
Maria Blume, Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeit bei Getränke Hoffmann, steht für eine ungewöhnlich praxisorientierte und zielgerichtete Perspektive auf das Thema Nachhaltigkeit. Ihr Weg in das Feld der nachhaltigen Unternehmensführung mag als Quereinstieg begonnen haben, doch ihre Vorgehensweise ist unmissverständlich: Für Blume geht es nicht um Modebegriffe, sondern um messbare Ergebnisse.
„Priorisierung ist alles“, erklärt sie. In einer Branche, die meist nur eine Handvoll Mitarbeiter für Nachhaltigkeit einsetzt, ist die doppelte Wesentlichkeitsanalyse ihr zentrales Werkzeug. Sie zeigt, wo der wahre Wert liegt – sowohl finanziell als auch in puncto Resilienz und Arbeitgeberattraktivität. So wird Nachhaltigkeit zum handfesten Ansatz, wie das Beispiel des Mehrweg-Projekts im Weinsegment zeigt: Mit der Einführung einer Bio-Eigenmarke in der Mehrwegflasche wurde ein Zeichen gesetzt, das zugleich mit dem Mehrweginnovationspreis prämiert wurde. Ein klarer Beweis, dass Innovation und Pragmatik gemeinsam Erfolge schaffen.
Doch Blume denkt weiter. Der vermeintlich einfache Schritt, Papierverschwendung bei Kassenbons zu reduzieren, entpuppte sich als Symbol für nachhaltige Transformation im Kleinen. 2023 sparte Getränke Hoffmann dank eines digitalen Systems zwei Drittel des bisherigen Papierverbrauchs ein – ein Beispiel, wie vermeintlich kleine Maßnahmen sichtbar und greifbar zur Veränderung beitragen können.
Am 25. November wird Blume beim Green Monday in Dresden auftreten, wo sie über ihre Ansätze und über die Relevanz des Deutschen Nachhaltigkeitskodex sprechen wird. Für sie bietet dieser Kodex eine Möglichkeit, Nachhaltigkeit effektiv und pragmatisch anzugehen – eine Plattform, die Unternehmen ab 2025 kostenfrei zugänglich gemacht werden soll. Blumes Credo ist klar: Nachhaltigkeit ist keine Option, sondern ein integraler Bestandteil einer zukunftsfähigen Unternehmensstrategie.
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