
Der demografische Wandel stellt insbesondere für kleine, aber hocherfolgreiche Weltmarktführer, die oft abseits der Metropolen angesiedelt sind, eine erhebliche Hürde dar. Mit Blick auf die Session beim Zukunft Personal Nachgefragt Day am 4. Dezember um 15 Uhr erläutert Professor Hermann Simon , wie diese Unternehmen dennoch qualifizierte Talente gewinnen können. Ein zentraler Ansatzpunkt ist das Personalmarketing, das sich auf den lokalen Arbeitsmarkt konzentrieren sollte. „Unternehmen in ländlichen Gebieten können attraktive Arbeitgeber für junge Menschen sein, die lokal verwurzelt sind“, so Simon. Er hebt hervor, dass die Nähe zu Schulen und Berufsschulen für Praktika und Nachwuchsarbeit essenziell sei.
Strategien gegen den Fachkräftemangel
Simon verweist auf Best-Practice-Beispiele wie das Unternehmen Multivac, das mit eigenen Weiterbildungsformaten erfolgreich Fachkräfte bindet. Eine weitere Empfehlung ist das Anbieten von Sprachkursen zur Deckung spezifischer Qualifikationsbedarfe. Für die Talentgewinnung spricht sich der Experte zudem für die Nutzung der regionalen Hochschullandschaft aus, da Deutschland eine breite Streuung von exzellenten Fachhochschulen biete. Unternehmen wie Trumpf kooperieren bereits erfolgreich mit Hochschulen.
Employer Branding als Erfolgsfaktor
Ein weiterer Fokus liegt auf dem Employer Branding. Gerade weil Hidden Champions oft wenig öffentliche Bekanntheit genießen, sei es wichtig, eine starke Arbeitgebermarke aufzubauen. Eine gezielte Marketingstrategie könne hierbei helfen, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.
Die Session verspricht wertvolle Einblicke und praxisnahe Strategien für Unternehmen, die den Herausforderungen des Personalmanagements im Zeichen des demografischen Wandels und globaler Märkte begegnen müssen. Die Video-Übertragung bietet Interessierten die Möglichkeit, die Diskussion direkt zu verfolgen. Sessiongeber ist Professor Karlheinz Schwuchow mit einem Einspieler von Hermann Simon. Am 4. Dezember, um 15 Uhr beim Zukunft Personal Nachgefragt Day zur OEB im Berliner Inter Conti in der Budapester Straße.
Man hört, sieht und streamt sich in Berlin.