Große Unternehmen, darunter DAX-Unternehmen, stehen vor einer Herausforderung: Sie müssen dieses Jahr 1178 Berichtspunkte zu Nachhaltigkeit erfüllen. Nächstes Jahr sind Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern dran. Das betrifft 16.000 Unternehmen in Deutschland. Und danach sind die kleineren Unternehmen an der Reihe.
Die Berichterstattung ist so konzipiert, dass sie durch die gesamte Lieferkette fließt. Wenn Betriebe Teil dieser Kette sind, stellt sich die Frage der ESG-Berichterstattung auch für kleinere Organisationseinheiten. Es geht dabei nicht nur um Bürokratie, sondern auch um Transparenz für Stakeholder. Unternehmen müssen Ziele für 2030 formulieren und Druck auf ihre Lieferanten ausüben, um diese Ziele zu erreichen.
Es gibt auch Risiken. Unternehmen könnten Lieferantenbeziehungen abbrechen, um nicht für Verstöße gegen Menschenrechte oder Umweltstandards verantwortlich gemacht zu werden. Oder sie könnten ihre Ziele nicht erreichen und als Greenwasher bezeichnet werden.
Banken und Finanzinstitute spielen auch eine Rolle. Sie könnten Unternehmen, die nicht auf ihrer Positivliste stehen, schlechtere Konditionen anbieten. Unternehmen müssen also nicht nur die Bürokratie bewältigen, sondern auch Verantwortung zeigen.
Die Zeit der Marketingbroschüren ist vorbei. Unternehmen müssen ihre Nachhaltigkeitsbemühungen durch externe Prüfer bestätigen lassen. Aber es gibt auch eine positive Seite: Wenn Unternehmen ihre Daten erheben, können sie Verbesserungen vornehmen.
Die Regulierung bringt eine neue Ernsthaftigkeit in die Nachhaltigkeitsdiskussion. Unternehmen müssen sich mit dem Thema auseinandersetzen und vielleicht auch neue Netzwerke bilden. Druck erzeugt Bewegung, und das kann zu Innovationen führen.
Wer das Thema vertiefen möchte, der sollte sich Montag, den 27. Mai freihalten für den dritten Green Monday in Düsseldorf mit Networking und Breakout Sessions. Den Anfang macht Katrin Kroese-Discher*. Als Nachhaltigkeitsmanagerin bei Trilux kennt sie die praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung der verschiedenen ESG-Regelungen. Sie wird uns Einblicke in ihre Arbeit geben und dabei auch den Finger in die Wunde legen. Mit Wilhelm Mauß, Geschäftsführer von Lorenz und Karl Trautmann, Geschäftsführender Direktor bei ElectronicPartner haben wir zwei Vordenker, die über ihre Erfahrungen mit der doppelten Transformation von Nachhaltigkeit und Digitalisierung berichten.
| 17:30 Uhr | Check-in |
| 18:00 Uhr | Begrüßung, Speed Dating Nicole Dorazil, Innovation Evangelist Stephan Grabmeier, Future Designer, Synergie Zukunft |
| 18:20 Uhr | ImpulsEU-Taxonomie, das scharfe Schwert der Regulierung Katrin Kroese-Discher, Director of Sustainibility, Trilux* |
| 18:40 Uhr | Einführung in die Breakout Sessions Bernhard Steimel im Gespräch mit Wilhelm Mauss und Karl Trautmann |
| 18:50 Uhr | Breakout-Sessions „Runde 1“ Radikaler Wandel für die Zukunftsfähigkeit Wilhelm Mauss, CEO, Lorenz Go Green, praktische Herausforderungen bei der Umsetzung Karl Trautmann, Geschäftsführender Direktor, ElectronicPartner |
| 19:20 Uhr | Breakout-Sessions „Runde 2“ Gleiche Referenten – Teilnehmer wechseln die Gruppe |
| 19:50 Uhr | Synthese im Plenum Stephan Grabmeier, Future Designer, Synergie Zukunft |
| 20:00 Uhr | Demo-Night für digitale Nachhaltigkeitslösungen aus dem Telekom Nachhaltigkeitsmanager Ecosystem Interviews in Kooperation mit Gunnar Sohn von Schubkraft-TV |
* angefragt
Veranstaltungsort
- K67TechHub
- Kasernenstr. 67
- 40213 Düsseldorf
- WICHTIG: Der Link zur Teilnehmer-Anmeldung kommt in den nächsten Tagen!