Höhenwind, Transformation und Technik – Wie aus einem Stammtisch die Energiewende neu gedacht wird #GreenMonday

Wenn das höchste Windrad der Welt in der Lausitz gebaut wird, ist das keine Fußnote deutscher Ingenieurskunst. Es ist ein Fanal. 365 Meter hoch, ein Gittermast wie aus einer anderen Zeit, aber mit einem Versprechen für die Zukunft: Dass Energie dort erzeugt wird, wo sie gebraucht wird. Nicht mehr im großen Stil und mit gigantischen Trassen, sondern dezentral, lokal – wie das Denken selbst. Dieses Höhenwindrad ist kein Solitär, es ist Ausdruck eines Strukturwandels im Kopf.

Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (Sprind) hat dieses Projekt ermöglicht – durch Finanzierung, aber auch durch das Zulassen von Unmöglichkeit als Methode. Der saarländische Hersteller Vensys liefert den Rotor, die GICON-Gruppe das Prinzip. Man steigt hinauf, dorthin, wo der Wind gleichmäßiger weht. In Höhen, in denen Fledermäuse nicht mehr fliegen. Ein Turm, der wächst wie ein Gedanke: Teleskopartig hebt sich der Innenmast empor, wartungsfähig, effizient, gebaut mit lokalem Stahl.

Dieses Projekt wurde beim fünften Green Monday in Dresden präsentiert – einem Format, das sich wie ein roter Faden durch die Landkarte der Transformation zieht. Von Düsseldorf bis Köln, von Dresden bis bald Bochum, ist der Green Monday längst mehr als ein Event. Er ist eine Denkform geworden.

Dort entstehen Ideen wie die nächtliche Nutzung leerstehender Parkhäuser als Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge – geboren aus einer spontanen Diskussion, gefördert durch die unmittelbare Nähe von Startup, Verwaltung und Mittelstand. Ein Unternehmer aus der Parkhausbranche entwickelte daraus ein Geschäftsmodell, das inzwischen Übernahmeangebote von europäischen Betreibern erhalten hatpdf Alle Green Mondays .

Oder die Präzision nachhaltiger Strategie: Die Breakout-Sessions zur Wesentlichkeitsprüfung, zu Energiemessgeräten und zu CO₂-reduzierenden Technologien – stets konkret, praxisnah und von beeindruckender Vielfaltpdf Alle Green Mondays .

Was den Green Monday von anderen Formaten unterscheidet: Er ist radikal offen. Er bringt Hidden Champions wie Getränke Hofmann mit der Bundesagentur für Sprunginnovationen an einen Tisch. Dort treffen Mittelständler auf Startups, Bürgermeister auf Biologen, Lobbyisten auf Sensorbastler. Er fördert, was selten gelingt: Gespräche jenseits der Filterblasen.

Die Startup Nights geben Gründern eine Bühne – ob sie nun autonome Energieplattformen entwickeln, Agrarbetriebe umstellen oder Hybridkraftwerke planenpdf Alle Green Mondays . GreenTech ist hier nicht Buzzword, sondern Umsetzung.

Und doch geht es um mehr als Technologie. Es geht um Mentalitäten. Um das langsame Loslassen des „Weiter so“. Um einen anderen Begriff von Verantwortung. Der Green Monday ist dafür ein Seismograf. Er misst nicht CO₂, sondern Bereitschaft.

Am 9. Juni gibt es ein Update – nicht vor Ort, sondern digital via Zoom. Ein weiteres Kapitel in einer Bewegung, die sich von der Präsenz zur Permanenz wandelt. Wer teilnehmen will, findet alle Infos auf LinkedIn.

3 Gedanken zu “Höhenwind, Transformation und Technik – Wie aus einem Stammtisch die Energiewende neu gedacht wird #GreenMonday

  1. gsohn

    O-Töne stammen aus der Aufzeichnung min Jung – ein Höhenrad ist bislang als Foto-Objekt nicht verfügbar. Befindet sich noch im Bau.

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