, als ich je erwartet habe.
Zum didaktischen Konzept siehe auch: