Ein Blick in die Arbeit an der Zukunft: #ZukunftPersonalNord am 23. und 24. April in Hamburg @herder_verlag

Am 24. April wird Hans Rusinek, Autor des Buches „Work-Survive-Balance“, auf der Zukunft Personal Nord in Hamburg eine Keynote halten. Sein Thema: Die Zukunft der Arbeit ist Arbeit an der Zukunft:

Rusinek beschäftigt sich mit einem zentralen Dilemma: der Abkehr vieler Menschen von der Arbeit. Ob es das Träumen von der Frührente oder die die Sehnsucht nach der ersten Bitcoin-Million ist, viele sehen Arbeit nicht mehr als erstrebenswert an. Als Arbeitsforscher betrachtet Rusinek dies mit Bedauern, da die Arbeitswelt nicht nur ein Ort der Produktion, sondern auch ein sozialer Raum ist, in dem Menschen zusammenkommen und lernen, gemeinsam Herausforderungen zu bewältigen.

Ein zentrales Anliegen von Rusineks Keynote ist es, die Bedeutung der Arbeitswelt als entscheidenden Ort für die Bewältigung globaler Krisen zu betonen. Während andere vielleicht die Erde zerstören, können wir sie nicht nur ehrenamtlich retten. Die Arbeitswelt ist der Ort, an dem wir gemeinsam Lösungen erarbeiten können, sei es für ökologische Herausforderungen oder gesellschaftliche Probleme.

In seinem Buch und im Interview spricht Rusinek über das „Zukunftsbrimborium“, das er kritisch betrachtet. Er warnt davor, dass viele Diskussionen über die Zukunft der Arbeit oberflächlich bleiben und die eigentlichen Herausforderungen, wie die Auswirkungen der Arbeit auf den Planeten, vernachlässigen. Insbesondere kritisiert er das Phänomen des „maßnahmenlosen Ziele-Formulierers“, der große Versprechungen macht, aber keine konkreten Maßnahmen zur Umsetzung dieser Ziele ergreift. Jedes Jahr zu beobachten im Davos-Kapitalismus.

Ein weiterer wichtiger Punkt in Rusineks Argumentation ist die Rolle der Zeit in der Arbeitswelt. Er skizziert die Notwendigkeit, der Gehetztheit in der Arbeit entgegenzuwirken, da diese uns davon abhält, Verantwortung zu übernehmen und kritisch über unsere Handlungen nachzudenken. Dabei verweist er auf Studien, die zeigen, dass Menschen im Urlaub eher dazu neigen, über ihre berufliche Zukunft nachzudenken und möglicherweise sogar zu kündigen, da sie in diesem Moment die Zeit haben, über ihre Entscheidungen zu reflektieren.

Des Weiteren spricht Rusinek über die Bedeutung von Bildung und Ausbildung für die Zukunft der Arbeit. Er stellt fest, dass viele ökonomische Ausbildungen Menschen nicht ausreichend auf die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt vorbereiten und plädiert für eine ganzheitlichere Bildung, die auch Soft Skills und soziale Kompetenzen vermittelt.

Ein zentrales Thema, das Rusinek immer wieder anspricht, ist die Notwendigkeit, unsere Gewohnheiten und Praktiken in Frage zu stellen und aktiv an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken. Er betont, dass Zukunft nicht nur ein abstraktes Konzept ist, sondern in jeder Sekunde unseres Handelns gestaltet wird. Durch bewusste Entscheidungen und das Hinterfragen etablierter Muster können wir positive Veränderungen herbeiführen und die Zukunft aktiv mitgestalten.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.